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Chronik: 26. Januar – 8. Februar 2015 | Ukraine-Analysen | bpb.de

Ukraine Von der Ukraine lernen / Trendwende im Ukraine-Krieg? (09.06.2026) Analyse: Lehren aus dem Krieg über gesellschaftliche Resilienz, oder: Was Europa von der Ukraine lernen könnte Analyse: Drohnisierung ohne Militarisierung: Die Kriegswirtschaft der Ukraine und Lehren für Europa Dokumentation: Offener Brief von Präsident Selenskyj an Präsident Putin vom 4. Juni 2026 Kommentar: Der Stand des russischen Eroberungskriegs gegen die Ukraine. Trends und mögliche Trendwenden Statistik: Die militärische Lage in Zahlen Kommentar: Russlands Krieg gegen die Ukraine. Das Neue, das Alte und das Unveränderliche Dokumentation: Joint Statement of the Leaders of France, the United Kingdom, Germany and Ukraine Staatsfinanzen / EU-Ukraine: Aktuelle Herausforderungen (27.05.2026) Analyse: Die öffentlichen Finanzen der Ukraine in Kriegszeiten. Entwicklungen und Herausforderungen Kommentar: Kurzfristige Auswirkungen des CO₂-Grenzausgleichsmechanismus der EU für die Ukraine Kommentar: Kyjiws innenpolitische Krise ist die größte Hürde für eine schnelle EU-Integration der Ukraine Kommentar: Merz stößt die Erweiterungswende an – Europa darf nicht zögern Pressestimmen: EU-Sonderstatus für die Ukraine Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Demografie / Ukrainische Flüchtlinge in Deutschland und Europa (18.05.2026) Analyse: Demografie im Krieg: Flucht, Fertilität und Mortalität Lesetipp: Härtetest. Die Ukraine in Zeiten des Kriegs Analyse: Vier Jahre nach Kriegsbeginn. Wie entwickelt sich die Integration ukrainischer Geflüchteter in Deutschland? Statistik: Situation ukrainischer Geflüchteter in Deutschland Analyse: Zwischen Integration und Rückkehr. Ukrainische Geflüchtete in der EU Statistik: Ukrainische Geflüchtete in Europa Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik 40 Jahre Tschornobyl (24.04.2026) Analyse: Zwischen imperialer Katastrophe und nationaler Resilienz: die ukrainische Kernenergie 40 Jahre nach Tschornobyl Statistik: Atomkraftwerke in der Ukraine Umfragen: Einstellung der Bevölkerung zu Kernenergie Kommentar: Tschornobyl und der Krieg Kommentar: Russland nutzt das nukleare Katastrophenpotenzial von Tschernobyl aus Kommentar: Vierzig Jahre danach: Wie die ukrainische Zivilgesellschaft mit Tschornobyl umgeht Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Justizreformen Analyse: Ukrainische Justizreformen im Krieg. Fortschritte, Herausforderungen und warum dies für Europa von Bedeutung ist Umfragen: Einstellungen zur ukrainischen Justiz Dokumentation: Ausschnitt aus dem „Ukraine 2025 Report“ der Europäischen Kommission zu ‚Justiz und Grundrechte‘ Analyse: Justizreform durch Rekrutierung? Eine Einordnung der Auswahlverfahren für Richterinnen und Richter in der Ukraine Dokumentation: Transparency International: A Make-or-Break Moment for the HACC Competition Statistik: Die zweite Auswahlrunde (2023–2025) für HACC-Richterinnen und Richter Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Die OSZE und Friedenssicherung in der Ukraine / Dokumentation: Friedensverhandlungen (25.03.2026) Kommentar: Lehren aus der OSZE Special Monitoring Mission (SMM) für eine mögliche Friedenssicherung in der Ukraine Kommentar: Auf alle Eventualitäten (nicht) vorbereitet: Die OSZE und ein mögliches Ende des russischen Krieges gegen die Ukraine Analyse: Jenseits hochrangiger Diplomatie: Die OSZE und innergesellschaftlicher Dialog in der Ukraine Dokumentation: Friedensverhandlungen Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Spenden und Wohltätigkeit (09.03.2026) Analyse: Crowdfunding in Kriegszeiten: Eine Analyse der größten Spendenkampagnen der Ukraine Statistik: Spendenverhalten Analyse: Spenden- und Wohltätigkeitsaktivitäten ukrainischer Oligarchen im Krieg Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Kriegsgeschehen / Verhandlungen (24.02.2026) Analyse: Donbas im Fokus, Saporischschja im Blick: Die militärische Entwicklung des russisch-ukrainischen Krieges in 2025 und ein Ausblick auf 2026 Statistik: Besetztes Staatsgebiet der Ukraine (24.02.2022 – 22.02.2026) Kommentar: Wie sich der russisch-ukrainische Krieg 2026 entwickeln könnte Analyse: Russische Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur – Trends und Ausblick Statistik: Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur Kommentar: Verhandlungen Russland-Ukraine-USA: Theater für Trump? Kommentar: Europa im Dilemma: Ukraine-Gespräche zwischen den USA und Russland Kommentar: Das Pokerface des Kremls Kommentar: Wie können Sicherheitsgarantien für Kyjiw aussehen? Die Illusion einer „Rückversicherungstruppe“ in der Ukraine Dokumentation: Die wichtigsten Verhandlungsführer im Kurzportrait Chronologie: Hinweis auf die Online-Chronik 20 Jahre Ukraine-Analysen / Aktuelle Lage in Gesellschaft und Politik (10.02.2026) Editorial: Editorial: 20 Jahre Ukraine-Analysen Analyse: Die gesellschaftliche Stimmung in der Ukraine nach vier Jahren Vollinvasion Kommentar: Von der Machtvertikale zur Troika? Die ukrainische Innenpolitik im Umbruch Kommentar. Beziehungsstatus: kompliziert. Wie sich Washingtons „strategische Unklarheit“ auf die Beziehungen zur Ukraine auswirkt Kommentar: EU-Beitritt im Eilverfahren – Sonderweg auf der Suche nach Frieden? Dokumentation: Rede von Präsident Wolodymyr Selenskyj beim Weltwirtschaftsforum in Davos Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Journalistische / soziale Medien und Krieg (21.01.2026) Analyse. Zwischen Krieg und Prekarität: Die Lage von Medien, Journalistinnen und Journalisten in der Ukraine Dokumentation. Truth Hounds, Reporters Without Borders: The Russian Strikes on Ukrainian Hotels Silencing the Press Analyse. Vertrauen, Popularität und die Rolle von Telegram in Kriegszeiten Umfragen. Nutzung journalistischer und sozialer Medien in der Ukraine (2024/25) Chronik. Hinweis auf die Online-Chronik Weitere Angebote der bpb Redaktion

Chronik: 26. Januar – 8. Februar 2015

/ 8 Minuten zu lesen

Aktuelle Ereignisse aus der Ukraine: Die Chronik vom 26. Januar bis 8. Februar 2015.

Herausgeber der Länderanalysen

Die Ukraine-Analysen werden von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V., dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien, dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung und dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) gGmbH gemeinsam herausgegeben. Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb veröffentlicht die Analysen als Lizenzausgabe.

26.01.2015 Die in Russland inhaftierte ukrainische Kampfpilotin Nadeschda Sawtschenko, die sich seit Dezember 2014 im Hungerstreik befindet, wird zum Mitglied der ukrainischen Delegation im Europarat ernannt. Sie genießt – nach einer entsprechenden Entscheidung des Präsidiums der Parlamentarischen Versammlung des Europarates – damit international Immunität und darf von Russland nicht mehr festgehalten werden.
26.01.2015 Der Separatistenführer der »Volksrepublik Donezk«, Oleksandr Sachartschenko, kündigt eine engere Zusammenarbeit mit den Truppen der »Volksrepublik Luhansk« an. Man wolle die Fronten zusammenführen, um den Kampf gegen die ukrainische Armee effizienter zu machen.
26.01.2015 Das Ministerkabinett verhängt den Ausnahmezustand für die Gebiete Donezk und Luhansk. Der Gouverneur von Donezk, Oleksandr Kichtenko, versichert, dass dies keinerlei Einschränkungen der Rechte und Freiheiten der Bürger bedeute. Der Ausnahmezustand vergrößere den Handlungsspielraum der lokalen Behörden und ermöglicheeine bessere Ausstattung mit Ressourcen.
27.01.2015 Der Generalsekretär der OSZE, Lamberto Zannier, beklagt, dass die Separatisten in der Ostukraine der Beobachtermission den Zugang zu den Grenzregionen mit Russland verweigern würden. Mitarbeiter der Organisation würden nur dorthin geführt, wo es den Separatisten passe. Die OSZE laufe so Gefahr, als Propagandainstrument missbraucht zu werden.
27.01.2015 Die Finanzminister der EU einigen sich darauf, der Ukraine weitere 1,8 Milliarden Euro an Krediten zu gewähren.
27.01.2015 In Luhansk kommen nach OSZE-Angaben drei Zivilisten bei Raketeneinschlägen ums Leben. Luhansk steht unter der Kontrolle der Separatisten.
27.01.2015 Die OSZE-Beobachtermission stellt heftigen Raketeneinsatz in und um Donezk fest und berichtet von fliehenden Zivilisten in umliegenden Städten, die von den Separatisten der »Volksrepublik Donezk« kontrolliert werden. Als Fluchtursache geben sie anhaltenden Beschuss sowie die Tatsache an, dass sie keine Sozialleistungen des ukrainischen Staates mehr erhalten.
28.01.2015 Justizminister Pawlo Petrenko erklärt, 40 Richter unterschiedlicher Instanzen würden sich weigern, eine Überprüfung im Rahmen des »Lustrationsgesetzes« durchführen zu lassen. Für den Fall, dass sie der Korruptionsprüfung weiterhin nicht zustimmen, werde ihre Entlassung bereits vorbereitet.
28.01.2015 Die Parlamentarische Versammlung des Europarates verlängert die Sanktionen gegen die russische Delegation in Form des Stimmentzugs bis April 2015. Die russische Delegation protestiert und erklärt, den Versammlungen bis Ende des Jahres nicht mehr beizuwohnen. Man erwäge außerdem den Austritt aus dem Europarat, erklärt der Vorsitzende des Außenausschusses der russischen Duma und Delegationsführer Aleksej Puschkow. Russland gehört dem Europarat seit 1996 an. Die Parlamentarische Versammlung fordert von Russland per Resolution die Freilassung der inhaftierten Kampfpilotin Nadeschda Sawtschenko, die als Angehörige der ukrainischen Delegationdes Europarats internationale Immunität genießt.
28.01.2015 Im von Separatisten kontrollierten Horliwka kommen nach Auskunft des Stadtrates beim Beschuss eines Wohngebäudes fünf Zivilisten ums Leben.
29.01.2015 Die russische Delegation im Europarat protestiert gegen den Stimmentzug und gegen die Ernennung der ukrainischen Kampfpilotin Nadeschda Sawtschenko zum Mitglied der ukrainischen Delegation in der parlamentarischen Versammlung des Europarates. Sie sei inhaftiert worden, bevor sie internationale Immunität erhalten habe und könne erst freigelassen werden, wenn sie freigesprochen werde.
29.01.2015 Ein stellvertretender Vorsitzender der Vertretung der Krimtataren wird auf der Krim von russischen Strafverfolgungsbehörden verhaftet. Ihm wird die Organisation von Massenunruhen vorgeworfen.
30.01.2015 Nach Informationen der Separatisten der»Volksrepublik Donezk« kommen in Donezk fünf Zivilisten in der Nähe einer Lebensmittelausgabe durch Schüsse ums Leben. OSZE-Beobachter bestätigen die Todesfälle und stellen zwei weitere Todesopfer fest, die bei einem Angriff auf einen Bus ums Leben kamen. Die OSZE erklärt, die Schüsse seienaus nordwestlicher Richtung gekommen. Das dortige Territorium wird von der ukrainischen Armee kontrolliert.
30.01.2015 In zweiter Lesung verabschiedet der Stadtrat von Mariupol eine Resolution, in der Russland als»Aggressor« bezeichnet wird. In der ersten Version war von einer »Aggression aus dem Osten« die Rede gewesen. In Mariupol war am 24. Januar 2015 ein Wohngebiet mit Grad-Raketen beschossen worden. Bei dem Anschlag waren 31 Menschen ums Leben gekommen. Vertreter der OSZE hatten erklärt, der Angriff sei aus einem Gebiet gekommen, das von Separatisten kontrolliert wird.
30.01.2015 Die Beobachtermission der OSZE registriert die Bewegung von Panzern und anderem Kriegsgerät ohne Erkennungszeichen in der »Volksrepublik Donezk«.
31.01.2015 In Horliwka im Gebiet Donezk kommen nach Auskunft des Stadtrates acht Zivilisten ums Leben. Behörden in Donezk erklären, dass in Debalzewo im Gebiet Donezk zwölf Menschen getötet wurden.
31.01.2015 In Minsk tagt die Kontaktgruppe aus Vertretern der Separatisten, der Ukraine und Russlands unter der Vermittlung der OSZE. Die nicht anwesenden politischen Anführer der »Volksrepubliken« in Donezk und Luhansk, Aleksandr Sachartschenko und Ihor Plotnizkyj, lassen erklären, sie würden keine Vereinbarungen unterschreiben, bis Präsident Petro Poroschenko die schwere Artillerie von der im Memorandum vom 19. September 2014 festgelegten Demarkationslinie abziehe. Der Vertreter der Ukraine, Ex-Präsident Leonid Kutschma, erklärt daraufhin, die Ukraine werde sich auf keine Ultimaten einlassen und beschuldigt die Separatisten, die Verhandlungen zu hintertreiben.
01.02.2015 Die OSZE kritisiert die Haltung der Vertreter der Separatisten bei den Verhandlungen der Kontaktgruppe in Minsk. Sie seien nicht in der Lage gewesen, die Vorschläge zu diskutieren, um den Abzug schwerer Waffen und einen Waffenstillstand umzusetzen, und zu einer gemeinsamen Erklärung zu gelangen.
01.02.2015 Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung erklärt, das Reformtempo in der Ukraine sei unzureichend. Es müssten insbesondere der Bankensektor und der Energiesektor reformiert sowie ein besseres Investitionsklima geschaffen werden.
02.02.2015 Wirtschaftsminister Ajwaras Abromawitschus, erklärt, im vergangenen Jahr habe sich der Handel mit Russland auf fast die Hälfte reduziert, während sich der Export ukrainischer Güter in Staaten der EU um etwa 10 % gesteigert habe.
02.02.2015 Eine Gruppe von ehemaligen US-Diplomaten und Generälen ruft die US-Regierung und die Führung der NATO auf, die Ukraine mit letalen Waffen auszustatten.
02.02.2015 Die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtet, die»Volksrepublik« bereite eine Mobilmachung der Bevölkerung vor. Bis zu 100.000 Menschen sollen zum Wehrdienst einberufen werden.
02.02.2015 Die Kämpfe verschärfen sich dramatisch. OSZE-Beobachter stellen zahlreiche Fälle von Verstößen gegen das Waffenstillstandsregime fest, viele darunter mit Raketen.
02.02.2015 Separatistenführer Oleksandr Sachartschenko erklärt, der Vertreter Kiews in den Minsker Verhandlungen, Leonid Kutschma, sei eine »Privatperson« und nicht öffentlich zum Vertreter der Ukraine ernannt worden. Bis Kiew einen offiziellen Vertreter schicke, werde man nicht mehr an den Verhandlungen der Kontaktgruppe teilnehmen. Die Zeitung »Ukrainska Prawda« veröffentlicht daraufhin eine Anordnung der Präsidialadministration, aus der der offizielle Verhandlerstatus Kutschmas hervorgeht.
03.02.2015 Berichten des Wall Street Journal zufolge wird im Pentagon die Belieferung der ukrainischen Armee mit Panzerabwehrraketen diskutiert.
03.02.2015 Eine Unterschriftensammlung unter Parlamentsabgeordneten zur Beantragung der Absetzung des Generalstaatsanwalts Witalij Jarema scheitert.
03.02.2015 Die ukrainische Armee und die Separatisten der»Volksrepublik Donezk« einigen sich auf die Einrichtung von Fluchtkorridoren für Bewohner der Städte Vuhlehirsk und Debalzewe im Gebiet Donezk.
03.02.2015 Nachdem die Venedig-Kommission des Europarates das Gesetz zur»Lustration« hoher Beamter in einigen Punkten beanstandet hat, erklärt Justizminister Pawlo Petrenko, dass die Anmerkungen eingearbeitet würden, dass aber die Überprüfung von Beamten auf Korruptionsdelikte nicht unterbrochen werde.
04.02.2015 Die OSZE-Beobachtermission berichtet, dass einem Raketeneinschlag in Luhansk aus nordwestlicher Richtung zwei Zivilisten zum Opfer gefallen sind. Luhansk wird zurzeit von separatistischen Truppen kontrolliert.
04.02.2015 Der staatliche Rüstungskonzern Ukroboronprom kündigt an, seine Panzerproduktion im Jahr 2015 von 5 auf 40 Einheiten aufzustocken. Im Jahr 2016 sollen bis zu 120 Einheiten produziert werden.
04.02.2015 Das Parlament entzieht dem ehemaligen Präsidenten Wiktor Janukowytsch die Ehrenbezeichnung »Präsident«, die laut Verfassung alle ehemaligen Präsidenten der Ukraine auf Lebenszeit tragen. Die Verfassung sieht vor, dass der Titel nur durch ein Impeachment-Verfahren entzogen werden kann. Dieses Verfahren der Amtsenthebung ist auf Janukowytsch nicht angewandt worden.
04.02.2015 Laut einer Umfrage der Firma GfK Ukraina auf der Krim unterstützen 82 % der Krimbewohner die Annexion der Halbinsel durch Russland, weitere elf Prozent unterstützen sie teilweise. Jeweils zwei Prozent sprechen sich vollständig bzw. teilweise dagegen aus.
05.02.2015 Das Parlament reicht einen Vorschlag zurÄnderung der Verfassung zur Überprüfung beim Verfassungsgericht ein. Die Änderung sieht vor, die Immunität von Parlamentsabgeordneten und Richtern abzuschaffen.
05.02.2015 Der französische Präsident François Hollande und Bundeskanzlerin Angela Merkel reisen zu Gesprächen mit Präsident Petro Poroschenko über eine Lösung des Konflikts in der Ostukraine nach Kiew. Am nächsten Tag ist ein Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geplant.
05.02.2015 Das Parlament verabschiedet ein Gesetz, das die Vorführung und Verbreitung von Filmen, die in Russland und von russischen Staatsbürgern nach dem 01. Januar 2014 produziert wurden, verbietet. Unter das Gesetz fallen auch Filme und Serien, die nach 1991 produziert wurden und die russischen Sicherheitsbehörden oder die Armee in positivem Licht darstellen. Das Gesetz soll in zwei Monaten in Kraft treten.
05.02.2015 Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von US-Außenminister John Kerry und dem ukrainischen Ministerpräsidenten Arsenij Jazenjuk erklärt Kerry, dass US-Präsident Barack Obama erwäge, defensive letale Waffen an die Ukraine zu liefern.
06.02.2015 Der Kurs der Hrywnja fällt zeitweise auf 20 Hrywnja pro US-Dollar bzw. 23,40 Hrywnja pro Euro. Dies bedeutet einen Kursverfall von etwa 20 % in zwei Tagen. Ajwaras Abromawitschus, Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Handel, erklärt, dass der Kurs sich mit Erhalt der nächsten Kredittranche des Internationalen Währungsfonds stabilisieren werde.
06.02.2015 In Debalzewe wird zwischen der ukrainischen Armee und den Truppen der»Volksrepubliken« Donezk und Luhansk ein örtlicher Waffenstillstand ausgehandelt, um Zivilisten aus der umkämpften Stadt in Sicherheit zu bringen.
06.02.2015 Die Gespräche zwischen dem französischen Präsidenten François Hollande, Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau gehen nach über fünf Stunden zu Ende. Sprecher aller Parteien bezeichnen den Dialog als substantiell und konstruktiv. Am 08. Februar 2015 solleeine Telefonkonferenz der drei Politiker mit Präsident Petro Poroschenko stattfinden. Man arbeite an einem gemeinsamen Plan zur Umsetzung der Minsker Vereinbarungen vom 5. und 19. September 2014, die u. a. einen Abzug schwerer Waffen und einen Waffenstillstand vorsehen.
07.02.2015 Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärt auf der Münchner Sicherheitskonferenz, der Konflikt sei militärisch nicht zu lösen und widerspricht damit den Forderungen aus den USA, Waffen in die Ukraine zu liefern. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg versichert Präsident Petro Poroschenko der »politischen und praktischen« Unterstützung der Allianz. Der NATO-Oberkommandeur in Europa Philip Breedlove erklärt, man solle eine militärische Lösung nicht ausschließen.
07.02.2015 Der französische Präsident François Hollande erklärt, der mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin diskutierte Plan sehe eine umfassende Autonomie der östlichen Regionen der Ukraine und eine entmilitarisierte Zone von 50 bis 70 Kilometern Breite vor.
07.02.2015 Nach OSZE-Informationen hält der lokale Waffenstillstand in Debalzewe. Zivilisten werden von der ukrainischen Armee aus der Stadt gebracht und Mitteilungen zum Evakuierungsprogramm werden aktiv verbreitet.
08.02.2015 In einer Telefonkonferenz vereinbaren die Präsidenten Russlands, der Ukraine und Frankreichs sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Treffen in Minsk. Es soll am 11. Februar 2015 stattfinden. Die Kontaktgruppe aus Vertretern der Ukraine, Russlands und der Separatisten treffen sich bereits einen Tag zuvor.
08.02.2015 Bei einem Besuch beim belarussischen Präsidenten Aleksandr Lukaschenko erklärt der russische Präsident Wladimir Putin, das für den 11. Februar geplante Treffen in Minsk könne nur stattfinden, wenn man sich zuvor auf einige wichtige Punkte einigen könne.
08.02.2015 Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise, dass die tatsächliche Opferzahl im Krieg in der Ostukraine erheblich über den von der UN angegebenen 5400 Toten liegt. Inoffizielle Schätzungen gehen von bis zu 50.000 Toten aus.

Die Chronik wird zeitnah erstellt und basiert ausschließlich auf im Internet frei zugänglichen Quellen. Die Redaktion bemüht sich, bei jeder Meldung die ursprüngliche Quelle eindeutig zu nennen. Aufgrund der großen Zahl von manipulierten und falschen Meldungen kann die Redaktion der Ukraine-Analysen keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben übernehmen. Zusammengestellt von Jan Matti Dollbaum Sie können die gesamte Chronik seit Februar 2006 auch auf http://www.laender-analysen.de/ukraine/ unter dem Link »Chronik« lesen.

Fussnoten