GrafStat Fußball

21.5.2014

M 01.05 Selbst- und Fremdbilder

In der Tabelle werden gängige, wenn auch klischeehafte, Selbst- und Fremdbilder der Deutschen, Engländer, Franzosen, Holländer, Italiener und Polen abgebildet.

. über Deutsche über Engländer über Franzosen über Polen
Der Deutsche denkt ... Werden mit sich selbst nicht recht warm und würden gerne mit anderen Nationen tauschen... wären diese nicht so undiszipliniert, sprunghaft, unpünktlich usw. Die Männer schwul, die Frauen blass. Jeder hat seinen Spleen und alle fühlen sich noch als Angehörige des Empires. Auch wenn es schwer fällt: Bewunderung, der Eleganz und Arroganz, der Schönheit und der Kälte. Nachdem sie früher vor allem deutsche Autos gestohlen haben, stehlen sie jetzt auch deutsche Arbeitsplätze.
Der Engländer denkt ... Humorlose Biertrinker mit Gewichtsproblemen, die erschreckend effizient und gründlich arbeiten und dabei seelisch wankelmütig sind. Kurz: "Krauts" "Gentlemen" und "Ladys" voller Humor, Gelassenheit, Souveränität, Mut und Fairness. Seit eh und je Erzrivalen, die mit ihrer unerträglich selbstbewussten Art nerven und zudem in einem für sie viel zu liebenswerten Land leben. Alte und neue Verbündete, die nur zu gerne bereit sind, sich an die Seite Englands zu stellen.
Der Franzose denkt ... Vergeistigte Biertrinker, die mit ihrem unnatürlich ausgeprägten ökologischen Bewusstsein nerven. Ungesund wirkende Damen und Herren, die ihre "Teezeit" für den Gipfel der Kultiviertheit halten. Großmeister des Sinnlichen und des Genusses, mit Liebe zum Vaterland und Hingabe zur Individualität. Liebenswerte Schwarzarbeiter, die ihr Heimweh gerne mit dem Genuss heimischer Schnäpse lindern.
Der Holländer denkt ... Träge und selbstherrliche "Untertanen", die Fußball nicht spielen, sondern nur kämpfen können. Laute Säufer, deren blasse Haut im Sommer an Mittelmeerstränden verbrennt. Beschränken ihre Konversation auf das Thema Sex, was nicht verwundert in der " langue l´amour ". EU-Neulinge, die nur Nehmen und die trotzdem keine Gelegenheit auslassen, Europa zu kritisieren.
Der Italiener denkt ... Wegen ihrer Eigenschaften – Fleiß, Geschäftssinn, Organisation – grundsätzlich unsympathisch und als Touristen eine Last. Unehrlich in Bezug auf die EU und dazu eine Küche, die eine Beleidigung ist; immerhin aber Erfinder des Karos. Als Führer und Bewahrer der "lateinischen Nation" einfach nur beneidenswert. Einfache, naive Schwarzarbeiter, die aber zu ihrem Glück, gläubige Katholiken sind.
Der Pole denkt ... Laut, arrogant und fantasielos mit einer krankhaften Vorliebe für Regeln und Verbote. Nicht-Kontinentale, EU-Außenseiter, mit konservativer Grundhaltung und ausgeprägtem Machtbewusstsein. Kreative Patrioten mit merkwürdigen Essgewohnheiten. Gute Gastgeber mit einer Vorliebe für Kontroversen und Improvisation.


Zusammengestellt und ergänzt nach: Hartwig Haubrich: Selbst- und Fremdbilder im Geographieunterricht, in: geographie heute, Heft 223, S. 5. Friedrich Verlag GmbH, Seelze 2004. http://www.friedrich-verlag.de

Arbeitsaufgaben:
  1. Vergleiche die dargestellten Selbst- und Fremdbilder mit deinen eigenen Bildern.
  2. Diskutiere mit deinem Partner oder in der Gruppe, ob die oben genannten Beschreibungen tragbar sind.
Eine Druckversion des Arbeitsblatts steht als PDF-Icon PDF-Datei zur Verfügung.


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