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bpb:forum digital

bpb:forum digital (© bpb)

In unregelmäßigen Abständen lädt die Bundeszentrale für politische Bildung spannende Gäste zu aktuellen Themen und Debatten ins virtuelle bpb:medienzentrum ein. Im Rahmen der bpb:foren finden moderierte Gespräche, Lesungen, Workshops und Podiumsdiskussionen statt. Unsere Gäste haben viel zu sagen. Seid im Livestream dabei!

bpb:forum digital SPEZIAL "Wahrheit und Relevanz im digitalen Raum - Cybersicherheit"

Im Livestream am 7. Oktober 2020 um 11 Uhr
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Alle bpb:foren digital zum Nachschauen

1. bpb:forum digital: Empathie gegen Ressentiments - Der Kampf um das Weiße Haus (05.05.2020)

Mit Alexander Görlach So genannte “strongmen” bestimmen die politische Arena. In nicht-demokratischen Ländern stehen Personen wie Xi Jinping oder Vladimir Putin für eine Politik, die sie als “liberal” bewerben. In der demokratischen Welt fällt vor allem Donald Trump als großer Sympathisant des Faustrechts auf. Die regelbasierte, internationale Ordnung, in der nicht der Stärkste bestimmt, sondern alle mitsprechen dürfen, behagt ihm hingegen nicht. Im anstehenden Wahlkampf wird Joe Biden die freiheitliche Ordnung verteidigen und Donald Trump seine Basis mit Vorurteilen und Symbolpolitik gegen Minderheiten bespielen: Empathie gegen Ressentiment — wer wird am Ende gewinnen?

Alexander Görlach ist ist Senior Fellow am Carnegie Council for Ethics in International Affairs und Honorarprofessor für Ethik und Theologie an der Leuphana Universität in Lüneburg. Der promovierte Linguist und Theologe war Fellow und Gastwissenschaftler an der Harvard Universität und der Universität Cambridge, an deren Institut für Religion und Internationale Studien er weiterhin Senior Research Associate ist. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich mit Themen wie der Identität und der Zukunft von Demokratie, Politik und Religion. Er lehrt über Theorien des Säkularismus, Pluralismus und Kosmopolitismus. Sein neuestes Buch "Homo Empathicus. Von Sündenböcken, Populisten und der Rettung der Demokratie" (Herder 2019) erscheint Ende des Jahres auch in einer englischen Übersetzung bei Brookings Institute Press. Sein bevorstehendes Buch "Brennpunkt Hongkong - warum sich in China die Zukunft der freien Welt entscheidet" wird im September veröffentlicht. Alexander Görlach schreibt unter anderem für die New York Times und die Neue Zürcher Zeitung. Er lebt in Berlin und New York.

2. bpb:forum digital: Neuer Kalter Krieg? Trump und die amerikanisch-chinesischen Beziehungen (12.05.2020)

Mit Ying Huang und Hendrik W. Ohnesorge Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Volksrepublik China befinden sich auf einem strategischen Konfrontationskurs.
Insbesondere seit dem Amtsantritt von Donald Trump gelten die amerikanisch-chinesischen Beziehungen als besonders angespannt, was sich in unterschiedlichen Dimensionen zeigt: Etwa im Handelskrieg, im Wettlauf um neuste Technologien oder jüngst in der Corona-Krise geraten beide Mächte immer wieder aneinander. In Zeiten der globalen Corona-Pandemie bezieht sich dieser Wettstreit nicht nur auf einen Propagandakrieg oder etwa den Umgang mit der Weltgesundheitsorganisation, sondern auch auf den Kampf um die weltweit beste Herrschaftsform. Beide Staaten versuchen zudem intensiv, die globale Machtverteilung zu ihren Gunsten zu beeinflussen.

Wie ist es um die Machtverteilung zwischen Washington und Peking bestellt? Wie wirken sich jüngste Entwicklungen, wie der Handelskrieg, der Technologiewettstreit oder auch die Corona-Pandemie, auf die amerikanisch-chinesischen Beziehungen aus? Welchen Einfluss hat die Präsidentschaft und Persönlichkeit Donald Trumps in diesem Zusammenhang?
Über diese und daran anknüpfende Fragen werden Frau Dr. Huang und Herr Dr. Ohnesorge (beide Center for Global Studies der Universität Bonn) nach einem Impulsvortrag mit Ihnen diskutieren.

Die Moderation übernimmt Christoph Müller-Hofstede, bpb.

3. bpb:forum digital: (Europäische) Antworten auf die zunehmende Cyber-Bedrohung (13.05.2020)

Mit Léo Isaac-Dognin und Jean-Louis Gergorin
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Léo Isaac-Dognin und Jean-Louis Gergorin vertreten in ihrem neuen Buch "Cyber. La guerre permanente" (dt.: "Cyber. Der permanente Krieg") die These, dass die militärische Nutzung des Cyberspace nichts weniger als eine strategische Revolution darstellt. Aus Sicht der Autoren verändert sie die Machtbalance dadurch, dass nun auch (finanz-)schwache Akteure mit neuartigen "Waffen" ausgestattet sind, die im Vergleich zu einem Flugzeugträger günstig, effektiv und gewaltfrei eingesetzt werden können. Daher gehört das Cyberspace zu den "Gebieten", aus denen in Zukunft die meisten Bedrohungen für die Stabilität unserer Demokratien und den Weltfrieden ausgehen könnten, so Isaac-Dognin und Gergorin. Ihr Plädoyer: Die Europäische Union muss dringend in strategische Vorausschau "investieren" und über Handlungsoptionen nachdenken.

Wie eine Strategie aussieht, die auf diese Bedrohungen angemessen reagiert, darüber sprechen Léo Isaac-Dognin und Jean-Louis Gergorin in ihrem Vortrag und der anschließenden Diskussion mit Prof. Dr. Ulrich Schlie, CASSIS Universität Bonn und Landry Charrier, Institut français .

4. bpb:forum digital: Demokratie-Sprechstunde. Im Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern über Demokratie im Alltag (29.05.2020)

mit Historikerin und Demokratieforscherin Hedwig Richter
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Demokratie funktioniert nur, wenn alle mitmachen. Sie ist nach wie vor die politische Staatsform, die dem Individuum die größtmögliche Freiheit beschert - und den größtmöglichen Handlungsspielraum.

Und auch, wenn der Aktionsradius jedes und jeder einzelnen in diesem Land in den letzten Wochen stark eingeschränkt gewesen ist und gewohnte Tagesabläufe aufgrund von "Corona-Maßnahmen" nicht mehr funktionieren, möchten wir uns genau jetzt, in dieser sensiblen Zeit, mit Ihnen im bpb:forum digital über die politischen Freiheiten der Demokratie austauschen.
  • Welchen Wert hat für Sie die Demokratie?
  • Wo spielt sie konkret in Ihrem Alltag eine Rolle?
  • Welche Fragen haben Sie an die Demokratie?
  • Möchten Sie Ihr Umfeld demokratisch gestalten, aber Sie wissen nicht, welche politischen Instrumente Sie nutzen können?
In der Demokratie-Sprechstunde kommen Bürgerinnen und Bürger zu Wort. Sie konnten im Vorfeld ihr Fragen per Email schicken oder live via Skype zur Sprechstunde dazugeschaltet werden.

Hedwig Richter Hedwig Richter wurde 2019 auf die Professur für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität der Bundeswehr München berufen. Sie studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie an den Universitäten Heidelberg, Queen’s University Belfast und der Freien Universität Berlin. 2008 wurde sie an der Universität zu Köln promoviert. 2016 habilitierte sie sich an der Universität Greifswald. Ihre Forschung wurde mit dem Offermann-Hergarten-Preis der Universität zu Köln (2010) und dem Stiftungspreis der Demokratie-Stiftung (2018) ausgezeichnet. Hedwig Richter schreibt für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung, die ZEIT und die taz.

Sie sagt unter anderem: "Demokratie ist tatsächlich eine der erfolgreichsten Regierungsformen. Weil wir gerade eine Krise der Demokratie erleben, übersehen wir, wie viel gut läuft. Die ganzen Entwicklungen, die positiv sind, die ganzen Zustände, die positiv sind, nehmen wir einfach als selbstverständlich (...)."

5. bpb:forum digital: Trump und die Demokraten zu Wirtschaft und Handel (23.06.2020)

Vortrag und Diskussion mit Andreas Falke Die Themen Wirtschaft und Handel stehen auch in den USA ganz im Zeichen der Corona-Krise, die zu einem massiven Konjunkturabsturz geführt hat. Die Hoffnung von Präsident Donald Trump, durch gute Wirtschaftsdaten seine Wiederwahl zu sichern, hat sich nach Ansicht von Andreas Falke zerschlagen. Die schweren sozialen Verwerfungen spielen dem demokratischen Herausforderer Joe Biden in die Hände. Doch in der Handelspolitik dürfte auch Biden nicht zum status-quo-ante zurückkehren, wenn er die Stimmen der weißen Arbeiter zurückgewinnen will. Die ökonomische Rivalität mit China wird die Wirtschaftspolitik weiterhin bestimmen.

In seinem Vortrag spricht Prof. em. Andreas Falke über die vorliegenden Wirtschafts- und Handelskonzepte von Biden und Trump, über die im Rahmen der nächsten Präsidentschaftswahl entschieden wird.

Über Andreas Falke

Andreas Falke.Andreas Falke. (© Andreas Falke)
Andreas Falke ist Professor emeritus für Auslandswissenschaften (International Studies) am Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Direktor des Deutsch-Amerikanischen Instituts Nürnberg.

Bevor er 2002 auf den Lehrstuhl in Nürnberg berufen wurde, arbeitete er als leitender Referent in der Wirtschaftsabteilung der amerikanischen Botschaft in Berlin. Er wurde an der Universität Göttingen in den Fachbereichen Politikwissenschaft/internationale politische Ökonomie promoviert und habilitiert. Er war Kennedy Memorial Fellow an der Harvard University und nahm Forschungsaufenthalte an der Brookings Institution und am American Institute for Contemporary Germany Studies (AICGS) wahr.

6. bpb:forum digital: Engendering the Race: How Gender Matters in the 2020 Presidential Election (07.07.2020)

Vortrag und Diskussion mit Sabine Sielke

As in any other previous presidential race, Prof. Dr. Sabine Sielke argues, gender matters multiply in the 2020 US election. Engendering the race, her talk addresses the questions why the United States has not yet managed to inaugurate a female president; how come the majority of Americans claims that none of the former female Democratic contestants, ranging from Harris to Klobuchar to Warren, could beat Trump; and what it says about US-American (political) culture and conceptions of leadership that in November 2020 voters’ choice will be between two controversial white guys in their 70s. Her answers interrogate, among other matters, the seriality of feminism, the institution of presidency in the US, the position of female candidates in the presidential race, and the current retrotopian self-conceptions of US-American culture.

"Geschlechterfragen" spielen in jedem Wahlkampf eine dezidierte Rolle - egal, ob sie explizit gestellt oder beharrlich unter den Teppich gekehrt werden. In ihrem Beitrag "Engendering the Race" widmet sich Prof. Dr. Sabine Sielke einer Reihe solcher Fragen: Warum ist es den USA bislang nicht gelungen, eine Frau ins das Präsidentschaftsamt zu wählen? Wieso behauptet die Mehrzahl aller Amerikaner/-innen, dass keine der Bewerberinnen um die Nominierung bei den Demokraten - weder Harris noch Klobuchar noch Warren - gegen Trump hätte gewinnen können? Was sagt es über die politische Kultur der USA, dass nun zwei kontroverse weiße Männer in ihren 70ern sich im Rennen gegenüberstehen? Ihre Antworten auf diese und ähnliche Fragen beleuchten die Entwicklung des Feminismus, die Institution des Präsidenten in den USA, die gängige Sicht auf weibliche Kandidatinnen im Präsidentschaftswahlkampf und das aktuelle retrotope Selbstverständnis der US-amerikanischen Kultur.

Der Vortrag fand ausschließlich in englischer Sprache ohne Übersetzung statt.

Sabine SielkeSabine Sielke (© Volker Lannert)
Prof. Dr. Sabine Sielke ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin und leitet das Nordamerikastudienprogramm und das Deutsch-kanadische Zentrum an der Universtiät Bonn. Zu ihren Veröffentlichungen zählen Reading Rape (Princeton, 2002) und Fashioning the Female Subject (Ann Arbor, 1997), die Reihe Transcription, 20 Sammelbände sowie mehr als 130 Aufsätze zu Lyrik und Poetik, moderner und postmoderner Literatur, Geschlechterforschung und African American Studies, Populärkultur und Fragen an den Schnittmengen von Geistes- und Naturwissenschaften. Ihre aktuelle Forschung fokussiert Nostalgiephänomene und Retroästhetiken, die #MeToo-Bewegung und Prozesse der Erinnerung, Mediation und Serialität in den Kultur- und Kognitionswissenschaften.

7. bpb:forum digital: Demokratie-Sprechstunde im Livestream der bpb (15.09.2020)

Demokratie-Sprechstunde mit der Historikerin und Demokratie-Forscherin Sonja Levsen

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Der Livestream zum 7. bpb:forum digital ist zu sehen unter www.bpb.de/demokratie-sprechstunde und im Facebook-Kanal der bpb. Während der Demokratie-Sprechstunde können Sie sich über die sozialen Medien (Facebook und Twitter) beteiligen, Ihre Fragen stellen und kommentieren.

Über Sonja Levsen:
Das Bild zeigt ein Porträtbild der Demokratieforscherin Sonja Levsen. (© Sonja Levsen)
PD Dr. Sonja Levsen ist Historikerin an der Universität Freiburg. Sie forscht und lehrt zur europäischen Geschichte 19. und des 20. Jahrhunderts, mit einem Schwerpunkt in der vergleichenden Demokratiegeschichte. Ihr jüngstes Buch fragt nach dem verflochtenen Wandel von Demokratie und Erziehung seit 1945 in deutsch-französischer Perspektive (Autorität und Demokratie. Eine Kulturgeschichte des Erziehungswandels in Westdeutschland und Frankreich, 1945-1975, Wallstein 2019).

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