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Pressestimmen: Zum überraschenden Abbruch der Verhandlungen über das Assoziierungsabkommen zwischen EU und Ukraine am 21.11. | Ukraine-Analysen | bpb.de

Ukraine Von der Ukraine lernen / Trendwende im Ukraine-Krieg? (09.06.2026) Analyse: Lehren aus dem Krieg über gesellschaftliche Resilienz, oder: Was Europa von der Ukraine lernen könnte Analyse: Drohnisierung ohne Militarisierung: Die Kriegswirtschaft der Ukraine und Lehren für Europa Dokumentation: Offener Brief von Präsident Selenskyj an Präsident Putin vom 4. Juni 2026 Kommentar: Der Stand des russischen Eroberungskriegs gegen die Ukraine. Trends und mögliche Trendwenden Statistik: Die militärische Lage in Zahlen Kommentar: Russlands Krieg gegen die Ukraine. Das Neue, das Alte und das Unveränderliche Dokumentation: Joint Statement of the Leaders of France, the United Kingdom, Germany and Ukraine Staatsfinanzen / EU-Ukraine: Aktuelle Herausforderungen (27.05.2026) Analyse: Die öffentlichen Finanzen der Ukraine in Kriegszeiten. Entwicklungen und Herausforderungen Kommentar: Kurzfristige Auswirkungen des CO₂-Grenzausgleichsmechanismus der EU für die Ukraine Kommentar: Kyjiws innenpolitische Krise ist die größte Hürde für eine schnelle EU-Integration der Ukraine Kommentar: Merz stößt die Erweiterungswende an – Europa darf nicht zögern Pressestimmen: EU-Sonderstatus für die Ukraine Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Demografie / Ukrainische Flüchtlinge in Deutschland und Europa (18.05.2026) Analyse: Demografie im Krieg: Flucht, Fertilität und Mortalität Lesetipp: Härtetest. Die Ukraine in Zeiten des Kriegs Analyse: Vier Jahre nach Kriegsbeginn. Wie entwickelt sich die Integration ukrainischer Geflüchteter in Deutschland? Statistik: Situation ukrainischer Geflüchteter in Deutschland Analyse: Zwischen Integration und Rückkehr. Ukrainische Geflüchtete in der EU Statistik: Ukrainische Geflüchtete in Europa Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik 40 Jahre Tschornobyl (24.04.2026) Analyse: Zwischen imperialer Katastrophe und nationaler Resilienz: die ukrainische Kernenergie 40 Jahre nach Tschornobyl Statistik: Atomkraftwerke in der Ukraine Umfragen: Einstellung der Bevölkerung zu Kernenergie Kommentar: Tschornobyl und der Krieg Kommentar: Russland nutzt das nukleare Katastrophenpotenzial von Tschernobyl aus Kommentar: Vierzig Jahre danach: Wie die ukrainische Zivilgesellschaft mit Tschornobyl umgeht Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Justizreformen Analyse: Ukrainische Justizreformen im Krieg. Fortschritte, Herausforderungen und warum dies für Europa von Bedeutung ist Umfragen: Einstellungen zur ukrainischen Justiz Dokumentation: Ausschnitt aus dem „Ukraine 2025 Report“ der Europäischen Kommission zu ‚Justiz und Grundrechte‘ Analyse: Justizreform durch Rekrutierung? Eine Einordnung der Auswahlverfahren für Richterinnen und Richter in der Ukraine Dokumentation: Transparency International: A Make-or-Break Moment for the HACC Competition Statistik: Die zweite Auswahlrunde (2023–2025) für HACC-Richterinnen und Richter Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Die OSZE und Friedenssicherung in der Ukraine / Dokumentation: Friedensverhandlungen (25.03.2026) Kommentar: Lehren aus der OSZE Special Monitoring Mission (SMM) für eine mögliche Friedenssicherung in der Ukraine Kommentar: Auf alle Eventualitäten (nicht) vorbereitet: Die OSZE und ein mögliches Ende des russischen Krieges gegen die Ukraine Analyse: Jenseits hochrangiger Diplomatie: Die OSZE und innergesellschaftlicher Dialog in der Ukraine Dokumentation: Friedensverhandlungen Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Spenden und Wohltätigkeit (09.03.2026) Analyse: Crowdfunding in Kriegszeiten: Eine Analyse der größten Spendenkampagnen der Ukraine Statistik: Spendenverhalten Analyse: Spenden- und Wohltätigkeitsaktivitäten ukrainischer Oligarchen im Krieg Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Kriegsgeschehen / Verhandlungen (24.02.2026) Analyse: Donbas im Fokus, Saporischschja im Blick: Die militärische Entwicklung des russisch-ukrainischen Krieges in 2025 und ein Ausblick auf 2026 Statistik: Besetztes Staatsgebiet der Ukraine (24.02.2022 – 22.02.2026) Kommentar: Wie sich der russisch-ukrainische Krieg 2026 entwickeln könnte Analyse: Russische Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur – Trends und Ausblick Statistik: Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur Kommentar: Verhandlungen Russland-Ukraine-USA: Theater für Trump? Kommentar: Europa im Dilemma: Ukraine-Gespräche zwischen den USA und Russland Kommentar: Das Pokerface des Kremls Kommentar: Wie können Sicherheitsgarantien für Kyjiw aussehen? Die Illusion einer „Rückversicherungstruppe“ in der Ukraine Dokumentation: Die wichtigsten Verhandlungsführer im Kurzportrait Chronologie: Hinweis auf die Online-Chronik 20 Jahre Ukraine-Analysen / Aktuelle Lage in Gesellschaft und Politik (10.02.2026) Editorial: Editorial: 20 Jahre Ukraine-Analysen Analyse: Die gesellschaftliche Stimmung in der Ukraine nach vier Jahren Vollinvasion Kommentar: Von der Machtvertikale zur Troika? Die ukrainische Innenpolitik im Umbruch Kommentar. Beziehungsstatus: kompliziert. Wie sich Washingtons „strategische Unklarheit“ auf die Beziehungen zur Ukraine auswirkt Kommentar: EU-Beitritt im Eilverfahren – Sonderweg auf der Suche nach Frieden? Dokumentation: Rede von Präsident Wolodymyr Selenskyj beim Weltwirtschaftsforum in Davos Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Journalistische / soziale Medien und Krieg (21.01.2026) Analyse. Zwischen Krieg und Prekarität: Die Lage von Medien, Journalistinnen und Journalisten in der Ukraine Dokumentation. Truth Hounds, Reporters Without Borders: The Russian Strikes on Ukrainian Hotels Silencing the Press Analyse. Vertrauen, Popularität und die Rolle von Telegram in Kriegszeiten Umfragen. Nutzung journalistischer und sozialer Medien in der Ukraine (2024/25) Chronik. Hinweis auf die Online-Chronik Weitere Angebote der bpb Redaktion

Pressestimmen: Zum überraschenden Abbruch der Verhandlungen über das Assoziierungsabkommen zwischen EU und Ukraine am 21.11.

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Herausgeber der Länderanalysen

Die Ukraine-Analysen werden von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V., dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien, dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung und dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) gGmbH gemeinsam herausgegeben. Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb veröffentlicht die Analysen als Lizenzausgabe.

Gescheitertes Abkommen: Ukrainischer Premier rechtfertigt Stopp von EU-Annäherung

Spiegel-Online am 22.11.2013: Der Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Andreas Schockenhoff (CDU), machte den russischen Staatschef für das Aus des Abkommens verantwortlich. "Putin verfolgt eine Politik des Nullsummenspiels, das heißt, mir nutzt das, was meinen Gegner schwächt. Und was die anderen stark macht, ist für mich eine Schwächung", sagte er am Freitag dem RBB-Inforadio. Die EU solle der Ukraine nun die Tür für eine Annäherung offen halten, allerdings nicht zu jedem Preis: "Wir dürfen die Bedingungen, die jetzt aus Moskau in ein Abkommen zwischen der Ukraine und der EU hineingeschrieben werden sollen, auf keinen Fall annehmen."

Quelle: Externer Link: http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-premier-asarow-rechtfertigt-aus-fuer-abkommen-mit-der-eu-a-935073.html

Eine Woche vor Vilnius hat die Ukraine aufgegeben

gazeta.ru (Russland) am 22.11.2013 Mykola Asarow hat erklärt, dass die Assoziierung mit der EU ein Verlustgeschäft werden würde: allein für die Umstellung auf europäische technische Standards müsste Kiew zwischen 100 und 160 Milliarden Euro aufbringen. (…) Kiew hat auch Druck aus Moskau erfahren. Moskau rechtfertigte seine Handlungen damit, dass die Freihandelszone zwischen der EU und der Ukraine der russischen Wirtschaft schaden würde. Der Kreml deutete an, dass in diesem Falle Russland dazu gezwungen sei, einen einheitlichen Zolltarif einzuführen und die Zollkontrollen zu verschärfen, um den russischen Markt vor Reexporten aus Europa und der Türkei zu schützen.

Quelle: Externer Link: http://www.gazeta.ru/business/2013/11/21/5764149.shtml

Der Russische Bulldozer und das ukrainische Boot

Mikhail Rotkowskij, mk.ru (Russland), 22.11.2013 Die Ukraine vor die Wahl zwischen Russland und Europa zu stellen ist in etwa dasselbe, wie zu fragen: "Bitte, Liebster, entscheide dich auf der Stelle: welche Hand willst du verlieren, die rechte oder die linke?" Die Ukraine kann weder ausschließlich mit Russland, noch ausschließlich mit der EU assoziiert sein. Sie ist eine Transitzone, eine Brücke zwischen zwei Teilen eines Kontinents. Und aus dieser Perspektive macht Präsident Wiktor Janukowytsch alles richtig. Janukowytsch weist die ihm aufgezwungene Wahl resolut zurück und laviert verzweifelt. Freilich sind weder die EU noch Russland über solch "doppelgesichtiges" Verhalten besonders erfreut. Doch hat Janukowytsch aus meiner Sicht keine Alternative zu diesen ausgewogenen Entscheidungen. (…) Die Ukraine will ihre wirtschaftlichen Verbindungen zu Russland nicht kappen. Sie will jedoch auch nicht der Zollunion beitreten. Ein solcher Schritt würde die Ukraine von innen zerreißen. Was folgt aus all dem? Nötig sind neue Formen wirtschaftlicher Integration. Formen, die die Interessen Kiews, Moskaus und der EU gleichermaßen berücksichtigen. Die Ukraine hat im Übrigen genau das vorgeschlagen.

Quelle: Externer Link: http://www.mk.ru/politics/article/2013/11/22/949453-rossiyskiy-buldozer-i-ukrainskaya-lodka.html

Zu Massenprotesten und gewaltsamen Ausschreitungen in Kiew

Witalij Klitschko in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, 22.11.2013:

Was waren Ihre Gedanken, als Sie hörten, dass die Ukraine sich nun vielleicht von Europa abwendet? Das ist nicht die Ukraine, die sich abwendet, sondern die Regierung. Wir sind enttäuscht, man hat uns betrogen. Wir hatten Hoffnungen auf Reformen, die unser Land in Europa integrieren würden – im Bereich der Justiz, bei der Polizei, im Kampf gegen Korruption. Die Opposition hat sich getroffen, und jetzt fordern wir die Leute auf, am Sonntag auf die Straße zu gehen. Wir wollen nicht nur zehntausend oder zwanzigtausend Demonstranten mobilisieren, sondern viel mehr: fünfzig-, achtzig-, hunderttausend Menschen. In allen Städten laufen im Augenblick Vorbereitungen für Demonstrationen für die Europäische Union: in Kiew, Charkiw, Donezk und Lemberg. Ist das der Anfang einer neuen Revolution? Ich kann das nicht sagen. Ich weiß nur, dass die Leute enttäuscht sind. Die Regierung verspricht ein besseres Leben, aber die Wahrheit ist, dass die Investoren aus dem Land laufen, dass wir riesige Korruption haben, dass die Wirtschaft schrumpft.

Quelle: Externer Link: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/witalij-klitschko-ueber-die-ukraine-man-hat-uns-betrogen-12676345.html

Politik mit brutalem Druck

The Economist, 22.11.2013 Einfache Ukrainer sind auf den Maidan gekommen – Kiews zentralen Platz, die Bühne der Orangen Revolution von 2004 –, um gegen Janukowytschs Entscheidung zu protestieren. Die Tatsache, dass dies unmittelbar vor dem neunten Jahrestag der Orangen Revolution geschieht, macht es nur noch ergreifender. Vor fünf Jahren spülte die Orange Revolution Julija Tymoschenko und Wiktor Juschtschenko an die Macht. Damals wurde das als Ausbruch aus der russischen Einflusssphäre und als wichtiger Schritt in Richtung Europa interpretiert. Jubelnde Mengen schwenkten EU-Flaggen zusammen mit ukrainischen. Das Versprechen der Revolution wurde von Juschtschenko, der nun Janukowytsch dazu rät, Julija Tymoschenko hinter Gittern zu lassen, und auch von Tymoschenko selbst spektakulär verspielt. Die orangen Flaggen sind verschwunden, doch die europäische weht wieder neben der ukrainischen. Der Maidan ist bereits in EuroMaidan umbenannt worden. Janukowytschs Wende in Richtung Russland scheint die Ukraine von Europa zu entfernen, aber sie könnte auch das Gegenteil bewirken.

Quelle: Externer Link: http://www.economist.com/blogs/easternapproaches/2013/11/ukraine-and-eu-0

Stellungnahme der Hohen Repräsentantin Catherine Ashton und EU-Erweiterungskommissar Štefan Füle zu den nächtlichen Ereignissen in der Ukraine am 30.11.2013

Die Europäische Union verurteilt die exzessive Gewaltanwendung der Polizei in Kiew in der letzten Nacht mit dem Ziel, friedliche Proteste aufzulösen, scharf. Die Protestierenden haben in den vergangenen Tagen in beispielloser Weise ihre Unterstützung für die politische Assoziierung und wirtschaftliche Integration mit der EU ausgedrückt. Diese Unterstützung wurde gestern von den Teilnehmern des Gipfels der Östlichen Partnerschaft in Vilnius gewürdigt. Die ungerechtfertigte Anwendung von Gewalt verletzt die Prinzipien, deren Anerkennung alle Teilnehmer des Gipfels von Vilnius, einschließlich des Präsidenten der Ukraine, gestern bestätigt haben. Wir rufen die Ukraine auf, auch als Vorsitzender Staat der OSZE, der seine Ministerkonferenz am 5. und 6. Dezember in Kiew ausrichten wird, all ihre internationalen Verpflichtungen einzuhalten und die Meinungs- und Versammlungsfreiheit zu achten. Wir rufen den Präsidenten und die ukrainischen Behörden auf, Untersuchungen zu den gestrigen Vorfällen einzuleiten und die Verantwortlichen, die die Grundrechte auf Meinung und Versammlung verletzt haben, zur Rechenschaft zu ziehen.

Quelle: Externer Link: http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-13-1077_en.htm

Die Ukrainer fordern bei Protesten gegen die EU-Kehrtwende Rücktritt von Janukowytsch

Oksana Gryzenko und Shaun Walker, The Guardian, 2.12.2013 Der nationalistische Rechtsaußen-Politiker Oleh Tjahnybok bemühte sich derweil um Unterstützung durch die Arbeiter. "Von heute an streiken wir", erklärte er. Sollte die Idee eines landesweiten Generalstreiks Unterstützung finden, wäre das ein sicheres Zeichen dafür, dass die Proteste mehr sind als ein Strohfeuer. Alle Oppositionsführer leugneten jede Art der Verstrickung in die Gewaltausbrüche und warfen der Obrigkeit vor, Provokateure engagiert zu haben. Am Sonntagabend schien die Ordnung vorerst wiederhergestellt (…) Der nächste Schritt von Janukowytsch wird entscheidend sein. Am Wochenende verurteilte er die Gewalt und bestand darauf, dass das Land sich noch immer auf dem Weg zur Europäischen Integration befinde. Gerüchten zufolge traf er seine Berater auf seiner Residenz außerhalb der Stadt. Seine Referenten erklärten, er halte an seinem für Mittwoch geplanten China-Besuch fest; danach muss er nach Moskau.

Quelle: Externer Link: http://www.theguardian.com/world/2013/dec/01/ukraine-largest-street-protests-orange-revolution

Opposition besetzt Regierungsviertel in Kiew

Konrad Schuller, FAZ, 08.12.2013 Neue Unterstützung winkt der pro-europäischen Opposition derweil von anderer Seite. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Gruppe der konservativen Parteien in der EU (EVP) wollen Klitschko laut Informationen des Magazins "Der Spiegel" durch gemeinsame Auftritte stärken. Geplant sei, den Boxer zum Oppositionsführer und Gegenkandidaten von Präsident Janukowitsch aufzubauen, hieß es. Parallel dazu würden EVP und die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung Politiker von Klitschkos Udar-Partei logistisch unterstützen und schulen. Eine Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. (…) Der ehemalige polnische Präsident Aleksander Kwaśniewski warf unterdessen der EU Naivität im Umgang mit der Ukraine vor. Bereits seit Sommer sei klar gewesen, dass Russland das Assoziierungsabkommen zwischen Brüssel und Kiew torpedieren werde, sagte Kwaśniewski dem "Spiegel". Der Westen habe die Entschlossenheit von Kremlchef Putin unterschätzt – er habe aber auch das unterschätzt, was sich in Kiew abspiele. Die Führung um Präsident Janukowitsch habe keine Strategie und wolle nur überleben.

Quelle: Externer Link: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/regierungsviertel-in-kiew-besetzt-demonstranten-stuerzen-lenin-sta tue-12700582.html

Bis Europa reicht die Sprache nicht

Evgenij Schestakow, Rossijskaja Gaseta, 09.12.2013 Nicht die ukrainische Opposition bringt heute die Menschen auf die Straßen Kiews und blockiert staatliche Einrichtungen. Der Hauptakteur hinter den Kulissen der Protestaktionen ist die EU und ihre Institutionen, die mit den Gegnern der jetzigen Machthaber eng verbunden sind. Schon vor Ende des Ministertreffens der OSZE in Kiew liefen die westlichen Teilnehmer – von der stellvertretenden Außenministerin der USA, Victoria Nuland, bis hin zu Repräsentanten aus Osteuropa – auf den Maidan, um den ukrainischen Oppositionellen ihre "heiligen Gesichter" zu zeigen. Und gleichzeitig vor den Kameras als Agitatoren im Dienste europäischer Werte zu posieren. Nuland hatte übrigens zuvor erklärt, dass das Weiße Haus im Jahr 2013 100 Millionen Dollar zur Unterstützung der ukrainischen Demokratie bereitgestellt habe und hatte den Anhängern der Europäischen Integration auch für das kommende Jahr nicht weniger versprochen. Auf dem Maidan trat auch der pensionierte Präsident Georgiens, Mikhail Saakashvili, auf. Man begrüßte ihn freundlich, doch hätte man ihn eigentlich mit Schande davonjagen müssen. Die ukrainischen Oppositionellen hatten offenbar die Demonstration vergessen, die vor einigen Jahren in Tiflis stattfand. Damals waren hunderte Menschen auf einer friedlichen Demonstration bei einer Aktion von Spezialeinheiten der Polizei unter direktem Kommando Saakashvilis verletzt worden. Doch die dem Recht und der Freiheit verpflichteten EU-Kommissare hatten den georgischen Oppositionellen Rechtsbruch vorgeworfen und zusammen mit dem offiziellen Tiflis in den Protesten die "Hand Moskaus" ausgemacht.

Quelle: Externer Link: http://www.rg.ru/2013/12/08/kiev-site.html

Zusammengestellt von Katerina Malygina und Jan Matti Dollbaum Übersetzt von Jan Matti Dollbaum

Fussnoten