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Die Violetten | Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022 | bpb.de

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Die Violetten DIE VIOLETTEN

Laura Emmy Bieder

/ 2 Minuten zu lesen

Die Violetten (DIE VIOLETTEN)

Der Bundesverband der Partei "Die Violetten" (DIE VIOLETTEN) wurde im Januar 2001 gegründet. Im selben Jahr entstand der Landesverband Nordrhein-Westfalen, welcher, mit Unterbrechung in den Jahren 2005 bis 2007, bis heute besteht.

DIE VIOLETTEN verstehen sich als Vertretung spiritueller Menschen. In ihrem Parteiprogramm sehen sie sich dem Wohl allen Seins verpflichtet: Es gelte, Verbindendes statt Trennendes zu betonen, in Liebe, Toleranz und Verantwortung zu handeln sowie in allem, was ist, das Göttliche zu sehen. Erkenntnisse der modernen Wissenschaften sollen um eine "geistige, nicht-materielle Dimension" ergänzt werden und das Wirtschaftssystem grundlegend neu organisiert werden. So soll mehr "Zeit für Wesentliches" – worunter sie vor allem Familie, Soziales und Kultur verstehen – ermöglicht werden. Ein zentrales Anliegen der Partei ist dabei die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens.

Fakten zur Partei

  • Gründungsjahr Landesverband: 2001*

  • Landesvorsitz: Silvia Röder und Christian Schreiber*

  • Mitgliederzahl in Nordrhein-Westfalen: 227*

  • Wahlergebnis 2017: 0,1 %

* nach Angaben der Partei

Das Wahlprogramm für die Landtagswahl adressiert vor allem Bildungs- und Umweltpolitik. DIE VIOLETTEN fordern bspw. eine "ideologiefreie" Bildung, die Individualität und Kreativität statt "Leistungseffizienz" in den Vordergrund stellt. Dazu sollen Schulnoten und das Zentralabitur abgeschafft, G9 wieder eingeführt und "Homeschooling" erlaubt werden. Kohleimporte und den Braunkohle-Tagebau wollen DIE VIOLETTEN durch die Erforschung und "gegebenenfalls" Markterschließung "kostenlose[r] Raumenergie (Nullpunktenergie)" ersetzen. Migration verstehen sie als Chance, fordern einen verstärkten Austausch zwischen Kulturen und Religionen und plädieren für eine dezentrale Unterbringung von Geflüchteten, um "Ghettobildung frühzeitig zu vermeiden". Außerdem wollen sie mehr direktdemokratische Elemente im politischen Prozess einführen und setzen sich für Tierschutz ein.

Fussnoten

Laura Emmy Bieder, M.A., studierte den Masterstudiengang "Politikmanagement, Public Policy und öffentliche Verwaltung" an der NRW School of Governance (Universität Duisburg-Essen) und ist Mitarbeiterin im Forschungsprojekt "Bürgeridentität und gesellschaftlicher Zusammenhalt im Ruhrgebiet".