Die „Freie Demokratische Partei“ (FDP) gehört zum liberalen Parteienspektrum. In Sachsen-Anhalt entstand sie aus dem Zusammenschluss der DDR-Blockparteien „Liberal-Demokratische Partei Deutschlands“ (LDPD) und „National-Demokratische Partei Deutschlands“ (NDPD ), der neu gegründeten FDP der DDR sowie der „Deutschen Forumspartei“ (DFP). Diese schlossen sich im August 1990 mit der gesamtdeutschen FDP zusammen. Die FDP war zunächst von 1990 bis 1994 und erneut von 2002 bis 2011 im Landtag vertreten. 2021 zog sie wieder in den Landtag ein und ist seitdem an der Landesregierung mit CDU und SPD beteiligt.
Fakten zur Partei
Landesvorsitz: Dr. Lydia Hüskens*
Gründungsjahr Landesverband: 1990*
Mitgliederzahl in Sachsen-Anhalt: ca. 1100*
Wahlergebnis 2021: 6,4%
* nach Angaben der Partei
Programmatisch betont die FDP individuelle Freiheit, marktwirtschaftliche Ordnung, Bürgerrechte, Bildung, Digitalisierung, Bürokratieabbau und wirtschaftliche Eigenverantwortung. Subventionen und öffentliche Schulden will die Partei begrenzen. In Sachsen-Anhalt verbindet sie dieses Liberalismusverständnis mit Schwerpunkten bei der Verringerung, Beschleunigung und Digitalisierung von Verwaltungsprozessen, beruflicher Bildung, Unternehmensförderung und einer stärker steuernden Migrationspolitik.
Das Wahlprogramm der FDP für die Landtagswahl steht unter dem Titel „Freiheit hat nur eine Heimat“. Es setzt Schwerpunkte bei Wirtschaft, Bildung, Verwaltung und öffentlicher Infrastruktur. Die FDP fordert Sonderwirtschaftszonen etwa für den Chemiestandort Leuna und Bürokratieabbau durch die Befristung von Vorschriften, schnellere Genehmigungen und digitale Verwaltungsprozesse. In der Bildung setzt die Partei auf IT- und Medienkompetenz, individuelle Förderung und Modernisierung durch privat-öffentliche-Partnerschaften. Sie tritt für eine bezahlbare Energieversorgung ein, verlangt eine Senkung der Netzentgelte für Sachsen-Anhalt und befürwortet die Prüfung einer Rückkehr zur Kernenergie. In der Migration setzt die Partei auf kontrollierte Fachkräfteeinwanderung sowie die Durchsetzung von Abschiebungen.
Zur Landtagswahl 2026 tritt die FDP mit der Landesvorsitzenden und Ministerin für Infrastruktur und Digitales Lydia Hüskens als Spitzenkandidatin an. Die Landesliste der Partei umfasst 20 Plätze, darunter 5 Frauen und 15 Männer.