2Geschichte & Lokaljournalismus

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Berlin.- Polizisten vor einem 
Schaufenster der NS-Zeitung"Der Angriff" Ca. 1932

Pressekontrolle und -propaganda

Eigene NS-Blätter, wie hier der "Angriff“, waren erst der Anfang einer nationalsozialistischen Presse. Nach der Machtübernahme 1933 ebnete die NS-Regierung den Weg für eine umfassende Informationskontrolle. Ein Ziel war die Lenkung der deutschen Tageszeitungen: Die Reichskulturkammer und der Reichsverband der Deutschen Zeitungsverleger waren der NS-Regierung untergeordnet, Berufsverbote wurden verhängt. Durch den frühen systematischen Aufkauf von Verlagen durch die Gau-Presse wurde eine eigene Provinzpresse aufgebaut. Viele Zeitungen waren zuvor bereits wirtschaftlich ausgehungert und in Abhängigkeiten gebracht worden. Die zuvor mannigfaltige Presse war in der Gleichschaltung einer ökonomischen, personellen, inhaltlichen und institutionellen Steuerung unterworfen. Am Ende des dritten Reichs betrug der Anteil der NSDAP- Zeitungen an der Gesamtauflage aller Zeitungen über 80 Prozent.

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(© Bundesarchiv BILD 102-13319 Foto: Pahl, Georg / 1932 ca.)