„Die Urbane. Eine HipHop Partei“ (Die Urbane.) wurde 2017 von Hip-Hop-Aktivistinnen und -Aktivisten in Berlin gegründet und verfügt derzeit über fünf Landesverbände. Die Partei bezeichnet sich als „antikolonial“ und „machtkritisch“, wendet sich gegen „weiße Vorherrschaft, Kapitalismus und Patriarchat“ und vertritt Positionen links des politischen Mainstreams. Die Urbane. stellt sich gegen Rassismus, die Abwertung von Menschen wegen körperlicher Behinderung, Homophobie, die Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie andere Formen der Diskriminierung. Die Partei bezieht sich auf die emanzipatorischen Ursprünge des Hip-Hop und verbindet nach ihrem Verständnis Repräsentation und Teilhabe marginalisierter Gruppen.
Die Urbane. trat bei den Bundestagswahlen 2017 und 2021 an und erreichte 0,0 Prozent der Stimmen (unter 3.000 bzw. unter 18.000 Zweistimmen).
Fakten zur Partei
Landesvorsitz: Corinna Kupka, Nicole Drakos*
Gründungsjahr Landesverband: 2017*
Mitgliederzahl in Berlin: 120*
Wahlergebnis 2023: 0,2%
* nach Angaben der Partei
Für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus liegt kein Programm vor. Im Grundsatzprogramm fordert die Partei unter anderem Reparationen für koloniale Verbrechen sowie Black Studies und Decolonial Studies an allen deutschen Universitäten. Außerdem spricht sie sich für die Abschaffung der aktuellen Grenz- und Visasysteme und ein Ende der Rüstungsexporte aus. Die Partei fordert ein bedingungsloses Grundeinkommen und die Enteignung bestimmter privater Immobilienkonzerne in Berlin. Das dreigliedrige Schulsystem und das Benotungssystem sollten ihr zufolge abgeschafft werden. Sie fordert, die private Krankenversicherung abzuschaffen und in die gesetzliche zu integrieren. Die Urbane. setzt sich auch für die Entkriminalisierung jeglicher Rauschmittel ein und fordert das Wahlrecht ab 14 Jahren für alle Menschen, die ständig in Deutschland leben.