Die Logos deutscher Parteien: CDU, SPD, DIE LINKE, GRÜNE, CSU, AfD, BIW, Die PARTEI, Die Tierschutzpartei, FAMILIE, FDP, FREIE WÄHLER, NPD, ÖDP, PIRATEN und SSW.

Parteiensystem

Als Parteiensystem werden die Zusammenhänge und die Beziehungen aller Parteien in einem demokratischen System beschrieben. In diesem System können viele Parteien unterschiedlichen Typs versammelt sein. Die vertretenen Parteitypen und Parteien können sich im Laufe der Zeit wandeln oder auch in einem Zustand erstarren.

In diesem Kapitel werden die unterschiedlichen Parteitypen vorgestellt und ihre Merkmale besprochen. Mit Blick auf das Parteiensystem in Deutschland zeigt das Kapitel die Entwicklung des Parteiensystems von einer Aufteilung in verschiedene Strömungen im 19. Jahrhundert bis zu dem Parteiensystem, das die Bundesrepublik Deutschland zu Beginn des 21. Jahrhunderts prägt. Außerdem zeigt der Blick in andere europäische Parteiensysteme, dass es keinesfalls nur einen Typus gibt: Wie sich ein Parteiensystem entwickelt hängt immer von vielen internen und externen Faktoren ab.

Eröffnung der verfassungsgebenden Deutschen Nationalversammlung im Nationaltheater in Weimar am 6. Februar 1919. Friedrich Ebert bei der Eroeffnungsrede.

Ulrich von Alemann

Die Entstehung und Entwicklung der deutschen Parteien

Parteien im heutigen Sinne spielen in Deutschland seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Rolle. Aus den vier Grundströmungen Sozialdemokraten, Katholiken, Liberale und Konservative bildeten sich später in der Weimarer Republik zahlreiche große und kleine Parteien heraus - ehe die NSDAP der Entwicklung ein vorläufiges Ende setzte.

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Die Grünen-Abgeordnete Christa Nickels hat während der Debatte ihren Platz im Plenarsaal zur atomwaffenfreien Zone erklärt. Begleitet von bundesweiten Protestaktionen und Demonstrationen billigt der Deutsche Bundestag am 22. November 1983 nach teilweise turbulenten Diskussionen mit klarer Mehrheit der Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP die Stationierung neuer US-Mittelstreckenwaffen in der Bundesrepublik. In der namentlichen Abstimmung votierten 296 Abgeordnete für den Antrag, 226 dagegen, einer enthielt sich der Stimme.

Ulrich von Alemann

Die deutschen Parteien seit 1945

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann in Deutschland der Aufbau des Parteiensystems, das neben Konstanten aus der Weimarer Republik auch von neuen Entwicklungen geprägt ist. Nach einer Konzentration auf nur drei maßgebliche Parteien in den 1960er- und 1970er-Jahren nahm die Vielfalt der Parteien wieder zu. Dennoch ist das bundesdeutsche Parteiensystem von einer erstaunlichen Stabilität und einer geringen Zersplitterung gekennzeichnet.

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Ein Mann fährt in Dachau mit dem Fahrrad an einem Wahlplakat der Bayernpartei vorbei.

Frank Decker

Politische Parteien: Begriff und Typologien

Parteien können sehr unterschiedlich sein. Es gibt aber zahlreiche Merkmale, nach denen sie sich unterscheiden und verschiedenen Typen zuordnen lassen. Was macht eine Volkspartei aus? Welche besonderen Merkmale besitzt eine Unternehmerpartei? Und welcher Typ Partei versteckt sich hinter Begriffen wie Propheten oder Pragmatiker?

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Wahlplakate von CDU, SPD und FDP zur Bundestagswahl 1976.

Oskar Niedermayer

Der Vergleich von Parteiensystemen

Parteiensysteme lassen sich mit Hilfe einer Reihe struktureller und inhaltlicher Eigenschaften international vergleichen. Dadurch können verschiedene Systemtypen unterschieden werden, wobei die Zugehörigkeit zu einem Typ sich im Zeitablauf ändern kann.

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Emmanuel Macron während einer Kundgebung von En Marche! im Juli 2016.

Oskay Niedermayer

Das deutsche Parteiensystem im europäischen Vergleich

Das deutsche Parteiensystem, hat sich von der Zweiparteiendominanz zum pluralistischen System gewandelt hat. Im europäischen Vergleich finden sich die unterschiedlichsten Systeme: Gespaltene und zersplitterte wie in Belgien bis zu stark konzentrierten wie in Polen. Insgesamt ist die Fragmentierung in den letzten Jahren jedoch gestiegen.

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Zahlen und Fakten

Bundestagswahlen

Knapp 62 Millionen Wahlberechtigte durften sich an der Bundestagswahl 2013 beteiligen, 30 Parteien traten mit einer Landesliste zur Wahl an. Die meisten Zweitstimmen konnte die CDU für sich verbuchen, gefolgt von der SPD, der Partei DIE LINKE, den GRÜNEN und der CSU.

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Zahlen und Fakten

Europawahl

Zwischen dem 22. und 25. Mai 2014 fand zum achten Mal die Wahl zum Europäischen Parlament statt. Welche Fraktionen durften ins Parlament einziehen? Wie hoch war die Wahlbeteiligung? Und wie viele Bürger repräsentiert ein Abgeordneter?

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