30 Jahre Mauerfall Mehr erfahren
Boykottaktion gegen jüdische Geschäfte am 1. April 1933. Die Herrschaft der Nationalsozialisten bedeutet für die deutschen Juden von Anfang an eine antisemitische  Politik der Diskriminierung und Verdrängung.

Miriam Menzel am 29.01.2013

Entwertung, Ausgrenzung, Totschweigen

"Dich hat man wohl vergessen zu vergasen". So äußerte sich ein Pfleger in den 1980er Jahren gegenüber einem Psychiatriepatienten. Im Interview erzählt die Psychologin und Medizingeschichtsforscherin Christina Härtel wie Ausgrenzungsstrategien des Nationalsozialismus bis heute nachwirken.

Christina Härtel, totgeschwiegen e.V. - Gesellschaft gegen Stigmatisierung psychisch kranker Menschen, im Interview mit Miriam Menzel auf der 4. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung. (© 2013 Bundeszentrale für politische Bildung)



Das Interview führte Miriam Menzel.

Christina Härtel war Referentin im Workshop 7: "Die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen als Beispiel von Volksgemeinschaftsbildung im Nationalsozialismus. Und heute?"


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Im Interview: Christina Härtel

Christina HärtelChristina Härtel
Christina Härtel ist Vorsitzende des Vereins totgeschwiegen e.V. - Gesellschaft gegen Stigmatisierung psychisch kranker Menschen. Sie ist Kuratorin und Mitautorin der Ausstellung "totgeschwiegen 1933 bis 1945 - die Geschichte der Wittenauer Heilstätten, seit 1957 Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik", die als Dauerausstellung auf dem Gelände der ehemaligen Nervenklinik in der Oranienburger Straße 285 in Berlin Reinickendorf gezeigt wird. Seit 1984 forscht sie zu medizin-historischen Themen. Ihr Psychologie-Studium an der Freien Universität in Berlin schloss sie 1980 mit Diplom ab. Seit 1981 ist Christina Härtel als klinische Psychologin tätig, zunächst in der Nervenklinik Spandau, ab 1982 in der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik. 1999 erfolgte ihre Approbation als Psychologische Psychotherapeutin. Seit 2000 ist sie in der Tagesklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik tätig - heute Vivantes Humboldt-Klinikum. Seit mehreren Jahren ist sie dort als Leiterin der Tagesklinik für depressive Störungen zuständig.



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Programm

Die 4. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung beleuchtet über drei Tage hinweg den aktuellen Stand wissenschaftlicher Diskurse um Eingrenzungs- und Ausgrenzungs- prozesse. Zum Konferenzthema finden zudem parallele Praxisforen statt. Das Programm finden Sie PDF-Icon hier als PDF

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