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bergpartei, die überpartei | Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2026 | bpb.de

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bergpartei, die überpartei B*

Prof. Dr. Thorsten Faas

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Die „bergpartei, die überpartei“ (B*) entstand 2011 in Berlin aus der dadaistischen „Bergpartei“ und der libertären „ÜberPartei“. Ausschlaggebend für die Fusion der 2005 unabhängig voneinander gegründeten Parteien war die gemeinsame Erfahrung, nicht zu den Bundestagswahlen 2005 und 2009 zugelassen worden zu sein.

Die B* hat ihre Wurzeln unter anderem in der Berliner Hausbesetzerszene und versteht sich als experimentelles Projekt, das politische Anliegen mit künstlerischen Ausdrucksformen verbindet. Zentrale Punkte sind Kritik am Parlamentarismus sowie eine antikapitalistische und pazifistische Grundhaltung. Programmatisch setzt sie sich mit Fragen der Stadtentwicklung wie etwa autofreien Städten, der Nutzung bzw. Schaffung öffentlicher Räume, Nachhaltigkeit oder alternativen, nicht wachstumsorientierten Wirtschaftsformen, wie bedingungslosem Grundeinkommen, auseinander.

Fakten zur Partei

  • Landesvorsitz: Sarah Strickrodt*

  • Gründungsjahr Landesverband: 2005*

  • Mitgliederzahl in Berlin: ca. 70*

  • Wahlergebnis 2023: 0,1%

* nach Angaben der Partei

Die B* trat bisher nur in Berlin zu Wahlen an, erstmals bei der Abgeordnetenhauswahl 2011. Dabei kandidierte sie mit einer Bezirksliste in Friedrichshain-Kreuzberg sowie Direktkandidierenden in einzelnen Wahlkreisen. Bei den Wahlen 2011, 2016 und 2023 erhielt sie Stimmanteile von 0,0 bis 0,1 Prozent.

Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus 2026 tritt B* erneut mit Bezirkslisten an. Über das reguläre Parteiprogramm hinaus gibt es kein dezidiertes Wahlprogramm für 2026, auf die Formulierung neuer programmatischer Schwerpunkte wird verzichtet. Stattdessen betont die B* die Offenheit für inhaltliche Neuorientierungen und fordert zur Beteiligung neuer Unterstützerinnen und Unterstützer auf.

Fussnoten

Prof. Dr. Thorsten Faas leitet die Arbeitsstelle „Politische Soziologie der Bundesrepublik Deutschland“ am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin.