Boykottaktion gegen jüdische Geschäfte am 1. April 1933. Die Herrschaft der Nationalsozialisten bedeutet für die deutschen Juden von Anfang an eine antisemitische  Politik der Diskriminierung und Verdrängung.

Jaana Müller am 28.01.2013

Es geht nicht ohne sie

Zwar habe es während der NS-Zeit eine leichte Verdrängung von Frauen aus dem Arbeitsmarkt gegeben, aber man könne in einer Industriegesellschaft, im Handel und der Landwirtschaft nicht auf sie verzichten. Prof. Dr. Elizabeth Harvey, University of Nottingham, erläutert im Interview mit Miriam Menzel, warum es zwar beispielsweise Kritik am Wahlrecht der Frauen gab, dies aber nicht zu einer stärkeren Unterdrückung führte. Denn ohne ihre Hilfe hätte es keine Massenbewegung gegeben.

Elizabeth Harvey im Interview mit Miriam Menzel auf der 4. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung. (© 2013 Bundeszentrale für politische Bildung)



Elizabeth Harvey hielt am zweiten Konferenztag den Vortrag "Frauen und Volksgemeinschaft" Einen Textbeitrag dazu finden Sie hier.

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Im Interview: Elizabeth Harvey

Elizabeth HarveyElizabeth Harvey
Elizabeth Harvey ist Professorin für Neuere Geschichte an der Universität Nottingham, UK. Sie forscht zur Geschlechtergeschichte und zur Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert, insbesondere zum Nationalsozialismus und zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs. Ausgewählte Veröffentlichungen: Zwischen Kriegen: Nationen, Nationalismen und Geschlechterverhältnisse in Mittel- und Osteuropa 1918-1939, (hrsg. mit Johanna Gehmacher und Sophia Kemlein), Osnabrück, 2004; Women and the Nazi East: Agents and Witnesses of Germanization, New Haven/London, 2003 (dt. Titel: Der Osten braucht dich! Frauen und nationalsozialistische Germanisierungspolitik, Hamburg, 2010). Zurzeit forscht sie zu internationalen Kontakten von nationalsozialistischen Frauen- und Mädchenorganisationen und zur fotografischen Dokumentation der nationalsozialistischen Umsiedlung deutscher Minderheitengruppen während des Zweiten Weltkriegs.




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Programm

Die 4. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung beleuchtet über drei Tage hinweg den aktuellen Stand wissenschaftlicher Diskurse um Eingrenzungs- und Ausgrenzungs- prozesse. Zum Konferenzthema finden zudem parallele Praxisforen statt. Das Programm finden Sie PDF-Icon hier als PDF

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