Themen Mediathek Shop Lernen Veranstaltungen kurz&knapp Die bpb Meine Merkliste Geteilte Merkliste PDF oder EPUB erstellen Mehr Artikel im

Lesehinweis: Jahrbuch Polen 2011 Kultur | Polen-Analysen | bpb.de

Polen-Analysen Polen und die USA Analyse: Die polnisch-amerikanische Partnerschaft im Wandel Dokumentation: Über das Verhältnis Polen – USA. Information des Außenministers Radosław Sikorski über die Aufgaben der polnischen Außenpolitik 2026 Chronik: 5. bis 18. Mai 2026 Die Position Polens in der Europäischen Union (05.05.2026) Analyse: Polen in der Europäischen Union. Östlich vom Westen und westlich vom Osten? Umfragen: Umfragen zur Europäischen Union (Polen, EU-27) Chronik: 21. April bis 4. Mai 2026 Bevölkerungsschutz und Zivilverteidigung (21.04.2026) Analyse: Der Zivilschutz in Polen als Element der staatlichen Krisenvorsorge Dokumentation: Das Ministerium für Inneres und die Verwaltung. Das Gesetz über den Schutz der Bevölkerung und die Zivilverteidigung Dokumentation: „Ratgeber für Sicherheit“ – online Umfragen: Fragen zum „Ratgeber für Sicherheit“ Chronik: 31. März bis 20. April 2026 Die Partei Recht und Gerechtigkeit als bestimmender Akteur der polnischen Politik (31.03.2026) Analyse: Recht und Gerechtigkeit (PiS) nach den Parlamentswahlen von 2023 Dokumentation: Recht und Gerechtigkeit (PiS) über die Themen Familie, Nation und Staat / Wahlprogramm, September 2023 Umfragen: Parteipräferenzen Chronik: 17. bis 30. März 2026 Die Smolensker Monatsfeier als Reaktion auf den Flugzeugabsturz von Smolensk (2010) Analyse: Die Smolensker Monatsfeier als Ritual und populistisches Mobilisierungsinstrument Dokumentation: Reden zur Flugzeugkatastrophe von Smolensk Umfragen: Umfragen zum Flugzeugabsturz von Smolensk Dokumentation: Orte, in denen Smolensker Monatsfeiern abgehalten wurden (2013–2018) Chronik: 17. Februar bis 16. März 2026 Die Bürgerkoalition – Entwicklung und Wendepunkte (17.02.2026) Analyse: Die Koalition der verlorenen Gewissheiten. Der Weg der Bürgerplattform zur Bürgerkoalition Umfragen: Parteipräferenzen Chronik: 3. bis 16. Februar 2026 Polens Diasporapolitik / Kommentar zur Interpretation des Deutsch-Polnischen Barometers 2025 (03.02.2026) Analyse: Die Politik des polnischen Staates gegenüber seiner Diaspora Dokumentation: Die Regierungsstrategie für die Zusammenarbeit mit der Polonia und den Polen im Ausland 2025–2030 Statistik: Personenanzahl der polnischen Diaspora Chronik: 20. Januar bis 2. Februar 2026 Deutsche und Polen – der Blick auf den Nachbarn (20.01.2026) Analyse: Deutsche und Polen – eine Beziehung in Bewegung. Ergebnisse des Deutsch-Polnischen Barometers 2025 Umfragen: Die Wahrnehmung der deutsch-polnischen Beziehungen Chronik: 2. Dezember 2025 bis 19. Januar 2026

Lesehinweis: Jahrbuch Polen 2011 Kultur

/ 2 Minuten zu lesen

Herausgegeben vom Deutschen Polen-Institut Darmstadt ca. 240 Seiten, Preis 11,80 ( 9 im Abonnement) ISBN 978-3-447-06482-8

»Wer wird um Rosen trauern, wenn Wälder brennen« - dieses Zitat aus einem Werk des romantischen Dichter-Propheten Juliusz Slowacki wurde zum geflügelten Wort. Und es war unstrittig, was Wald war und was Rose. Dank der rigorosen Durchsetzung des Marktprinzips wurde der Wald gerettet. Unprofitable Institutionen ließ man untergehen. Wer Ausnahmen forderte, galt als Gegner der ökonomischen Gesundung. (...) Die Kultur wurde zu keinem Zeitpunkt so ernst genommen, dass man erwogen hätte, unter bestimmten Umständen vom reinen Marktprinzip abzuweichen. (...) Die Künstler verloren viel: nicht nur, wie im Fall der bildenden Künstler, erschwingliche Atelierräume, sondern auch ihren Sonderstatus im Gesundheits- und Rentensystem. Wer aber von Rosen sprach, wurde schnell verdächtigt, die Löscharbeiten im Wald behindern zu wollen. Das Wort »Kulturpolitik« weckte zudem ungute Erinnerungen an die vergangene Epoche, wo es Manipulation, politische Instrumentalisierung der Kunst und »manuelle Lenkung« bedeutet hatte. Die Abneigung war so groß, dass Anfang der 90er Jahre reformfreundliche Publizisten und sogar einige Schriftsteller das Kulturministerium für überflüssig, ja schädlich hielten und seine Abschaffung forderten. (...) (Anna Nasilowska) Wenn also jemand meint, die polnische Gesellschaft befinde sich in der Phase eines verstärkten Interesses an der Geschichte, hat er Recht. Wenn er dieses Interesse für einheitlich hält, irrt er.Die eigentliche Veränderung beruht nicht darauf, dass in Polen eine konservative Revolution stattgefunden hätte, sondern darauf, dass es zu einer Demokratisierung des Gedächtnisses gekommen ist. Und das heißt, dass das Gedächtnis in einem Prozess der Vervielfältigung befindlich ist, dass es statt nur einer Version der Vergangenheit eine wachsende Zahl solcher Versionen gibt. Mit unseren Erzählungen über Geschichtliches kämpfen wir um die Mitwirkung an der Gestaltung der Wirklichkeit. So hat die Demokratisierung den Krieg der Erinnerungen nach sich gezogen. An diesem Krieg nehmen wir alle teil. (Przemyslaw Czaplinski)Es stellt sich die Frage, welche kulturelle Position Berlin zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung einnimmt. Waren der Optimismus und die hohen Erwartungen, die in den Menschen nach dem Mauerfall aufkeimten, auch aus unserer polnischen Perspektive, berechtigt oder aber zu übertrieben und ohne reellen Rückhalt? Eine spontane Antwort, die mir die Feder diktiert, lautet: ja, und nochmals ja, aber vieles liegt noch vor uns. (Nawojka Cieslinska-Lobkowicz)
© Otto Harrassowitz GmbH & Co. KG, Wiesbaden 2011
www.deutsches-polen-institut.de

Fussnoten