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Frauen in Israel, Grenzgängerinnen zwischen den Welten. Gespräch mit Natalie Baruch

Frauen in Israel, Grenzgängerinnen zwischen den Welten. Gespräch mit Natalie Baruch Ein Video-Modul aus: Fit für Israel – Themen. Begegnungen. Widersprüche.

von: Daniela Segenreich

Benachteiligung ansprechen, sich für Bildung einsetzen und für Verständigung werben: Diese Themen sind Natalie Baruch als Aktivistin mit Mizrahi-Hintergrund wichtig.

Inhalt

Ihre eigene Rolle in einer multikulturellen Gesellschaft aushandeln: Über diese Herausforderung sprechen unterschiedliche jüdisch-israelische Interviewpartnerinnen mit Daniela Segenreich. Gegensätzliche Welten können hier eng beieinanderliegen: Traditionen, religiöse Überzeugungen, herkömmliche und neue Familienmodelle, Werte einer offenen demokratischen Gesellschaft und Fragen von Selbstbestimmung.

Frauen sind in Israel – zumindest auf dem Papier - seit der Staatsgründung 1948 in allen Bereichen gleichberechtigt. Der Pflichtdienst in der Armee und die völlige Gleichstellung in der sozialistisch geprägten Kibbutzbewegung prägten beispielhaft das Außenbild von emanzipierten "starken" Frauen. Gleichzeitig sind Frauen in den Chefetagen israelischer Unternehmen und Start-Ups, in der Verwaltung und in der Wissenschaft weiterhin unterrepräsentiert. Auch im Gehalt schlägt sich die Benachteiligung nieder: Israelische Frauen verdienen im Durchschnitt etwa 30% weniger als ihre männlichen Kollegen. Neben Diskriminierung und Alltagssexismus sind Frauen in Israel auch immer wieder Opfer von häuslicher Gewalt, was vor allem seit der Corona-Pandemie 2020 merklich zugenommen hat.

Autorin:

Daniela Segenreich, Buchautorin und Filmproduzentin

Von 2003 bis 2019 war Daniela für die Fernsehproduktionen des ORF in Israel zuständig. Sie hat in dieser Funktion regelmäßig eigene TV-Beiträge zu den Themen Kultur und Gesellschaft gestaltet. Sie ist außerdem Autorin von Büchern, die sich mit dem Leben in Israel und dem Thema Gender und weibliche Identitäten befassen.

Im Gespräch:

Natalie Baruch, Nachwuchswissenschaftlerin und Peacebuilding-Aktivistin

Natalie setzt sich seit vielen Jahren für soziale Gerechtigkeit, Friedensbildung und Empowerment von jungen arabischen und jüdischen Frauen ein. Bis 2020 war sie Leiterin der NGO Keshet - The Mizrahi Democratic Rainbow. Derzeit ist sie Doktorandin an der Ben-Gurion Universität des Negev und forscht dort zum Thema gemischte jüdisch/israelisch - palästinensische Paare, die im Westjordanland zusammenleben. Darüber hinaus engagiert sie sich seit vielen Jahren ehrenamtlich im Tel Aviv Rape Crisis Center.

Mehr Informationen

  • Produktion: Daniela Segenreich

  • Konzeption: Daniela Segenreich und Anita Haviv

  • Realisation und Text: Daniela Segenreich

  • Schnitt: ts.design

  • Redaktion und Produktverantwortung: Martin Schiller

  • Produktion: 08.2021

  • Spieldauer: 12 Min.

  • hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Lizenzhinweise

Dieser Text und Medieninhalt sind unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-SA 4.0 - Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International" veröffentlicht. Autor/-in: Daniela Segenreich für bpb.de

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