Die „PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ“ (Tierschutzpartei) wurde 1993 gegründet. Ihre Wurzeln liegen in der Tierrechtsbewegung. Der Landesverband Sachsen-Anhalt entstand 1996 und ist vor allem auf kommunaler Ebene vertreten. Seit 2004 sitzt sie im Magdeburger Stadtrat und konnte dort ihren Stimmenanteil 2024 auf 4,5 Prozent ausbauen. In Naumburg erreichte sie bei der Gemeinderatswahl 2024 zudem 5,6 Prozent. Bei Europawahlen gewann sie seit 2014 bei jeder Wahl ein Mandat.
Anfang 2026 wurde die Tierschutzpartei im Zuge des geplanten Zusammenschlusses mit der Partei „Klimaliste Deutschland“ (KLIMALISTE) umbenannt und führt seitdem den Begriff „KLIMA“ anstelle von „UMWELT“ im Namen. Die Fusion soll nach Angaben der Partei im Herbst 2026 abgeschlossen werden.
Fakten zur Partei
Landesvorsitz: Maria Blumentritt, Burkhard Moll, Steffen Hoyme*
Gründungsjahr Landesverband: 2010*
Mitgliederzahl in Sachsen-Anhalt: 53*
Wahlergebnis 2021: 1,4%
* nach Angaben der Partei
Die Partei versteht sich nicht als Ein-Themen-Partei. Sie verfolgt in ihrem Grundsatzprogramm einen „ganzheitlichen“ Ansatz, der Mensch, Tier und Natur als miteinander verbundene Bereiche versteht. Entsprechend werden Tieren universelle Rechte zugesprochen, Tierrechte sollen ins Grundgesetz aufgenommen sowie Tierversuche und Massentierhaltung verboten werden.
Auch in ihrem Wahlprogramm zur Landtagswahl greift die Partei diese zentralen Programmbereiche auf und leitet daraus unter anderem die Unterstützung von Tierschutzvereinen, eine Kastrationspflicht für freilaufende Katzen und die Abschaffung der „Hobbyjagd“ ab. Mit Blick auf den Klimaschutz betont sie die Wichtigkeit energieeffizienter Gebäude, eines gut ausgebauten Nahverkehrs und der Begrünung des öffentlichen Raums. Forderungen nach attraktiven Freizeit- und Kulturangeboten, dem Ausbau von Fahrradwegen und kostenlosem Parken für E-Autos finden sich im Programm ebenso wie einkommensabhängige Kita-Gebühren. Die Partei will eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege sowie den Ausbau von Senioren-Begegnungsstätten erreichen. Einrichtungen des Gesundheitssystems sollen nicht primär gewinnorientiert arbeiten. Auch Bildung und Kultur spielen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Nachhaltigkeit im Programm eine wichtige Rolle.