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Die Linke | Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2026 | bpb.de

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Die Linke Die Linke

Alexander Aragon Berger

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Die Partei „Die Linke“ (Die Linke) entstand 2007 durch den Zusammenschluss zweier Parteien: der aus der DDR-Staatspartei SED hervorgegangenen „Partei des Demokratischen Sozialismus“ (PDS) und der Partei „Arbeit & soziale Gerechtigkeit – Die Wahlalternative“ (WASG). Letztere wurde 2005 als Reaktion auf die Agenda 2010 der damaligen SPD-geführten Bundesregierung gegründet.

In Berlin zog die PDS 1990 in das Abgeordnetenhaus ein und war 2002 bis 2011 (ab 2007 als Die Linke) und 2016 bis 2023 mit der SPD und dann der SPD und den GRÜNEN an der Landesregierung beteiligt. Die Abgeordnetenhaus-Fraktion der Partei verlor 2023 ein Mitglied, das sich in der Folge dem von Sahra Wagenknecht und weiteren Bundestagsabgeordneten gegründeten BSW anschloss. Bei der Bundestagswahl 2025 erzielte Die Linke in Berlin 19,9 Prozent der Zweitstimmen.

Die Linke ist im linken Spektrum des deutschen Parteiensystems zu verorten. Sie bekennt sich zum „demokratischen Sozialismus“, der ein anderes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem erfordere – insbesondere durch individuelle Freiheit und sozial gleiche Teilhabe, einen sozial-ökologischen Umbau sowie die Überwindung der „Vorherrschaft des Kapitals“.

Fakten zur Partei

  • Landesvorsitz: Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer*

  • Gründungsjahr Landesverband: 2007*

  • Mitgliederzahl in Berlin: 18.048*

  • Wahlergebnis 2023: 12,2%

* nach Angaben der Partei

Der Schwerpunkt des Wahlkampfes liegt auf der Wohnungspolitik. Für landeseigene Wohnungsunternehmen fordert die Partei, Mieterhöhungen auf maximal ein Prozent jährlich zu begrenzen. Den Volksentscheid zur Enteignung und Überführung privater Wohnungsunternehmen in öffentliches Eigentum von 2021 will Die Linke umsetzen. Durch ein kommunales Wohnungsbauprogramm sollen jährlich 7.500 Wohnungen entstehen. In der Verkehrspolitik tritt die Partei für einen Ausbau von Rad- und Fußwegen sowie des öffentlichen Nahverkehrs ein und fordert u. a. einen Stopp bei der Erhöhung der Fahrpreise. Mit kostenloser Sperrmüllabholung für alle und mehr Straßenreinigungen will sie illegalen Müllablagerungen in Berlin entgegenwirken. Berlin soll bis 2040 klimaneutral werden und Klimaschutz soll als Ziel in die Landesverfassung aufgenommen werden. Der Öffentliche Gesundheitsdienst soll deutlich gestärkt werden. Im Bereich der Finanzpolitik will Die Linke sich auf Bundesebene für eine Vermögenssteuer und die Abschaffung der Schuldenbremse einsetzen, um Investitionen in Infrastruktur zu ermöglichen.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Elif Eralp ist die Spitzenkandidatin der Partei.

Fussnoten

Alexander Aragon Berger, B.A., arbeitet an der Arbeitsstelle „Politische Soziologie der Bundesrepublik Deutschland“ am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin.