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Nationalsozialismus

Interner Link: Nationalsozialismus bezeichnet die politische Ideologie und Bewegung, die nach dem Ende des Ersten Weltkriegs in Deutschland entstand. Unter der Führung von Adolf Hitler kam der Nationalsozialismus mit der "Machtergreifung" (die eigentlich eine Machtübergabe war) der Nationalsozialistischen Deutsche Arbeiterpartei (Interner Link: NSDAP) 1933 schließlich an die Macht. Sie errichteten, getragen und unterstützt von der Mehrheit der Gesellschaft, von 1933 bis 1945 eine totalitäre Diktatur. Die NS-Ideologie baute auf den im 19. Jahrhundert entstandenen Rassekonstrukten auf und war geprägt von der Vorstellung einer in sich geschlossenen, homogenen "Volksgemeinschaft" einer überlegenen "arischen Herrenrasse".

Zentrales Element der nationalsozialistischen Ideologie war der Antisemitismus. Er basierte auf einer rassistischen Weltanschauung, die Jüdinnen*Juden als ultimative Bedrohung für die "arische Rasse" und die deutsche Nation, aber auch "die Völker der Welt" insgesamt darstellte. Jüdinnen*Juden wurden als Träger aller negativen Einflüsse in der Gesellschaft, wie Kapitalismus, Bolschewismus und kulturelle Dekadenz dargestellt. Diese antisemitische Ideologie diente als Grundlage und Legitimation für die politische, soziale und wirtschaftliche Ausgrenzung der Jüdinnen*Juden, die im Rahmen konkreter politischer und gesetzlicher Maßnahmen umgesetzt wurde und letztendlich in der systematischen Vernichtung von sechs Millionen europäischen Jüdinnen*Juden mündete.

Autorin: Jessica Hoyer, Sozialwissenschaftlerin und politische Bildnerin, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der OTH Regensburg im Rahmen des Forschungsverbunds für Gegenwartsanalysen, Erinnerungspraxis und Gegenstrategien zum Rechtsextremismus in Bayern (ForGeRex).

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