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Türkischer Ultranationalismus in Sportvereinen Erfahrungen aus Forschung und Praxis

/ 17 Minuten zu lesen

Laut einer Studie der Deutschen Sportjugend mobilisiert der türkische Ultranationalismus in Sportvereinen neue Anhängerinnen und Anhänger. Für seine Propaganda besinnt er sich auf Werte wie Opferbereitschaft, Ehre, Disziplin und Stärke. Gleichzeitig herrscht eine große Wissenslücke über türkischen Rechtsextremismus im Sport. Das Projekt "kontakt." – ebenfalls von der Deutschen Sportjugend – sensibilisiert und klärt seit 2024 Vereine auf und betont die Wichtigkeit von korrigierenden Gegenstimmen.

Türkischer Ultranationalismus ist zunehmend auch ein Problem in Sportvereinen. Das Projekt „kontakt.“ der Deutschen Sportjugend leistet hier wichtige Aufklärungsarbeit. (© Ridofranz/Getty Images)

Als der türkische Fußballnationalspieler Merih Demiral beim Achtelfinalspiel der EM 2024 gegen Österreich nach seinem Tor den sogenannten Wolfsgruß zeigte, sorgte dies für breite Irritation. Bereits einige Jahre zuvor hatte der ehemalige deutsche Nationalspieler Mesut Özil auf sozialen Netzwerken ein Tattoo mit dem Motiv des heulenden Wolfs sowie einer Flagge mit drei Halbmonden präsentiert. Sowohl bei der Handgeste als auch dem Tattoo handelt es sich um Symboliken, die dem rechtsextremen Spektrum der sogenannten „Grauen Wölfe“ zugerechnet werden. Dies verdeutlicht: Der Sport ist kein konfliktfreier Raum. Er fungiert vielmehr als Bühne und Resonanzraum gesellschaftlicher Konflikte – auch für ultranationalistische und rechtsextreme Ideologien mit Türkeibezug.

Zugleich sind Sportvereine Orte mit Interner Link: enormem demokratischem Potenzial. Hier lernen Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Regeln einzuhalten, mit Niederlagen umzugehen, Verantwortung zu übernehmen und Vielfalt auszuleben. Auch für junge Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrungen sind Sportvereine häufig zentrale soziale Lernorte. Sie bieten Zugehörigkeit, Anerkennung und die Möglichkeit, Teil einer Gemeinschaft zu sein, unabhängig von Herkunft, Sprache oder sozialem Status.

Jedoch: Wo Emotionen, Gruppenzugehörigkeit und Identität eine große Rolle spielen, entstehen Anschlussstellen für nationalistische, autoritäre oder abwertende Einstellungen. Rechtsextreme Akteur:innen – gleich ob aus der Aufnahmegesellschaft oder aus migrantisierten Communities – sprechen den Sport gezielt an – weil er Menschen unabhängig von sozialer Schicht oder Bildungsmilieu erreicht. Der Weg in den Verein, in die Kabine oder auf die Tribüne erfolgt dabei selten offen ideologisch. Häufig geschieht Einflussnahme indirekt über Symbole, Musik, Parolen oder über die emotionale Aufladung sportlicher Erfolge und Niederlagen. Im Kontext des türkischen Ultranationalismus zeigt sich diese Dynamik besonders deutlich. So entsteht für Vereine Unsicherheit: Was ist noch kultureller Ausdruck, was bereits politische Ideologisierung? Wann muss gehandelt werden und wie?

Dieser Beitrag setzt an dieser Stelle an. Er will sensibilisieren und Handlungssicherheit schaffen für all jene, die im organisierten Sport Verantwortung tragen – in Vereinen, Verbänden, Bildung und Prävention.

Kurze Einführung: Der türkische Ultranationalismus in Deutschland

Interner Link: Der türkische Ultranationalismus, die größte Strömung im türkischen Rechtsextremismus, propagiert die türkische Nation als ethnisch, kulturell und historisch homogene Gemeinschaft und stellt sie anderen Gruppen als überlegen gegenüber. Zentrale Bezugspunkte sind eine mythisch überhöhte Geschichte mit dem Ziel eines großtürkischen Reichs unter dem Label „Turan“, das Ideal einer starken Nation, das sich auf die Negierung von ethnisch-religiösen Minoritäten stützt, die Vorstellung permanenter innerer und äußerer Bedrohungen sowie die Eliminierung politischer Gegner:innen. Der türkische Ultranationalismus verbindet rechstextreme, autoritäre, rassistische und islamistische Bezüge mit spezifischen Feindbildern, etwa gegenüber Kurd:innen, Alevit:innen, Armenier:innen, Êzîd:innen oder Aramäer:innen. Dabei werden die Interner Link: Diskurse des türkischen Rechtsextremismus ebenso durch antisemitische Narrative begleitet (Bozay 2021; Arslan 2009).

Dieser Ultranationalismus zeigt sich insbesondere in der rechtsextremen Bewegung innerhalb und außerhalb der Türkei, die unter der Bezeichnung der sogenannten „Grauen Wölfe“ auch hierzulande immer mehr an politischem Einfluss gewinnt (Bozay 2024). Organisatorisch spielen dabei unter anderem das Umfeld der Ülkü Ocakları („Idealistenheime“) sowie im europäischen Raum insbesondere ultranationalistische türkische Dachverbände (ADÜTDF/Türk Federasyon (Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland), ATIB (Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa) und ATB (Verband der türkischen Kulturvereine in Europa) eine zentrale Rolle.

Diese Dachverbände verfügen in Deutschland über circa 240 lokale Vereine mit etwa 12.900 Mitgliedern (BfV 2025, S.274, S.293ff).

Ultranationalistische Sprache, Symbole und Gesten im Sport

Im organisierten Sport, insbesondere im Fußball und Kampfsport, äußern sich ultranationalistische Einstellungen häufig über Symbole und Gesten, abwertende Sprache und Codes sowie Befürwortung von Gewalt. So zeigen Zuschauer:innen bei Amateur-Fußballspielen wiederholt den Wolfsgruß, gleichzeitig werden Fahnen mit entsprechenden Symbolen geschwenkt oder Abbildungen historisch-politischer Persönlichkeiten, die in ultranationalistischen Kreisen heroisiert werden. In Kampfsportvereinen tauchen auf Social-Media-Profilen einzelner Mitglieder Bilder mit bestimmten historischen Persönlichkeiten und Symbolen der Grauen Wölfe auf, die in diesen Kreisen verehrt werden. Ergänzt werden diese durch abwertende Kommentare gegenüber anderen Gruppen, die die radikale ideologische Haltung zusätzlich verdeutlichen. Auch Musik spielt eine Rolle: Kampflieder, traditionell-nationalistische Songs oder Rap mit nationalistischer Botschaft werden bei Fahrten zu Spielen, in Umkleiden, auf Sportplätzen oder auf privaten Social-Media-Kanälen geteilt (Bozay/Mangitay 2024, S. 88). Diese Ausdrucksformen sind oft mehrdeutig. Für manche Beteiligte haben sie einen provokativen oder identitätsstiftenden Charakter, ohne dass ihnen die politische Bedeutung vollständig bewusst ist. Für andere sind sie klar als Bekenntnis zu einer ultranationalistischen Szene gemeint. Gerade diese Ambivalenz erschwert Vereinen und Verbänden eine klare Einordnung.

Ein zentrales Element des türkischen Ultranationalismus sind gruppenbezogene Abwertungen. Besonders häufig zeigen sie sich im antikurdischen, antiarmenischen und antialevitischen Rassismus, durch abfällige Darstellungen oder die Leugnung historischer Gewaltverbrechen gegenüber ethnischen Minoritäten in der Türkei. Auch Queerfeindlichkeit und geschlechtsspezifische Abwertungen gehören zum Weltbild ultranationalistischer Netzwerke, da diese Feindbilder nicht in das dominante Männlichkeitsideal passen (Bozay/Wiese 2020, S. 113ff.).

Ultranationalistische Werte: Opferbereitschaft, Disziplin und Härte

Sportvereine und -veranstaltungen sind aus Sicht ultranationalistischer Akteur:innen attraktive Resonanz- und Rekrutierungsräume. Sie öffnen den Zugang zu Jugendlichen, schaffen Gruppendynamik und emotionale Gemeinschaftserlebnisse. Während Fußball aufgrund seiner Reichweite und Emotionalität eine zentrale Rolle spielt, werden auch Kampfsportarten attraktiver. Kampfsportmilieus sind für ultranationalistische Netzwerke ideale Räume, weil dort Disziplin, Härte und körperliche Überlegenheit stark betont werden. Informelle Netzwerke können sich über Turniere, Sportbegegnungen oder Trainerkontakte bilden, ohne dass Vereine dies unmittelbar wahrnehmen. Dabei ist wichtig zu betonen, dass weder Fußball noch Kampfsport per se problematisch sind. Vielmehr werden bestehende Strukturen gezielt genutzt, um Ideologien zu verbreiten oder neue Anhänger:innen zu rekrutieren.

Ein wiederkehrendes Motiv im türkischen Ultranationalismus ist ein spezifisches Männlichkeitsideal. Stärke, Durchsetzungsfähigkeit, Opferbereitschaft und bedingungslose Loyalität gegenüber der eigenen Gruppe gelten hier als zentrale Tugenden. Der Sport bietet hierfür eine passende Bühne, da körperliche Leistungsfähigkeit und Konkurrenz strukturell angelegt sind. Beispielsweise spielt in diesem Zusammenhang der Begriff der „Ehre“ eine wichtige Rolle. Er fungiert als moralischer Maßstab, um Verhalten zu bewerten. Solche Männlichkeitsbilder sind nicht nur politisch relevant, sondern stellen auch pädagogische Herausforderungen – aber auch Chancen – dar, beispielsweise im Umgang mit Gewalt, Sexismus oder Queerfeindlichkeit.

Türkischer Rechtsextremismus in Sportvereinen: Wie groß ist das Problem?

In einem aktuellen Projekt der Deutschen Sportjugend (dsj) wird untersucht, in welchem Ausmaß ultranationalistische Deutungsangebote auf Jugendliche mit Türkeibezug einwirken und welche Rolle der organisierte Sport dabei spielt. Ausgangspunkt der Studie war die Blickrichtung, dass Jugendliche mit Türkeibezug in besonderer Weise in widersprüchliche Erwartungs- und Loyalitätskonflikte eingebunden sind: Sie bewegen sich häufig zwischen unterschiedlichen sozialen Räumen – Familie, Peergroup, Schule, Social Media und Sportverein –, in denen kulturelle und politische sowie nationale Zugehörigkeiten unterschiedlich bewertet werden.

Methodisches Vorgehen: Reichweite, Tiefe und Kontextualisierung

Für die Studie wurden die Antworten von 804 online befragten Personen, die Mitglied in Sportvereinen sind, ausgewertet. Es nahmen ungefähr gleich viele Frauen wie Männer teil. Etwa die Hälfte der Befragten ist in Fußballvereinen organisiert; weitere Teilnehmende verteilen sich auf Kampfsportarten wie Boxen oder Ringen, auf Basketball sowie andere Sportvereine. Knapp ein Drittel der Befragten weist einen direkten oder familialen Türkeibezug auf. Eine emotionale Verbundenheit mit der Türkei äußerten 26 Prozent. Diese Größe erlaubt belastbare Aussagen zu Wahrnehmungen, Einstellungen und Erfahrungsmustern, erhebt aber keinen Anspruch auf Repräsentativität.

Zusätzlich wurden zwölf Interviews im Feld des organisierten Sports in Nordrhein-Westfallen, Berlin, Hessen und Baden-Württemberg geführt. Befragt wurden Akteur:innen aus überwiegend türkisch geprägten Sportvereinen sowie Personen, die im Kontext sportlicher Settings von ultranationalistischen Einstellungen und Praktiken betroffen sind, darunter insbesondere Kurd:innen und Alevit:innen. In sieben weiteren Interviews mit Expert:innen aus Sportvereinen sowie Fachkräften der pädagogischen und politischen Bildungsarbeit wurden strukturelle Hintergründe und ideologische Bezugssysteme analysiert, Entwicklungen im Zeitverlauf eingeordnet und Schnittstellen zwischen Sport, Politik und transnationalen Diskursen beleuchtet.

Ein weiteres Element der Datenerhebung bildeten Beobachtungen von drei Fußballspielen im Amateurfußball. Verfolgt wurde sowohl das Geschehen auf dem Spielfeld als auch das Verhalten von Zuschauer:innen, Fangruppen und beteiligten Vereinsakteur:innen. Die Beobachtungen fokussierten insbesondere auf:

  • symbolische Praktiken (zum Beispiel Fahnen, Gesten)

  • sprachliche Ausdrucksformen (zum Beispiel Sprechchöre)

  • Interaktionen zwischen Akteur:innen

  • situative Eskalationen und Reaktionen offizieller Stellen (Ordnungsdienst, Schiedsrichter, Vereinsverantwortliche)

Die Interviewdaten wurden mithilfe eines Mixed-Method-Ansatzes ausgewertet, in dem sowohl qualitative als auch quantitative Analysemethoden zu tragen kamen. Ziel war es, wiederkehrende Muster, Erfahrungen und Deutungen im Kontext ultranationalistischer Tendenzen im organisierten Sport zu identifizieren. Es konnten Übereinstimmungen, Widersprüche und Leerstellen identifiziert werden. Daran orientiert sich auch der Mapping-Ansatz, der schließlich dazu diente, strukturelle Anschlussstellen zu erfassen. Dieser umfasste eine systematische Erfassung und Kategorisierung von Fußballvereinen anhand ihrer öffentlichen Selbstdarstellungen (zum Beispiel Social-Media-Auftritte, Vereinsnamen, Symbole), organisatorischen Vernetzungen sowie beobachtbaren Aktivitäten im lokalen Kontext. Ziel war es, Hinweise auf politische Bezugnahmen, ideologische Anschlussstellen und transnationale Bezüge sichtbar zu machen und vergleichend einzuordnen. Bundesweit wurden 153 türkische oder türkisch gelesene Fußballvereine in 110 Städten identifiziert. 16 Vereine konnten aufgrund vorhandener Richtung ultranationalistischer Einstellungen den „Grauen Wölfen“ in Deutschland zugeordnet werden. Diese Zahlen stehen nicht für flächendeckende Radikalisierung, machen aber deutlich, dass Sport gezielt als sozialer Ankerraum von ultranationalistischen Netzwerken genutzt werden kann.

Studienergebnisse: Mehrheit fühlt sich der türkischen sowie deutschen Kultur zugehörig

Die Studie widmet sich speziell bei den Befragten mit Türkeibezug (257 Personen) Fragen von Zugehörigkeit und Identität. Die Antworten zeichnen ein ambivalentes, zugleich aber überwiegend integrations- und mehrheitskompatibles Bild. Eine deutliche Mehrheit fühlt sich sowohl der türkischen als auch der deutschen Kultur zugehörig (67 Prozent) und gibt an, sich in beiden kulturellen Kontexten sicher bewegen und zu Hause fühlen zu können (66 Prozent). Auch kulturelle Hybridität wird mehrheitlich positiv bewertet: 63 Prozent sehen die Verbindung beider Kulturen als Bereicherung. Gleichzeitig berichten relevante Minderheiten von Spannungen, etwa dem Gefühl, zwischen zwei Kulturen zu stehen oder sich situativ entscheiden zu müssen.

Nationale und politische Symbolik in Sportvereinen

Die Studienergebnisse zeigen auch eine deutlich sichtbare Präsenz nationaler und identitätsbezogener Symbolik in den Vereinen. Am häufigsten werden Nationalflaggen genannt, die von nahezu drei Vierteln der Befragten wahrgenommen wurden. Daneben treten in relevantem Umfang Kleidung und Marken mit politischer Botschaft (44 Prozent) sowie religiöse Symbole mit politischer Bedeutung (21 Prozent) auf. Explizit rechte oder nationalistische Symbole (17 Prozent) sowie der Wolfsgruß (15 Prozent) werden zwar seltener, aber keineswegs marginal berichtet (unter den Befragten mit Türkeibezug liegt dieser Anteil bei 24 Prozent). Insgesamt gibt etwas mehr als die Hälfte der Befragten an, mindestens ein Symbol mit politischer Bedeutung im Vereinskontext gesehen zu haben. Vereine erscheinen damit für einen beträchtlichen Teil der Befragten als Räume, in denen politische, nationale oder weltanschauliche Symboliken sichtbar sind und potenziell identitätsstiftende oder konfliktträchtige Bedeutungen entfalten. Die höheren Zustimmungswerte unter Befragten mit Türkeibezug könnten dabei auch auf unterschiedliche Wahrnehmungs- und Deutungskompetenzen zurückzuführen sein. Es ist plausibel, dass bestimmte Symbole und Gesten – wie etwa der Wolfsgruß – von Personen mit entsprechendem Hintergrund eher erkannt und politisch eingeordnet werden, während sie von anderen Befragten zwar wahrgenommen, jedoch nicht als politisch codiert interpretiert werden.

Darüber hinaus zeigen sich politische Bezüge im Vereinskontext auch in Form verbaler Kommunikation. So nimmt ein erheblicher Teil der Befragten mit Türkeibezug politische Äußerungen wahr: Insgesamt berichten 54 Prozent der Befragten dieser Gruppe, dass sich Mitglieder oder Trainer:innen zumindest gelegentlich zu politischen Themen äußern, wobei ein Fünftel diese Beobachtungen als häufig beschreibt.

Besonders auffällig ist das Spannungsverhältnis zwischen dem Wunsch nach politischer Neutralität und der faktischen Einflussnahme: 72 Prozent der Befragten mit Türkeibezug stimmen der Aussage zu, Politik habe im Verein nichts zu suchen. Gleichzeitig geben mehr Jugendliche dieser Gruppe an als andere, dass der Verein Einstellungen beeinflussen könne. So geben 20 Prozent an, dass ihr Verein ihre Sicht auf gesellschaftliche Themen beeinflusst hat, und fast ebenso viele berichten von einem Einfluss der Haltung von Trainer:innen auf ihre eigene Meinungsbildung.

Erfahrungen von Anerkennung, Ausgrenzung und Anpassungsdruck

Erfahrungen der Nicht-Anerkennung und der Ausgrenzung im Vereinskontext sind für viele der Befragten mit Türkeibezug kein Randphänomen. Knapp die Hälfte gibt zwar an, sich im Verein akzeptiert zu fühlen, zugleich berichten über 40 Prozent von zumindest gelegentlichen Situationen, in denen Herkunft, Religion oder andere Zuschreibungen zu Irritationen oder mangelnder Akzeptanz führen. Besonders relevant ist, dass 21 Prozent angeben, sich zumindest teilweise unter Druck gesetzt zu fühlen, sich im Verein verstellen zu müssen, um Anerkennung zu erfahren. Dies verweist auf latente Anpassungserwartungen, die selten offen thematisiert werden, jedoch für die soziale Praxis relevant sind.

Ergänzend berichtet rund ein Viertel der Befragten mit Türkeibezug von Spannungen zwischen Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft, während etwa ein Drittel angibt, im Vereinskontext abwertende Äußerungen gegenüber anderen Gruppen – etwa Kurd:innen, Alevit:innen oder Êzîd:innen – wahrgenommen zu haben. Damit ist gruppenbezogene Abwertung für viele Vereinsmitglieder zumindest situativ präsent.

Ein relevanter Teil der Befragten mit Türkeibezug hat sich im Verlauf der Vereinszugehörigkeit gezielt Gruppen angeschlossen hat, die als Schutz- oder Zugehörigkeitsräume fungieren. So gibt die Hälfte an, sich Gruppen zugewendet zu haben, in denen viele Mitglieder einen ähnlichen kulturellen Hintergrund hatten, und 43 Prozent berichten, dass dort dieselbe Sprache gesprochen wurde wie im familiären Umfeld. Diese Muster deuten auf die Bedeutung kultureller und sprachlicher Nähe als Ressource für Zugehörigkeit hin. Zugleich geben 38 Prozent an, sich in diesen Gruppen vor abwertenden oder verletzenden Äußerungen sicherer gefühlt zu haben. Auffällig ist zudem, dass 45 Prozent der Befragten solche Gruppen als Räume mit vergleichsweise geringen politischen Spannungen wahrnehmen. Insgesamt sprechen die Befunde dafür, dass gruppenbezogene Anschlussentscheidungen weniger Ausdruck bewusster Abschottung sind, sondern vielmehr als adaptive Strategie verstanden werden können, um Anerkennung, Sicherheit und Konfliktvermeidung im Vereinskontext zu ermöglichen.

Ultranationalistische Mobilisierung im Sport: die zentralen Studienbefunde zusammengefasst

Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass Vereine von Jugendlichen mit Türkeibezug zwar normativ als politikfreie Räume gedacht werden, zugleich aber unterschwellig Prozesse politischer Sozialisation, Anpassung und möglicher Exklusion wirksam sind. Ultranationalistische Einflüsse dominieren nicht, wirken aber in die Lebenswelt von Jugendlichen mit Türkeibezug hinein. Diese Konstellation ist zentral für das Verständnis ultranationalistischer Dynamiken: Der Einfluss erfolgt häufig nicht offen politisch, sondern über Emotionen, Gruppendruck und implizite Normen.

Die Ergebnisse der Studie zusammengefasst:

  • Jugendliche mit Türkeibezug berichten signifikant häufiger:
    - von Anpassungsdruck innerhalb der Gruppe
    - vom Einfluss durch Trainer:innen
    - von abwertenden Äußerungen

  • Viele Jugendliche beschreiben den Sportverein als Ort, an dem Emotionen besonders intensiv erlebt werden: „Wenn wir gewinnen oder verlieren, dann geht es nicht nur um das Spiel. Da geht es auch um Stolz.“ Diese emotionale Aufladung macht den Sport anschlussfähig für nationale Narrative. Internationale Spiele, politische Ereignisse in der Türkei oder Konflikte werden in den Vereinsalltag hineingetragen – oft ungeplant, aber wirkungsvoll.

  • Mehrere Interviewte berichten von impliziten Loyalitätserwartungen: „Man muss nicht offen was sagen. Aber man merkt, was richtig ist und was nicht.“

  • Acht von zwölf befragten Vereinsaktiven mit Türkeibezug äußerten explizit Kritik an Kurd:innen, denen mangelnde Loyalität gegenüber der Türkei zugeschrieben wurde. Solche Aussagen wirken identitätsstiftend nach innen und exkludierend nach außen.

  • Ultranationalistische Mobilisierung erfolgt häufig über Männlichkeitsbilder, Ehre und Stärke: „Der Sport bietet eine Bühne, auf der Stärke, Loyalität und Männlichkeit sichtbar werden.“ Diese Bilder werden selten politisch reflektiert, entfalten aber normative Kraft. Wer nicht mitmacht, riskiert Statusverlust, Diskriminierung oder Ausgrenzung.

  • Ultranationalistische Symboliken treten meist situativ und vereinzelt auf. So wurde bei einer Spiel-Beobachtung gesehen, wie der Wolfsgruß gezeigt wurde, ohne kollektive Verstärkung. Entscheidend ist jedoch, dass solche Gesten nicht im luftleeren Raum entstehen, sondern an bestehende Deutungsmuster andocken.

  • Sportvereine sind soziale Identitätsräume, in denen Zugehörigkeit, Anerkennung und Status ausgehandelt werden. Insbesondere für Jugendliche mit Türkeibezug erfüllen Vereine häufig die Funktion einer „zweiten Familie“ und bieten Möglichkeiten zur Kompensation von Diskriminierungs- und Marginalisierungserfahrungen. Zugleich ist diese identitätsstiftende Funktion ambivalent: Werden Vereine nicht aktiv gestaltet und pädagogisch begleitet, können sie zu Resonanzräumen für ultranationalistische Symboliken, Rituale und Mobilisierungen werden. Die Expert:innen verweisen dabei auf gruppendynamische Prozesse wie geschlossene Cliquen, starke Loyalitätsanforderungen, geschlechtsspezifische Normen sowie die Nutzung von Sprache als gruppeninternem Code, die Abgrenzung nach außen verkörpert. Sichtbar werden zudem konkrete ultranationalistische Vorfälle – auch antikurdische Beleidigungen –, deren Wirkung durch Zuschauer:innen und Funktionär:innen mitgeprägt wird. In homogenen Teams ohne vielfältige Perspektiven fehlen korrigierende Gegenstimmen, wodurch Nationalstolz, Männlichkeitsnormen und politisierte Narrative an Wirkung gewinnen.

  • Ultranationalistische Einstellungen entstehen häufig dort oder werden verfestigt, wo Ausgrenzungserfahrungen auf mangelnde institutionelle Rahmung treffen.

  • Zugleich zeigen die Befunde, dass ultranationalistische Einflüsse im Sport
    - selten über formale Organisation
    - häufig über Emotion, Zugehörigkeit und Normalisierung wirken
    - und besonders dort greifen, wo Jugendliche nach Anerkennung und Orientierung suchen.

Sport fungiert dabei weniger als „Radikalisierungsmaschine“, sondern als Verstärker bestehender Deutungen und Mobilisierungen. Gerade diese Funktion macht ihn für Prävention so relevant.

Warum Handeln wichtig ist

Wegsehen stabilisiert problematische Dynamiken. Auch vereinzelte Symbole oder Aussagen können Normalität erzeugen. Für Jugendliche bedeutet dies, dass ultranationalistische Deutungen als legitime Option im Raum stehen bleiben.

Vereine, die sich als unpolitisch verstehen, überlassen damit oft anderen – auch ultranationalistischen - Akteur:innen die Deutungshoheit. Prävention beginnt daher nicht bei Verboten, sondern bei Haltung, Wissen und aktiver Gestaltung von Vereinsräumen.

Das dsj-Projekt „kontakt.“: Praxisnahe Einblicke aus dem organisierten Sport

Der organisierte Sport spielt eine Schlüsselrolle bei der Stärkung demokratischer und partizipativer Räume. Dieser Rolle versucht die Deutsche Sportjugend (dsj) mit ihrem Anfang 2024 gestarteten Projekt „kontakt.- ultranationalistische und rechtsextreme Bewegungen im Sportumfeld“ gerecht zu werden. Fragen von migrantischem (Rechts-)Nationalismus oder Rassismus wurden lange entweder ausgeblendet oder pauschalisiert und standen häufig im Widerspruch zu einer rassismuskritischen Perspektive, die migrantisierte Menschen vor allem als Objekte und nicht als handelnde Subjekte wahrnahm.

Der Ansatz der Deutschen Sportjugend ist differenziert: Migrantinnen und Migranten können sowohl von Diskriminierung betroffen sein als auch selbst diskriminierend handeln. Entscheidend ist daher, sie als aktive Subjekte in gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen ernst zu nehmen. Dieser Ansatz spiegelt sich im Projekt kontakt. wieder.

Das Projekt kontakt. besteht aus vier Bausteinen. Neben der Mappingstudie, die ein elementarer Baustein des Projektes zur Erkenntnisgewinnung ist, werden zunächst der Aufbau und die Stärkung von Netzwerken vorangetrieben, da das Thema „Türkischer Ultranationalismus“ im organisierten Sport bislang nicht strukturell bearbeitet wird. Ziel ist es, relevante Akteur:innen und vorhandene Expertise systematisch einzubinden. Ergänzend werden zielgruppenorientierte Bildungsangebote in Form von Workshops entwickelt und durchgeführt, um Sportverbände und weitere Akteur:innen für ultranationalistische Haltungen und Handlungen zu sensibilisieren. Die Maßnahmen stärken Wissen, Handlungssicherheit und Vernetzung durch Information und Aufklärung. Unterstützt wird das Projekt durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit, die zur Sensibilisierung beiträgt. Die Ergebnisse der oben genannten Studie fließen systematisch in alle Bausteine ein und werden bei der Netzwerkbildung, den Bildungsangeboten und der Öffentlichkeitsarbeit berücksichtigt, um die Maßnahmen passgenau und wirkungsvoll zu gestalten.

Die bisherigen Erfahrungen im Projekt zeigen, dass es besonders wichtig ist, Zugänge zu schaffen, da im organisierten Sport eine Lücke an Wissen und Sensibilität bezüglich türkischem Ultranationalismus besteht. Viele Mitgliedsorganisationen haben damit bislang nur wenig Berührungspunkte und erkennen entsprechende Dynamiken oft nicht. Ziel von kontakt. ist es daher zunächst, das Bewusstsein für die Relevanz der Problematik zu stärken und die Fähigkeit zu fördern, diese Phänomene überhaupt wahrzunehmen. Bei jenen Mitgliedsorganisation mit wenig Berührungspunkten steht das Erkennen und Wahrnehmen von ultranationalistischen Erscheinungsformen und Entwicklungen im Vordergrund. Hier bietet kontakt. Workshops an, in denen Vereins- sowie Verbandsmitglieder und - funktionär:innen sich ganz grundlegend mit Erscheinungsformen des türkischen Ultranationalismus auseinandersetzen können.

Bei jenen Mitgliedsorganisationen, die bereits Erfahrungen haben, liegt der Fokus stärker auf konkreten Handlungsoptionen und Interventionsmöglichkeiten. Hier übernimmt kontakt. unter anderem auch die Durchführung von Workshops zum Themenfeld. Darüber hinaus bietet insbesondere das Netzwerk von kontakt. eine wertvolle Möglichkeit, um mit unterschiedlichen Akteur:innen in den Austausch zu treten sowie Expertise und Erfahrungen zu teilen, um Handlungssicherheit in konkreten Fällen und im Umgang mit dem türkischen Ultranationalismus zu gewinnen.

Was können Vereine tun? Was hilft konkret?

Für Sportvereine gibt es zahlreiche Materialien und Handlungsstrategien, die im Umgang mit antidemokratischen und menschenfeindlichen Bewegungen unterstützen. Ein Beispiel hierfür ist die Handreichung der dsj „Von Innen nach Außen“ (s. unten).

Für die Prävention und Intervention im Kontext des türkischen Ultranationalismus ist es wichtig, dieses Phänomen konsequent als menschenfeindliche Gesinnung mitzudenken. Bestehende Leitbilder, Regeln und Satzungen lassen sich in diesem Zusammenhang direkt anwenden und bieten einen strukturellen Rahmen für Vereine und Verbände.

Ein zentraler Ansatzpunkt sind satzungsbasierte Maßnahmen: Werte wie Fair Play, Chancengleichheit sowie Kinder- und Menschenrechte können in der Interner Link: Vereinsordnung verankert werden. Beispielsweise formuliert die dsj-Jugendordnung (§3 Grundsätze und Werte) hierzu klar, dass die dsj sich explizit gegen verfassungs- und fremdenfeindliche, antidemokratische sowie diskriminierende oder menschenverachtende Einstellungen und Handlungen wendet und diesen durch präventive Kinder- und Jugendarbeit entschieden entgegentritt.

Darüber hinaus bieten Satzungen die Möglichkeit, Sanktionen bei vereinsschädigendem Verhalten festzulegen. Mitglieder haben Rechte, aber auch Pflichten; wer den Vereinszwecken, Werten und Interessen zuwiderhandelt, kann ausgeschlossen werden. Sportvereine sichern sich damit strukturell ab und machen deutlich, dass Sport wertebasiert ist.

Neben satzungsrechtlichen Maßnahmen sind pädagogische Ansätze entscheidend: Sensibilisierung auf allen Vereinsebenen und die systematische Verankerung dieser Sensibilisierungsmaßnahmen in bereits vorhandene Strukturen des organisierten Sports. Dabei spielen vor allem die Vernetzung mit Fachstellen, Expert:innen sowie Verbänden eine wichtige Rolle.

Und schließlich: Externe Beratungs- und Anlaufstellen spielen im Umgang mit türkischem Ultranationalismus im Sport eine zentrale Rolle, da sie die unterschiedlichen Erscheinungsformen und Ausprägungen im Blick haben und Fachwissen sowie Handlungsempfehlungen für den Umgang damit bereitstellen können.

  • Deutsche Sportjugend (dsj) im DOSB e.V. (2025): Externer Link: Von innen nach außen. Handreichung für rassismuskritisches Handeln und Gestalten im Sportverband und im Sportverein. Die Handreichung bietet unter anderem Anstoß zur Selbstreflektion und praktische Handlungsempfehlungen für Sportvereine und -verbände. Gefördert wurde die Broschüre durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und zugleich Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus.

  • Die zentrale bundesweite Anlaufstelle zum Thema türkischer Rechtsextremismus: Externer Link: FaTRex - Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus. FaTRex bietet keine Einzelfallberatung, sieht sich aber als Ansprechpartner für Anliegen und Fragen zu türkischem Rechtsextremismus. In Trägerschaft des Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e.V. (BDAJ) ist FaTRex Teil des bundesweit tätigen Kooperationsverbundes „Kompetent in der Rechtsextremismusprävention (KompRex)“. Gefördert wird der Kooperationsverbund im Programm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).

  • Meldestelle für rassistische Vorfälle im Sport: Externer Link: ROOTS Monitor - ROOTS Against Racism. Das Projekt setzt sich für die Stärkung von Communities ein, die von Rassismus im Sport betroffen sind. Schwerpunkte sind Empowermenttrainings, Resilienztrainings und das Mentoring von Betroffenen in Fällen von Rassismus.

  • Meldestelle für antisemitische Vorfälle des Bundesverbands RIAS: Externer Link: report antisemitism. Durch das Meldeportal soll bundesweit eine einheitliche zivilgesellschaftliche Erfassung und Dokumentation antisemitischer Vorfälle gewährleistet werden.

Quellen / Literatur

Arslan, Emre (2009): Der Mythos der Nation im Transnationalen Raum: Türkische Graue Wölfe in Deutschland. Wiesbaden.

BfV/Bundesministerium des Innern, Bundesamt für Verfassungsschutz (2025): Verfassungsschutzbericht 2024. Online unter: Externer Link: verfassungsschutz.de/SharedDocs/publikationen/DE/verfassungsschutzberichte/2025-06-10-verfassungsschutzbericht-2024.html (abgerufen am: 28.05.26)

BfV - Bundesamt für Verfassungsschutz (2023): Türkischer Rechtsextremismus: Die „Grauen Wölfe“ in Deutschland – Ideologie, Organisation, Kennzeichen. Berlin. Online unter: Externer Link: verfassungsschutz.de/SharedDocs/publikationen/DE/auslandsbezogener-extremismus/2023-09-tuerkischer-rechtsextremismus-die-grauen-woelfe-in-deutschland.pdf?__blob=publicationFile&v=5 (abgerufen am: 28.05.26)

Borstel, Dierk / Bozay, Kemal (2020): Kultur der Anerkennung statt Menschenfeindlichkeit. Antworten für die pädagogische und politische Praxis. Weinheim und Basel.

Bozay, Kemal/ Wiese, Lena (2020): „Ich bin stolz, Türkin zu sein!“ – Ultranationalistische Einstellungen von jungen Frauen bei den Grauen Wölfen. In: Dierk Borstel & Kemal Bozay (Hrsg.), Kultur der Anerkennung statt Menschenfeindlichkeit. Antworten für die pädagogische und politische Praxis. Weinheim und Basel, S. 113-125.

Bozay, Kemal (2024): Graue Wölfe – eine der größten rechtsextremen Organisationen in Deutschland. Online unter: Interner Link: www.bpb.de/260333 (abgerufen am 28.05.2026).

Bozay, Kemal/ Mangitay, Orhan (2024): „Ich bin stolz, Türke zu sein!“ Graue Wölfe und türkischer (Rechts-)Nationalismus in Deutschland. Wuppertal.

Bozay, Kemal / Borstel, Dierk (2017): Ungleichwertigkeitsideologien in der Einwanderungsgesellschaft. Wiesbaden.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Weitere und tiefergehende Informationen zu den sogenannten „Grauen Wölfen“, ihren Ursprüngen und Ihrer Ideologie sind beispielsweise hier nachzulesen:Interner Link: Kemal Bozay (2024): Graue Wölfe – eine der größten rechtsextremen Organisationen in Deutschland oder hier nachzuhören:Interner Link: „Graue Wölfe in Deutschland: Ein türkisches Problem?“ Host Linda Hamoui im Gespräch mit Kemal Bozay und Aycan Demirel.

  2. Das aktuelle Projekt mit dem Namen "kontakt. - ultranationalistische und rechtsextreme Bewegungen im Sportumfeld" wird durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Ebenso wurde die Evaluation mit dem Titel „Ultranationalistische und rechtsextreme Bewegungen im Sport als Rekrutierungs- und Identitätsorte für migrantisierte junge Menschen“ vom Bundesprogramm gefördert. Konzeption, wissenschaftliche Begleitung und Auswertung der Studie erfolgten durch Prof. Dr. Kemal Bozay (IU Internationale Hochschule) und Prof. Dr. Mehmet Kart (OTH Regensburg).

  3. Die Deutsche Sportjugend ist der größte Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe in der Bundesrepublik Deutschland und bündelt die Interessen von über 10 Millionen Kindern, Jugendlichen und jungen Menschen im Alter bis 26 Jahren, die in rund 86.000 Sportvereinen in 16 Landessportjugenden, 64 Jugendorganisationen der Spitzenverbände und 10 Jugendorganisationen der Sportverbände mit besonderen Aufgaben organisiert sind.

  4. Infos zum Förderstatus des Projekts „kontakt.“ siehe Fußnote 2

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