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Metin Kaplan - Dossierbild Islamismus

2.8.2018 | Von:
Rüdiger Lohlker

In welcher Weise können Medien über islamistischen Terrorismus berichten?

Rüdiger Lohlker erläutert seiner Meinung nach typische Fehler, die in der medialen Berichterstattung über dschihadistische Terroranschläge oftmals gemacht werden, und skizziert Alternativen und Vermeidungsstrategien.

Zu sehen ist ein maskiertes Mitglied des terroristischen palästinensischen "Volkswiderstandskomitees" während einer Pressekonferenz - erkenntlich durch zahlreiche Mikrofone - in Gaza im Dezember 2005.Ein Mitglied des terroristischen palästinensischen "Volkswiderstandskomitees" während einer Pressekonferenz in Gaza im Dezember 2005. (© picture-alliance, picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Die Kommunikation über Gewaltakte steht in einem Spannungsfeld zwischen dem als Berichterstattungspflicht wahrgenommenen Anspruch der Medien und der Frage, worüber in welcher Weise berichtet werden darf. Darauf wird im Weiteren eingegangen.

Zunächst sind jedoch einige Reflexionen erforderlich. Warum ist es notwendig, über Worte wie „islamistisch“ bzw. „dschihadistisch“ nachzudenken? Verständnis und Einsicht – wenn dies noch Sinn von Kommunikation in den Medien ist – sollten in der Auseinandersetzung mit der „Unbestimmtheit und Dürftigkeit des gemeinen Menschenverstandes“[1] entstehen. Weniger philosophisch und eher pragmatisch formuliert: Soll in den Medien und der Öffentlichkeit das Phänomen der angesprochenen Spielarten des Terrorismus begreifbar gemacht und ihm entgegengetreten werden, müssen diese verstanden sowie Einsicht in sie gewonnen werden.

Warum wird also im Zusammenhang mit dem religiösen Terrorismus der Begriff „islamistisch“ verwendet? Denn eigentlich ist das Wort „Islamismus“ zu wenig trennscharf.[2] Bereits Olivier Roy, der 1992 konstatierte, dass der „politische Islam“ gescheitert sei, operiert mit dieser wenig trennscharfen Begrifflichkeit: Während der Titel seiner damaligen Studie eindeutig erscheint („L‘échec de l‘islam politique“), ist im Text selber hauptsächlich von „Islamismus“ die Rede.

Wenn angesichts der Anschläge in Frankreich im Frühjahr 2018 die „islamistische Hydra“ oder „der Salafismus“ dem „moderaten“ Islam entgegengestellt wird, mag dies als legitimer Ausdruck der Empörung erscheinen, bringt aber keine weitere Einsicht in die Problematik, die sich aus der Berichterstattung über solche Anschläge ergibt, und damit keine Idee für Problemlösungen. Eine solche könnte jedoch eine klare theologische Debatte um Gewaltfragen sein.

Dient „islamistisch“ nur als Möglichkeit, um den Islam in völlig kenntnisloser Weise als an sich gewaltsam zu attackieren, ist ebenfalls wenig von einer Bemühung zu erkennen, das Problem zu lösen.

Dient „islamistisch“ nur als Möglichkeit, um das, was als „islamistisch“ bezeichnet wird, als eigentlich „unislamisch“ zu deklarieren, ist dies genauso wenig hilfreich, das Problem zu lösen, das von Menschen verursacht wird, die sich als Vertreter des einzigen wahren Islams deklarieren. „Islamistisch“ ist also ein typisches „Plastikwort“[3] ohne weiteren Gehalt.

Welche Alternativen gibt es? Ein wichtiges Element „islamistischer“ Strömungen ist die Befürwortung des gewaltsamen Dschihad – und allein um diesen geht es hier, weil gewaltsame Handlungen im Zentrum stehen. Um den Gegner zu begreifen und dann effektiv zu bekämpfen, sollte man sein Selbstverständnis berücksichtigen:[4] „Dschihadistischer Terrorismus“ erscheint daher als brauchbare Alternative für die Kommunikation über das Phänomen; der Begriff ist so kurz wie „islamistischer Terrorismus“, aber präziser und erkenntnisfördernd. Er erleichtert es auch Muslimen, sich mit Nichtmuslimen in der Bekämpfung dieses Terrorismus zu verbünden.

Dschihadistische Kommunikation

Teil dschihadistischer Kommunikation ist eine intensive Mediennutzung, was allein durch eine kurze Betrachtung dschihadistischer Kommunikation schnell demonstrierbar ist.[5] Diese muss man für eine adäquate Berichterstattung über dschihadistische Attentaten/Aktionen zunächst verstehen. Dschihadistische Strömungen blicken auf eine mehrere Jahrzehnte dauernde Medienproduktion zurück, die immer wieder aktualisiert wird. Diese Kommunikation wurde und wird häufig in den Medien nicht wahrgenommen, da sie zum Großteil in arabischer Sprache stattfindet. Andere Sprachen (Paschto, Bahasa Indonesia, Somali etc.) sind ebenfalls im Gebrauch, westeuropäische Sprachen prozentual eher weniger.

Wird von dschihadistischer Seite in westeuropäischen Sprachen kommuniziert, sind immer zwei Aspekte impliziert:
  1. Es werden westeuropäische Anhänger und Anhängerinnen angesprochen, die oft nur über rudimentäre Arabischkenntnisse verfügen und meist nur Wörter als Identitätsmarker ausmachen können.
  2. Die Adressaten der Kommunikation sind die internationalen Medien (insbesondere englischsprachige).

    Es werden von dschihadistischer Seite Schlüsselpersonen eingesetzt, die über arabische und englische, deutsche, französische etc. Sprachkenntnisse verfügen und damit die Übersetzungsarbeit zwischen der dschihadistischen Kernkommunikation in arabischer Sprache und der in anderen Sprachen leisten können. Ein Großteil der operationellen dschihadistischen Kommunikation ist also arabischsprachig, europäisch-sprachige Kommunikation ist nur eine Adaptierung.[6] Daher gibt es keine Einsicht in diesen wichtigen Aspekt des Terrorismus, wenn man nur der europäisch-sprachigen Kommunikation folgt. Im Folgenden werden in diesem Zusammenhang sechs Fallen in der Betrachtung dschihadistischer Kommunikation beschrieben, die es zu vermeiden gilt (wobei manches auch für andere Formen des Terrorismus gilt):
1. Die erste Falle ist die direkte Übernahme dschihadistischer Aussagen, ohne über sie reflektieren zu können: Das verständliche Aufgreifen der dschihadistischen Kommunikation in westeuropäischen Sprachen scheitert oft schon an Sprachschwierigkeiten, da die arabischsprachige Kommunikation nicht zugänglich ist. Ein umfassendes Verständnis ist jedoch ohne den arabischsprachigen Kontext kaum möglich. Dies muss nicht zwingend in böswilliger Absicht geschehen.

2. Die Betonung der „offiziellen“ Aussagen dschihadistischer Quellen, die sich häufig findet, erkennt die Struktur der dschihadistischen Kommunikation implizit an – die zweite Falle. Insbesondere der IS hat diese Strukturverliebtheit der Medien weiterentwickelt und eine eigene Nachrichtenagentur online gestellt, bekannt als A‘maq, die über Kanäle wie Nashir News gespielt werden. Die meisten Nachrichten sind in arabischer Sprache, in den Medien aufgenommen wurde/wird die geringe Zahl anderssprachiger Nachrichten. Durch die Deklarierung als „Agentur“ soll eine höhere Glaubwürdigkeit der Dschihadisten erzielt werden.

Neben den als offiziell wahrgenommenen Internetkanälen gibt es jedoch eine um ein Vielfaches aufwändigere Kommunikation, die – der Medienlogik folgend – inoffiziell sein muss und damit scheinbar weniger wert, obwohl sie für das Funktionieren der dschihadistischen Kommunikation unverzichtbar ist.

Dazu kommt die schlichte Unfähigkeit, mit Onlinedaten analytisch umzugehen, die dazu führt, dass zuvor aufgeblasene Nutzungszahlen dann in sich zusammensinken, wenn z. B. die Kommunikation von einer Plattform im Internet auf eine andere verlagert wird.[7] Dies zeigte sich besonders deutlich beim Wechsel von Twitter zum Messenger-Dienst Telegram, der von den meisten Experten lange nicht wahrgenommen wurde.

3. Dies führt in die dritte Falle: Dschihadistische Propaganda kann mit der Unkenntnis arabischer Sprache rechnen (nicht nur der Medien, auch der Experten) und insbesondere nach Anschlägen durch die Nutzung europäischer Sprachen eine bestimmte, von dschihadistischer Seite gewollte Kommunikation verstärken, die medial und politisch aufgegriffen wird. Zuweilen kann dies dazu führen, dass zuerst nicht reklamierte Anschläge doch von dschihadistischer Seite angeeignet werden wie im Falle des Attentats in Orlando am 12. Juni 2016 zu sehen war, das erst nach einem mehreren Stunden dauernden Zeitraum z. B. vom Islamischen Staat beansprucht wurde.

4. Dies führt zur vierten Falle: die Attraktivität visuell gestalteter dschihadistischer Onlinekommunikation. Ein Beispiel aus der Zeit nach den Anschlägen auf den Flughafen Brüssel-Zaventen 2016: Als Grafikdatei wurde u.a. die Abbildung eines dschihadistischen Kämpfers in einem Feld vor ein Bild des deutschen Flughafens Köln-Wahn montiert, versehen mit der Aufforderung, es „wie die Brüder in Belgien“ zu machen. Solche Montagen finden sich immer wieder nach erfolgten Anschlägen, oft auch in hoher Qualität. Diese Dateien wurden dann zum Anlass genommen, in verschiedenen Medien über möglicherweise damals bevorstehende Anschläge in Deutschland zu spekulieren. In dschihadistischen Kanälen des Messenger-Dienstes Telegram wurden eben diese Dateien viele Male geteilt, auch mit Verlinkungen zu den Veröffentlichungen in den Medien.

Es wird ein Kreislauf erkennbar, in dem von dschihadistischer Seite Material verbreitet wird mit dem Ziel, Bedrohungsszenarien zu erzeugen, was von medialer Seite und teils auch von Sicherheitsbehörden aufgegriffen wurde und entsprechende Emotionen hervorruft.

5. Die fünfte Falle ist die Attraktivität qualitativ hochwertiger audiovisueller dschihadistischer Materialien, für die besonders der IS bekannt wurde. Gerade diese hochwertig hergestellten Videos und Onlinemagazine wurden und werden mit großem Interesse in den Medien und unter Analytikern ob ihrer Aktualität und Innovativität zur Kenntnis genommen. Auch hier dienten Medien verschiedener Art unter Einschluss des Expertenwesens als Verstärkung dschihadistischer Propaganda, die dann wiederum von der zweiten Zielgruppe, den (west-)europäisch sprachigen Anhängern, eher wahrgenommen wurden.

Aber nicht nur die Ästhetik dschihadistischer Medienprodukte, auch die weit verbreitete, der Aufmerksamkeits- und Empörungsökonomie der Medien geschuldete Schilderung der Brutalität der dschihadistischen Medienprodukte, wirkte in solcher Weise.

Die Verbindung von Medien und dschihadistischer Kommunikation ist auch auf anderer Ebene zu beobachten: Es gibt eine ganze Reihe von Videos, in denen der IS die schlechte Behandlung von Flüchtlingen – als rein muslimisch präsentiert – in Europa mit Bildmaterial aus Medien kombiniert hat. Diese Videos wurden dann verbunden mit der Botschaft, dass es besser sei, in das Territorium des IS zu flüchten. Dies wird ebenfalls gut inszeniert, findet aber keine Resonanz in den Medien. Dies mag als weiterer Hinweis darauf dienen, dass die höhere Quantität der dschihadistischen Kommunikation arabischsprachig ist und nicht in erster Linie an „den Westen“ adressiert ist, also selbst ein Verschwinden der (west-)europäischen Propaganda das Problem des dschihadistischen Terrorismus nicht lösen würde. Dies wird deutlich, wenn wir berücksichtigen, dass die Mehrzahl dschihadistischer Gruppierungen keine sehr ausgeprägte Orientierung an professionellen, globalen Medienstandards aufweist und sich eher deutlich an ein arabisch-islamisches Publikum wendet.

Schaut man sich die arabischsprachige dschihadistische Kommunikation an, findet man ähnliche Verbindungen zu den globalen Medien. Bei zahlreichen Anschlägen findet sich bei der Beobachtung von dschihadistischen Telegram-Kanälen immer wieder der folgende chronologische Ablauf:
  • Nachrichten über einen Anschlag werden den Medien entnommen (bevorzugt Videosequenzen), die Chaos und Zerstörung erahnen lassen.
  • Diese werden dschihadistisch kommentiert, zum Teil mit anderem Material aus dem dschihadistischen Fundus ergänzt (im Falle Frankreichs Aufnahmen von Kolonial-Gräueltaten)
  • und weiter verfolgt; eventuell werden aber nicht immer Erklärungen veröffentlicht und in den nächsten Tagen werden die Medienreaktionen verfolgt.
  • Schließlich wird das Material in Form von Fotomontagen oder auch mit Musik unterlegten Videos weiterverarbeitet und so dschihadistische Meme geschaffen, die weiter verwendet werden. Auch hier entsteht also eine Verbindung zwischen Medien, dschihadistischer Kommunikation und Terrorismus.
6. Die sechste Falle: Die Verarbeitung dschihadistischer Terrorakte ist häufig damit verbunden, dass Fotos der Attentäter und von Komplizen und Komplizinnen gezeigt werden. Das geschieht weniger aus fahndungstechnischen Gründen (dies mag zu rechtfertigen sein). Es geschieht vielmehr in dem Versuch, dem Terror „ein Gesicht zu geben“. Zugleich wird damit die Egozentrik, die Suche nach Aufmerksamkeit und Berühmtheit vieler Dschihadisten und Dschihadistinnen bzw. ihrer Anhänger und Anhängerinnen belohnt, die Wirkung der dschihadistischen Taten verstärkt.

In relativ wenigen Fällen ist bisher ein Radikalisierungsprozess zu beobachten gewesen, in dem die medial produzierte Aufmerksamkeit für den Dschihadismus zu Versuchen der Umsetzung in die Tat geführt hat.

Es stellt sich Frage, in welcher Weise denn auf solch eine verflochtene Beziehung zu reagieren ist: Welche Form kann Berichterstattung unter solchen Umständen haben?

Alternativen in der Berichterstattung

Wir haben in unserer Forschung immer wieder festgestellt, dass die dschihadistische Kommunikation häufig ohne Detailkenntnisse in die Nachrichtenwelt eingebettet wird. Die Ereignisse jedoch insgesamt in der Berichterstattung zu unterschlagen, kann keine Option sein.

Aus den vorherigen Diagnosen lässt sich ableiten, dass ein einfaches Verfolgen von und Berichten über dschihadistische terroristischer Aktivitäten bedeutet, dass sich die Medien ihr Handeln von der dschihadistischen Kommunikation und Aktion vorschreiben lassen. Da ein Ende dschihadistischer Aktivitäten weltweit und in Europa nicht abzusehen ist, besteht wohl nur die Möglichkeit, sich nicht dem zweifelhaften Diktat der Aktualität zu unterwerfen und über den jeweils neuen Anschlag – wenn er in Europa stattfindet – in großer Breite zu berichten.

Folgende Strategien könnten helfen:
  1. Zu vermeiden ist die einfache Übernahme dschihadistischer Materialien zur Visualisierung von Berichten, da in den europäischen Medien die Wertigkeit des Materials kaum einzuschätzen ist.
  2. Zu vermeiden sind Bilder von Anschlägen, die Chaos und Leiden auch nur implizieren, da dies die dschihadistische Kommunikation befördert.
  3. Zu vermeiden sind Abbildungen von Attentätern und Attentäterinnen (außer zu Fahndungszwecken, s. o.), da dies den Ruf der Abgebildeten in den dschihadistischen Subkulturen befördert
  4. Einzufordern ist eine realistische Berichterstattung über die hauptsächlich betroffene arabische Welt, um die vielfachen mangelhaften Projektionen in und aus der arabischen Welt zu stören, die die dschihadistische Propaganda ebenfalls fördern.
Ein Ausweg aus dem Mediendilemma, einerseits verantwortungsvoll berichten zu wollen und andererseits nicht genau zu wissen, in welcher Weise, liegt sicherlich darin, sowohl der Opfer zu gedenken als auch der Menschen, die den Opfern helfen und die Attentate bekämpfen und – wenn möglich – verhindern. Zurecht ist z. B. in den französischen Medien gefordert worden, den 45-jährigen Gendarmerie-Offizier, der sich im März 2018 in Südfrankreich als Geisel hat austauschen lassen und ermordet wurde, als Vorbild herauszustellen.

Literatur

  • Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Phänomenologie des Geistes, Berlin: Duncker und Humblot 18412
  • Lohlker, Rüdiger: Islamic State: IS-Caliphate and Modernity, in: Aslan, Ednan / Rausch, Margaret (Hg.): Religious Education: Between Radicalism and Tolereance, Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften 2018, S.311-323
  • Lohlker, Rüdiger, Excluding the Other: Wahhabism, Salafism, Jihadism, and Political Islam, in: Totalitarismus und Demokratie 14ii (2017), S.265-289
  • Lohlker, Rüdiger, Theologie der Gewalt: Das Beispiel IS, Wien: UTB 2016
  • Lohlker, Rüdiger / El Hadad, Amr / Holtmann, Philipp / Prucha, Nico: Transnationale Welten, in Janusz Biene et al. (Hg.): Salafismus und Dschihadismus in Deutschland: Ursachen, Dynamiken, Handlungsempfehlungen, Frankfurt a. M.: Campus 2016, S.199-232
  • Lohlker, Rüdiger / Abu-Hamdeh, Tamara (Hg.): Jihadism: Jihadi Thought and Ideology, Berlin: Logos 2014
  • Lohlker, Rüdiger (Hg.): Jihadism: Online Discourses and Representations, Göttingen: Vienna University Press 2013
  • Lohlker, Rüdiger (Hg.): New Approaches to the Analysis of Jihadism: Online and Offline, Göttingen: Vienna University Press 2012
  • Pörksen, Uwe: Plastikwörter: Die Sprache einer internationalen Diktatur, Stuttgart: Klett-Cotta 20117
  • Roy, Olivier: L‘échec de l‘islam politique, Paris: Le Seuil 1992

Fußnoten

1.
Hegel 1841: 54
2.
vgl. Lohlker 2017
3.
Pörksen 2011
4.
s. Lohlker 2016, 2018
5.
s. dazu Lohlker 2018, 2014, 2013 und 2012
6.
siehe Lohlker/El Hadad/Holtmann/Prucha 2016
7.
s. Lohlker 2018

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