Afrika

20.5.2005 | Von:

Weg zur Demokratie in den neunziger Jahren

Ausblick

Trotz der Ernüchterung der vergangenen fünf Jahre wäre es verfehlt, den Glauben an eine demokratische Zukunft in Afrika südlich der Sahara zu verlieren. Auch in Lateinamerika war die Demokratisierung ein langwieriger, von zahlreichen Rückschlägen geprägter, letztendlich aber erfolgreicher Prozeß.

In einer Reihe von Ländern könnte eine Stabilisierung der Demokratie gelingen. Südafrika, Malawi, Mali und Benin sind hierfür Beispiele. Eine weitere Gruppe von Ländern hat gute Chancen, mittelfristig und trotz einiger Rückschläge demokratische Strukturen zu festigen. Uganda, Ghana und Tansania, aber auch Kenia, Simbabwe und Elfenbeinküste könnten hierzu zählen. Wenn auch diese Länder noch zahlreiche demokratische Defizite aufweisen, besteht in ihnen jedoch ein höheres Maß an Freiheit und Menschenrechtsschutz als in den siebziger und achtziger Jahren.

Für eine letzte Gruppe von Staaten, allen voran Somalia und das ehemalige Zaire scheint eine funktionierende Demokratie noch in weiter Ferne zu liegen. Mit konsequentem äußeren Druck und mit langem Atem der Opposition liegen allerdings erste Schritte hierzu nicht außerhalb des Möglichen. Wie schnell und überraschend solche erfolgen können, bewies einmal mehr die Entwicklung in Nigeria, wo nach dem plötzlichen Tod des Diktators dessen Nachfolger den Übergang zu einer Mehrparteiendemokratie in wenigen Monaten bewerkstelligte.


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