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Freie Demokratische Partei | Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2026 | bpb.de

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Freie Demokratische Partei FDP

Petra Lipski Prof. Dr. Thorsten Faas

/ 2 Minuten zu lesen

Die „Freie Demokratische Partei“ (FDP) wurde 1948 gegründet. Als liberale Partei setzt sie vor allem auf Eigenverantwortung, Freiheitsrechte und freie Marktwirtschaft. Privatwirtschaftliche Lösungen zieht sie tendenziell einer staatlichen Regulierung vor. Die FDP setzt sich außerdem für Bildungsthemen und mehr Digitalisierung ein. Beim Thema Migration vertritt sie eher restriktive Positionen.

Auf Bundesebene hat die FDP viele Jahre als Koalitionspartner mitregiert, zuletzt war sie von 2021 bis 2024 Teil der Regierungskoalition mit SPD und den GRÜNEN. Bei der Bundestagswahl 2025 scheiterte die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde. Seitdem ist sie wie bereits 2013 bis 2017 nicht im Bundestag vertreten. In Berlin war die FDP seit der Wiedervereinigung keine Regierungspartei mehr und nicht durchgehend im Abgeordnetenhaus vertreten. 2016 schaffte sie vorübergehend den Wiedereinzug, ehe sie mit der Wiederholung der Berliner Wahl 2023 wieder aus dem Abgeordnetenhaus ausschied.

Fakten zur Partei

  • Landesvorsitz: Christoph Meyer*

  • Gründungsjahr Landesverband: 1948*

  • Mitgliederzahl in Berlin: 3.400*

  • Wahlergebnis 2023: 4,6%

* nach Angaben der Partei

Für die Abgeordnetenhauswahl 2026 tritt die FDP mit Christoph Meyer als Spitzenkandidat an. Der Schwerpunkt ihres Berliner Wahlprogramms liegt auf Wirtschaftsthemen. Hier tritt sie für einen Abbau von Bürokratie ein, etwa durch die Reduzierung von Vorschriften und Berichtspflichten für Unternehmen oder durch Digitalisierung von Verwaltungsabläufen, auch mithilfe von KI. Die Partei setzt beim Wohnungsbau auf marktwirtschaftliche Prinzipien und will den Erwerb von Eigentum erleichtern. Gründungen aus Handwerk und Wissenschaft sollen gefördert und Unternehmen mehr Freiräume ermöglicht werden – zum Beispiel mit einer „Sonderwirtschaftszone“ auf dem Tempelhofer Feld. Die Idee einer Ausbildungsplatzumlage lehnt sie ab. In der Bildungspolitik setzt sie u.a. auf ein verpflichtendes Vorschuljahr und Sprachstandtests. Außerdem fordert sie mehr Polizeipräsenz und Anstrengungen für mehr Sauberkeit im städtischen Raum.

Fussnoten

Petra Lipski M.A. arbeitet an der Arbeitsstelle „Politische Soziologie der Bundesrepublik Deutschland“ am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin.

Prof. Dr. Thorsten Faas leitet die Arbeitsstelle „Politische Soziologie der Bundesrepublik Deutschland“ am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin.