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Gartenpartei | Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026 | bpb.de

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Gartenpartei Gartenpartei

Dr. Kerstin Völkl

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Die „Gartenpartei“ (Gartenpartei) wurde 2013 in Magdeburg aus Protest gegen Bebauungspläne für Kleingartenanlagen gegründet. Die Partei ist nur in Sachsen-Anhalt und dort vor allem in Magdeburg aktiv. Darauf verwies auch der ursprüngliche Name „Magdeburger Gartenpartei“, den die Partei bis 2017 verwendete.

Bei den Stadtratswahlen 2014 in Magdeburg kam die Gartenpartei auf 1,9 Prozent und einen Sitz, 2019 auf 4,2 Prozent und zwei Sitze, 2024 auf 4,6 Prozent und drei Sitze. Bei ihrer Teilnahme an Wahlen auf Landesebene 2016 und 2021 sowie auf Bundesebene 2017 und 2021 blieb die Partei unter einem Prozent der Stimmen.

Fakten zur Partei

  • Landesvorsitz: Roland Zander*

  • Gründungsjahr Landesverband: 2013*

  • Mitgliederzahl in Sachsen-Anhalt: 352*

  • Wahlergebnis 2021: 0,8%

* nach Angaben der Partei

Die Gartenpartei bezeichnet ihre politische Richtung selbst als „dunkelgrün“ und als „ökologisch, sozial und ökonomisch“. Ein Kernanliegen bei der Gründung der Partei war der Bestandsschutz für Kleingartenanlagen.

Auch im Programm der Gartenpartei zur Landtagswahl sind der Schutz von Grünflächen, Parkanlagen und Gärten zentrale Themen. Die Aufforstung im Harz, die Abschaffung der Hundesteuer und artgerechte Haltung sind der Partei ebenfalls wichtig. Zudem setzt sie sich dafür ein, hohe Einkommen stärker an der Finanzierung der Sozialversicherungen zu beteiligen. In der Bildungspolitik befürwortet sie ein gegliedertes Schulsystem, mehr Digitalisierung und eine bessere Qualifikation von Seiteneinsteigenden als Lehrkräfte. Die Partei fordert außerdem mehr Praktikumsmöglichkeiten im öffentlichen Bereich, einen aktiveren Streifendienst der Polizei sowie die konsequente Sicherstellung von Tatmitteln, etwa bei illegalen Autorennen.

Fussnoten

Kerstin Völkl ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Sie lehrt qualitative und quantitative Methoden und forscht zu politischen Einstellungen und Verhaltensweisen, insbesondere zu Partizipation und Wahlverhalten.