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45. bpb:forum "Wo beginnt der Hass?" Grenzen zwischen Religionskritik und Rassismus

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Lassen sich Islamfeindlichkeit, Antisemitismus, der Umgang mit Konfessionslosen sowie Christenfeindlichkeit vergleichen? Kann in Bezug auf Religionsgemeinschaften tatsächlich von Rassismus gesprochen werden? Wo hört Religionskritik auf und wo fängt die Abwertung an? Diese und weitere Fragen wurden am 09.10.2019 im bpb:medienzentrum in Bonn diskutiert.

45. bpb:forum "Wo beginnt der Hass? Grenzen zwischen Religionskritik und Rassismus" – Teaser

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Sie erkennen gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht an, benachteiligen Frauen, sie grenzen sich von Andersgläubigen oder Konfessionsfreien ab: Das Judentum, das Christentum und der Islam. Alle drei Religionen bieten Anlass für Kritik. Umso mehr, wenn in ihrem Namen Gewalt ausgeübt wird. Doch was passiert, wenn vermeintliche Kritik zu Pauschalisierung und Abwertung führt? Kann eine solche Islamfeindlichkeit als Antimuslimischer Rassismus bezeichnet werden? Wo hört Religionskritik auf…

Sie erkennen gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht an, benachteiligen Frauen, sie grenzen sich von Andersgläubigen oder Konfessionsfreien ab: Das Judentum, das Christentum und der Islam. Alle drei Religionen bieten Anlass für Kritik. Umso mehr, wenn in ihrem Namen Gewalt ausgeübt wird. Zum Beispiel, wenn die Terrororganisation "Islamischer Staat" im Namen "des Islams" Anschläge begeht oder der rechtsextremistische Attentäter in Christchurch über 50 Musliminnen und Muslime tötet und das mit dem "Schutz" des "christlichen Abendlands" rechtfertigt.

Sich komplett von Religion abzuwenden, sie zu verspotten und zu verachten, das fordern neue Atheisten, wie die "Four Horsemen of Atheism" aus den USA. Nicht nur Konfessionslose, sondern auch Gläubige können andere Religionen abwerten. Besonders häufig kritisiert wird dabei "der Islam". In Deutschland wird von manchen behauptet, die muslimischen Verbände seien zu konservativ. Es herrsche gar Misstrauen, zwischen Moscheevereinen und Sicherheitsbehörden. Spätestens seit Sarrazins Veröffentlichung "Deutschland schafft sich ab" wird offen diskutiert, ob eine ganze Religionsgruppe das Land "unterwandern" könne. Dem liegt der Gedanke zu Grunde Musliminnen und Muslime seien grundlegend anders als Nicht-Musliminnen und Nicht-Muslime. Kann eine solche Islamfeindlichkeit als Antimuslimischer Rassismus bezeichnet werden? Diese Frage wird auch in der Wissenschaft kontrovers diskutiert. Unumstößlich ist allerdings, dass in der durch Thilo Sarrazin angestoßenen "Islamdebatte" vermeintliche Kritik zu Pauschalisierung und Abwertung führen kann.

Kirchenfeindliche Sprüche: von Unbekannten an eine Kirche in Diemarden geschrieben. (© Per Schröter)

Nicht nur Musliminnen und Muslime, auch Menschen jüdischen Glaubens sehen sich mit Ablehnung und Hass konfrontiert. Besonders im Kopf geblieben sind die Bilder eines Kippaträgers, der in Berlin auf offener Straße, am helllichten Tag beschimpft und mit einem Gürtel geschlagen wird. Laut der polizeilichen Statistik nahmen antisemitische Straftaten und Übergriffe in den vergangenen Jahren zu. Anders als bei Islamfeindlichkeit wird hier jedoch selten über eine Ablehnung der Religion also "des Judentums" gesprochen. Es stellt sich die Frage danach, welche Rolle Religionskritik und Antijudaismus überhaupt für den Antisemitismus spielen.

Lassen sich Islamfeindlichkeit, Antisemitismus, der Umgang mit Konfessionslosen sowie Christenfeindlichkeit vergleichen? Kann in Bezug auf Religionsgemeinschaften tatsächlich von Rassismus gesprochen werden? Wo hört Religionskritik auf und wo fängt die Abwertung an? Diese und weitere Fragen wurden auf dem Podium des 45. bpb:forums "Wo beginnt der Hass?" aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert.

Die Moderation leitete Frau Dr. Christiane Florin, Deutschlandfunk, Köln.

Es diskutierten:

Mitschnitt der Podiumsdiskussion in voller Länge

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Veranstaltungsmitschnitt

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Sie erkennen gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht an, benachteiligen Frauen, sie grenzen sich von Andersgläubigen oder Konfessionsfreien ab: Das Judentum, das Christentum und der Islam. Alle drei Religionen bieten Anlass für Kritik. Umso mehr, wenn in ihrem Namen Gewalt ausgeübt wird. Doch was passiert, wenn vermeintliche Kritik zu Pauschalisierung und Abwertung führt? Kann eine solche Islamfeindlichkeit als Antimuslimischer Rassismus bezeichnet werden? Wo hört Religionskritik auf…

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