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Christlich-Soziale Union in Bayern e.V.

CSU

Die Christlich-Soziale Union in Bayern e.V. (CSU) ist eine Ausnahmeerscheinung in der deutschen Parteienlandschaft. Einerseits handelt es sich um eine Regionalpartei, die bei Wahlen nur in Bayern antritt. Andererseits verfügt sie dort über den Status einer Volkspartei und kann auf eine längere Hegemonie zurückblicken als jeder Landesverband einer anderen deutschen Partei. Die Erfolgsgeschichte ist mit der Doppelrolle als Landes- und Bundespartei eng verknüpft. In der seit 1949 bestehenden Fraktionsgemeinschaft mit der CDU im Deutschen Bundestag verfügt die CSU bei gemeinsamen Beschlüssen in grundsätzlichen Fragen über ein faktisches Vetorecht.

CSU-Logo an der Fassade der CSU-Landesleitung in München.

Kurz und bündig: Die CSU

Die CSU tritt bei Wahlen nur in Bayern an und regierte dort von 1966 bis 2008 und erneut seit 2013 ohne Koalitionspartner. Im Bundestag bildet sie mit der CDU eine gemeinsame Fraktion. Die CSU versteht sich als bürgerlich-konservative Sammlungspartei, beruft sich auf überkonfessionelle christliche Standpunkte und setzt sie sich für mehr Eigenstaatlichkeit Bayerns ein.

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Der bayerische Ministerpräsident Franz-Josef Strauß auf dem Münchner Oktoberfest 1979.

Etappen der Parteigeschichte

Auf dem Weg zur ungewöhnlichen Dominanz in Bayern setzte sich die CSU nach ihrer Gründung 1946 gegen andere bürgerliche und föderalistische Parteien durch. Seit 1957 regiert sie in Bayern - meist mit absoluter Mehrheit. Mit den beiden prägenden Parteivorsitzenden Franz Josef Strauß und Edmund Stoiber stellte sie zwei Mal den gemeinsamen Kanzlerkandidaten von CDU und CSU.

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Markus Söder während einer Andacht in der Wallfahrtskirche Maria Vesperbild.

Wahlergebnisse und Wählerschaft

Durch ihre Stärke in Bayern trägt die CSU etwa 20 Prozent zum Gesamtergebnis der Union bei Bundestags- und Europawahlen bei. Ihre Hochburgen liegen in den altbayerischen Bezirken, Schwaben sowie den katholisch geprägten Gebieten Frankens. Typische CSU-Wähler sind älter als der Bevölkerungsdurchschnitt, weisen eine größere Nähe zur Kirche auf und leben häufiger auf dem Land.

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Besucher bei der Präsentation des "Bayernplans" 2017.

Programmatik

Die CSU versteht sich als christlich-konservative Sammlungsbewegung des bürgerlichen Lagers. Zu den Kernmerkmalen ihrer Programmatik gehört außerdem das Eintreten für die bayerische Eigenstaatlichkeit. Konservative Positionen in der Gesellschaftspolitik verbindet sie mit ihrem Selbstverständnis als Sozialstaatspartei und der Forderung nach mehr Eigenverantwortung der Bürger.

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Die Bayerische Staatskanzlei in München unter blauem Himmel.

Organisation

Die Macht in der CSU ist auf vier Zentren aufgeteilt: auf die Landesleitung mit dem Parteivorsitzenden, die bayerische Staatsregierung mit dem Ministerpräsidenten, die Landesgruppe im Bundestag und die CSU-Landtagsfraktion. In der Breite profitiert sie von eng geknüpften Netzwerke im "vorpolitischen" Raum, die mit der abnehmenden Mitgliederdichte jedoch an Durchschlagskraft verlieren.

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Zahlen und Fakten

Bundestagswahlen

Knapp 62 Millionen Wahlberechtigte durften sich an der Bundestagswahl 2013 beteiligen, 30 Parteien traten mit einer Landesliste zur Wahl an. Die meisten Zweitstimmen konnte die CDU für sich verbuchen, gefolgt von der SPD, der Partei DIE LINKE, den GRÜNEN und der CSU.

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Zahlen und Fakten

Europawahl

Zwischen dem 22. und 25. Mai 2014 fand zum achten Mal die Wahl zum Europäischen Parlament statt. Welche Fraktionen durften ins Parlament einziehen? Wie hoch war die Wahlbeteiligung? Und wie viele Bürger repräsentiert ein Abgeordneter?

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