Gladbach Fans auf der voll besetzten Tribüne des Bökelbergstadions am 2. Mai 1965

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22.4.2016 | Von:
Martin Winands

Fußball als Diskriminierungsagent

Die Situation im Bundesligafußball

Das Fußballstadion als Ort devianter (von der Norm abweichender) Gruppen

Mit Hetzparolen, rechtsradikalen Spruchbändern und ausländerfeindlichen Gesängen eröffneten Skinheads aus Braunschweig am 04.08.1985 die Saison der 2. Fußball-Bundesliga in Osnabrück. Braunschweig und Osnabrück trennten sich 3:3 unentschieden.Mit Hetzparolen, rechtsradikalen Spruchbändern und ausländerfeindlichen Gesängen eröffneten Skinheads aus Braunschweig am 04.08.1985 die Saison der 2. Fußball-Bundesliga in Osnabrück. Braunschweig und Osnabrück trennten sich 3:3 unentschieden. (© picture-alliance/dpa)


Noch bis in die späten 1980er- beziehungsweise Anfänge der 1990er-Jahre[17] hinein waren die Fankurven der Fußballstadien Orte mit eigenen, zumeist proletarisch-männlich geprägten subkulturellen[18] Wert- und Normsystemen[19]. Dies wirkte sich in Kombination mit teils wenig einladenden Stadien auch auf die Attraktivität aus: Zuschauerschnitte zwischen 10.000 und 15.000 waren keine Seltenheit, manche Spiele der Bundesliga wurden nur von wenigen Tausend Zuschauern besucht[20]. Daneben war das Interesse der Medien im Vergleich zu heute geringer: Live-Schaltungen wurden überwiegend im Radio gesendet und durch Spieltagszusammenfassungen im Fernsehen ergänzt[21]. Fürtjes weist in diesem Kontext jedoch darauf hin, dass es – auf das gesamte Stadionpublikum bezogen – zu keiner Zeit eine proletarische Prägung der Fans gab, wenn die Sozialstruktur der Stadionbesucherinnen und -besucher mit der Struktur der Gesamtgesellschaft verglichen wird[22].

Doch gerade in den 1980er- und frühen 1990er-Jahren haftete den deutschen Fußballfans allerdings ein negatives, abweichendes Image an, was unter anderem an den damals dominanten Fankulturen lag. Nicht zuletzt trugen die Kuttenfans, die auch als Fußballproletarier galten und Gewalt gegenüber je nach Anlass nicht abgeneigt waren[23], sowie die erlebnisorientierten Hooligans[24] maßgeblich dazu bei, das Stadion als Ort für abweichende Verhaltensweisen zu etablieren. Die Sicherheitskontrollen in den Stadien bewegten sich zudem auf einem wesentlich niedrigeren Niveau als heute. Ausschreitungen zwischen Zuschauenden waren zu dieser Zeit keine Seltenheit und fanden bereits im Stadion beziehungsweise in dessen direktem Umfeld statt, was in der heutigen Zeit aufgrund der ausgeprägten Überwachung, bei der Kameras sogar einzelne Personen im Fanblock identifizieren können, kaum mehr möglich ist.

Insbesondere in den 1980er-Jahren gab es darüber hinaus erhebliche rechtsextremistische Organisationsversuche in der Hooliganszene, die jedoch nicht dauerhaft und nur vereinzelt von Erfolg gekrönt waren[25] Einige der Hooligangruppen aus dieser Zeit existieren auch heute noch und sind teilweise im Zusammenhang mit den HoGeSa-Demonstrationen aufgetreten.

Allerdings zeigten sich zahlreiche Fußballfans in dieser Zeit anfällig für Diskriminierungen und Feindseligkeiten. Rechte Symbolik, rassistische und andere menschenfeindliche Beleidigungen sowie ein martialisch-aggressives Männlichkeitsgebaren gehörten zum festen Bild des Fanblocks[26]. Demokratischen, liberalen Fangruppen gelang es damals kaum, Einfluss auf die Fankurven zu nehmen. Nicht übersehen werden darf außerdem der Zeitgeist: Offene Diskriminierungen waren auch gesellschaftlich nicht in dem Maße geächtet und tabuisiert, wie das heute vermehrt der Fall ist. Da sich auch die Sportverbände in diesen Jahren verhältnismäßig wenig um das Thema kümmerten, war es denn nicht weiter verwunderlich, dass sich menschenfeindliche Abwertungen in den Stadien etablieren konnten. Schließlich nahm die Öffentlichkeit nur begrenzt Kenntnis von den Geschehnissen in den Fußballstadien, da das Interesse am Fußball sowie an seinen Fans noch nicht die heutigen Dimensionen erreicht hatte. Denn die Berichterstattung in den Medien damaliger Zeiten kann im Vergleich zur Berichterstattung im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert als überschaubar und entschleunigt eingestuft werden.

Gegen Ende der 1980er-Jahre und zu Beginn der 1990er-Jahre rückte jedoch die Diskussion über den diskriminierenden und rechtsextremen Charakter des Fußballs u.a. sowohl durch den in Deutschland um sich greifenden Hooliganismus als auch durch die Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte in verschiedenen Städten der Bundesrepublik verbreitet auf die Tagesordnung der Sportart.

Der Wandel seit den 1990er-Jahren

1993: Fußballkinder der Eintracht aus Frankfurt unterstützen die Kampagne 'Mein Freund ist Ausländer'.1993: Fußballkinder der Eintracht aus Frankfurt unterstützen die Kampagne 'Mein Freund ist Ausländer'. (© imago/Claus Bergmann)


1992 reagierte der Deutsche Fußball-Bund e. V. (DFB) auf die rechtsextremen Pogrome in dieser Zeit und startete die Kampagne Friedlich miteinander – Mein Freund ist Ausländer.[27] Am dritten Spieltag der Saison 2012/13 liefen in Gedenken an die Anschlagsserie zu Beginn der 1990er-Jahre erstmals seit 1992 alle Mannschaften der Bundesliga mit einem gemeinsamen Trikotdruck auf. Sie stellten damit den Bezug zur Aktion "Friedlich miteinander – Mein Freund ist Ausländer" her. Dieses Mal lautete die Aufschrift: "Geh Deinen Weg".

In diesen Zeitraum fiel ebenfalls die Erarbeitung des Nationalen Konzepts Sport und Sicherheit (NKSS) durch verschiedene Ministerien (z. B. Inneres, Frauen und Jugend) und Institutionen (z. B. DFB, Deutscher Sportbund) sowie die damit in Verbindung stehende Einrichtung von sozialpädagogischen Fanprojekten, die unter anderem mit dem Abbau extremistischer Orientierungen beauftragt wurden[28]. Die Verabschiedung des NKSS geschah auch unter dem Eindruck der zuvor genannten rechtsextremistischen Mobilisierungsversuche in der Hooliganszene gepaart mit der Katastrophe im Brüsseler Heysel-Stadion 1985[29]. Politik und Sport wurden sich übergreifend ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für den Fußball bewusst. Schon in den 1980er-Jahren wurden erste sozialwissenschaftlich begleitete sozialpädagogisch-professionelle Fanprojekte (zum Beispiel in Bremen, Bielefeld[30]) gegründet, die wichtige Grundsteine für die Soziale Arbeit mit Fußballfans legten. Allerdings gelangen eine Institutionalisierung und breite Anerkennung von Fanprojekten erst mithilfe des NKSS.

Quellentext

Ziele der Arbeit von Fanprojekten

  • Eindämmung von Gewalt; Arbeit im Präventivbereich, z.B. Hinführung zu gewaltfreier Konfliktlösung im Rahmen von Selbstregulierungsmechanismen mit der Perspektive Gewaltverhinderung;
  • Abbau extremistischer Orientierungen (Vorurteile; Feindbilder, Ausländerfeindlichkeit) sowie delinquenter oder Delinquenz begünstigender Verhaltensweisen;
  • Steigerung von Selbstwertgefühl und Verhaltenssicherheit bei jugendlichen Fußballanhängern; Stabilisierung von Gleichaltrigengruppen;
  • Schaffung eines Klimas, in dem gesellschaftliche Institutionen zu mehr Engagement für Jugendliche bewegt werden können;
  • Rückbindung jugendlicher Fußballanhänger an ihre Vereine.
Quelle: Arbeitsgruppe Nationales Konzept Sport und Sicherheit

Neben diesen institutionellen Bemühungen waren es vor allem die Fans selbst, die das Thema Diskriminierung problematisierten. Durch die Gründung von Bündnissen, wie zum Beispiel: Bündnis aktiver Fußballfans (BAFF); Football Against Racism in Europe (FARE) sowie Fandachverbänden gelang es den Fans, sich als eine Stimme zu präsentieren und eigene Vorstellungen in die Debatte einzubringen. Die Beschäftigung mit Diskriminierungen stand ganz oben auf der Agenda. In einigen Stadien formierten sich beispielsweise "Fans gegen rechts" oder "Fans gegen Rassismus" und bezogen auf diesem Wege Stellung[31].

Am 22.10.05 wurde zum Spiel gegen Werder Bremen die bis dahin in einem Bundesligastadion einmalige Bande mit der Aussage: "96-Fans gegen Rassismus" eingeweiht.Am 22.10.05 wurde in Hannover zum Spiel gegen Werder Bremen die bis dahin in einem Bundesligastadion einmalige Bande mit der Aussage: "96-Fans gegen Rassismus" eingeweiht. (© imago/Eisenhuth)


Hinzu gesellten sich Verschiebungen in der Zusammensetzung des Stadionpublikums und damit einhergehend der Sozialstruktur, wodurch neue Norm- und Wertesysteme in die Stadien transportiert wurden[32]. Fürtjes erklärt dies unter Rückgriff auf Ulrich Beck mit Veränderungen in der gesamten gesellschaftlichen Sozialstruktur[33]. Die bis heute anhaltende gesellschaftliche Bildungsexpansion macht vor den Stadientoren nicht Halt, sondern schlägt sich auch in den Kurven und auf den Tribünen der Arenen nieder.

Quellentext

Verbürgerlichung des Fußballpublikums

Beck (1986) spricht in diesem Zusammenhang auch vom „Fahrstuhleffekt“. Aus struktursoziologischer Perspektive können vor allem die Prozesse der Tertiärisierung – ein Prozess, der die Veränderung der Produktionsstruktur von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft beschreibt und sowohl in England als auch in Deutschland bereits in den 1970er Jahren zu einer bürgerlich dominierten Berufsstruktur führte.

(Geißler, 2002; Lash & Urry, 1987) – die bis heute andauernde Bildungsexpansion und die kollektive Wohlstandssteigerung genannt werden. Als Wirkungsmechanismus zur Erklärung des sozialen Aufstiegs des Fußballpublikums fungiert daher die inter- und intragenerationelle soziale Aufstiegsmobilität in postmodernen Gesellschaften.

Das Mehr an statushöheren Fußballfans und das Weniger an unterklassigen Fußballfans erklärt sich folglich dadurch, dass zusätzlich zu den in mittleren und oberen Schichten sozialisierten Fußballfans viele derer, die heute im hochprofessionellen Dienstleistungssektor tätig sind und entsprechend über einen höheren Bildungsabschluss verfügen, noch in großen Teilen in Arbeiterhaushalten zum Fußball sozialisiert wurden und die Profiteure der voranschreitenden Bildungsexpansion waren. In der Verbürgerlichung des Fußballpublikums spiegelt sich sozusagen abbildhaft die Verbürgerlichung der Gesellschaft im Zuge des Wandels von der Industrie- zur postmodernen Gesellschaft wider.

Quelle: Oliver Fürtjes (2013, S. 35), Sport und Gesellschaft


In der Folge dieser Entwicklungen verloren sowohl die Hooligans als auch die Kutten ihre Vormachtstellung in den Fankurven. In dieses entstehende Vakuum stieß etwa Mitte/Ende der 1990er Jahre die Ultra-Bewegung und schickte sich an, die Kurven nachhaltig zu verändern[34].

Die Medien erkannten das Potenzial des Fußballs und leisteten mit einer Ausweitung ihrer Berichterstattungen in den 1990er-Jahren einen bemerkenswerten Beitrag zur Popularitätssteigerung sowie Verbreitung und Kommerzialisierung der Sportart[35]. Nicht von ungefähr sind Fußball-Großereignisse wie die Welt- oder Europameisterschaften auch Medien-Großereignisse und werden entsprechend durch Medien vermarktet. Veranstaltungen wie das Public Viewing oder sogenanntes „Rudel-Gucken“ sind nicht zuletzt durch den bewusst konstruierten Event-Charakter auch für solche Menschen eine Attraktion, die mit Fußball sonst vielleicht keine Berührungspunkte besitzen. Wenngleich etwa Fürtjes zurecht darauf hinweist, dass die Medien in den 1990er Jahren das Expansionspotenzial genutzt haben[36], tragen sie umgekehrt gleichwohl auch zur Attraktivitätssteigerung und Aufwertung des Sports bei.

Quellentext

Erlebnisorientierung in der Gesellschaft

Die Medienunternehmen haben die TV-Rechte nicht erworben, um den Fußballsport in allen Schichten gesellschaftsfähig zu machen, sondern weil sie davon ausgehen konnten, dass der Fußball bereits auf eine breite gesellschaftliche Akzeptanz stieß und insofern mit entsprechend hohen Einschaltquoten zu rechnen war. Vor allem die Pay-TV-Sender in England und Deutschland betraten zu Beginn der 1990er Jahre den Fußballmarkt im Wissen um ein bereits vorhandenes
zahlungskräftiges Klientel.

Allein diese skizzenhaften Anmerkungen machen deutlich, dass von einem umgekehrten Kausalitätszusammenhang ausgegangen werden muss. Da der Fußball schon immer auch in den wohlhabenden Schichten auf großes Interesse stieß, konnte sich die Vermarktungsdynamik und Mediatisierung des Fußballs überhaupt erst vollziehen.

Quelle: Oliver Fürtjes (2013, S. 48), Sport und Gesellschaft


Fußball wird gesellschaftsfähigFussballpublikum in den 1990er Jahren (© imago/Norbert Schmidt)


Parallel dazu bekam der deutsche Fußball durch große internationale Erfolge der Vereinsmannschaften und der Nationalelf sowie den Erhalt der Fußballweltmeisterschaft 2006 einen sportlichen Schub. Die Zuschauerzahlen stiegen an und explodierten zu Beginn des 21. Jahrhunderts regelrecht[37].

Die Öffentlichkeit begann sich vermehrt für Fußball zu interessieren bzw. begann, ihrem schon vorhandenen Interesse Ausdruck zu verleihen, indem sie die Spiele im Stadion verfolgten. Vielerorts wurden trist anmutende Betonschüsseln durch moderne, multifunktionale und vermarktungsgerechte Arenen ersetzt, aus denen ein nicht unerheblicher Teil der Stehplätze verschwand (z.B. indem die damals beliebten und günstigen „Stehplätze Gegengerade“ in lukrative Sitzplätze auf der Gegentribüne umgewandelt wurden) und die stattdessen Familienblöcke sowie umfangreiche Serviceangebote bereithielten.

Das Fußballstadion war damit nicht länger Ort jugendkultureller Begegnungen und abweichender Verhaltensweisen, sondern sprach fortan vielfältige Bevölkerungsschichten und gesellschaftliche Gruppen an. Der Fußball war nicht nur in der Mitte der Gesellschaft angekommen, der Stadionbesuch war zu einer attraktiven Freizeitgestaltung avanciert. Gleichfalls änderte sich das "Gesicht" vieler Mannschaften: Spieler mit Migrationshintergrund sind seit Jahren keine Seltenheit mehr, was auch die Zusammensetzung der deutschen Frauen-Nationalmannschaft und der deutschen Nationalmannschaft dokumentiert.

Vor diesem Hintergrund setzte sich bei Vereinen und Verbänden die Erkenntnis durch, dass Diskriminierungen und ein feindseliges Klima dieser Bedeutungsexpansion eher im Wege standen. Die ursprünglich von den Fans vorangetriebene Anti-Diskriminierungsarbeit wurde ein zentrales Ziel der verbandlichen Arbeit. Fanclubs, die sich z. B. für Belange homosexueller Fans stark machen, gibt es heute in vielen Städten, wenngleich sie nicht überall gleichermaßen anerkannt bzw. erfolgreich sind. Ebenso gibt es eine Professionalisierung in der Betreuung behinderter Fans, die mittlerweile in den Vereinen des Profifußballs eine ernstzunehmende Aufgabe darstellt (z. B. kümmern sich eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder Ehrenamtliche als Behindertenbeauftragte der Vereine um die Belange gehandicapter Fans).

Fußnoten

17.
Ein exakter Zeitpunkt lässt sich kaum bestimmen.
18.
Subkultur bezeichnet die sozialen, kulturellen etc. Eigenarten bestimmter gesellschaftlicher (Sub- oder Teil-)Gruppen, wie sie je nach Geschlechts-, Alters-, Berufs-, ethnischer, religiöser oder sozialer Zugehörigkeit gesucht werden. Die Ausbildung von neuen (und ggf. die Auflösung alter) Subkulturen ist charakteristisch für moderne pluralistische Gesellschaften.
19.
Vgl. Becker/Pilz 1988, S. 33 ff.; Farin 2006, S. 136; Heitmeyer/Peter 1988
20.
Die Internetseite www.weltfussball.de bietet einen Überblick über den Zuschauerzuspruch bei Einzelspielen sowie über die durchschnittlichen Zuschauerzahlen der einzelnen Spielzeiten der Fußballbundesliga.
21.
Im Jahr 1991 nahm der Bezahlsender Premiere die wöchentliche Live-Berichterstattung eines Spiels der Fußballbundesliga auf.
22.
vgl. Fürtjes, Gentrifizierung des Stadionpublikums seit den 1990er Jahren? Fußball und der Mythos vom Proletariersport (2013)
23.
Vgl. Pilz 2005, S. 6; Gabriel 2008, S. 38
24.
Vgl. Pilz 2005, S. 6 f.; Heitmeyer/Peter 1988, S. 30 ff.
25.
Vgl. Heitmeyer/Peter 1988, S. 86; Heitmeyer u. a. 2010, S. 160; Gabriel 2008, S. 41
26.
Vgl. Gabriel 2008, S. 40 ff.
27.
Vgl. Zwanziger 2006
28.
Vgl. Deutsche Sportjugend 1992
29.
Im Rahmen des Endspiels um den Europapokal der Landesmeister 1985 im Brüsseler Heysel-Stadion (heute: König Baudouin-Stadion) zwischen Liverpool und Juventus stürmten englische Anhänger einen überwiegend mit Juventus-Fans besetzten Block. Dabei kamen 39 Menschen ums Leben, mehr als 400 wurden verletzt.
30.
Siehe zu den Anfängen und Grundlagen der Fanprojekte in Bremen sowie Bielefeld u.a. Göbbel 1986; Hafke 2006; Lütkemeier/Peter 1987 sowie Heitmeyer/Peter 1988
31.
Siehe exemplarisch für Fanzusammenschlüsse und deren Arbeit den Artikel von Dembowski, Gerd (2008): Zur Rolle von Fußballfans im Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung. In: Glaser, Michaela/Elverich, Gabi (Hrsg.): Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus im Fußball. Halle, S. 53 - 62
32.
Vgl. Gabriel 2008, S. 39 f.
33.
vgl. Fürtjes 2013, S. 35
34.
vgl. zu den Ultras Pilz u. a. 2006, Gabler 2011; außerdem: s. u.
35.
Vgl. zum Beispiel Bausenwein 2006, S. 492 ff.; Mikos 2003, S. 47 und 2009, S. 143
36.
vgl. Fürtjes 2013, S. 48
37.
www.weltfussball.de bietet einen Überblick über den Zuschauerzuspruch bei Einzelspielen sowei über die durchschnittlichen Zuschauerzahlen der einzelnen Spielzeiten der Fussball-Bundesliga.
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Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 3.0 DE - Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland" veröffentlicht. Autor/-in: Martin Winands für bpb.de

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