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Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz | Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026 | bpb.de

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Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz TIERSCHUTZALLIANZ

Dr. Kerstin Völkl

/ 1 Minute zu lesen

Die „Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz“ (TIERSCHUTZALLIANZ) wurde 2013 als Abspaltung der Tierschutzpartei in Magdeburg gegründet. Ausschlaggebend waren strategische Meinungsverschiedenheiten sowie eine als unzureichend empfundene Abgrenzung vom „rechten Spektrum“. Der Landesverband Sachsen-Anhalt besteht seit 2015.

Die Tierschutzallianz war bisher vor allem auf kommunaler und Landesebene erfolgreich, insbesondere in Sachsen-Anhalt. Bei den Stadtratswahlen in Magdeburg erreichte die Partei 2019 und 2024 jeweils ein Mandat. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2016 erzielte sie 1,0 Prozent der Stimmen, 2021 waren es 0,5 Prozent.

Fakten zur Partei

  • Landesvorsitz: Josef Fassl*

  • Gründungsjahr Landesverband: 2015*

  • Mitgliederzahl in Sachsen-Anhalt: 24*

  • Wahlergebnis 2021: 0,5%

* nach Angaben der Partei

In ihrem Wahlprogramm verbindet die Partei Tier-, Umwelt- und Naturschutz mit sozial- und gesell-schaftspolitischen Anliegen. Sie fordert ein strengeres Tierschutzrecht, ein Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzorganisationen, die Abschaffung industrieller Massentierhaltung sowie ein Ende von Tierversuchen, Jagd und tiergestützter Unterhaltung. Auch Tierheime, tierfreie For-schung und der Schutz von Katzen und exotischen Tieren spielen eine große Rolle. In der Landwirt-schaft setzt die Partei auf ökologischen Landbau, regionale Wertschöpfung und eine Abkehr von agrarindustriellen Großanlagen. Ergänzend verlangt sie mehr direkte Demokratie, niedrigere Hür-den für Bürgerbegehren und Volksentscheide, eine Absenkung der Sperrklausel auf drei Prozent sowie ein Wahlalter ab 16 Jahren. Hinzu kommen der Schutz von Menschen- und Frauenrechten, Gewaltprävention für Kinder, eine bessere Bekämpfung von Krankenhauskeimen und ein Modell-versuch für kostenlosen ÖPNV.

Die Partei tritt mit fünf Personen auf der Landesliste und zwei Direktkandidaturen in Magdeburg an.

Fussnoten

Kerstin Völkl ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Sie lehrt qualitative und quantitative Methoden und forscht zu politischen Einstellungen und Verhaltensweisen, insbesondere zu Partizipation und Wahlverhalten.