Die Partei „Die Linke“ (Die Linke) entstand 2007 aus der Fusion der Linkspartei.PDS mit der WASG. Im Osten Deutschlands reichen ihre Wurzeln über die „Partei des Demokratischen Sozialismus” (PDS) zur „Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands“ (SED), der Staatspartei der DDR, zurück.
In Sachsen-Anhalt ist Die Linke seit 1990 durchgehend im Landtag vertreten. Sie prägte die Landespolitik im sogenannten Magdeburger Modell, als sie von 1994 bis 2002 eine SPD-geführte Minderheitsregierung tolerierte. Seitdem befindet sie sich auf Landesebene in der Opposition. Bei allen Landtagswahlen kam die Partei auf zweistellige Ergebnisse, ihre Stimmenanteile gingen 2016 und 2021 jedoch zurück.
Programmatisch verbindet Die Linke demokratisch-sozialistische , antikapitalistische und friedenspolitische Positionen. Ein Ziel der Partei ist die „Überwindung“ des kapitalistischen Wirtschaftssystems. Im Mittelpunkt ihrer politischen Forderungen stehen soziale Gerechtigkeit und Teilhabe, Umverteilung zugunsten kleiner und mittlerer Einkommen, öffentliches Eigentum und Daseinsvorsorge, Gleichstellung, Antifaschismus, bezahlbares Wohnen und eine stärkere finanzielle Handlungsfähigkeit von Kommunen. In Wirtschafts- und Energiefragen betont sie Tarifbindung und regionale Wertschöpfung insbesondere in Ostdeutschland.
Fakten zur Partei
Landesvorsitz: Janina Böttger & Hendrik Lange*
Gründungsjahr Landesverband: 2007*
Mitgliederzahl in Sachsen-Anhalt: 4.200*
Wahlergebnis 2021: 11,0%
* nach Angaben der Partei
In ihrem Wahlprogramm fordert Die Linke höhere Investitionen und mehr Personal in Kitas, Schulen und für Gesundheits- und Pflegeangebote. Öffentliche Schulen sollen eine ganztägige Betreuung garantieren, Kitas beitragsfrei werden. Zudem sollen Schulsozialarbeit, politische Bildung und Maßnahmen gegen Rechtsextremismus ausgebaut werden. Die Partei will die Mitbestimmung der Kommunen in der Gesetzgebung stärken und mehr öffentlich geförderten Wohnraum schaffen. In der Gesundheits- und Pflegepolitik fordert sie eine wohnortnahe Versorgung, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Einrichtungen in öffentlicher Hand.
Im Bundesrat will sich Die Linke für die Wiedereinführung einer Vermögensteuer und eine Stärkung des öffentlichen Rundfunks einsetzen. Zudem greift sie bundespolitische Themen auf lehnt höhere Militärausgaben ab und kritisiert soziale Ungleichheit.
Zur Landtagswahl 2026 tritt Die Linke erneut mit der Fraktionsvorsitzenden Eva von Angern als Spitzenkandidatin an. Die Landesliste der Partei umfasst 34 Plätze, die abwechselnd mit Frauen und Männern besetzt sind.