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Partizipation vor Ort

22.4.2013

Info 04.03 Projektideen

Dieses umfangreiche Informationsmaterial stellt in einer 14-seitigen Übersicht eine Vielzahl an Beispielprojekten vor. Sie finden Zusammenfassungen von bereits durchgeführten Projekten, die als Anregung für die Vorbereitung eines eigenen Projektes herangezogen werden können.

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Unbenanntes Dokument



A Punktuelle Beteiligungen

 

1. Spendenlauf

Projektidee

Spendenlauf (24h Lauf für Kinderrechte)

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche

Methoden

Spendenlauf

Konkrete Umsetzung

Freiburg

Ablauf/ Ergebnisse

  • 40 Laufteams legen 28.157 Runden zurück; das entspricht einer Summe von 36.704€
  • Erlös für soziale Einrichtungen, Initiativen und Fördervereine

Nähere Informationen zum Projekt [3], S. 7.

 

2. Stadtteildetektive

Projektidee

Stadtteildetektive

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche

Methoden

die spannendsten und coolsten Orte im Wohngebiet werden ausfindig gemacht; Utensilien hierfür: Lupe + Fotoapparat

Konkrete Umsetzung

Berlin; Marzahn-Hellerdorf

Ablauf/ Ergebnisse

  • Erkundungstour durch das Wohngebiet
  • Aufnahme und Ansprechen von Verkehrs- und Umweltsündern auf ihr falsches Verhalten
  • Ergebnisse werden den Politikern mitgeteilt
  • Festlegung von Maßnahmen zur Veränderung + Nachtreffen sichern Kontinuität und Nachhaltigkeit

Nähere Informationen zum Projekt [3], S. 7.

 

3. Werbekampagne für Kinderrechte

Projektidee

Werbekampagne für Kinder und Jugendliche

Zielgruppe

  • Kinder und Jugendliche

Konkrete Umsetzung

"Kinder haben was zu sagen!" – 1. Kongress der Kinderrechte. 17. bis 20. November in Leipzig

Methoden

  • Erstellung von Plakaten
  • persönliche Ansprache der Politikerinnen und Politiker

Ablauf/ Ergebnisse

  • Formulierung von Forderungen (hier z. B.: Kinderrechte sollen in der Schule bekannter gemacht und umgesetzt werden. + Wenn Kinder die Pflicht haben, in die Schule zu gehen, dann hat der Staat auch die Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Kinder sicher dorthin kommen.)
  • Welche Fragen müssen bei der Umsetzung beachtet werden? (z. B.: Was (Botschaft)? An wen? Und was ist das Ziel?)
  • Information über unterschiedliche Medien; welches Medium eignet sich?
  • Resultat: Persönliche Ansprache der Politikerinnen und Politiker als wichtigste Zielgruppe + Erstellung von Plakaten

Nähere Informationen zum Projekt [4], S. 21.

 

4. Sendung im Schul-/Lokalradio zu einem Thema vor Ort

Projektidee

Sendung im Schul-/Lokalradio zu einem Thema vor Ort
(Strukturelle Verankerung der Kinderrechte und der Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen)

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche

Konkrete Umsetzung

"Kinder haben was zu sagen!" – 1. Kongress der Kinderrechte. 17. bis 20. November in Leipzig

Methoden

  • Vorbereitung einer Talkshow
  • Entwicklung von Pro- und Contra-Argumenten

Ablauf/ Ergebnisse

  • Entwicklung eines Themas
  • Fragen die vor der Umsetzung besprochen werden müssen: (Welche Gäste werden eingeladen? Wer nimmt welche Rolle ein?)
  • Entwicklung von Pro- und Contra-Argumenten
  • Zeitmanagement
  • Erstellung eines Fahrplans für die Talkshow

Nähere Informationen zum Projekt [4], S. 22.

 

5. Podcast/Radiosendung – Jugendclubs erhalten

Projektidee

Podcast/Radiosendung – Jugendclubs erhalten

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche

Konkrete Umsetzung

"Kinder haben was zu sagen!" – 1. Kongress der Kinderrechte. 17. bis 20. November in Leipzig

Methoden

  • Radiosendung planen und durchführen mit der Unterstützung eines Radioexperten
  • Interview

Ablauf/ Ergebnisse

 

  • Fragen und Ablauf festlegen
  • Rollenverteilung klären + Entwicklung von Rollenkarten
  • technische Umsetzung klären (Scripter organisiert den konkreten Ablauf; Tonmann/Tonfrau =  zuständig für die Akustik; Cutter = schneidet die Redeanteile zusammen)

Nähere Informationen zum Projekt [4], S. 22.

 

6. Skulpturenbau bzw. Modellbau (auch in Verbindung mit einem Stadtteilprojekt)

Projektidee

Skulpturenbau bzw. Modellbau

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche

Konkrete Umsetzung

"Kinder haben was zu sagen!" – 1. Kongress der Kinderrechte. 17. bis 20. November in Leipzig

Methoden

Modellbau

Ablauf/ Ergebnisse

  • Entwurf eines idealen Spielplatzes (Modellbau)
  • Spielplatzgestaltung (hier: sehr farbig und grün, viele Spielgeräte, ein WC-Häuschen, Mülleimer, Behälter für Hundekot; Sauberkeit des Spielplatzes = zentrales Anliegen)

Nähere Informationen zum Projekt [4], S. 23.

 

7. Theaterstück/Theaterszene

Projektidee

Theaterstück/Theaterszene

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche

Konkrete Umsetzung

"Kinder haben was zu sagen!" – 1. Kongress der Kinderrechte. 17. bis 20. November in Leipzig

Methoden

Modellbau

Ablauf/ Ergebnisse

  • Erarbeitung eines Theaterstücks zum Thema "Bekanntmachung der Kinderrechte"
  • Story = abgeleitet aus einer realen Situation eines Kinder- und Jugendparlaments + Weiterentwicklung
  • Verteilung der Rollen
  • Feedback zu Körpersprache, Textinhalte
  • Präsentation je nach Rahmenbedingung: Theaterabend, Tag der offenen Tür, Projektwoche

Nähere Informationen zum Projekt [4], S. 25.

 

8. Erarbeitung von Forderungen an die Kinderkommission bzw. Stadt/Gemeinde

Projektidee

Erarbeitung von Forderungen an die Kinderkommission bzw. Stadt/Gemeinde

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche

Konkrete Umsetzung

"Kinder haben was zu sagen!" – 1. Kongress der Kinderrechte. 17. bis 20. November in Leipzig

Methoden

  • Gruppenarbeit
  • Falls kein direktes Gespräch möglich ist -> Verfassen eines Briefes

Ablauf/ Ergebnisse

  • Vorbereitung des Gesprächs mit Politikerinnen und Politikern der Kinderkommission des Deutschen Bundestages
  • Zusammentreffen: Vorstellung der Teilnehmer und des Themas; Vorstellung von Lösungsvorschlägen; Nennung expliziter Forderungen
  • Kritik: Kinderkommission bei Jugendlichen unbekannt; wenige kindgerechte Medien, die darüber informieren
  • Gefahr, die Erwachsene sehen: wenn Kinder sich beteiligen wollen, lassen sie sich schnell beeinflussen.
  • Forderung: Kinder müssen sich in allen Feldern des Lebens äußern können; Demokratieschule + Kinderrechte müssen ins Grundgesetz.

Nähere Informationen zum Projekt [4], S.26-28.

 

B Stadtteilprojekte (in Kooperation mit der Gemeinde/Stadt)

 

1. Stadtteilforscher entwickeln Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche

Projektidee

Gestaltung eines mädchengerechten Spielplatzes

Ausgangslage

 

Missstand erkennen

Die Bedürfnisse von Mädchen werden bei der Gestaltung von öffentlichen Flächen/Spielplätzen zu wenig berücksichtigt.

Zielgruppe

Mädchen im Alter von 10 bis 12 Jahren

Zeitrahmen

1 Jahr (regelmäßige Gruppentermine)

Beteiligte Institutionen/
Ansprechpartner

  • Jugendamt
  • Planungs- und Grünflächenamt
  • Vertreter aus Frauenforschung und Sozialwissenschaften

Allgemeine Rahmenbedingungen

  • Auswahl eines geeigneten Ortes für den Spielplatz (Erreichbarkeit/Zugänglichkeit, Umgebung, Sicherheit)
  • Klärung der Finanzierung

Methoden

  • Erkundung mit Fotokameras
  • Befragung: Mögliche Fragen: Mit wem triffst du dich, wenn du draußen bist? Welches ist deine Lieblingsbeschäftigung? Wo ist dein Lieblingsplatz? Was gefällt dir an ihm und was nicht? Wo traust du dich nicht hinzugehen? Wo darfst du nicht hingehen?
  • Modellbau

Konkrete Umsetzung

Mädchengerechter Spielplatz im Heidberg (siehe weiterunten stehende Information)

Ablauf/ Ergebnisse

Vorbereitung, Planung und Koordination

benötigte Materialien: vergrößerte Karte des Stadtteils, Klebepunkte in unterschiedlichen Farben, Sofortbildkameras,
Ausweise für die Mädchen, Fragebogen, Spiele zum Kennenlernen, unterschiedliche Materialien und Werkzeuge  für den Modellbau, Werbung für die Spielplatzaktion

Stadtteilerkundung zum Spielverhalten und Wohnumfeld

  • Kennenlernen in der Gruppe
  • Informationen zum Projekt
  • Stadtteilerkundung mit Fotokameras

Umgestaltung des Spielplatzes

  • Sammlung von Kritikpunkte an der aktuellen Spielplatzsituation
  • Äußerungen von Gestaltungswünschen 
  • Ermittlung von Favoriten
  • Diskussion über die Realisierbarkeit (Finanzen + Haftung)
  • Gestaltung eines Modellbaus
Auswertung der Befragung
  • Mädchen sind oft allein oder in Kleingruppen unterwegs.
  • Beschäftigungen: Radfahren, Schaukeln
  • Betreute Angebote mit wechselndem Programm finden großen Zuspruch.
  • Jungen werden als Spielpartner nicht positiv bewertet.
  • positiver Faktor = Orte, die die Mädchen selbst zum Spielen nutzen
  • negative Faktoren = Orte mit viel Verkehr, menschenleere Bereiche, Müll, problematische Personengruppen am Aufenthaltsort

Allgemeines Ergebnis

  • verschiedene Spielinseln mit unterschiedlichen Schwerpunkten anbieten
  • Mädchen sagen sehr klar,  was sie wollen, wenn sie danach gefragt werden.
  • Der Dialog mit den "Betroffenen" ist sehr wichtig.
  • ämterübergreifendes Arbeiten = essentiell

Nähere Informationen zum Projekt [1], S. 6-33.

 

2. Neugestaltung einer Treppe und des schulangrenzenden Areals

Projektidee

Gestaltung einer Treppe als zentralem Element eines Wegenetzes im Stadtteil und des an eine Grundschule grenzenden Geländes

Ausgangslage

  • Ohne die Treppe müssten Umwege auf dem Schulweg entlang stark befahrener Straßen in Kauf genommen werden.
  • Das angrenzende Gelände wird als bedrohlich von den Schülerinnen und Schülern wahrgenommen.

Zielgruppe

Grundschüler  der 3. Klasse

Methoden

Rundschreiben des Stadtplanungsamts an Kindergärten, Schulen und Berufsschulen der Stadt und freien Träger mit dem Aufruf zur Einsendung von Anregungen zur Umgestaltung der Stadt in Wort und Bild

Konkrete Umsetzung

Zeitz:

  • 31.500 Einwohner (Kinderanteil zur Bearbeitungszeit 18%)
  • Mittelzentrum in Sachsen-Anhalt

Ablauf/Ergebnisse

Bestandsanalyse
  • Kinder stellen fest, dass die Treppe stark frequentiert ist.
  • Die Treppe wird von ihnen als bedrohlich wahrgenommen.
  • Die angrenzenden Flächen sind nicht nutzbar.

 Ideensammlung

Kinder entwickeln Ideen und setzen sie in Modellen und Plänen gestalterisch um.

Planungskonzept

  • Neugestaltung des Areals (sichere und farbenfrohe Gestaltung der Treppe, Sanierung alter Gebäude + Umwandlung in gemeinschaftlich nutzbare Räume (z. B. Kinderspielplatz, Jugendclub, Café, Werkstatt, Kino, Theaterbühne, Laden, Skateanlage)

Nähere Informationen zum Projekt [2], S. 6-7.

 


3.Neugestaltung von Freiflächen nach einem Gebäudeabriss

Projektidee

Neugestaltung von Freiflächen nach einem Gebäudeabriss

Ausgangslage

Im Innern eines Plattenbauquartiers wird ein Wohnblock abgerissen.
Dies erfordert die Neugestaltung des Geländes.

Zielgruppe

die Grundschüler der 3. Klasse

Methoden

Zukunftswerkstatt

Konkrete Umsetzung

Zeitz:

  • 31.500 Einwohner (Kinderanteil zur Bearbeitungszeit 18%)
  • Mittelzentrum in Sachsen-Anhalt

Ablauf/Ergebnisse

Bestandsanalyse

Hauptkritikpunkte sammeln (z. B. kaputte Häuser und Straßen, zu viele Parkplätze, keine Mitbestimmung, schlechtes Wohnklima, geringe Freizeitmöglichkeiten und-flächen, mangelnde Einkaufsmöglichkeiten)

Ideensammlung

Entwicklung von Ideen für eine Traumwiese; Entwurf von Modellen, in denen Wünsche konkretisiert werden können

Planungskonzept

Aufteilung der Fläche in unterschiedliche Bereiche (Kleinkinder-Spielbereich, Wildwiese, Abenteuerspielplatz, Clubhaus, Grillplatz, große Spielwiese, zweite Wildwiese, Teich, Grusellabyrinth)

Nähere Informationen zum Projekt [2], S. 8-9.

 

4. Stadtentwicklung

Projektidee

Befragung von Kindern und Jugendlichen zu ihren Vorstellungen zur Stadtentwicklung

Zielgruppe

Schüler der Klassen 1 bis 11

Methoden

  • Befragung (zu freizeitrelevanten Themen in den Klassen 1 bis 4)
  • Gruppenarbeit
  • Fragebogenaktion [zu Aufenthaltsorten im Freien, positive und negative Zukunftsvisionen für Auerbach (5. bis 11. Klasse)]
  • Gruppenarbeiten (für eine neue Schule, ein Jugend-Shopping-Center, ein Jugendhaus)

Konkrete Umsetzung

Auerbach/Vogtland:

  • Mittelzentrum in Sachsen

Ablauf/ Ergebnisse

Auswertung von 326 Fragebögen

Informationen zu Aufenthaltsorten im Freien nach den Kriterien "extrem o.k." bzw. "total daneben"

Ergebnisse

  • Kritikpunkte an der aktuellen Situation werden deutlich. (Umweltverschmutzung, Müll und Hundekot; zu wenig Freizeitangebot; schlechte Verkehrsregelungen für Fußgänger; schlechte Bus- und Zugverbindungen; viele alte Häuser; Gewalt, Rechtsradikale und Alkoholiker)
  • Gestaltungswünsche (mehr Freizeitangebote; Volleyballplatz, Jugendcafé und Jugendclub; coole Spielplätze + Jugendzentrum für "Groß und Klein" + die Erhaltung des Bades und bessere Busverbindungen)
  • Gruppenarbeit der Grundschulen: "grüne Oase" im Neubaugebiet (Verbindung zweier Teiche, Säuberung und Entkernung des umliegenden Geländes, Installation von Felsen, Steinen, Bänken, Rastplätzen, Stegen über das Wasser, Nistplätzen für Tiere, eines Baumhauses, Seilen an den Bäumen, Kletterbäumen und Holztieren)
  • Wunsch nach Kontakt mit Tieren (Patenschaft zwischen Kindereinrichtungen, Bauernhof oder Streichelzoo)
  • Entwicklung von einem Plan für einen Verkehrsgarten mit einem Fahrradübungsplatz

Nähere Informationen zum Projekt [2], S. 18-19.


5. Befragung und Gestaltung von Freizeitmöglichkeiten

Projektidee

Befragung der Schülerinnen und Schüler zum Freizeitverhalten und Entwicklung von Ideen zur Umgestaltung ausgewählter Bereiche eines Stadtteils

Zielgruppe

Schülerinnen und Schüler der 4. bis 10. Klasse

Methoden

  • Workshop
  • Fragebogenaktion mit ca. 1.200 Schülerinnen und Schülern der 5. bis 10. Klasse zum Freizeitverhalten
  • Fragebogenaktion in der Klassenstufe 4 zur Frage: "Was würdest Du als erstes tun, wenn Du Bürgermeister oder Bürgermeisterin von Bergen auf Rügen wärst?"
  • Ideenkatalog für die Schulhofgestaltung und eines neu zu schaffenden Sport- und Freizeitplatzes
  • Spielplatzplanungsfete

Konkrete Umsetzung

Bergen auf Rügen:

  • 15.580 Einwohner (Bergen: jüngste Einwohnerschaft auf Rügen)
  • Mittelzentrum in Mecklenburg-Vorpommern

Ablauf/ Ergebnisse

Projektphasen
  • Zustandsanalyse des Schulhofs + Recherche nach Anregungen für eine Veränderung im Internet
  • Auswertung der Fragebögen zu Kritik und Verbesserungsvorschlägen
  • Untersuchung von bereits gestalteten Schulhöfen und Parkanlagen
  • Erstellung von Plänen und Modellbauten

Ergebnisse

  • Was würden die Kinder als zukünftiger Bürgermeister tun? Schwimmhalle bauen; Einbeziehung der Schüler bei der Schulhofgestaltung, da der Schulhof auch Ort der Freizeitgestaltung ist.
  • Wunsch nach kurzen und interessanteren Unterrichtszeiten
  • Spielplätze und –flächen werden zukünftig einer Prüfung durch kindliche Fachkräfte unterzogen.
  • Die Modelle zeigen diverse Wünsche. (Grüne Gestaltung, Einsatz unterschiedlicher Materialien, Rückzugsmöglichkeiten, Sitzgelegenheiten)
  • Differenzierung nach Jungen und Mädchen

Nähere Informationen zum Projekt [2], S. 20-21.

 

6. Waldplatz, Familienhaus Kinderträume

Projektidee

Zwei Projekte:

  • "Waldplatz": Umgestaltung des Stadtwaldes in ein attraktives Freizeitgelände
  • "Familienhaus Kinderträume": kinderfreundliche Umgestaltung eines Wohnblocks

Zielgruppe

Beteiligung von Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren

Methoden

  • Ideensammlung
  • Schülerumfrage
  • Zeichnen
  • Modellbau

Konkrete Umsetzung

Freiberg:

  • 44.354 Einwohner
  • Mittelzentrum in Sachsen

Ablauf/ Ergebnisse

1. Waldplatz

  • "Mitmachaktionen" von Kindern und Jugendlichen + Patenschaften
  • Sensibilisierung der Nutzer für die ökologische Besonderheiten des Gebietes

2. Familienhaus Kinderträume

  • Modellbau auf der Grundlage der Ideensammlung
  • Präsentation des Modells auf der Sitzung des Kinder- und Jugendparlaments + Übergabe an die Wohnungsbaugenossenschaft
  • Umgestaltungsideen:
  • Rückbau von Wohnungen zugunsten eines Dachspielplatzes mit Wasserfläche
  • Einbau einer Dachwohnung mit großem Glasgiebel + 2 Etagenwohnungen mit Ausgang auf die Dachterrasse
  • größere Kinderzimmer und Balkon in allen Wohnungen
  • Giebeldach mit Sonnenkollektoren
  • attraktives Wohnhausumfeld für alle Generationen gestalten
  • witterungsunabhängige Klettermöglichkeiten an der Giebelfront
  • Einrichtung eines Multifunktionsraums im Kellergeschoss für Sport, Spiel und Partys

Nähere Informationen zum Projekt [2], S. 26-27.

 


7. Stadtentwicklung (mehrere Einzelprojekte)

Projektidee

Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Stadtentwicklung

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche

Methoden

  • Zeichnungen
  • Befragungen
  • Mitbauaktion

Konkrete Umsetzung

Sondershausen:

  • 23.286 Einwohner
  • Mittelzentrum in Thüringen

Ablauf/ Ergebnisse

Ablaufbeschreibungen einiger ausgewählter Projektansätze:
1. Bewertung und Gestaltung von Jugendeinrichtungen

  • Bestandserhebung zu allen offenen Jugendeinrichtungen
  • Aussagen zum baulichen Zustand und zu sonstigen Mängeln
  • Beteiligung in der Planungsphase, Farb- und Materialauswahl
  • Erarbeitung von Vorschlägen zur Möblierung und Ausstattung
  • Mitarbeit bei der Raumgestaltung

2. Verkehr – Prüfung des Rad- und Fußweges

  • Prüfung städtischer Radwegekonzeption hinsichtlich der Interessenberücksichtigung der Kinder
  • Überprüfung von vorhandenen Rad- und Fußwegeverbindungen
  • Mängelbeschreibung und Ergänzungsvorschläge für Radwegekonzeption

3. Stadtverschönerung – Gestaltung der Innenstadt

  • Umgestaltung der Fußgängerzone (z. B.: Schaffung eines Familienbereiches aus Spiel- und Wasserelementen)
  • Anlegen eines "musikalischen Wanderweges" (Aufstellung klangerzeugender Skulpturen als Aktionselemente)

4. Handel – Attraktivität und Einhaltung Jugendschutz

  • Begutachtung der Handelseinrichtungen, Zusammenstellung von Einkaufswünschen, Aufdecken von Lücken im Angebotsspektrum für Kinder
  • Überprüfung der Einhaltung des Jugendschutzgesetzes in örtlichen Verkaufsstellen

Nähere Informationen zum Projekt [2], S. 30-31.

 


8. Demokratie-Projekt

Projektidee

"Lebendiger Kiez Marzahn NordWest als Lernort für Demokratie"

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche im Alter von 13 bis 20 Jahren

Methoden

  • Kreuzverhör (Informationsaustausch zwischen Politik und Jugendlichen)
  • Stadtteil-Jugendkonferenzen: (Open-Space-Veranstaltungen  mit dem Ziel der Verständigung über eine Themenplattform für den Stadtumbau)
  • Jugend-Arbeitsgruppen für Stadtumbauprojekte
  • Jugendbeirat

Konkrete Umsetzung

Berlin-Marzahn:
40% der Einwohner sind jünger als 27 Jahre.

Ablauf/ Ergebnisse

  • Kooperationen mit unterschiedlichen Ämtern
  • Kritik an der aktuellen Situation (z. B.: Bildungsmisere, Sozialabbau, Arbeitslosigkeit, schlechte Haushaltslage)
  • Gestaltungswünsche äußern (z. B.: jugendgerechte Informationsmöglichkeiten, Beteiligung an Vorhaben, mehr Akzeptanz, Dialog mit Politikern und Entscheidungsträgern)

Nähere Informationen zum Projekt [2], S. 37.

 

9. Plane deinen Traumspielplatz

Projektidee

Planung des Traumspielplatzes

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche

Methoden

      • Malen
      • Befragung

Konkrete Umsetzung

Schönebeck:

  • 36.397 Einwohner
  • Mittelzentrum mit Teilfunktion eines Oberzentrums in Sachsen-Anhalt

Ablauf/ Ergebnisse

  • Schüler planen ihren Spielplatz unter dem Motto "Mein Traumspielplatz – kein Traum".
  • Jugendliche planen eine BMX-Strecke.

Nähere Informationen zum Projekt [2], S. 42.

 

 

Weiterführende Informationen:

[1] Stadt Braunschweig, Dezernat für Jugend, Soziales und Gesundheit (Hrsg.): Mädchen planen mit! Was wollen Mädchen? Mädchen wollen was. Stadtteilforscherinnen unterwegs – mädchengerechter Spielplatz im Heidberg. Ergebnisse eines Projektes (= Braunschweiger Hefte zum Jugend-, Sozial- und Gesundheitswesen 36). 1998.

[2] Deutsches Kinderhilfswerk e.V. (Hrsg.): "Stadtumbau nur mit uns". Dokumentation zum Wettbewerb um den Sonderpreis für Kinder- und Jugendbeteiligung im Rahmen des Bundeswettbewerbes "Stadtumbau Ost". 2003.

[3] Deutsches Kinderhilfswerk e.V. (Hrsg.): Kinderinteressenvertretungen in Deutschland. Schwerpunkte – Grenzen – Potentiale. Ergebnisse der Fachtagung "Bundeskonferenz der Kinderinteressenvertretung" am 23./24.11.2011 in Salzgitter. 2011.

[4] Deutsches Kinderhilfswerk e.V. (Hrsg.): "Kinder haben was zu sagen!" – 1. Kongress der Kinderrechte. 17. bis 20. November 2011 in Leipzig. 2011.