Meine Merkliste Geteilte Merkliste PDF oder EPUB erstellen

Bürgerhaushalte ja, Online-Beteiligung eher nein? | Netzwerk Bürgerhaushalt | bpb.de

Netzwerk Bürgerhaushalt News Bürgerhaushalt Datenbank Netzwerk Bürgerhaushalt Im Fokus Bürgerhaushalte & Bürgerbudgets in Deutschland Participatory Budgeting international Internationale Beispiele Im Fokus: USA Im Fokus: Kolumbien Im Fokus: Großbritannien Thematische Beteiligungshaushalte Special: Umwelt- und Klimaschutz Bürgerhaushalt - was ist das? FAQs - Definitionen und häufige Fragen Speakers' Corner Modelle und Verfahren Hintergrund & Studien Special: Digitalisierung von Beteiligungsverfahren Service Tipps & Tricks für die Praxis Netzwerk Das Netzwerk Bürgerhaushalt Entwicklung Netzwerk Bürgerhaushalt Weitere Netzwerke Datenbank Netzwerk Bürgerhaushalt Veranstaltungen Participatory Budgeting Germany (EN) Participatory Budgeting International Tipps, Background, Studies & Discussions About our Network Anmeldung beim Netzwerk

Bürgerhaushalte ja, Online-Beteiligung eher nein?

Redaktion Netzwerk Bürgerhaushalt

/ 2 Minuten zu lesen

Wie groß ist das Interesse der Bevölkerung an politischer Beteiligung? Laut Bertelsmann-Studie geht der Trend zu verbindlichen Beteiligungsprojekten, aber auch zu kommunalen Fragestellungen wie Bürgerhaushalten.

Die Bertelsmann Stiftung hat in einer Externer Link: aktuellen Studie das Interesse der Bevölkerung an politischer Beteiligung untersucht. Das Ergebnis zeigt: Der Trend geht zu verbindlichen Beteiligungsprojekten, aber auch kommunale Fragestellungen - wie Bürgerhaushalte - interessieren die Bürger.

78 Prozent der Befragten sprachen sich für direktdemokratische Beteiligungsformen wie Volksentscheide aus, immerhin 68 Prozent gaben an, an kommunalen Großprojekten, wie z.B. Bauvorhaben, beteiligt zu werden - die Folgen von Stuttgart21 sind spürbar. Aber auch das Interesse an Bürgerhaushalten ist groß: Auch hier sagt fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent), dass sie an solchen Entscheidungen schon einmal mitgewirkt haben oder gern mitwirken würden.

Als bislang überschätzt bezeichnet die Bertelsmann Stiftung hingegen Online-Beteiligungen: In der Studie wurde das Interesse an Online-Umfragen abgefragt und ca. die Hälfte der Beteiligten gab an, diese Beteiligungsform eher abzulehnen: Fast die Hälfte (48 Prozent) lehnt Online-Befragungen für sich ab, und ebenso viele (54 Prozent) sind nicht für Online-Abstimmungen zu haben. Sogar knapp 60 Prozent würden sich nicht an elektronischen Petitionen an Parlamente oder Abgeordnete beteiligen, und mehr als zwei Drittel (67 Prozent) würden keine eigenen Beiträge in Blogs oder Internet-Foren verfassen. Solche Beteiligungsformen seien daher bisher nur für eine qualifizierte Minderheit geeignet. Aufgrund des offensichtlichen Trends zu verbindlicheren Beteiligungsformen und direktdemokratischen Verfahren stellt sich in Bezug auf Online-Verfahren die Frage, ob es diesen bisher an Glaubhaftigkeit und Verwurzlung im politischen Prozess mangelt. (Ob die formulierte Fragestellung, in der lediglich nach Online-Umfragen gefragt wurde, zu diesem wenig verbindlichen Image beiträgt sei zunächst dahingestellt.)

Deutlich wird in der Umfrage jedenfalls, dass die Bürger sich gerne stärker am politischen Entscheidungen beteiligen wollen (87 Prozent bejahten dies) und das auch der kommunale Bereich in Beteiligungsverfahren eine immer größere Rolle spielen wird.

Externer Link: Link zur vollständigen Meldung über die Studienergebnisse der Bertelsmann-Stiftung

Fussnoten

Weitere Inhalte