Teilnehmer einer Demonstration verbrennen am 10.12.2017 eine selbst gemalte Fahne mit einem Davidstern in Berlin im Stadtteil Neukölln. Die geplante Verlegung der US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem sorgte auch in Berlin für Proteste. Bei den pro-palästinensischen Demonstrationen wurden Fahnen mit dem Davidstern angezündet.

Geschichte des Antisemitismus

Antisemitismus als Judenfeindschaft ist keine Erscheinung der Neuzeit, sondern reicht bis in die Antike zurück und äußert sich seit über zweitausend Jahren als Diskriminierungs- und Gewaltpraxis in unterschiedlichen Erscheinungsformen. Antisemitismus ist dabei stets in der Lage seine Gestalt zu verändern und sich den historischen Gegebenheiten anzupassen.

Rudolf Slánský (1901 -1952), aufgenommen am 01.11.1952 in Prag.

Thomas Haury

"Antizionismus" in der frühen DDR

Wo liegen die ideologischen Ursachen für die antisemitische Wendung, welche die SED-Spitze Anfang der 1950er Jahre vollzog? Wie konnte sich nur sieben Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus in der sich als sozialistisch und antifaschistisch verstehenden DDR ein antisemitischer "Antizionismus" in Propaganda und Repressionen äußern?

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Davidstern an der Fassade eines Hauses in der Altstadt von Sanaa/Jemen

Stephan Grigat

Flucht und Vertreibung von Juden aus den arabischen Ländern

Flucht und Vertreibung der Juden aus den arabischen Ländern waren nahezu total. Von den fast 900.000 in arabischen Ländern vor 1948 lebenden Juden sind heute nur wenige Tausend übriggeblieben. Doch außerhalb Israels findet dieses Thema in gegenwärtigen Debatten zum Nahen und Mittleren Osten nur selten Erwähnung.

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Mahnmal für die Weiße Rose vor dem Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität München

Michael Brenner

Die Gefahr erkennt man immer zu spät

Wie haben die deutschen Juden den Antisemitismus nach dem Ersten Weltkrieg sowie den Regimewechsel 1933 wahrgenommen? Auch wenn sich die Gefahren immer erst aus der Rückschau richtig einschätzen lassen, stellt sich die Frage: "Wann erkennt man die Gefahr?"

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Antisemitische Postkarte

Julia König

Judenfeindschaft von der Antike bis zur Neuzeit

"Christusmörder", "Wucherer", "Schacherer": Judenfeindschaft hat eine lange Tradition. Von der Antike über das Mittelalter bis zur Neuzeit verfestigte sich ein negatives Judenbild, aufgeladen durch antijüdische Mythen und Klischees.

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Einladung der antisemitischen Gesellschaft von Graz von 1938.

Wolfgang Benz

Antisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert

Judenfeindliche Parteien und Verbände bereiteten den ideologischen Nährboden für die Nazis. Der industriell betriebene Völkermord war die furchtbare Konsequenz ihrer Ideologie.

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Das ehemalige Parlamentsgebäude der DDR, der Palast der Republik in Berlin, fotografiert am 22. Juni 2005.

Thomas Haury

Antisemitismus in der DDR

Die DDR verstand und präsentierte sich zeitlebens als genuin "antifaschistischer" Staat. Doch Selbstbild und Selbstdarstellung entsprachen keineswegs der Realität.

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bpb-Pressemitteilung (25.10.2018)

„Weil ich hier leben will…“

Unter dem Titel "Weil ich hier leben will…" lädt der Jüdische Zukunftskongress vom 5. bis 8. November alle Interessierten ein, über die Zukunft jüdischen Lebens in Deutschland und Europa zu diskutieren.

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Dossier

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Mit dem deutschen Überfall auf Polen begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Als er 1945 endete, lag Europa in Trümmern. Über 60 Millionen Menschen waren tot. Wie konnte es soweit kommen? Und wie sollte es weitergehen mit einem Land, das den größten Zivilisationsbruch der Geschichte begangen hatte?

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Rassismus, Antisemitismus, Homophobie… Aspekte der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit begegnen uns in vielen Bereichen der Gesellschaft. Die "Begegnen-Reihe" soll in unterschiedlichen Formaten auf Aussagen und Handlungen vorbereiten, in denen Menschen ausgegrenzt und diskriminiert werden.

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Mediathek

Antisemitismus, was ist das? Kurz erklärt auf bpb.de

Antisemitismus, was ist das? Kurz und leicht verständlich erklärt im Glossar des Dossiers Rechtsextremismus auf www.bpb.de. Getextet von Toralf Staud, Johannes Radke, Heike Kleffner und FLMH. Eingesprochen von Jungschauspielern/-innen.

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Jerusalem mit Klagemauer und Tempelberg, vom dem aus die goldene Kuppel der Al-Aqsa-Moschee in den Himmel ragt.
Israel

Israel

Die Entwicklung Israels ist eine Erfolgsgeschichte: Seit seiner Gründung hat es Menschen aus über 120 Ländern in einen jüdisch-demokratischen Staat integriert. Aus einem landwirtschaftlich geprägten Land ist eine Hightech-Nation geworden.

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