Afrika

16.8.2006 | Von:
Sarah Tietze

Die Aids-Pandemie in Sub-Sahara-Afrika

Mobilität, Migration und Urbanisierung

Besonders im südlichen Afrika ist die hohe Mobilität der Bevölkerung ein wichtiger Faktor bei der Verbreitung von AIDS. Dies trifft besonders auf Fernfahrer, Prostituierte, Saisonarbeiter, Händler und Militärangehörige zu.[22] Die Arbeitsmigration in die Bergwerke der Region, die vorwiegend junge Männer betrifft, zerreißt familiäre Strukturen durch die jahrelange Abwesenheit der Arbeiter von ihren Familien. Hinzu kommt, dass die Bergarbeiter in Gemeinschaftsunterkünften kaserniert werden, in deren Umfeld sich häufig Prostituierte ansiedeln.

Die Urbanisierung begünstigt ebenfalls die AIDS-Pandemie. Die Anonymität und die schlechten Lebensbedingungen in den Elendsvierteln begünstigen Promiskuität und Prostitution. Die Prävalenzraten sind in Städten deutlich höher als auf dem Land, manchmal sogar doppelt so hoch.[23]

Fußnoten

22.
Vgl. Christoph Benn/Sonja Weinreich, AIDS - Eine Krankheit verändert die Welt. Daten, Fakten, Hintergründe, Frankfurt/M. 2005, S. 48.
23.
Vgl. UNAIDS, AIDS Epidemic Update 2005 Graphics, HIV-Prevalence among 15 - 49-year-olds in rural and urban areas, selected sub-Saharan African countries, 2001 - 2003, www.unaids.org/en/HIV_ data/Epidemiology/epi_slides.asp (20. 10. 2006).

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