GrafStat Fußball
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10.8.2014 | Von:
Wolfgang Sander
Cornelius Knab
Timo Kramp
Jan Schröter

Rückblick WM 2014

  1. Der sportliche Weg zum „Goldenen Pokal“

    Und wieder gehörte die deutsche Elf zu den vier besten Mannschaften der Welt. Doch dieses Jahr 2014 präsentierte sich die Nationalmannschaft anders als in den Jahren zuvor. Nach einem begeisternden Spiel gegen Portugal erwarteten viele Fans noch weiteren Hurra-Fußball, ganz so wie es 2006 und 2010 auch schon war. Aber schon in dem verflixten zweiten Spiel schien sich die Mannschaft gegen Ghana schwer zu tun und kam nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Spätestens in dem letzten Gruppenspiel gegen die Klinsmann-Elf aus den USA zeigte Deutschland, was sie in diesem Turnier auszeichnete: Ruhe, Erfahrung und Konstanz. In seinem Interview nach dem Algerien-Spiel hat Per Mertesacker den Nagel auf den Kopf getroffen: „Wat wolln se? Wolln se ne erfolgreiche WM oder solln wir wieder ausscheiden und haben schön gespielt?“[1]
    Die deutschen Fans wollen am liebsten beides. Eine Nationalmannschaft, die schönen Fußball spielt, euphorisierende Siege wie 2010 gegen England und Argentinien einfährt und zugleich Weltmeister wird. Die aktuelle Spielweise geht jedoch mehr über Kampf und Einsatz und eine mannschaftliche Geschlossenheit, die eher an den italienischen Fußball erinnert. Wie wir alle wissen, sind die Italiener damit 2006 Weltmeister geworden.
    Einen wesentlichen Vorteil, den die Deutsche Elf womöglich gegenüber den anderen Halbfinalisten hat, ist die internationale Erfahrung, die Führungsspieler wie Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Per Mertesacker mitbringen. Seit der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika hat sich die Mannschaft im Grunde kaum verändert. Einige Talente von damals (Thomas Müller, Jerome Boateng, Toni Kroos) haben sich zu souveränen Stammspielern entwickelt. Und zu guter Letzt hat Deutschland den Welttorhüter in seinen Reihen: Manuel Neuer ist seit 2010 die unangefochtene Nummer 1 im Deutschen Tor und hat in Brasilien gezeigt, weshalb er ausnahmslos zu den Besten gehört.
    Insgesamt ist aus der Truppe von 2010 eine Mannschaft geworden, die noch weiter zusammengewachsen, und vor allem reifer geworden ist. Schließlich ist es alles schön und gut, seit 2002 bei jeder Weltmeisterschaft mindestens im Halbfinale gestanden zu haben, aber irgendwann muss einfach mal ein Titel her. Das wünschen sich die Fans und dafür arbeitet die Mannschaft. Wenn nun am Ende der Titel rausspringt, wird niemand mehr danach fragen, was für einen Fußball die Mannschaft gespielt hat. Diesmal ist nicht der Weg das Ziel, sondern nur der Titel.

    Aber alles der Reihe nach:

    Auftaktspiel: Deutschland gegen Portugal 4:0 (3:0)

    Vor dem ersten Weltmeisterschafts-Spiel der deutschen Mannschaft waren die Erwartungen hoch. Im Auftaktspiel stand der Deutschen Mannschaft mit Portugal gleich ein Gegner bevor, der den weiteren Verlauf des Turniers für die Deutschen bestimmen könnte. Mit einem Sieg nimmt man den Druck, mit einer Niederlage würde dieser ins Unermessliche steigen, weil in der Gruppenphase die anderen beiden Spiele gewonnen werden müssten. Deutschland zeigte sich in diesem Spiel einmal mehr als wahre Turniermannschaft. Nach den Vorbereitungsspielen kam es nicht unerwartet, dass Philipp Lahm im defensiven Mittelfeld als Sechser und Thomas Müller im Angriff als falsche Neun agierten. Dagegen war es schon ein wenig überraschend, dass Joachim Löw auf einen gelernten Außenverteidiger verzichtete und mit vier Innenverteidigern die Abwehrreihe bildete. Portugal schien ebenso überrascht und hatte der kompakt spielenden Deutschen Mannschaft kaum etwas entgegenzusetzen. Bei tropischen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit in Salvador spielten das frühe Elfmeter-Tor durch Thomas Müller und der Platzverweis für Pepe in der ersten Halbzeit den Deutschen in die Karten. Das Konzept von Bundestrainer Joachim Löw ging voll auf. Portugals Superstar Cristiano Ronaldo wurde fast komplett von Jerome Boateng aus dem Spiel genommen und mit Mats Hummels war ein weiterer Verteidiger sogar als Torschütze erfolgreich. Der Matchwinner war jedoch ein anderer: Thomas Müller. Der Torschützenkönig der WM 2010 knüpfte nahtlos an Südafrika an und spielte, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Bei seinen drei Toren stand er da, wo ein Mittelstürmer stehen muss. So ist Deutschland schließlich mit einem 4:0 gegen Portugal in die Weltmeisterschaft gestartet. Ein Auftakt nach Maß, der zugleich die Erwartungen in Deutschland noch weiter erhöhte, aber auch nicht überbewertet werden darf, da die deutsche Mannschaft von einige glücklichen Umständen profitierte.

    Zweites Gruppenspiel: Deutschland gegen Ghana 2:2 (0:0)

    Man könnte es als unsinnigen Aberglauben abtun, dass Deutschland sich bei jedem großen Turnier im zweiten Gruppenspiel schwer tut. Aber in Brasilien konnte keine neue Erkenntnis darüber gewonnen werden. Nach dem torreichen Auftakt sollte der Einzug ins Achtelfinale perfekt gemacht werden. Doch wozu gibt es denn drei Gruppenspiele, wenn man sie nicht auch ausgiebig nutzt?
    So mancher Fan hätte sich die Spannung und den offenen Schlagabtausch gegen Ghana gerne erspart. Bundestrainer Löw schickte dieselbe Startelf in das Spiel, einen Grund für Veränderungen gab es nicht. Allerdings hatte Ghana nicht geschlafen und sich das Spiel der Deutschen gegen Portugal sehr genau angeguckt. So brachten die schnellen Außenstürmer der Afrikaner die Deutschen Verteidiger ein ums andere Mal in Verlegenheit und es entwickelte sich zunächst ein kampfbetontes Spiel. Ghana war nach der Auftaktniederlage gegen die USA zu einem Sieg verdammt. Nach der 1:0-Führung durch Mario Götze kurz nach der Halbzeit hatten sie nichts mehr zu verlieren und spielten mit offenem Visier nach vorne. Durch zwei individuelle Fehler der deutschen Hintermannschaft konnte Ghana das Spiel drehen und brachte nun Deutschland in Zugzwang. Und dann kam der Torjäger vom Dienst. Löw brachte mit Bastian Schweinsteiger und Miroslav Klose zwei Spieler, die frischen Wind in das Spiel bringen sollten. Klose ließ es sich dann nicht nehmen, den Spielverlauf wieder in die richtige Bahn zu bringen. Mit seinem 15. Treffer bei einer Weltmeisterschaft stellte er nicht nur den Rekord des Brasilianers Ronaldo ein, sondern markierte zugleich den so wichtigen 2:2-Ausgleich. In der Folge ging es hin und her, beide Teams wollten gewinnen und hatten auch einige Möglichkeiten dazu, doch letztendlich blieb es bei der Punkteteilung, mit der Deutschland sicher besser leben konnte. Der in Berlin geborene ghanaische Nationalspieler Kevin-Prince Boateng brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Es war ein überragendes Spiel für die Fans.“ Die deutschen Fans hätten sich aber vielleicht ein Spiel mit weniger Nervenkitzel gewünscht.

    Drittes Gruppenspiel: Deutschland gegen USA 1:0 (0:0)

    In dem letzten Gruppenspiel ging es um alles. Deutschland gegen USA und Löw gegen Klinsmann. Die Voraussetzungen waren jedoch alles andere als einfach für die Teams. Beiden Mannschaften genügte ein Unentschieden um in die K.O.-Phase einzuziehen und die gesamte Fußball-Welt erinnerte sich an ein Spiel der Weltmeisterschaft 1982 in Spanien. Ein Spiel, das als die „Schande von Gijón“ in die Geschichte einging. Deutschland traf damals im letzten Gruppenspiel auf Österreich und gewann nach einem frühen Tor mit 1:0. Dieses Ergebnis reichte beiden Teams für das Weiterkommen und die restliche Spielzeit wurde der Ball nur noch in den Abwehrreihen hin- und hergeschoben.
    Deutschland hätte diesmal sogar eine Niederlage gereicht, da der 4:0-Sieg gegen Portugal ein guter Puffer war. Die USA hingegen waren bei einer Niederlage davon abhängig, wie das Parallelspiel Ghana gegen Portugal ausgehen würde.
    Die gemeinsame Vergangenheit der beiden Trainer Löw und Klinsmann, die die deutsche Mannschaft bei der Heim-WM 2006 coachten, lieferte dafür weiteren Nährboden. Es wurde im Vorfeld zwar viel geredet, das Spiel wird aber immer noch auf dem Platz entschieden. Der Bundestrainer brachte im Vergleich zu den vorherigen Spielen mit Schweinsteiger für Khedira und Podolski für Götze zwei neue Spieler, aber das Ziel blieb unverändert: Drei Punkte mussten her. Deutschland hatte das Spiel von Beginn an im Griff, konnte aber das amerikanische Tor in der ersten Halbzeit nicht ernsthaft in Gefahr bringen, weshalb der Bundestrainer zur Pause einen neuen Impuls ins Spiel brachte und Klose für Podolski einwechselte. Nach einer gelungenen Eckstoß-Kombination konnte Tim Howard den Kopfball von Per Mertesacker zunächst noch entschärfen, aber gegen den sehenswerten Schlenzer von Thomas Müller war er im Anschluss chancenlos. Beide Mannschaften schienen mit dem Ergebnis zufrieden, das deutsche Team tat nicht mehr als es musste und, da Portugal Ghana mit 2:1 besiegte, reichte den Amerikanern diese 0:1-Niederlage, um ins Achtelfinale einzuziehen.
    Es war wie im Spiel gegen Ghana wieder keine spielerische Glanzleistung der Deutschen, allerdings haben sie gewonnen und als Gruppensieger den Sprung ins Achtelfinale geschafft. Wie elegant sie das geschafft haben, danach fragt spätestens zu diesem Zeitpunkt niemand mehr!

    Achtelfinale: Deutschland gegen Algerien 2:1 n.V. (0:0,0:0)

    Endlich, Achtelfinale, die K.O.-Spiele gehen los. Ab sofort geht es um Alles oder Nichts. Es kann nur einen Sieger geben. Und schon wieder schwirrt die „Schande von Gijón“ durch die Luft. Die damals benachteiligte Mannschaft war nämlich niemand anderes als der jetzige Gegner: Algerien. Und die Wüstenfüchse wollen diesmal die Deutschen rauskegeln.
    Wohl kaum einer hatte erwartet, dass Algerien die K.O.-Runde erreichen würde. Gegen eine deutsche Mannschaft war sie folglich krasser Außenseiter und zog sich aber hervorragend aus der Affäre. Im Vergleich zum Spiel gegen die USA musste Joachim Löw auf Mats Hummels verzichten, Jerome Boateng rückte in die Innenverteidigung und Shkodran Mustafi übernahm die rechte Seite. In Fußball-Deutschland stieß diese Entscheidung nicht grad auf Begeisterung, viele forderten Philipp Lahm auf der rechten Verteidigerseite und sahen sich nach dem Algerien-Spiel bestätigt.
    Algerien spielte vermehrt über ihren linken Flügel und setzte dadurch den unerfahrenen Mustafi, der zu allem Überfluss keinen guten Tag erwischte, unter dauerhaften Druck. Sie hatten ihre Rechnung jedoch ohne Manuel Neuer gemacht. Der deutsche Schlussmann antizipierte mehrfach die langen Bälle und klärte Gefahrensituationen weit außerhalb seines Strafraums. Er war einmal mehr ein sicherer Rückhalt. Als sich Mustafi in der 70. Spielminute verletzte, erhörte Löw die Forderungen der Fans und setzte Lahm auf die Position des rechten Verteidigers. Dem deutschen Spiel brachte diese Umstellung erkennbar die Sicherheit zurück, dennoch spielte Algerien weiter frech nach vorne. In der Offensive tat sich der Favorit lange gegen kompakt stehenden Afrikaner schwer und benötigte 92 Minuten, bevor Andre Schürrle zu Beginn der Verlängerung den erlösenden Führungstreffer erzielte. Die Partie wurde in der Folge offener, weil Algerien aufmachen musste und aufopferungsvoll um den Ausgleich kämpfte. Özil nutzte kurz vor Schluss eine der zahlreichen Möglichkeit zur Erleichterung aller zum 2:0. Dieser Treffer wurde umso wertvoller, als Algerien in der letzten Spielminute noch auf 2:1 verkürzen konnte.
    Damit war der nächste Schritt getan. Es war kein Torreigen, wie es die Paarung hätte vermuten lassen können, was einer sehr guten Leistung Algerien zu schulden war. Wieder vermissten viele ein befreites Spiel nach vorne mit spielerischen Glanzpunkten. Es bleibt aber festzuhalten: Das Viertelfinale ist erreicht und ein Gegner besiegt, der ein gutes Spiel gemacht hat und Deutschland in die Verlängerung zwang.

    Viertelfinale: Deutschland gegen Frankreich 1:0 (1:0)

    Das Viertelfinale hält einen echten Klassiker bereit. Frankreich hatte souverän die Gruppe gewonnen und im Achtelfinale gegen Nigeria eine Pflichtaufgabe erfüllt.
    Gleich auf drei Positionen wurde die deutsche Startelf verändert. Mustafi fiel nach seiner Verletzung im Achtelfinale aus, für den Lahm als Rechtsverteidiger spielte und Khedira neu in der Startelf den Platz als Sechser einnahm. Erstmals im Turnier musste Mertesacker auf der Bank Platz nehmen und der wiedergenesene Hummels bildete mit Boateng die Innenverteidigung. In der Offensive rückte Müller auf rechts und Klose fing anstelle von Götze in der Spitze an.
    Es entwickelte sich ein taktisch geprägtes Spiel. Der frühe Führungstreffer durch Mats Hummels spielte Deutschland in die Karten. Frankreich war gezwungen, mehr für das Spiel zu tun, verzweifelte aber unzählige Male an der kompakt stehenden deutschen Verteidigung oder an dem brillant aufgelegten Manuel Neuer. Deutschland brachte die Führung über die Runden, weil Frankreich kein Mittel fand, den Ball im Tor unterzubringen. Bestes Beispiel dafür: Benzema tank sich im Strafraum durch und kommt aus kurzer Distanz zum Abschluss, Neuer reißt die rechte Hand hoch und verhindert damit den Ausgleich. Im Halbfinale wartete nun der Gastgeber aus Brasilien.

    Halbfinale: Deutschland gegen Brasilien 7:1 (5:0)

    Was für ein Spiel! Es sollte ein Halbfinale auf Augenhöhe werden. Zusammen haben Deutschland und Brasilien insgesamt 8 WM-Titel geholt, Brasilien mit 5 Erfolgen sogar zwei mehr als Deutschland. Doch was an diesem Tag in Belo Herizonte geschah, damit hatte nun wirklich niemand gerechnet und es hat ganz Brasilien in das Tal der Tränen gerissen.
    Joachim Löw schickte ganz nach dem Motto „Never change a winning team“ dieselbe Mannschaft in das Spiel wie schon im Viertelfinale gegen Frankreich. Brasilien musste ohne ihren beiden zentralen Spieler auskommen: Superstar Neymar fehlte verletzungsbedingt, weil ihm im Viertelfinale bei einem heftigen Foul ein Wirbel gebrochen wurde, und Kapitän Thiago Silva, der Kopf der Verteidigung, musste eine Gelb-Sperre absitzen. Dennoch starteten sie ganz euphorisiert, denn die Selecao wollte unbedingt den Titel bei der Heim-WM holen. 90 Minuten, die die politischen und sozialen Schwierigkeiten rund um die Weltmeisterschaft vergessen machen sollten. Es schien jedoch, dass sie ihr Pulver schon nach wenigen Minuten verschossen hatten. Die ersten Angriffe brandeten an der deutschen Verteidigung ab. Ganze 18 Minuten benötigten die „Adlerträger“, um sämtliche brasilianische Titelträume zu begraben. Thomas Müller begann den Torreigen (mal wieder nach einer Standardsituation) und nach 29 Minuten stand es bereits 5:0. Die Fußball-Welt rieb sich vollkommen verblüfft die Augen. Hat sich das grad wirklich zugetragen? Wurde die brasilianische Elf soeben nach allen Regeln der Fußball-Kunst auseinander genommen?
    Die zweite Halbzeit ging dann gemäßigter vonstatten. Das Spiel war gewonnen, daran hatte niemand mehr Zweifel. Den Brasilianern gelang beim historischen Zwischenstand von 0:7 in der Nachspielzeit nur noch der Ehrentreffer. Dann war es vollbracht: Deutschland steht im WM-Finale! Und da war er wieder, der Zauberfußball!

    FINALE: Deutschland gegen Argentinien 1:0 n.V. (0:0, 0:0)

    „Wir“ sind wieder Weltmeister! 24 Jahre und 5 Tage hatte eine ganze Fußball-Nation seit dem letzten WM-Triumph in Rom 1990 auf diesen Moment gewartet. Am 13. Juli 2014 um 23:35 Uhr kannte dann der Jubel in Deutschland keine Grenzen mehr. Die deutsche Nationalmannschaft hat sich ihren vierten Stern nach 1954, 1974 und 1990 geholt. Noch bis in die frühen Morgenstunden feierten die Fans in ganz Deutschland den knappen 1:0-Sieg über Argentinien. Die jungen Fans können diesen Moment kaum realisieren, sie haben so etwas noch nie erlebt, zu lange ist der letzte Titel bei einem großen Turnier her. Den letzten Titel holte die Bundesrepublik kurz bevor Deutschland wiedervereinigt wurde. Aber je öfter man es sagt, desto greifbarer wird es nicht nur für die Fußball-Fans: Deutschland ist Fußball-Weltmeister 2014!
    Doch vorher musste Fußball-Deutschland 120 Minuten voller Spannung, Nervenkitzel und einem emotionalen Auf und Ab durchleben. Einen ersten Schockmoment galt es noch vor dem Anpfiff zu verkraften. Sami Khedira konnte nicht spielen, weil er sich beim Aufwärmen verletzt hatte. Für ihn rückte der junge und unerfahrene Christoph Kramer, der zunächst gar nicht im WM-Kader stand und nachnominiert wurde, in die Startelf. Es entwickelte sich für die Deutschen ein nervenaufreibendes Geduldsspiel, wie sie es auch schon gegen Algerien erlebten. Argentinien stand in der Abwehr sehr eng und ermöglichte der deutschen Elf kaum ein Durchkommen. Stattdessen setzten sie immer wieder gefährliche Stiche und hatten eine Großchance als Higuaín nach einem Kroos-Fehler alleine auf Neuer zusteuerte. Deutschland konnte von Glück reden, dass die Argentinier diese Geschenke nicht annahmen. Neuling Kramer musste noch in der ersten Halbzeit ausgewechselt werden, nachdem er durch einen massiven Check eine Gehirnerschütterung erlitten hatte. Die größte deutsche Chance hatte Benedikt Höwedes unmittelbar vor der Halbzeit, doch sein wuchtiger Kopfball landete nur am Pfosten. In der zweiten Halbzeit eröffneten sich beiden Teams weitere Chancen, die jedoch nicht den Weg ins Tor fanden. Nach der regulären Spielzeit war kein Weltmeister gefunden worden. In der Verlängerung gestalteten die Mannschaften das Spiel etwas offener, ohne dabei aber ihre Ordnungen aufzulösen. Jedes Team bekam noch eine Chance, um das Spiel für sich zu entscheiden. Palacio setzte seinen Heber über Neuer hinweg neben das Tor. Und dann kam sie, die 113. Spielminute: André Schürrle tankt sich auf links gegen zwei Gegenspieler nach vorne durch, flankt den Ball nach innen auf Mario Götze. Der nimmt den Ball mit der Brust an und legt ihn volley am argentinischen Schlussmann vorbei ins Tor. Es steht 1:0 für Deutschland. Mit einer kämpferischen Meisterleistung und einem geschlossenen Mannschaftsgefüge holt sich dieses Team, was sie sich so sehr erarbeitet und was sich ganz Fußball-Deutschland seit einer gefühlten Ewigkeit ersehnt hat: den Weltmeister-Titel.

  • Internationale Pressestimmen:

    Zwei Tage nach dem Endspiel am 13. Juli 2014 kommentierte die internationale Presse den deutschen Sieg euphorisch:

    Sportzeitung "Olé"(Argentinien): "Uns wurde die Hoffnung gestohlen - ein nationaler Schlag. Die Nationalelf verlor das Finale in der Verlängerung durch ein hervorragendes Tor Götzes, und Deutschland hat uns wieder wie 1990 besiegt. Argentinien hat ein sehr ehrenhaftes Spiel gezeigt. Der italienische Schiedsrichter hat in der zweiten Halbzeit ein klares Elfmeterfoul an Higuaín nicht gepfiffen. Trotz des Schmerzes muss man den Jungs Applaus spenden."

    Estadão (Brasilien): "Die Deutschen kamen nach Brasilien, um Geschichte zu Schreiben. Sie haben ihren vierten WM-Titel erobert, sich haben als erstes europäisches Team den Pokal in Amerika in die Höhe gestemmt, und sie haben Miroslav Klose als WM-Rekordtorjäger unsterblich gemacht. Und zum guten Schluss ließen sie Messi, bei seinem dritten Versuch, eine WM zu gewinnen, außen vor."

    "El País" (Spanien): "Deutschland benötigte für seinen vierten WM-Titel 120 Minuten, viel Schweiß und die Treffsicherheit eines Götze, der in der WM bis dahin kaum in Erscheinung getreten war. Argentinien hatte eine stabile Abwehr, aber es fehlte das Schießpulver im Angriff."

    "La Gazzetta dello Sport" (Italien): "Germania über alles! (auf Deutsch). Vierter WM-Titel für Deutschland, es entscheidet die Magie des Bayern-Angreifers Götze, vorgelegt von Schürrle. Zwei Jungs, die von der Bank kommen und zeigen, wie stark der deutsche Kader ist und wie verdient dieser Erfolg einer wahren Mannschaft am Ende war. Eine Mannschaft, die seit Jahren zusammenspielt und jetzt die Früchte erntet."

    "Corriere dello Sport" (Italien): "Triumph für Deutschland. Mario Götze entscheidet die WM in Brasilien. Eine spannende und umkämpfte Partie in Rio de Janeiro, aber am Ende triumphieren die Deutschen über ein zu limitiertes Argentinien, das zu abhängig von einem nicht wieder zu erkennenden Messi ist, der komplett aus dem Spiel war. Am Ende erobert Deutschland den Pokal: erfahrener, bestimmter, deutscher. Alles in allem die stärkste Mannschaft."

    De Volkskrant (Niederlande): "Deutschland Weltmeister dank eines 'messianischen' Tores. Hinreißend, spannend und hart war das WM-Finale zwischen dem kombinierenden Kollektiv aus Deutschland und den Argentiniern, die auf eine Erlösung durch Messi spekulierten. Als die Dämmerung über Rio de Janeiro gefallen war und die Ausdauer fast verbraucht war, gewann Deutschland. Es ist der verdiente Lohn für den neuen Weg, basierend auf Technik und Mumm."

    "Kurier"(Österreich): "Ganz Deutschland ist Weltmeister. Sternstunde für den deutschen Fußball. Eine echte Willens- und Energieleistung in einem Endspiel, das viele Stolpersteine und Hürden für die Mannschaft von Joachim Löw vorgesehen hatte."

    The Guardian (Großbritannien): "Super-Mario hilft Deutschland zum Triumph. Götzes Volley stellt Rio in eine Reihe mit Bern 1954, München 1974 und Rom 1990. Die Deutschen sind verdiente Weltmeister, auch wenn sie nicht mit der Überlegenheit des Halbfinals aufgetreten sind. Es ist der Gipfel einer Geschichte, die für andere eine Inspiration sein sollte. Diese Mannschaft entwickelt sich immer weiter, und doch hat sie weiterhin die Qualitäten, die den Grundstein für die früheren Erfolge deutscher Mannschaften gelegt haben."

    "Rzeczpospolita" (Polen): "Gewonnen hat der schöne Fußball, Mario Götze ist der Held des Finales. Leo Messi wird kein Gott wie Diego Maradona sein. Das war ein großes Finale, das dieser WM würdig war. Sowohl die Deutschen als auch die Argentinier wussten, dass dies ihre einzige Chance sein kann, in die Geschichte einzugehen. Die Schritte des argentinischen Tango verwoben sich auf dem Spielfeld mit dem Samba der Deutschen. Und die Deutschen tanzen Samba sieben Mal besser als die Brasilianer."

    "Sport-Express" (Russland): "Der Fußball lebt! Deutschland hat es verdient. Die Deutschen waren ihrem Gegner fast in allem überlegen. Das Bundesteam wurde nicht nur zum vierten Mal Weltmeister, sondern stellte nebenbei auch einen Rekord auf: Drei Titel hintereinander für Europa. Auf Wiedersehen in Russland!"

  • Kontroverse um den „Gaucho“-Tanz

    Im Anschluss an die WM-Feier entstand eine große Diskussion im Feuilleton der Zeitungen über den Auftritt der Hausgemeinschaft um Roman Weidenfeller, André Schürrle, Skhodran Mustafi, Miroslav Klose, Mario Götze und Toni Kroos (die Spieler wohnten im Campo Bahia in Gruppen in einem Haus). Sie haben auf die Melodie von dem Kinderlied „So reit‘ der Cowboy“ eine Variante zum WM-Finale erdichtet. Dabei sind sie in gebeugter Haltung gegangen und haben „So gehen die Gauchos“ gesungen, als der Text zu „So gehen die Deutschen“ umschlug, sind sie aufgesprungen und haben ihren Weg tanzend im aufrechten Gang fortgesetzt.
    In den Medien ist seitdem der „Gaucho-Dance“ omnipräsent. Der Begriff „Gaucho“ bezeichnet einen lateinamerikanischen Viehzüchter und zudem werden die Spieler der argentinischen Nationalmannschaft in Anknüpfung an diesen Ursprung „Gauchos“ genannt. Dennoch scheint es weit hergeholt zu sein, den deutschen Spielern eine Absicht der Diffamierung zu unterstellen. Neutralen Beobachtern wirft sich die Frag auf, ob dieser Tanz wirklich notwendig gewesen ist, schließlich birgt sich darin ein despektierlicher Vergleich des Siegers mit dem Verlierer. Regelmäßigen Stadiongängern war dieser Tanz allerdings bekannt, er wird in zahlreichen Stadien nach einem Sieg zelebriert und niemanden stört es. In einem Länderspiel einer deutschen Nationalmannschaft gegen eine argentinische befindet sich diese Art zu feiern auf einer neuen, politischen oder ethnischen Ebene. Es wird deutlich, dass mit „Gauchos“ nur und ausschließlich die Argentinier gemeint sind. Aber nicht mehr und nicht weniger. Das steht genauso für die argentinische Nationalmannschaft, wie „Three Lions“ für die englische, wie „Selecao“ für die brasilianische, wie „Equipe Tricolore“ für die französische. Deswegen muss die Frage gestellt werden, ob darin wirklich die Absicht steckt, ein Volk oder gar eine ethnische Gruppierung im nationalistischen Sinne herabzuwerten. Auch wenn dies nicht die Absicht einer Nationalmannschaft ist, so kann sich keine Sportart bei Länderspielen von einem nationsorientierten Charakter freisprechen, und ein Teil davon ist es, sich von anderen Nationen zu unterscheiden. Bei allem Verständnis für die Argentinier, wäre eine Meisterfeier der Argentinier, wenn sie und nicht Deutschland den Pokal gewonnen hätten, frei von solchen Jubel-Szenen gewesen? Die Argentinier, die dann ihren dritten WM-Titel ausgerechnet in Brasilien geholt hätten? Das bleibt zu bezweifeln.[2] Natürlich wird in Deutschland jetzt wieder über Nationalismus und Erniedrigung der Gegner gesprochen. Bis zu einem gewissen Punkt, an dem dieser Hinweis auf ein kritisches Betrachten des Tanzes berechtigt ist, ist diese Ansicht nachvollziehbar. Das Ausmaß der Debatte mag man für übertrieben halten, das sehen selbst viele Argentinier so.[3] Es ist und bleibt ein Spiel. Zu feiern, sich über einen Gewinn zu freuen, ist doch das Normalste der Welt. Dennoch ist es ein gutes Zeichen für eine sensible politische Kultur, wenn schon kleine Ausreißer, die z.T. auf Missverständnissen beruhen, kritisch angemerkt werden. Dass einige Unverbesserliche die Gelegenheit nutzen wollten, ihre nationalistische Suppe zu kochen, sollte von der politischen Bildung in ihren Auswirkungen im Auge behalten werden. Zwei Mainzer Studenten haben diese Phänomene auf Schland-Watch dokumentiert.[4]

    Weitere Literaturhinweise über den Gaucho-Tanz finden sich am Ende des Rückblicks.

  • Rückblick Brasilien (Land / Gesellschaft / Seleção)

    a. Land und Gesellschaft
    Die Weltmeisterschaft im eigenen Land, das ist, wie man 2006 in Deutschland selbst erfahren durfte, immer etwas ganz Besonderes. Als die FIFA Brasilien am 30. Oktober 2007 endgültig als Gastgeber der Fußballweltmeisterschaft 2014 bekanntgab, gab es in dem fußballverrückten Land kein Halten mehr. Eine ganze Nation kannte in dem Moment nur ein Gefühl: große Vorfreude auf das Fußballturnier und die weltweit größte Sportveranstaltung.
    Viele Versprechungen wurden gemacht und viele Hoffnungen innerhalb der Brasilianischen Bevölkerung geweckt. Diese Weltmeisterschaft sollte nicht nur sportlich ein großer Erfolg werden und der brasilianischen Nationalmannschaft den „Hexa“, also den sechsten Titelgewinn, bescheren, sondern gleichzeitig auch viele soziale Probleme des Landes lösen und Brasilien weltweit große Anerkennung verschaffen.
    Für die Vorbereitungen der Weltmeisterschaft wurden von der brasilianischen Regierung gegenüber der FIFA und der eigenen Bevölkerung umfangreiche Investitionen in Infrastruktur und Stadien angekündigt. Insgesamt wurden zwölf Städte von 17 Bewerbern als Austragungsort auserwählt. In sieben Städten kam es zu einem kompletten Stadionneubau und in den restlichen fünf zu einem Umbau bereits bestehender Stadien. Besonders der damalige brasilianischen Präsident Lula da Silva hat sich dafür eingesetzt, dass mehr als die von der FIFA verlangten zehn Austragungsorte zur Verfügung stehen, um die Weltmeisterschaft möglichst vielen Menschen vor der eigenen Haustür zu präsentieren. So kam es auch zum Stadionneubau in der Stadt Manaus, die im nord-westen Brasiliens mitten im Amazonasurwald gelegen ist und nicht mal einen Erstliga-Verein hat, der das Stadion nach der WM vollwertig nutzen und unterhalten könnte. Es war geplant die Stadien komplett aus privaten Mitteln zu finanzieren, doch die erwarteten Privatinvestoren blieben fern und so musste der Staat einspringen um die Projekte zu realisieren. Alleine für die Stadien wurden über drei Milliarden Euro in die Hand genommen. Dies ist mehr als für die Weltmeisterschaften 2006 in Deutschland und 2010 in Südafrika zusammen. Laut Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG befinden sich von den 20 teuersten Stadien weltweit derzeit zehn in Brasilien. Auch die versprochene Modernisierung der Austragungsorte wurde bis zum Start der WM nur unzureichend umgesetzt. U.a. beim öffentlichen Nahverkehr sollten in knapp 50 Projekten bis zu vier Milliarden Euro investiert werden, doch davon blieben am Ende nur 30 Projekte über und fertiggestellt wurden gerade mal fünf. Insgesamt wurde die Finanzierung der WM (knapp zehn Milliarden Euro) zu 85% aus den Töpfen der öffentlichen Hand, also vor allem durch die Steuerzahler, bewältigt. Die dafür notwendigen Kredite wurden über Staatsbanken finanziert und die Löcher im Staatshaushalt teilweise durch drastische Kürzungen bei den Sozialausgaben ausgeglichen. Gleichzeitig kam es mit dem Bau der Stadien auch zu einem der größten Umsiedlungsprojekte in der Geschichte Brasiliens. Bis zu 250.000 Menschen (vergleichbar ganz Münster) mussten in den zwölf Austragungsorten ihre Wohnstätten verlassen. Hierbei kam es teilweise auch aufgrund einer schlechten Informationspolitik seitens der zuständigen Behörden zu Zwangsräumungen. Als Ausgleich gab es für die betroffenen Familien zwar neue sehr einfache Häuser bzw. Wohnungen, diese lagen aber weit entfernt von ihrem bisherigen Wohn- und sozialem Umfeld entfernt.
    Bedingt durch oben geschilderte Kostenexplosionen und nicht eingehaltenen Versprechen der brasilianischen Regierung kam es im Zuge des Konföderationen-Pokals, der jedes Mal ein Jahr vor der Weltmeisterschaft im Gastgeberland stattfindet, zu landesweiten sozialen Protesten innerhalb der Bevölkerung. Ein Auslöser war u.a. eine Fahrpreiserhöhung der Bustarife um 20 Centavos. Es wurden aber vor allem die die fehlenden Investitionen in Bildung und Gesundheit, sowie immer wieder neue Fälle von Korruption angeprangert. Teilweise wurden aus den anfänglich friedlichen Protesten auch ernsthafte Straßenschlachten mit vielen Verletzten. Erst als die derzeitige brasilianische Präsidenten Dilma Roussef nach langem Zögern auf die Proteste reagierte und Besserung versprach und die Fahrpreiserhöhungen zurückgenommen wurden, gingen diese Unruhen auch wieder zurück. Von der brasilianischen Regierung wurde anschließenden versucht die soziale Unzufriedenheit von der Fußballweltmeisterschaft zu trennen, so als habe das eine nichts mit dem anderen zu tun hätte.
    Mitte Mai 2014 vier Wochen vor dem Start der Weltmeisterschaft flammten die sozialen Proteste erneut auf. Im Kern waren es die gleichen Forderungen wie schon ein Jahr zuvor: Mehr Investitionen in Gesundheit und Bildung, höhere Sozialausgaben. Doch dieses Mal richteten sich die landesweiten Demonstrationen nicht nur gegen die brasilianische Regierung sondern auch gezielt gegen die FIFA („FIFA GO HOME“), die aus den ausgetragenen Weltmeisterschaften einen Milliardengewinn einstreicht. Während der Weltmeisterschaft vom 12. Juni bis zum 13. Juli 2014 wurde in den Medien kaum noch über die Proteste berichtet. In Deutschland überwogen ganz eindeutig die Berichte über den sportlichen Teil der WM und hier insbesondere alle Informationen über die deutsche Nationalmannschaft, die aus den Zeitungen, Zeitschriften und dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen kaum noch wegzudenken war. Gleichzeitig konnte aber auch festgestellt werden, dass die Proteste insgesamt zurückgegangen sind. Ob dies nun an dem härteren Vorgehen und der höheren Präsenz der brasilianischen Polizei, an den ermüdenden Demonstranten oder nur einfach an der WM selbst lag, wird sich erst in den nächsten Monaten zeigen. Ganz zurückdrängen ließen sich die Proteste jedoch nicht, wie die Vorfälle Ende Juni in der Hauptstadt Brasilia oder auch am Finaltag der Protestmarsch zum Stadion zeigen. Spätestens mit dem beginnenden Wahlkampf zur Präsidentschaftswahl in Brasilien am 5. Oktober 2014 ist mit erneuten landesweiten Protestkundgebungen zu rechnen. Es ist jedoch eher unwahrscheinlich, dass sie so zahlreich wie 2013, mit weit über eine Millionen Menschen auf der Straße, sein werden.
    Während der WM gab es auf Seiten der Fans und der Spieler ein groß diskutiertes Thema: Die Besucherzahl der Stadien. In den Fernsehübertragungen ist relativ schnell aufgefallen, dass insbesondere in den Partien der Gruppenphase kaum ein Stadion vollbesetzt war. Dies lag jedoch nicht daran, dass im Vorfeld nicht alle Tickets durch die FIFA u.a. über ihre Internetplattform und eine weltweite Auslosung der Karten, verkauft wurden. Sondern, dass viele Faktoren auf einmal zusammengekommen sind. Beim Spiel Spanien gegen Niederlande in Salvador ist z.B. der Verkehr rund ums Stadion zusammengebrochen, so dass es viele Fans nicht rechtzeitig ins Stadion geschafft haben. Ein paar Fans haben die Reise nach Brasilien wohl erst gar nicht angetreten. Aber der Großteil der leeren Plätze geht wohl auf die Sponsoren zurück die ihre zugesicherten Tickets nicht an Mitarbeiter, Kunden und Fans weitergegeben haben. Selbst Viertelfinalspiele waren so nicht ausverkauft. Das hat eine WM im „fußballverrückten“ Brasilien eigentlich nicht verdient. Es hätte bestimmt genug Fans gegeben die stattdessen ins Stadion gegangen wären, wenn sie die Karten hätten bezahlen können.
    Auch wenn bedingt durch die Weltmeisterschaft, wie oben bereits erwähnt, Milliarden in das eigene Land investiert wurden, scheint die heimische Wirtschaft nicht davon zu profitieren. Dies liegt einerseits an der hohen Abhängigkeit vom Rohstoffexport, als auch an den immer wieder auftauchenden Korruptionsfällen, die Brasilien für ausländische Investoren unattraktiv erscheinen lassen. Hatte man sich erhofft durch ein erfolgreiches Abschneiden der eigenen Mannschaft – Brasilien ging vom Gewinn der Weltmeisterschaft aus - die Psyche des Landes und der Gesellschaft zu heilen und so eine positive Wende und ein Ankurbeln der Wirtschaft zu erreichen, musste dieser überzogene Wunsch nach dem desolaten Halbfinalspiel gegen Deutschland begraben werden.
    Doch trotz aller berechtigter Kritik gibt es auch positive Seiten an der Weltmeisterschaft. Mit 6,4 Millionen werden für dieses Jahr in Brasilien knapp 700.000 mehr Touristen erwartet als noch 2013. Dieser Trend könnte nach einer Umfrage unter Managern der deutschen Reiseindustrie auch langfristig anhalten, so dass Brasilien zumindest als Reiseland bedingt durch die hohe Aufmerksamkeit dauerhaft profitiert. Auch für die Brasilianer selbst war die WM ein langes großes Fest, das zumindest zeitweise andere Probleme überlagern konnte. Insbesondere das Fanfest an der Copacabana in Rio de Janeiro, an dem sich täglich viele Tausend Menschen aus den unterschiedlichsten Nationen getroffen haben, um gemeinsam am Strand Fußball zu gucken, steht beispielhaft für den gelungenen Teil dieser WM.
    Die langfristigen Folgen durch eine hohe Überschuldung, Proteste und Unzufriedenheit innerhalb der Bevölkerung, gleichzeitig einer hohen internationalen Aufmerksamkeit und weit mehr Touristen als üblich, lassen sich jedoch wahrscheinlich erst nach den olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro, die das nächste Weltereignis in Brasilien innerhalb kürzester Zeit markieren, absehen.

    b. Seleção
    Für die Seleção, trainiert von Luiz Felipe Scolari, der Brasilien bereits im Jahr 2002 zum Weltmeistertitel geführt hatte und mit Superstar Neymar, der seit der Saison 2013/2014 bei FC Barcelona unter Vertrag steht, gab es bei der WM im eigenen Land nur eine einzige Möglichkeit aus dem Turnier herauszukommen: als Weltmeister. Es sollte endlich der sechste Titel her, auf den die ganze Nation seit der Weltmeisterschaft 2002 wartete, um so Brasilien wieder als Fußballnation Nummer 1 an der Spitze der FIFA zu etablieren.
    In der Vorrunde warteten die Mannschaften von Kroatien, Mexiko und Kamerun mit beachtlichen Qualitäten auf, die sich zu Recht für die Weltmeisterschaft qualifiziert hatten, aber die Favoritenrollen konnten sie Brasilien im Vorfeld nicht nehmen. Überraschenderweise war es für die Seleção viel schwerer als erwartet. Gegen Kroatien begannen die Gastgeber bedingt durch ein frühes Eigentor fahrig und wenig konzentriert. Konnten dann aber durch eine starke Leistung und etwas Schiedsrichterglück die Partie mit 3:1 für sich entscheiden. Auch in dem folgenden Spiel gegen Mexiko kam Brasilien nicht über ein torloses Unentschieden hinaus und scheiterte mehrmals am glänzend parierenden mexikanischen Schlussmann. Hier trafen sich zwei Teams auf Augenhöhe und es kamen die ersten zweifelnden Stimmen an der Favoritenrolle Brasiliens auf. Im letzten Gruppenspiel gegen Kamerun gab es dann endlich den ersehnten deutlichen Sieg mit 4:1 und einem glänzend aufspielenden Neymar der zwei Tore schoss. Damit endete die Gruppenphase für Brasilien punktgleich vor Mexiko auf Platz 1, allerdings weniger glorreich als erwartet.
    Im Achtelfinale wartete nun mit Chile ein großer Rivale vom eigenen Kontinent. In einem spannenden Spiel mit harten Zweikämpfen, vielen Chancen und 120 Minuten Powerplay konnte erst das Elfmeterschießen den Sieger küren. Dieses entschied Brasilien nach mehreren gehaltenen Elfmetern beider Torhüter knapp mit 3:2 für sich. Ein ganzes Land war erleichtert, doch wirklich überzeugend war auch dieser Auftritt mal wieder nicht. Viel eher hätten es in diesem Fall die Chilenen verdient gehabt ihre starke Leistung durch einen Sieg im Elfmeterschießen zu belohnen. Im anschließenden Viertelfinale spielte Brasilien gegen Kolumbien, das bisher eine fehlerfreie WM abgeliefert hatte und ohne Punktverlust in die Finalrunde eingezogen war. Brasilien begann furios mit einem frühen Tor von Thiago Silva, das jedoch die kolumbianische Mannschaft nicht schocken konnte, die weiter mutig voran spielte und stark die vielen Angriffsbemühungen der Brasilianer verteidigte. Auch nach dem 2:0 durch David Luiz ließ sich Kolumbien nicht einschüchtern und versuchte weiterhin selbst ein Tor zu schießen, was dann auch zehn Minuten vor Schluss gelang. Die Brasilianer waren aber clever genug, die Führung nun über die Zeit zu retten. Überschattet wurde das Spiel von dem brutalen Foul an Superstar Neymar, der kurz vor Schluss mit einem gebrochenen Lendenwirbel vom Platz getragen werden musste. Mit diesen schockierenden Bildern im Kopf konnte sich kein Brasilianer so richtig über den Einzug ins Halbfinale freuen.
    Schon vor der Partie gegen Deutschland gab es viele ratlose Gesichter in Brasilien: Offensivspieler Neymar verletzt und Kapitän und Abwehrchef Thiago Silva wegen seiner zweiten gelben Karte gesperrt. Wie soll man ohne diese zwei Stammspieler nur gegen Deutschland spielen? Bereits nach der ersten Halbzeit war klar, dass dies im Vorfeld nicht nur eine hypothetische Frage war. Deutschland begann stark und ging durch Thomas Müller früh in Führung. Die brasilianische Mannschaft schien daraufhin stark verunsichert. Spätestens nach dem zweiten Tor durch Klose war die Seleção vollkommen von der Rolle und zerfiel völlig. Was danach passierte, ist Geschichte: Die deutsche Mannschaft demontierte die Brasilianer und eine ganze Nation verfiel in Schockstarre. Viele brasilianische Spieler weinten nach dem Schlusspfiff hemmungslos und waren am Boden zerstört. Der Verteidiger David Luiz entschuldigte sich in einem Interview kurz nach Spielende für das Ausscheiden bei allen Brasilianern „Ich entschuldige mich bei allen Brasilianern. Ich wollte nur mein Volk lachen sehen. Ich wollte Brasilien durch den Fussball glücklich machen.“ Allein diese Worte zeigen schon unter welchen immensen Druck sich die Brasilianische Mannschaft selbst gesetzt hat. Sie wollte mit ihrem Fußballspiel eine landesweite Aufbruchstimmung erzeugen und alle Probleme des Landes auf einmal lösen. Weltmeister werden und alle sind glücklich und zufrieden. So einfach ist das leider nicht und die Logik greift hier etwas zu kurz. Auch gegen die Niederlande im Spiel um Platz 3 hat man uninspirierte und niedergeschlagene brasilianische Mannschaft gesehen, die dann auch verdient mit 0:3 gegen ein starkes Oranje-Team verloren hat.
    Vielleicht hätte Brasilien einfach ganz normal Fußballspielen sollen, so wie es zigtausende Tag für Tag auf den vielen Bolzplätzen im Land machen. Hier ist eventuell auch die Frage nach der Herangehensweise des Trainers zu stellen, der gerade in einer solchen Situation eine hohe Verantwortung für die psychologische Betreuung der Spieler hat. Die Fixierung auf einen Star-Spieler, in diesem Fall Neymar, hat bisher in der Fußballhistorie selten zum Erfolg geführt. Viel wichtiger ist es als Mannschaft und als Einheit aufzutreten und gemeinsam etwas erreichen zu wollen, wie dies oft im Abstiegskampf in der Bundesliga zu erleben ist. Scolari zog kurz nach dem Turnier die Konsequenzen und reichte beim brasilianischen Verband seinen Rücktritt ein. Der Verband hat diesen ohne zu zögern akzeptiert und gleichzeitig auch den restlichen Trainerstab entlassen. Doch anstatt nun in Ruhe einen Neuanfang zu planen wurde innerhalb kürzester Zeit Carlos Dunga als neuer alter Trainer präsentiert. Bereits von 2006 bis zur Weltmeisterschaft 2010 war Dunga Trainer der Seleção und wurde nach Ausscheiden im Viertelfinale gegen die Niederlande in Südafrika unsanft vom Hof gejagt. Er kann nun erneut beweisen, dass er doch der richtige Mann für den Job ist. Bereits nächstes Jahr wartet mit der Copa América 2015 in Chile die erste Bewährungsprobe auf ihn. Für den Anfang sollte es reichen, wenn er sich den sportlichen Herausforderungen stellt und nicht, wie in den letzten Monaten vom Trainer und von der brasilianischen Mannschaft praktiziert, durch den Sport auch alle politischen Probleme durch den Sport lösen zu wollen.

  • FIFA und DFB

    Deutschland ist Weltmeister. Da steht es natürlich außer Frage, dass der DFB einer der Gewinner dieser Weltmeisterschaft ist. Aber auch die Sponsoren der deutschen Mannschaft können sich darüber sehr freuen. Adidas ist der Ausrüster der Nationalmannschaft und in Deutschland ist nach dem WM-Titel ein großer Boom losgebrochen. Die Verkaufsläden werden gestürmt, um das neue deutsche Trikot zu ergattern, das Trikot mit dem vierten Stern. Dennoch sind die Adidas-Aktienkurse wenige Wochen später in den Keller gegangen, da im wichtigsten Markt der Sportartikelindustrie (USA) ein Umsatzrückgang von 14% zu verzeichnen war und der Russlandmarkt wegen der Ukrainekrise nicht wie erwartet wächst.[5]
    Vor allem aber kann sich die FIFA mal wieder zu dem Kreis derer zählen, die in einem besonderen Maße von dem großen Fußball-Event in Brasilien profitierten. Der Kontrast zwischen dem Gastgeberland Brasilien und der FIFA könnte nicht größer sein. Brasilien hat viel für die Weltmeisterschaft investiert, große Schulden gemacht, Stadien gebaut, die nach der WM kaum noch gebraucht werden. Die FIFA hingegen hat wieder große Einnahmen zu verzeichnen. Die Gewinnprämien, die an die teilnehmenden Nationen und die Vereine der Spieler ausgeschüttet werden, ist nur ein Bruchteil von dem Gewinn, den die FIFA machte. Sie hat ihren Gesamtumsatz auf 3,3 Milliarden Euro gesteigert und damit einen Rekordwert erreicht. Da die FIFA in Brasilien von Steuern befreit ist, bleibt ihr nach Auszahlung der Gewinnprämien und weiterer Ausgaben noch etwa 1,6 Milliarden Euro.[6]
    Allerdings hat die FIFA bei der WM ein blaues Auge davongetragen. Noch während der Weltmeisterschaft wurde publik, dass ein hochrangiger FIFA-Funktionär, der der Vorsitzende der FIFA-Ticketagentur war, Tickets für viel Geld auf dem Schwarzmarkt weiterverkauft hat.[7]
    Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die FIFA und der DFB zwar wirtschaftlich enorm von der WM profitierten, aber die FIFA zugleich auch moralisch und im Ansehen nach all den vorhergehenden Korruptionsvorwürfen weiter verloren hat.

    Es war zudem sicherlich kein Zufall, dass der russische Staatspräsident Wladimir Putin während des WM-Finales auf der Tribüne des Maracana-Stadions zu Rio de Janeiro neben Sepp Blatter saß und wichtige Gespräche für die nächste WM in Russland 2018 geführt haben dürfte. So erstaunt es die Fußball-Welt, dass die drei Mannschaften von der völkerrechtswidrig einverleibten Halbinsel Krim bereits an russischen Wettbewerben teilnehmen. Ein Verbandswechsel ohne Zustimmung des abgebenden Landes (hier: die Ukraine) hätte Protest oder gar Sanktionen der FIFA auslösen müssen. Aber das unterblieb. Im Vorstand der FIFA (und UEFA) sitzen enge Vertraute des russischen Staatpräsidenten. Zudem haben beide Verbände mit dem russischen Gazprom-Konzern lukrative Sponsorenverträge abgeschlossen. So kann Sport zur faktischen Anerkennung der russischen Annexionspolitik beitragen.[8]
    Russland damit drohen, die WM 2018 zu nehmen, wie von Manchen gefordert, wäre wahrscheinlich politisch unklug. "Die maximale Brüskierung einer maximalen Zahl von Russen wäre das [...] Es zeigt, was Russen, Europäer und Amerikaner derzeit brauchen: so viele Begnungen wie nur möglich, ob bei einer WM oder bei einem "Russlandtag". Jeder Kontakt ist ein Wert an sich. Wer einen Konflikt kennt, der gelöst wurde, indem Menschen nicht mehr miteinander gesprochen haben, möge sich bitte melden."[9] Auch der Ukraine-Konflikt zeigt: Fußball kann immer noch einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung leisten - manchmal mehr, manchmal weniger.


  • Quellen:

    Fröschner, Joschka (2014)a: Fußball-WM, Woche 1: Party-Patriotismus fordert erstes Opfer in Nidda. Im Internet: http://www.fussball-gegen-nazis.de/beitrag/fu%C3%9Fball-wm-woche-1-party-patriotismus-fordert-erstes-opfer-nidda-9528
    Fröschner Joschka (2014)b: FIFA-WM, Woche 2: Blackface und andere Scheußlichkeiten. Im Internet: http://www.fussball-gegen-nazis.de/beitrag/fifa-wm-woche-2-blackface-und-andere-scheu%C3%9Flichkeiten-9542
    Grimm, Katharina (2014): Rechte Ausbrüche nach WM. Die Schlöcher aus Schland. Im Internet, http://www.stern.de/politik/deutschland/rechte-ausbrueche-nach-wm-die-schloecher-aus-schland-2123956.html
    Hermann, Boris (2014): Ha! Ho! Heja heja he!, in: Süddeutsche Zeitung vom 29.07.2014.
    Hugues, Pascale (2014): Nationalismus heute, in: Süddeutsche Zeitung vom 02.08.2014.
    Latsch, Marc (2014): FIFA-WM, Woche 3: Reichsflaggenjubel, Twitter-Rassismus und der Hakenkreuz-Cannabis-Papst. Im Internet, http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/fifa-wm-woche-3-reichsflaggenjubel-twitter-rassismus-und-der-hakenkreuz-cannabis-papst-haupt
    Hofmann, Paul/ Balzer, Anne-Sophie (2014): Der schmale Grat zwischen Patriotismus und Nationalismus. Im Internet, http://www.zeit.de/sport/2014-06/fussball-wm-rassismus
    Rafael, Simeone (2014): Rassismus und aggressiver Patriotismus zum WM-Finale. Im Internet: http://www.netz-gegen-nazis.de/beitrag/rassismus-und-aggressiver-patriotismus-zum-wm-finale-9582
    Schlandwatch: https://www.facebook.com/schlandwatch.original?fref=ts
    Spiller, Christian (2014): „Die WM frisst alles auf“. Ein Interview mit Sportsoziologe Albrecht Sonntag. Im Internet, http://www.zeit.de/sport/2014-07/wm-brasilien-nationalismus-megaevent
    Spiegel-Online (2014): WM-Party in Berlin: Mustafi nennt Kritik am Gaucho-Tanz „respektlos“. Im Internet, http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/gaucho-tanz-in-berlin-shkodran-mustafi-findet-kritik-respektlos-a-981438.html
    Spiegel-Online (2014): WM-Party in Berlin: DFB-Präsident Niersbach verteidigt Gaucho-Tanz. Im Internet: http://www.spiegel.de/panorama/so-geh-n-die-gauchos-dfb-chef-niersbach-verteidigt-gaucho-tanz-a-981366.html
    Straud, Toralf (2012): Fußballtaumel und Fremdenfeindlichkeit. Im Internet, http://www.sueddeutsche.de/kultur/studie-zur-fussballweltmeisterschaft-fussballtaumel-und-fremdenfeindlichkeit-1.893255
    taz.de (2014): Gaucho-Tanz auf der WM-Party. Das war nicht die echte Mannschaft. Im Internet, http://www.taz.de/!142661/
    taz.de (2014): Nationalismus zur WM. Deutscher als die Polizei erlaubt. Im Internet, http://www.taz.de/!142457/
    Universität Marburg (2006): Wie Nationalismus, Patriotismus und Fremdenfeindlichkeit miteinander einhergehen. Im Internet, http://www.uni-marburg.de/aktuelles/news/2006/20061213studie/20061213studie
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    Fußnoten

    1.
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/mertesacker-interview-herzlichen-glueckwunsch-boris-buechler-13020438.html
    2.
    Vgl. http://www.tagesspiegel.de/sport/wm-2014-argentinien-im-finale-von-rio-das-zweite-trauma-fuer-brasilien/10183344.html
    3.
    Vgl. http://www.sueddeutsche.de/sport/argentinische-reaktionen-zum-gaucho-tanz-viel-laerm-um-nichts-1.2050166
    4.
    Schlandwatch: https://www.facebook.com/schlandwatch.original?fref=ts
    5.
    vgl. SZ vom 08.08.2014
    6.
    Vgl. Spiegel Online (2014), http://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-weltverband-fifa-macht-53-millionen-euro-gewinn-in-2013-a-974627.html
    7.
    Vgl. Spiegel Online (2014), http://www.spiegel.de/sport/fussball/wm-ticketskandal-polizei-nimmt-direktor-von-fifa-agentur-fest-a-979778.html
    8.
    Vgl. SZ vom 12.08.2014
    9.
    Esslinger, Detlef (2014): Deutsche Botschaften, in: Süddeutsche Zeitung vom 07.08.2014

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