Die „Partei des Fortschritts“ (PdF) wurde 2020 gegründet. Sie versteht sich als basisdemokratische Partei, die es Interessierten ermöglicht, unmittelbar an der politischen Willensbildung teilzuhaben. Die PdF beschreibt „Fortschritt, Transparenz, Menschenrechte und Gerechtigkeit“ als ihre zentralen Leitprinzipien. Obwohl die PdF eine Einordnung nach dem Links-Rechts-Schema ablehnt, kann sie auf Grundlage ihres Grundsatzprogramms aus politikwissenschaftlicher Sicht im (links-)liberalen Raum verortet werden.
Die Partei des Fortschritts hat - mit Ausnahme des Saarlands - Landesverbände in allen Bundesländern. Seit ihrer Gründung trat die PdF bei verschiedenen Landtags- und Kommunalwahlen sowie zur Bundestags- und Europawahl an. Bei der Europawahl 2024 konnte die PdF ein Mandat im europäischen Parlament erringen. Zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin tritt die Partei zum ersten Mal an.
Fakten zur Partei
Landesvorsitz: Babak Rohani*
Gründungsjahr Landesverband: 2024*
Mitgliederzahl in Berlin: 50*
Wahlergebnis 2023: nicht angetreten
* nach Angaben der Partei
In ihrem Grundsatzprogramm betont die PdF ihr Bekenntnis zum Grundgesetz, zur Europäischen Union und zum Völkerrecht. Zudem möchte die PdF durch mehr direktdemokratische Elemente eine engere Verbindung zwischen der Bevölkerung und der Politik erzielen. Digitale Verfahren sollen dabei die Teilhabemöglichkeiten verbessern, die Einflussnahme von Interessengruppen auf die Gesetzgebung soll transparent erfolgen, um ein Ungleichgewicht zwischen den Interessen von Unternehmen und Bürgern zu vermeiden. Die Partei legt einen Fokus auf Energieeffizienz und einen technologieoffenen Umbau des Verkehrssektors. Im Bereich der Sozialpolitik fordert die Partei, dass der Staat Menschen in Notsituationen unterstützen solle, warnt aber vor Missbrauch von Sozialleistungen. Die PdF unterstützt das Recht auf Asyl für alle, die aus Kriegs- oder Krisengebieten fliehen, spricht sich aber auch für die Rückkehr abgelehnter Asylbewerber aus, sobald das Herkunftsland als sicher gilt. Außerdem fordert sie eine höhere Entlohnung für Erziehungs- und Pflegearbeit sowie eine Reform des Rentensystems und die Annahme eines pluralistischen Familienbildes.