Die „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative“ (Die PARTEI) wurde 2004 von Redakteuren des Satiremagazins Titanic gegründet. Zu den Gründern gehörte der damalige Chefredakteur Martin Sonneborn, der die Partei bis heute führt. Der Landesverband Sachsen-Anhalt entstand im Dezember 2014 als letzter der 16 Landesverbände. Die PARTEI tritt seit 2005 bei Wahlen auf verschiedenen Ebenen an und ist seit 2014 im Europäischen Parlament vertreten.
Fakten zur Partei
Landesvorsitz: Martin Bochmann*
Gründungsjahr Landesverband: 2014*
Mitgliederzahl in Sachsen-Anhalt: 1.024*
Wahlergebnis 2021: 0,7%
* nach Angaben der Partei
Gemeinhin gilt die Partei als Satirepartei, die politische Sprache, Symbole und Rituale anderer Parteien persifliert und dabei auch auf reale politische Konflikte verweist. In dem seit 2004 gültigen Grundsatzprogramm stehen die Prinzipien Freiheit, Gleichheit und Schwesterlichkeit im Zentrum. Inhaltlich greift Die PARTEI unter anderem Themen wie soziale Gerechtigkeit, Gesundheitsversorgung, Umwelt- und Tierschutz sowie plebiszitäre Elemente auf, setzt diese jedoch regelmäßig in einen bewusst parodistischen Rahmen. Kennzeichnend ist die Verbindung von satirischer Überzeichnung mit einzelnen Forderungen, die politische Missstände oder Wahrnehmungen zugespitzt kommentieren.
Ein Wahlprogramm für die Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt liegt bislang nicht vor. Das letzte stammt von 2016 und trug in Anlehnung an Luthers Thesenanschlag in Wittenberg den Titel „95 Thesen – Für ein Sachsen-Anhalt in den Grenzen von 1953!“. Es arbeitete mit satirischen Forderungen wie der Abschaffung der Schwerkraft oder der Förderung von Störchen, „um der Entvölkerung entgegenzuwirken", verband diese aber auch mit politischen Anspielungen, etwa der Forderung nach einer Umbenennung von Dessau-Roßlau in „Oury-Jalloh-Stadt Dessau“, einem Asylbewerber, der bei einem Brand in einer Polizeizelle ums Leben kam. Für 2021 galt dieses Programm nach Auskunft des Landesvorsitzenden weiterhin, da noch nicht alle Forderungen von 2016 umgesetzt worden seien.