Meine Merkliste Geteilte Merkliste

Krieg gegen die Ukraine

Politik aktuell Krieg gegen die Ukraine

Krieg gegen die Ukraine

Wolfram Hilpert Dorothee Meyer

/ 8 Minuten zu lesen

Die Armee Russlands führt Krieg gegen die Ukraine. Der russische Präsident Putin hat den Angriff befohlen. Menschen sterben, Städte werden zerstört. Wir erklären Hintergründe.

Zerstörtes Haus in Kharkiv, Ukraine, nach einem russischen Bombenangriff am 14. März 2022 (picture-alliance, Wolfgang Schwan) Lizenz: cc by-nc-sa/3.0/de

Präsident Putin befiehlt Angriffskrieg

Viele Jahre gab es Frieden zwischen den Ländern in Europa. Jetzt hat ein europäisches Land ein anderes angegriffen und so einen Krieg begonnen.

Am 24. Februar 2022 haben russische Soldaten und Panzer die Grenzen der Interner Link: Ukraine überquert. Die russische Armee hat ukrainische Städte, Flughäfen und Kasernen mit Raketen beschossen.

Wladimir Putin hat befohlen, diesen Krieg zu beginnen. Wladimir Putin ist der Präsident des Landes Interner Link: Russland. Der Krieg ist ein Angriffskrieg. Angriffskriege sind verboten. Angriffskriege sind gegen das Interner Link: Völkerrecht.

Verbot von Angriffskriegen

Länder schließen miteinander Verträge. So entstehen Regeln, was für die Länder dieser Erde erlaubt und was verboten ist. Diese Regeln sind das Interner Link: Völkerrecht.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, wurde ein Vertrag bei den Interner Link: Vereinten Nationen geschlossen. Dem Vertrag haben die Länder der Erde zugestimmt. Der Vertrag heißt UN-Charta. Er ist der Gründungsvertrag der Vereinten Nationen.
In dem Vertrag steht, dass kein Land gegen ein anderes Land Krieg führen darf.
Für dieses Verbot gibt es aber zwei Ausnahmen:

  1. Wenn ein Land sich selbst verteidigen muss, weil es angegriffen wird.

  2. Wenn ein Land Krieg führt und gestoppt werden soll.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am 24. Februar den Befehl gegeben, die Ukraine anzugreifen. Dabei lag kein Grund vor, der in der UN-Charta steht. So ein Angriffskrieg ist verboten.

Bei den Vereinten Nationen gibt es eine Versammlung, die Sicherheitsrat heißt. Nur der Sicherheitsrat darf Länder bestrafen, die sich nicht an die Regeln der Vereinten Nationen halten. Der Sicherheitsrat wollte auch Interner Link: Russland für den Angriff auf die Interner Link: Ukraine bestrafen.

Es gibt aber fünf Länder die das verhindern können. Sie können die Strafe verbieten. Das nennt man „Veto“. Veto kommt aus der lateinischen Sprache und bedeutet: „Ich verbiete“. Eines dieser Länder mit einem Veto-Recht ist Russland. Russland war dagegen, dass es verurteilt wird.

Es gibt aber bei den Vereinten Nationen noch andere Versammlungen, zum Beispiel die UN-Generalversammlung. Das ist eine Versammlung aller Länder der Vereinten Nationen.
Die UN Generalversammlung hat mit großer Mehrheit den Angriff Russlands verurteilt. Diese Versammlung fordert, dass Russland sofort den Krieg beenden soll. Daran hält sich Russland aber bisher nicht.

Zerstörung, Leid und Zusammenhalt in der Ukraine

Heute, dem 18. März 2022, ist noch Krieg in der Ukraine.

Dieser Krieg bringt sehr viel Leid und Zerstörung. Die ukrainische Armee wehrt sich gegen die russische Armee. Die russische Armee ist sehr viel größer als die ukrainische Armee.
Aus vielen Berichten hören wir, dass die Menschen der Ukraine zusammenhalten. Sie helfen sich gegenseitig um im Krieg zu überleben. Viele Menschen helfen auch bei der Verteidigung der Ukraine.

In der Ukraine werden immer mehr Wohnhäuser, Schulen, andere Gebäude und Straßen zerstört.
Die russische Armee stellt rund um viele Städte Kanonen und Raketen auf und beschießt die Städte. Die Menschen müssen in Kellern oder der U-Bahn Schutz suchen.
Es wird immer schwerer für die Menschen zum Beispiel Nahrung und Benzin zu bekommen.

Soldaten und Soldatinnen aus der Ukraine und aus Russland sterben. Auch viele andere Menschen sterben, die nicht in der Armee sind. Es sterben auch Kinder und alte Menschen.
Niemand weiß die genaue Zahl der Toten und Verletzen.

In ganz Europa gibt es Interner Link: Demonstrationen der Interner Link: Bürger und Bürgerinnen gegen den Krieg in der Ukraine.

Menschen fliehen vor dem Krieg

Auch für die Menschen, die nicht bei der Armee sind, ist der Krieg eine große Gefahr. Viele verlassen deshalb ihre Heimat:

  • Menschen sind aus ihren Städten geflohen, weil sie mit Kanonen und Raketen beschossen wurden. Sie sind in Gebiete der Ukraine geflüchtet, in denen nicht gekämpft wird. Ein Teil der Menschen ist dann in andere Länder weitergereist, in denen es kein Krieg gibt.

  • Viele Menschen sind vor dem Krieg nach Polen, Ungarn, Rumänien und in die Slowakei geflüchtet. Diese Länder sind Nachbarländer der Ukraine und Interner Link: Mitglieder der Interner Link: Europäischen Union/EU. Vor allem Frauen und Kinder haben die Ukraine verlassen.

  • Manche Menschen sind aus den Nachbarländer in andere Länder der Europäischen Union, weitergereist. Auch nach Deutschland sind Menschen geflüchtet.

Bis jetzt haben über drei Millionen Ukrainer und Ukrainerinnen ihr Land verlassen. Es werden immer mehr.

Menschen fliehen aus ihrer Stadt Irpin, weil sie mit Kanonen und Raketen beschossen wird. Irpin ist in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew. (© picture alliance/abaca | Yaghobzadeh Alfred/ABACA)

Die Interner Link: Staaten der EU wollen Interner Link: Geflüchtete aus der Ukraine aufnehmen und sie versorgen. Viele Menschen in der Ukraine und anderen europäischen Länder helfen Geflüchteten mit Trinken, Essen, Kleidung und Unterkunft.

Europa und der Krieg gegen die Ukraine

Die Politiker und Politikerinnen der Europäischen Union und der Interner Link: NATO haben Sanktionen gegen Russland beschlossen. Sanktionen sind eine Art Strafe. Damit wollen die Länder dem russischen Präsidenten Putin zeigen, dass er den Krieg sofort stoppen soll.

Durch die Sanktionen soll Russland viel Geld verlieren und die Wirtschaft in Russland schwächer werden. Das soll Russland zwingen Frieden zu schließen.
Aber die Sanktionen haben auch Auswirkungen auf die Länder der EU. Zum Beispiel werden Gas und Öl auch in Deutschland teurer.

Hier sind einige Beispiele für Sanktionen, die beschlossen wurden:

  • Wichtige Personen, die mit Präsident Putin zusammenarbeiten, dürfen nicht mehr in die EU reisen.

  • Die EU und auch andere Staaten verbieten Geschäfte mit wichtigen russischen Banken.

  • Bestimmte Computerteile und Ersatzteile für Flugzeuge und Schiffe dürfen nicht mehr nach Russland verkauft werden.

  • Die EU Staaten verhindern, dass der russische Staat Euro oder US-Dollar nutzen kann.

  • Die Gasleitung Nord Stream 2 wird nicht in Betrieb genommen. Nord Stream 2 ist eine Gasleitung von Russland nach Deutschland. Damit wollte Russland sehr viel Gas nach Deutschland verkaufen.

Durch die Sanktionen der EU und von den Interner Link: NATO-Staaten ist das russische Geld schon sehr viel weniger wert.
So werden Dinge aus dem Ausland in Russland viel teurer. Auch die Dinge werden teurer, die man für Waffen und Kriegsgerät braucht.

Europa liefert Nahrungsmittel und andere Waren in die Ukraine. Das hilft den Menschen zu überleben.
Europa liefert auch Waffen. Zum Beispiel Waffen, mit denen Panzer zerstört werden können.
Auch Deutschland liefert der Ukraine Waffen. Früher hat Deutschland dies immer abgelehnt.

Der ukrainische Präsident Selenski und viele Menschen in der Interner Link: Ukraine sagen:
Wir verteidigen nicht nur unser Land vor einem Angriff der russischen Armee. Wir verteidigen auch Europa und die Demokratie. Wenn die Ukraine erobert wird, dann greift Interner Link: Russland vielleicht auch ein anderes europäisches Land an.
Die Hilfe von Europa und der NATO für die Ukraine ist zwar gut, aber wir wollen und brauchen mehr. Wir wollen zum Beispiel, dass ihr uns vor russischen Flugzeugen und Hubschraubern schützt, die über die Ukraine fliegen und Bomben abwerfen.

Der deutsche Interner Link: Bundesregierung und die Interner Link: NATO sagen:
Das können wir leider nicht. Wenn wir das machen, dann müssen Militärflugzeuge aus einem Land der NATO russische Flugzeuge oder Hubschrauber abschießen.
Dann sagt Russland, dass ein Land der NATO gegen Russland Krieg führt. Und dann gibt es sehr wahrscheinlich einen Krieg zwischen Russland und der NATO.
Die USA und Russland haben sehr viele Atomwaffen. Deswegen kann es dann leicht zu einem Atomkrieg kommen, der Europa oder vielleicht die ganze Erde zerstört.

Wie kam es zu dem Krieg?

Warum hat der russische Präsident Putin die Ukraine angegriffen?

Im Jahr 2014 schickte der russische Präsident Putin Soldaten auf die Krim. Die Krim ist eine Halbinsel im Schwarzen Meer. In den Jahren vor 2014 gehörte die Krim zur Ukraine.
Die russische Regierung sagte 2014, dass die Krim ab jetzt zu Russland gehöre. Sie sagte, die Bewohner der Krim hätten darüber abgestimmt, dass die Krim zu Russland gehören soll.

Die meisten Staaten der Welt erkennen die Volksabstimmung nicht an. Sie sagen, es ist ein Verstoß gegen das Völkerrecht, wenn die Krim nicht mehr zur Ukraine gehört.

Im selben Jahr kam es an der Grenze zwischen Interner Link: Ukraine und Interner Link: Russland zu Kämpfen mit vielen Toten.
Bewaffnete Kämpfer erklärten, dass Luhansk und Donezk jetzt eigene Staaten sind. Luhansk und Donezk sind ukrainische Gebiete an der Grenze zu Russland. Wo die Gebiete genau liegen können Sie auf der Externer Link: Karte der Ukraine sehen.
Russland unterstützt die bewaffneten Kämpfer. Die ukrainische Armee kämpfte gegen die Abspaltung dieser Gebiete von der Ukraine. Ab 2015 wurden die Kämpfe weniger. Aber es gab immer noch Kämpfe und Tote.

Seit Frühjahr 2021 schickte Wladimir Putin immer mehr Soldaten an die Grenze der Ukraine.
Viele dachten, dass er damit nur droht.
Doch am 24. Februar hat er dann die Ukraine angegriffen.

Niemand weiß genau, warum Wladimir Putin entschieden hat, die Ukraine anzugreifen.

Fachleute, die sich gut in Russland auskennen, nennen zum Beispiel diese Gründe:

  • Die Ukraine wurde immer mehr ein Interner Link: demokratisches Land. Die Menschen hatten dort viele Freiheiten. In Russland aber haben die Menschen immer weniger Freiheiten. Viele Fachleute sind der Meinung, Putin hat die Freiheiten in der Ukraine als Bedrohung verstanden. Er wollte nicht, dass die Bürger und Bürgerinnen in Russland dieselben Freiheiten fordern, die es in der Ukraine gibt.

  • Moskau war die Hauptstadt des russischen Kaiserreichs und dann der Interner Link: Sowjetunion. Die Sowjetunion und die USA waren nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1991 die zwei großen Weltmächte. Das heißt, sie waren die mächtigsten Staaten der Welt. Jetzt ist Moskau nur noch die Hauptstadt von Russland. Russland ist der größte Staat, der einmal zur Sowjetunion gehört hat.
    Länder, die früher zur Interner Link: Sowjetunion gehört haben, sind jetzt in der NATO und mit den USA verbündet. Zum Beispiel die Länder Litauen, Lettland und Estland. Polen war früher auch mit der Sowjetunion verbündet. Jetzt gehört auch Polen zur EU und zur NATO.
    Präsident Putin fordert, dass diese Länder nicht selbst bestimmen sollten, mit wem sie sich verbünden. Präsident Putin sagt, er fühlt sich von der USA und der NATO bedroht.
    Einige Fachleute schreiben:
    Präsident Putin will, dass die USA Russland als mächtigen Staat anerkennen. Russland soll anerkannt werden wie früher die Sowjetunion.

  • Vor allem im Osten und Süden der Ukraine leben viele Menschen die russisch sprechen. Ein Grund des Krieges könnte sein: Russland möchte, dass die Gebiete, in denen die meisten oder sehr viele Menschen russisch sprechen, zum russischen Staat gehören.

Wichtig ist zu wissen:
Russland hat bestimmten Verträgen zugestimmt. In diesen Verträgen steht, dass kein Land ein anderes Land angreifen und erobern darf. Auch das Erobern von Gebieten anderer Staaten ist durch diese Verträge verboten.

Wichtig ist auch:
Nicht alle Menschen aus Russland unterstützen den Krieg in der Ukraine. Manche dieser Menschen zeigen ihre Meinung im Internet oder demonstrieren. Das ist sehr mutig. In Russland kann man verhaftet werden, wenn man gegen den russischen Staat demonstriert.
Man wird auch bestraft, wenn man in der Zeitung oder im Internet schreibt, dass Russland in der Ukraine einen Krieg führt. Die russische Regierung sagt statt Krieg: „Militäroperation“.

Krieg und Nachrichten

In einem Krieg ändert sich jeden Tag sehr viel. Darüber können Sie sich im Fernsehen, im Radio und in Zeitungen informieren. Für gute Informationen ist es wichtig, verschiedene Nachrichten zu sehen, zu hören oder zu lesen. Nicht alle Nachrichten berichten das gleiche.
Es gibt auch Nachrichten in einfacher oder leichter Sprache:

Nachrichten sind im Krieg schwer zu überprüfen

Wenn in einem Land Krieg ist, dann ist es für Journalisten und Journalistinnen schwer zu kontrollieren, ob die Nachrichten stimmen. Ein wichtiger Grund dafür ist: Wenn geschossen wird, dann ist es viel zu gefährlich nachzuschauen, ob eine Nachricht wirklich stimmt. Deswegen kann es leicht passieren, dass auch falsche Nachrichten verbreitet werden. Viele Journalisten sagen deshalb auch, dass ihre Nachrichten vielleicht nicht stimmen, sie aber trotzdem berichten wollen.

Nachrichten über den Krieg können Angst machen

Nachrichten über den Krieg sind für viele Menschen sehr belastend. Sie fühlen sich dann traurig und haben vielleicht keine Kraft mehr für Ihren Alltag. Manche Menschen haben auch Angst vor einem Krieg. Wenn das bei Ihnen auch so ist, kann Ihnen vielleicht folgendes helfen:

  • Informieren Sie sich nur, wenn Sie sich gut fühlen.

  • Schauen Sie vielleicht Nachrichten im Fernsehen nur zu einer bestimmten Zeit.

  • Vielleicht fühlen Sie sich besser, wenn Sie nicht den ganzen Tag immer wieder Nachrichten aus den sozialen Netzwerken lesen, zum Beispiel in Facebook oder TikTok.

Sie dürfen sich gegen ihre Angst entscheiden:

  • In Deutschland ist kein Krieg.

  • Der Krieg ist zwischen der Ukraine und Russland.

Vielleicht hilft es Ihnen,

  • mit anderen Menschen über ihre Ängste zu sprechen,

  • sich auf einer Demonstration für den Frieden einzusetzen

  • oder Geld für die Menschen in der Ukraine zu spenden.

Ukraine

Die Ukraine ist das zweitgrößte Land in Europa. Es ist fast doppelt so groß wie Deutschland.
Vor dem Krieg lebten dort 42 Millionen Menschen. Das sind ungefähr halb so viele Menschen wie in Deutschland.
Polen, die Slowakei, Ungarn und Rumänien grenzen an die Ukraine. Diese Länder sind Interner Link: Mitglieder der Interner Link: Europäischen Union und derInterner Link: NATO. Die EU ist also ein westlicher Nachbar der Ukraine.
Im Osten grenzt die Ukraine an das Land Russland und im Norden an das Land Belarus.
Das Land wird im Süden vom Schwarzen Meer und dem Asowschen Meer begrenzt. Wo die Ukraine liegt, können Sie auch auf einer Externer Link: Karte der Ukraine ansehen.

Die meisten Ukrainer und Ukrainerinnen sprechen zwei Sprachen: Ukrainisch und Russisch.
Besonders im Süden und Osten des Landes wird häufig Russisch gesprochen.
Die offizielle Landessprache ist aber Ukrainisch. Sie ist ein Pflichtfach in allen Schulen und oft auch die Sprache im Unterricht.

Wie bei fast allen Ländern in Europa änderten sich in der Geschichte die Grenzen und die Namen der Staaten.
Auf dem Gebiet der heutigen Ukraine änderten sie sich besonders häufig.

Seit 1922 war die Ukraine ein Teil der Sowjetunion. Als die Sowjetunion sich 1991 auflöste, wurde auch die Ukraine ein selbstständiger Staat. Der größte und mächtigste Staat, der früher Teil der Sowjetunion war, ist Russland.

Die Hauptstadt der Ukraine ist Kiew.

Seit 1991 wählen die Interner Link: Bürger und Bürgerinnen in der Ukraine den Präsidenten und die Interner Link: Abgeordneten des Interner Link: Parlaments. Trotzdem gab es viele Probleme mit der Interner Link: Demokratie. Viele sagten: Die wirkliche Macht liegt bei den sehr reichen Menschen.

2013/14 gab es große Proteste gegen die Regierung. Diese Regierung arbeitete eng mit der russischen Regierung zusammen. Die Proteste waren erfolgreich und der Präsident musste gehen.

Viele Menschen in der Ukraine wollten immer enger mit der Interner Link: Europäischen Union/EU zusammenarbeiten und auch zur EU und der Interner Link: NATO gehören. Das will jetzt auch die Regierung der Ukraine.

In Russland gab es Schritt für Schritt immer weniger Demokratie. Die Ukraine versuchte aber, die Demokratie zu stärken und sich der EU immer mehr anzunähern. Im Mai 2019 wurde der Schauspieler Wolodymyr Selenski der 6. Präsident der Ukraine. Er versucht auch, die Demokratie zu stärken.

Russland

Russland ist das größte Land der Erde und erstreckt sich über zwei Kontinente: Europa und Asien.
Es gibt einen kleinen europäischen und einen sehr großen asiatischen Teil Russlands. Der Teil von Russland, der in Europa liegt, ist ein kleiner Teil Russlands. Er ist aber immer noch größer als irgendein anderes Land in Europa.
Russland ist so groß, dass es dort elf unterschiedliche Zeitzonen gibt. Das bedeutet, es gibt in Russland elf unterschiedliche Uhrzeiten.
Russland grenzt an vier Meere: das Nordpolarmeer im Norden, den Pazifischen Ozean im Osten und das Schwarze Meer und das Kaspische Meer im Südwesten.
14 Länder grenzen an Russland.

Russland hat eine lange Geschichte.

Sehr lange Zeit war Russland ein Kaiserreich. Der Kaiser wurde in Russland „Zar“ genannt. Deshalb spricht man von dem Zarenreich. Das Zarenreich wurde das größte Land der Erde und beherrschte viele Länder und Völker.

1917 musste der Zar abtreten. Von 1922 bis 1991 bildete Russland zusammen mit vielen kleineren Staaten die Sowjetunion.
Viele dieser Staaten sind heute selbstständig, wie zum Beispiel die Ukraine, Kasachstan oder Georgien. Auch Russland ist seit 1991 ein selbständiger Staat. Der Name des Staates Russland ist „Russische Föderation“.
Die Hauptstadt des Staates ist Moskau. Moskau war früher auch die Hauptstadt der Sowjetunion.

Der Präsident ist das Staatsoberhaupt des Landes und hat viel Macht. Die Bürger und Bürgerinnen wählen den Präsidenten und die Abgeordneten im Parlament.

Aber die Wahlen sind immer weniger demokratisch.
Russland ist keine Demokratie mehr:

  • Menschen, die gegen den Präsidenten sind, wird verboten, bei einer Wahl Kandidat oder Kandidatin zu sein. Sie können sich bei einer Wahl nicht wählen lassen.

  • Es gibt kaum noch das Recht, seine Meinung frei zu sagen.

  • Parteien und Verbände, die gegen den Präsidenten sind, werden verboten.

  • Es wurden auch viele Menschen ermordet, die gegen die russische Regierung waren.


Russland hat mit den USA die meisten Atomwaffen auf der Welt. Atomwaffen können ganze Gebieten zerstören und unbewohnbar machen. Ein Atomkrieg kann die Welt vernichten. Deshalb hat Russland in der Politik auf der Welt auch eine besondere Bedeutung.

Weitere Inhalte