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Afrika

20.5.2005 | Von:

Entwicklungsstrategien für Wirtschaft und Gesellschaft

Grundbedürfnisstrategien

Während der siebziger Jahre begannen zahlreiche internationale Organisationen wie die Internationale Arbeitsorganisation und die Weltbank, eine Grundbedürfnisstrategie zu fördern. Ziel dieser Strategie war es, die Grundbedürfnisse für eine wachsende Zahl armer Menschen zu sichern, wie beispielsweise Ernährung, Kleidung und Wohnung sowie Bereitstellung von Bildungseinrichtungen und Gesundheitsdiensten. Gerade in diesen Bereichen hat die Entwicklungshilfe der westlichen Länder und der multilateralen Organisationen ihre größten Anstrengungen unternommen, um der ländlichen Bevölkerung die Möglichkeit für produktive Tätigkeiten in der Landwirtschaft und im Handwerk zu eröffnen.

Besonders für Afrika war diese Strategie aufgrund des Scheiterns der Modernisierung in den meisten Ländern von großer Bedeutung. Das wohl bekannteste afrikanische Modell einer Grundbedürfnisstrategie war der "Ujamaa-Sozialismus" (vgl. auch S. 36f.) in Tansania. Damit war beabsichtigt, durch genossenschaftliche Produktion in Dorfgemeinschaften, die durch Zwang etabliert wurden, und gleiche Verteilung der Güter, allen Menschen ein Überleben zu sichern. Allerdings ist dieses Modell – wie viele andere – spätestens mit dem Beginn der Strukturanpassungsprogramme der Weltbank aufgegeben worden. Die Gründe sind einerseits im Scheitern dieser Strategie und andererseits in der neuen "neoliberalen Wirtschaftskonzeption" zu sehen, die an Stelle der staatlichen Planung den Marktkräften Vorrang einräumte.


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