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Sozialdemokratische Partei Deutschlands | Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2026 | bpb.de

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Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD

Marvin Reis

/ 2 Minuten zu lesen

Die „Sozialdemokratische Partei Deutschlands“ (SPD) einte sich 1875 aus dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein und der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Mit ihrer Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Godesberger Programm von 1959, in dem sich die Partei klar vom Marxismus abwandte, wandelte sich die SPD zu einer „Volkspartei“. Die SPD lässt sich im politischen Mitte-Links-Spektrum verorten, mit Themenschwerpunkten zu sozialer Gerechtigkeit, Gleichstellung und europäischer Zusammenarbeit.

Trotz der 1946 in der sowjetischen Besatzungszone erzwungenen Vereinigung von SPD und der „Kommunistischen Partei Deutschlands“ (KPD) zur „Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands“ (SED) konnte die SPD noch bis zum Mauerbau 1961 auch in Ost-Berlin als eigenständige Partei bestehen. In West-Berlin stellte die Partei zwischen 1950 und 1981 beinahe durchgehend die Regierenden Bürgermeister. Nach der Wiedervereinigung einte sich auch die West-SPD mit der neugegründeten Ost-SPD. Seit 1989 ist die Partei lückenlos in der Landesregierung vertreten. Sie stellte elf der insgesamt 16 Regierenden Bürgermeister Berlins in der Nachkriegszeit. Seit 2023 ist die SPD Juniorpartner in einer CDU-geführten Regierung. Lediglich von 1953 bis 1955 und von 1981 bis 1989 war sie in der Opposition.

Fakten zur Partei

  • Landesvorsitz: Steffen Krach, Bettina König *

  • Gründungsjahr Landesverband: 1945*

  • Mitgliederzahl in Berlin: 17.500*

  • Wahlergebnis 2023: 18,4%

* nach Angaben der Partei

Das Programm der SPD zur Abgeordnetenhauswahl setzt Akzente auf Wirtschaft, Verkehr, Wohnen, Sicherheit und Bildung. Neben mehr Investitionen in die städtische Infrastruktur und Stärkung von Tarifbindungen will sich die Partei auch für die Internationalisierung der Berliner Wirtschaft durch gezielte Wirtschaftskooperationen einsetzen. Beim Thema Wohnen setzt die SPD auf den Bau von Kommunal- und Sozialwohnungen. Zudem sollen Leerstandsflächen schneller und unbürokratischer bebaut werden können. Eine neue Mietenaufsicht soll Mieter und Mieterinnen beraten und Verstöße bei zu hohen Mieten verfolgen. In der Sicherheitspolitik fordert die SPD eine Stärkung der Gewaltprävention und einen umfangreicheren Opferschutz. Beim Thema Bildung fordert die SPD einen besseren Betreuungsschlüssel für Kitas und will den Ausbau von Inklusions- und Ganztagsschulen umsetzen. Außerdem fordert die Partei ein Handyverbot an Berliner Grundschulen. Darüber hinaus setzt sich die SPD für ein Verbotsverfahren der Alternative für Deutschland ein.

Spitzenkandidat ist Steffen Krach, Co-Vorsitzender des Landesverbandes.

Fussnoten

Marvin Reis, M. Sc., arbeitet an der Arbeitsstelle „Politische Soziologie der Bundesrepublik Deutschland“ am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin.