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Editorial: Lehrende der Zukunft – Digitale Bildung zwischen Mensch und Maschine

Lehrende der Zukunft Editorial: Lehrende der Zukunft – Digitale Bildung zwischen Mensch und Maschine Stimmen der #excitingedu Digital 2021 Digitalkompetenzen von Lehrenden "In Tablet-Klassen kann der Unterricht offener, forschender und projektbezogener gestaltet werden" "Das Medium Mensch muss funktionieren" Von der Medienkompetenz zur Medienkritik Vom Lernen mit zum Lernen über digitale Medien Vom Wissensvermittler zum Moderator "Den Schüler mehr in den Mittelpunkt stellen" Formative Assessment: Bewerten um des Lernens Willen Referendariat mit Stift und Papier Eigene Geräte in der Schule nutzen – BYOD als Konzept für die Lehre der Zukunft Nachgefragt: Was wünschen sich Schüler vom Lehrenden der Zukunft? Erfahrungsbericht: Digitalisierung der Schulen Neue Berufsfelder in der Schule durch digitale Medien Kleines 3x3: Arbeitszeitmodelle für die Lehrenden der Zukunft Hase und Igel 2.0 – Digitale Kompetenz als Wettlauf? Vergessene Schülerpasswörter und andere Herausforderungen

Editorial: Lehrende der Zukunft – Digitale Bildung zwischen Mensch und Maschine

Birgit Frost

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Die Digitalisierung wird das Berufsbild der Lehrenden, ihre Kompetenzen und Rolle grundlegend verändern. Wie sehen unsere Lehrenden der Zukunft aus?

Die Zukunft unserer Lehrenden wird bunt – ob mit oder ohne Kreide (Externer Link: Lizenz CC0 / Externer Link: pixabay.com)

Mit der Externer Link: Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Externer Link: Strategie "Bildung in der digitalen Welt" der Kultusministerkonferenz (KMK) sind Ende 2016 zwei Papiere vorgelegt worden, mit denen die Digitalisierung im Bildungsbereich konkret vorangetrieben werden soll. Der in der BMBF-Strategie enthaltene DigitalPakt#D sieht vor, die Schulen in Deutschland im Rahmen eines 5-Milliarden-Euro-Pakets technisch aufzurüsten und mit den richtigen Werkzeugen für die digitale Bildung auszustatten. Im Zuge dessen sollen entsprechende pädagogische Konzepte erarbeitet und die Aus- und Fortbildung von Lehrenden angepasst werden.

Gleichzeitig entsteht das Internet der Dinge (IoT) in rasantem Tempo und Interner Link: wird auch den Bildungsbereich erfassen, auch wenn die Entwicklungen hier noch in den Kinderschuhen stecken. Schwerpunktmäßig liegen sie auf der Entstehung von intelligenten Lernumgebungen, Interner Link: Smart Learning Environments (SLEs), in denen digitalisierte Lerngegenstände selbständig miteinander kommunizieren und so das individuelle und gemeinschaftliche Lernen unterstützen. Das können zum Beispiel Geräte sein, die ihre Nutzerin oder ihren Nutzer individuell erkennen, sich auf persönliche Bedürfnisse wie etwa eine bestimmte Schriftgröße einstellen und mit den Lehrenden Daten, zum Beispiel gelöste Aufgaben austauschen.

Beide Entwicklungen haben grundlegende Auswirkungen auf die Bildungslandschaft. Manche Bildungsakteure mögen aufatmen und die Veränderungen angesichts des Externer Link: Nachholbedarfs Deutschlands im Bereich digitale Bildung als überfällig betrachten. Bei anderen mögen sie Ängste und Unsicherheiten hervorrufen, verändern sie doch viele Aspekte des Lehrendenberufs und werfen zahlreiche Fragen auf:

Wie (schnell) werden sich Berufsbild, Kompetenzen und Aus-/Fortbildung von Lehrenden im Zuge der Digitalisierung anpassen oder haben es bereits getan? Welche Auswirkungen wird die Digitalisierung auf die Gestaltung des Unterrichts und auf die Rollenverteilung zwischen Lehrenden und Lernenden haben? Ist die digitale Technik eine sinnvolle Ergänzung oder sogar ein adäquater Ersatz für Lehrende? Wie können Schulen und Lehrende die Digitalisierung der Bildung positiv bewältigen? Und was wünschen sich Schülerinnen und Schüler vom Lehrenden der Zukunft?

Mit dem Themenschwerpunkt nehmen wir die zukünftige Rolle der Lehrenden in einer zunehmend digitalisierten Bildungslandschaft in den Fokus, stellen kritische Fragen nach der Ersetzbarkeit von Mensch durch Maschine und überlegen, wie der Digitalisierungsprozess für Lehrende, Lernende und Schulen positiv und sinnvoll gestaltet werden kann.

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Birgit Frost ist seit Oktober 2016 Redakteurin bei der werkstatt.bpb. Sie studierte Kommunikationswissenschaft, Kulturwissenschaft und Spanische Philologie in Berlin und Amsterdam. Von 2010 bis 2016 war sie Projektreferentin am Goethe-Institut für ein weltweites Webportal im Alumni-Bereich, wo sie schwerpunktmäßig für Online-/E-Mail-Marketing und für Redaktion zu sprachlichen und kulturellen Themen zuständig war.