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Das Dschungelbuch

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Das Dschungelbuch The Jungle Book

Marguerite Seidel

/ 3 Minuten zu lesen

Das Dschungelbuch (© picture alliance / United Archives/IFTN )

USA 1967
Animationsfilm/Trickfilm, Kinderfilm, Literaturverfilmung

Kinostart: 1968 (BRD)
Verleih: Walt Disney Motion Pictures Germany
Regie: Wolfgang Reithermann
Drehbuch: Ken Anderson, Ralph Wright, Vance Gerry, Larry Clemmons nach dem gleichnamigen Erzählband von Rudyard Kipling
Darsteller/innen: Stimmen: Edgar Ott, Joachim Cadenbach, Stefan Sczodruk, Klaus Havenstein, Siegfried Schürenberg, Erich Kestin u. a.
Laufzeit: 78 Min
Sprachfassung: OmU, dt. F.
Format: 35mm, Farbe
FSK: o. Al.
Altersempfehlung: ab 5 J.
Klassenstufen: ab 1. Klasse
Themen: Freundschaft, Abenteuer, Tiere, Kindheit/Kinder, Filmsprache, Filmgeschichte
Unterrichtsfächer: Deutsch, Kunst, Sachkunde/Lebenskunde, Englisch, Vorfachlicher Unterricht

Der Panther Baghira entdeckt im indischen Dschungel ein menschliches Baby und bringt es zu einem Wolfsrudel, wo der "Menschenjunge" unter dem Namen Mogli unbeschwert aufwächst. Zehn Jahre später kehrt der Tiger Shir Khan in die Gegend zurück. Er fürchtet nichts mehr als Menschen und ihre Feuerwaffen und will deshalb Mogli töten, bevor aus ihm ein Jäger werden könnte. Schweren Herzens beschließen die Tiere, dass Baghira den Jungen in Sicherheit bringen soll, doch Mogli will nicht bei den Menschen leben und büxt aus. Auf seiner abenteuerlichen Reise durch den Dschungel lernt er neue Freunde kennen, trifft aber auch auf Feinde. Er muss sich zu behaupten lernen und findet schließlich ein neues Zuhause.

Der Animationsfilm Das Dschungelbuch basiert auf Rudyard Kiplings berühmten gleichnamigen Erzählungen aus den Jahren 1894 und 1895. Unter der Aufsicht des legendären Zeichentrickproduzenten Walt Disney wurden sie zu einem fröhlichen Abenteuer verdichtet, das vom Panther Baghira erzählt wird. In handgemalten Bildern schufen die Disney-Animatoren eine farbenreiche Dschungelwelt, deren tierische Bewohner/innen meist sympathische menschliche Züge aufweisen. Mogli entspricht dem Kindchenschema und wächst wegen seiner Niedlichkeit ans Herz. Ein junges Publikum kann sich zudem gut mit dessen Wunsch nach Gleichstellung mit den "erwachsenen" Tieren identifizieren. Das Dschungelbuch ist geprägt von humorvollen Dialogen, Slapstick und Situationskomik, die menschliche Schwächen karikieren. Für weitere lustige und auch nachdenkliche Momente sorgen Musicalszenen, in denen die Tierfiguren die mittlerweile populären Lieder des Soundtracks zum Besten geben.

Die spannungsreiche Handlung und der Witz von Das Dschungelbuch bieten intelligente Unterhaltung bereits für Kinogänger/innen ab dem Vorschulalter. Nach der Sichtung liegt zunächst eine Auseinandersetzung mit der Botschaft des Films nahe: Warum sind Freunde wichtig im Leben? In welchen Situationen sollte man ihren Ratschlägen vertrauen und in welchen diese hinterfragen? Im Fach Sachkunde kann der Lebensraum Dschungel und der indische Kulturkreis entdeckt, mit älteren Schüler/innen im Fach Deutsch die Beziehung zur Buchvorlage untersucht werden. Zudem stellt der Zeichentrickklassiker ein meisterhaftes Beispiel des Genres dar, anhand dessen in Form und Ästhetik des Zeichentrickfilms eingeführt und die Entstehung von bewegten Bildern generell erläutert werden kann. Hier bietet es sich an, mit den Kindern etwa Daumenkinos herzustellen, um das Prinzip des Stopptricks zu veranschaulichen.

Informationen und Materialien:

Interner Link: bpb.de: Dossier Filmkanon: Das Dschungelbuch

Externer Link: filmeducation.org: The Jungle Book Stuydy Guide (engl.)

Externer Link: Kritikensammlung auf filmz.de

Mehr zum Thema auf kinofenster.de:

Externer Link: Wolfsbrüder (Filmbesprechung vom 07.05.2012)
Externer Link: Die Stop-Motion-Technik (Hintergrund vom 28.04.2010)
Externer Link: Bewegte Fantasie – Der Animationsfilm zwischen Kunst und Kommerz (Hintergrund vom 26.11.2008)

Fussnoten

Weitere Inhalte

Marguerite Seidel ist für die Sektion "Generation" der Internationalen Filmfestspiele Berlin und als freie Journalistin tätig. Nach ihrem Studium der Filmwissenschaft, Pubizistik und der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft in Berlin, Paris und Montpellier absolvierte sie ein Volontariat im Filmbereich der Bundeszentrale für politische Bildung.