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Dokumentation: Bekenntnis der Konföderation von Gietrzwałd A.D. 2018 | Polen-Analysen | bpb.de

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Dokumentation: Bekenntnis der Konföderation von Gietrzwałd A.D. 2018 Polen-Analysen Nr. 356

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Sławomir Mentzen macht für die Konföderation Wahlkampf für das Amt des Staatspräsidenten, Warschau 2025. (© picture-alliance, Sipa USA | Jaap Arriens)

Herausgeber der Länderanalysen

Die Polen-Analysen werden von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V., dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien, dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung und dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) gGmbH gemeinsam herausgegeben. Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb veröffentlicht die Analysen als Lizenzausgabe.

Die ideellen Wurzeln der heutigen Partei Konföderation Freiheit und Unabhängigkeit (Konfederacja Wolność i Niepodległość) beziehen sich u.a. auf die 2018 verfasste Entschließung rechter politischer Kreise unter dem Titel „Konföderation von Gietrzwałd“. Beide heutigen Anführer der Konföderation haben diese unterschrieben: Krzysztof Bosak als Vorsitzender der Nationalbewegung (Ruch Narodowy) und Sławomir Mentzen, damals Chef der Partei Freiheit (Wolność). Das Dokument stellt Polen unter einen besonderen Schutz Christi und der Gottesmutter und ermahnt zum ideellen und politischen Kampf für ein souveränes katholisches Polen. (Anm.d.Red.)

Wir, die Unterzeichner, die ihre Zugehörigkeit zum Polnischen Volk Lateinischer Zivilisation* erklären, die der Freiheit verbunden und sich der Pflichten bewusst sind, welche sich aus der Annahme der katholischen Werte als Grundlage dieser Zivilisation ergeben, bringen hiermit unseren aufrichtigen Willen zum Ausdruck, unser privates und öffentliches Leben der Herrschaft Christi als König Polens sowie der Obhut Seiner Allerheiligsten Mutter, Königin der Polnischen Krone**, zu unterstellen. Wir begreifen Ihre Macht über uns vollkommen real und keineswegs nur symbolisch.

Wir mahnen daher, Ihre Höchste Majestät, letztgültige Autorität und Ihr vollständiges Recht uns zu regieren, anzunehmen – ein Recht, das sich nicht nur aus der natürlichen Schöpfungsordnung, sondern auch aus den von unseren Vorfahren vollzogenen Bekenntnissen (in Lwów A.D. 1656, in Jasna Góra A.D. 1956) sowie mit unserer Beteiligung (in Łagiewniki A.D. 2016) herleitet. Aus diesem Grund und in dieser Tradition ergibt sich für uns der kategorische Imperativ, zu verteidigen – den Glauben und das Land der Väter, die nationale Kultur und das nationale Erbe, die Sicherheit der Familie und des Lebens; – die von Gott gegebene Freiheit zu handeln und die natürliche Ordnung der Dinge, das Recht auf Eigentum und die Prinzipien der Gerechtigkeit, die innere Ordnung und die Unabhängigkeit des Staates. Dabei legen uns in allen diesen fundamentalen Fragen die verfassungsmäßigen Prozedere einer demokratischen Republik eine reale, nicht nur moralische, sondern politische und finanzielle Verantwortung für verwerfliche Praktiken auf, die wir unter keinen Umständen gutheißen können. Sie sind uns schlechterdings verboten, die wir treu den oben Genannten Höchsten Personen, unseren tatsächlichen Herrschern, ergeben sind.

Als extrem gefährlich erkennen wir die internationale Lage: angesichts der Kriegsgefahren, angesichts der Triumphe der Antizivilisation des Todes und des auf Raten hinausgezögerten Selbstmordes des laizistischen Europas – von nirgendwoher Entsatz. Es ist daher höchste Zeit, sich von den schädlichen Illusionen zu trennen, die allein in menschlichen Konzepten und Instanzen Mittel zur Rettung und die Hoffnung auf Befreiung sehen. Hiermit schließen wir uns somit unter dem Zeichen der Allerheiligsten Jungfrau Maria von Gietrzwałd am 141. Jahrestag Ihrer Erscheinung zusammen, in dem Bewusstsein der nicht getilgten Schuld der Dankbarkeit für die wunderbare Rettung im Jahr 1877. Damals erhielt unsere vor tödlichen Gefahren errettete Nation gleichzeitig die Verheißung der Unabhängigkeit – zu erlangen mit Hilfe des redlichen Programms der organischen Arbeit, der Arbeit an sich selbst, was 40 Jahre später Früchte trug. Unter dem Zeichen der Allerheiligsten Jungfrau Maria Gnadenvoll gelang es uns, die Unabhängigkeit im Jahr 1920 zu verteidigen, jedoch nicht mehr im Jahr 1939, da untreu und ungehorsam in vielen Angelegenheiten. Wir wollen heute, im Jahrhundert der Wiederbelebung unserer Staatlichkeit, sorgfältig unsere damals unvollendet gebliebene Gewissensprüfung nachholen und alte Sünden nicht weiter walten lassen.

Das Programm von Gietrzwałd A.D. 1877 – ein Programm des bedächtigen und beharrlichen Erlangens der politischen Souveränität (die Freiheit von fremder, auferlegter Herrschaft) durch ausdauernde Arbeit für die Erlangung der inneren Souveränität (die Freiheit von mannigfachen Abhängigkeiten, Süchten und Lastern) – wollen wir heute wieder aufnehmen.

Wie verschieden die Formen und Bereiche unserer Tätigkeiten auch sein werden, wir wollen von nun an für uns selbst und andere diesen Orientierungspunkt annehmen: Gietrzwałd, die richtige Richtung auf dem Weg zu einem Großen Katholischen Polen.

[…]

* Wir präzisieren: Auch wenn die allgemeinen Bezeichnungen „Pole“ und „polnische Nation“ ihre einstige Klarheit eingebüßt haben, wollen wir dennoch nicht, dass jemand unser freiwilliges Bekenntnis als widerrechtliche Besitzergreifung oder als Versuch versteht, unsere Grundsätze anderen aufzuerlegen, die sich Polen nennen, aber die Prinzipien der lateinischen Zivilisation nicht anerkennen.

** Das behaupten wir nicht nur im geistlich-religiösen Bewusstsein, sondern auch im Bewusstsein der rechtlich-politischen Implikationen des Aktes der Unterwerfung der Polnischen Nation dem König Jesus Christus, verkündet von der Kirche in Łagiewniki am 19. November 2016.

Übersetzung aus dem Polnischen: Silke Plate

Quelle: Akt Konfedercja Gietrzwałdzkiej A.D. 2028 [Bekenntnis der Konfederacja Gietrzwałd 2018]. Externer Link: https://www.konfederacjagietrzwaldzka.pl/ (abgerufen am 28.11.2025).

Fussnoten

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