Die „PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ“ (Tierschutzpartei) wurde 1993 gegründet und trug bis 2026 den Namen „PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ“. Die Umbenennung wurde im Februar 2026 auf dem Bundesparteitag als Schritt einer Fusion mit der Partei „Klimaliste Deutschland“ beschlossen. Zur Berliner Abgeordnetenhauswahl 2026 tritt die Partei bereits unter dem neuen Namen an. Sie ist in allen Bundesländern mit Landesverbänden vertreten und nimmt seit ihrer Gründung an Landtags- und Bundestagswahlen teil. Seit 1999 kandidiert sie für die Europawahl, bei der sie seit 2014 jeweils ein Mandat erringen konnte.
Zentrale Themen der Tierschutzpartei sind der Schutz und die Rechte von Tieren. Die Partei fasst Mensch, Tier und Natur als „untrennbare Einheit“ auf. Dafür soll der Tierschutz im Grundgesetz verankert und industrielle Tierhaltung, Tierversuche und die Produktion von Pelzen sollen verboten werden. Umweltpolitisch setzt sich die Partei für recycelbare Rohstoffe und erneuerbare Energien ein. Weiterhin fordert sie eine Absenkung des Wahlalters und der Sperrklauseln für Parteien auf ein Prozent ein.
Fakten zur Partei
Landesvorsitz: Nicole Porm, Nico Poschinski, Maxim Seeck*
Gründungsjahr Landesverband: 1997*
Mitgliederzahl in Berlin: 230*
Wahlergebnis 2023: 2,4%
* nach Angaben der Partei
Zur Abgeordnetenhauswahl 2026 greift die Tierschutzpartei viele Punkte aus ihrem Grundsatzprogramm auf. Im Bereich des Tierschutzes fordert sie darüber hinaus die Abschaffung von Sezierübungen in Schulen sowie die Förderung pflanzlicher Ernährung in öffentlichen Einrichtungen. In der Wohnungspolitik fordert sie u. a. einen Mietendeckel für landeseigene Wohnungen, ein Mietenkataster zur Vermeidung überhöhter Mieten sowie die Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände entsprechend des Volksentscheids von 2021. Die Klimaneutralität Berlins strebt die Partei bis spätestens 2035 an, etwa durch den Ausbau von Solar- und Windenergie. Einen kostenlosen ÖPNV will sie mittelfristig umsetzen. Außerdem will die Partei ein Wahlsystem, bei dem die Wählerinnen und Wähler mehrere Parteien in eine Reihenfolge bringen. Erhält die erste Partei kein Mandat, wird die Stimme der nächsten Partei zugerechnet. Zudem setzt sie sich für geringere Hürden für Volksbegehren ein.