Boykottaktion gegen jüdische Geschäfte am 1. April 1933. Die Herrschaft der Nationalsozialisten bedeutet für die deutschen Juden von Anfang an eine antisemitische  Politik der Diskriminierung und Verdrängung.

Jaana Müller am 28.01.2013

Konnte man nur Täter oder Opfer sein?

"Viele waren beides zugleich", meint Prof. Dr. Daniel Feierstein, National Scientific and Technical Research Council, auf diese Frage von Miriam Menzel. Man könne nicht nur in gut und böse kategorisieren, wenn man den Nationalsozialismus betrachte. Feierstein verweist auch auf den Modellcharakter der Konzentrationslager. Einige lateinamerikanische Staaten hätten sich daran den Transformationsprozess gesellschaftlicher Identitäten abgeguckt.

Daniel Feierstein im Gespräch mit Miriam Menzel auf der 4. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung. (© 2013 Bundeszentrale für politische Bildung)



Daniel Feierstein hielt am zweiten Konferenztag den Vortrag „Kann man Zuschauer sein in einer Gesellschaft, die Völkermord begeht?“

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Im Interview: Daniel Feierstein

Daniel FeiersteinDaniel Feierstein
Daniel Feierstein ist Wissenschaftler am argentinischen National Scientific and Technical Research Council (CONICET). Er ist Senior Lecturer an der Universidad de Buenos Aires und der Universidad Nacional de Tres de Febrero (UNTREF), deren Center for Genocide Studies er leitet. Daniel Feierstein hat zahlreiche Bücher zum Thema Genozidforschung veröffentlicht. Er ist gegenwärtig der Erste Vizepräsident der International Association of Genocide Scholars (IAGS).












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Programm

Die 4. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung beleuchtet über drei Tage hinweg den aktuellen Stand wissenschaftlicher Diskurse um Eingrenzungs- und Ausgrenzungs- prozesse. Zum Konferenzthema finden zudem parallele Praxisforen statt. Das Programm finden Sie PDF-Icon hier als PDF

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