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Partei des Fortschritts | Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026 | bpb.de

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Partei des Fortschritts PdF

Dr. Kerstin Völkl

/ 2 Minuten zu lesen

Die „Partei des Fortschritts“ (PdF) wurde 2020 gegründet. Schwerpunktmäßig setzt sich die Partei für mehr direkte politische Mitbestimmung ein. Sie lehnt eine Einordnung in das klassische Links-Rechts-Schema ab, lässt sich aus politikwissenschaftlicher Perspektive jedoch als linksliberal charakterisieren. Seit ihrer Gründung trat die PdF bei verschiedenen Kommunal-, Landtags-, Europa- und Bundestagswahlen an. Ihr bislang bestes überregionales Ergebnis erzielte sie bei der Europawahl 2024, bei der sie ein Mandat gewann. Auf kommunaler Ebene ist die Partei vereinzelt vertreten. Der Landesverband Sachsen-Anhalt entstand im September 2025 durch die Fusion mit der im Land seit 2016 bei Landtagswahlen antretenden Partei „Freie Bürger Mitteldeutschlands“ (FBM).

Fakten zur Partei

  • Landesvorsitz: Felix Neumann (Vorsitzender), Dana Zimmer (stellv. Vorsitzende)*

  • Gründungsjahr Landesverband: 2011*

  • Mitgliederzahl in Sachsen-Anhalt: 60*

  • Wahlergebnis 2021: nicht angetreten

* nach Angaben der Partei

Die PdF versteht sich als basisdemokratische und proeuropäische Partei. In ihrer Grundausrichtung bekennt sie sich zum Grundgesetz, zur Europäischen Union, zum Völkerrecht sowie zur Chancengleichheit in einer vielfältigen Gesellschaft. Zu ihren Schwerpunkten gehören die Digitalisierung aller gesellschaftlichen Bereiche und eine stärkere europäische Zusammenarbeit. Sie spricht sich zudem für eine wissenschaftsbasierte Politik aus.

Zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt tritt die Partei mit einem 10-Punkte-Programm an. Darin fordert sie unter anderem verbindliche Volksentscheide und Bürgerdialoge in allen Regionen. Zudem will die PdF Amtszeiten für hauptamtliche Mandatsträger auf zwei Legislaturperioden begrenzen. In Kommunen soll die finanzielle Lage verbessert werden. Vorgesehen sind dazu eine gesetzlich zugesicherte und ausreichende finanzielle Ausstattung sowie eigene Einnahmemöglichkeiten der Kommunen. Infrastrukturell fordert die Partei eine medizinische Versorgung, einen verlässlichen ÖPNV und flächendeckend schnelles Internet im ländlichen Raum. Bildungsstandorte sollen erhalten und eine Unterrichtsgarantie eingeführt werden. Weitere Schwerpunkte sind die Unterstützung regionaler Unternehmen, gebührenfreie Kitas sowie klare Regeln für Zuwanderung und die Stärkung der Zivilgesellschaft.

Fussnoten

Kerstin Völkl ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Sie lehrt qualitative und quantitative Methoden und forscht zu politischen Einstellungen und Verhaltensweisen, insbesondere zu Partizipation und Wahlverhalten.