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DaZ-Handbuch für ehrenamtliche Sprachbegleiter | bpb.de

DaZ-Handbuch für ehrenamtliche Sprachbegleiter

Jana Holtkamp

/ 2 Minuten zu lesen

2015 hat sich fast jede zehnte Person in Deutschland ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagiert, knapp die Hälfte davon im Bereich Deutschförderung. Doch woran erkennt der Laie, ob ein Angebot auch wirklich geeignet ist? Die Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung hat einen Kriterienkatalog entwickelt, nach dem Materialien geprüft und konkrete Empfehlungen ausgesprochen werden.

Mit dem DaZ-Handbuch das richtige Lehr- und Lernmaterial finden (Externer Link: Lizenz CC0 / Externer Link: pixabay.com)

Im Internet finden sich leicht zugänglich Informationen zum Thema Deutsch lernen, doch das Angebot ist groß und zum Teil sehr unübersichtlich und insbesondere für den Laien manchmal schwer zu überschauen. Die Externer Link: Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung begegnet diesem Problem mit ihrem Externer Link: Online-Handbuch Deutsch als Zweitsprache oder kurz "DaZ", in dem pädagogisch und didaktisch wertvolle Lehr- und Lernmaterialien vorgestellt werden. Das Handbuch ist inhaltlich in drei Themenblöcke unterteilt:

Der erste Teil umfasst "Praxistipps" und enthält einen Kriterienkatalog zur Beurteilung von Lernmaterialien. So haben Ehrenamtliche und Lehrende selbst die Möglichkeit, Unterrichtsmaterialien nach Kriterien (1. Format, Qualität, Preis 2. Schrift, 3. Layout, 4. Bilder/Fotos, 5. Inhalt, 6. Grammatik und 7. Zusatzmaterial) selbst in ihrer Qualität zu beurteilen. Diese Übersicht soll den ehrenamtlichen Sprachbegleitern und Sprachbegleiterinnen helfen, das richtige Lehr- und Lernmaterial auszuwählen.

Im zweiten Teil des Handbuchs werden Lehr- und Lernmaterialien für alle Altersstufen aus dem Printbereich vorgeschlagen. Dabei teilt das Handbuch die Inhalte in verschiedene Schwerpunkte ein. So enthält es beispielsweise konkrete Empfehlungen zum Themenschwerpunkt Alphabetisierung oder Lehrwerke, die sich gezielt an Kinder und Jugendliche richten. Die einzelnen Empfehlungen enthalten jeweils eine Übersicht über das Lehrwerk mit Informationen zu Inhalt und Zielgruppe. Zusätzlich wird im Handbuch eine Reihe von kleinen Lernspielen vorgestellt, wie zum Beispiel das "Laufdiktat", die "Wortschlange" oder "Stadt-Land-Fluss", diese sollen durch ihren spielerischen Ansatz das Deutsch lernen erleichtern.

Im letzten Teil des Handbuchs werden Empfehlungen für besonders geeignete digitale Materialien zum Thema Deutsch lernen vorgestellt. Diese decken eine Vielzahl von Formaten ab, so werden unter anderem Apps mit einzelnen Deutschlektionen vorgestellt, aber auch Webseiten mit virtuellen Vokabeltrainern. Diese digitalen Angebote richten sich zum Teil direkt an Geflüchtete, indem sie Möglichkeiten zum Selbstlernen bieten, und werden ergänzt durch Informationen rund um das Leben in Deutschland. Die Anbieter bedienen sich dabei unterschiedlicher Formate, um ihre Inhalte ansprechend und abwechslungsreich mit Hilfe von Videos, Podcasts oder über eigenes eingerichteten Gruppen in den sozialen Netzwerke zu vermitteln. Zusätzlich gibt das Handbuch einen Überblick über Webseiten mit frei verfügbaren Lehr- und Lernmaterialien, die kostenlos heruntergeladen werden können.

Link:
Externer Link: http://dazhandbuch.de

Ergänzende Informationen:
Die Webseite befindet sich derzeit noch im Aufbau, sodass die Nutzerfreundlichkeit noch erhöht werden kann.

Zielgruppe:
Ehrenamtliche
Geflüchtete

Art des Angebotes:
Informationsplattform
Übersichtsportal

Inhalt:
Deutschlernangebote

Alter Lernende:
Material für alle Altersstufen

Sprachen:
Die Seite selbst ist auf Deutsch.
Materialien in verschiedenen Sprachen.

Finanzierung:
Träger ist der Externer Link: Niedersächsische Bund für freie Erwachsenenbildung e.V. (nbeb).

Anbieter:
Die Externer Link: Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung ist eine selbstständige Stelle nach dem Niedersächsischen Erwachsenenbildungsgesetz (NEBG).

Jana Holtkamp ist Master-Studentin der Sozialpolitik an der Universität Bremen, wo sie bereits im selben Fach ihren Bachelor absolvierte. Im Rahmen ihres Masters beschäftigt sie sich mit Arbeitsmarktmodellen. An der Universität in Bergen, Norwegen, verbrachte sie ein Auslandssemester.