Förderung

Netzwerk Politische Bildung in der Bundeswehr

Europarecht wiegt mehr als Bundesrecht: 2000 erklärte es der Europäische Gerichtshof für unzulässig, dass Frauen in Deutschland laut Verfassung in der Bundeswehr keinen Dienst mit der Waffe leisten durften.Die Bundeswehr (© AP)
Auf Initiative der bpb haben sich 2006 zahlreiche Einrichtungen der politischen Erwachsenenbildung, die von der Bundeszentrale für politische Bildung anerkannt sind und regelmäßig gefördert werden, zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, um ihre Kompetenzen im Angebot politischer Bildung für die Bundeswehr zu bündeln und sichtbarer zu machen. Die ausgewiesenen Trägereinrichtungen praktizieren eine langjährige Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und können auf entsprechende Erfahrungen bei der Realisierung von Bildungsangeboten für die Soldaten zurückgreifen. Sie bieten eine gesicherte Qualität der politischen Bildung, arbeiten eng zusammen und tauschen ihre Erfahrungen untereinander aus. Das Netzwerk steht allen Bildungseinrichtungen, die in diesem Themenfeld Expertise haben, zur Mitarbeit offen. Derzeit sind 30 Einrichtungen, geografisch über die Bundesrepublik Deutschland verteilt, in dem Netzwerk Politische Bildung in der Bundeswehr vertreten.

Zudem erfordert die Diskussion um die Rolle der Bundeswehr und ihrer Herausforderungen eine breite öffentliche Debatte, die einen militärisch-zivilen Dialog voraussetzt. Die Ausweitung des sicherheitspolitischen Diskurses, die auf eine Einbeziehung und Mitwirkung der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppierungen ausgerichtet ist, ist ein wesentliches Anliegen dieses Zusammenschlusses. Die Diskussion um die Rolle der Bundeswehr und ihrer Herausforderungen, die Wahrnehmung internationaler Verpflichtungen erfordern eine breite öffentliche Debatte, die einen zivil-militärischen Dialog voraussetzt. Diesem Ziel haben sich alle Mitgliedseinrichtungen des Netzwerks verpflichtet. Angebote, die zielgerichtet beide Teilnehmerkreise ansprechen und den zivil-militärischen Dialog nachhaltig befördern, sollen künftig stärker ausgebaut werden.

Das Bundesministerium der Verteidigung unterstützt das Netzwerk und trägt dessen Zielsetzung mit.



Netzwerkkoordination:
Bundeszentrale für politische Bildung
Janett Deser
Fachbereich Förderung
Adenauerallee 86
53113 Bonn
Tel +49 228 99515-580
Fax +49 228 99515-585
janett.deser@bpb.de

Bundeswehrangehörige werden gebeten, sich bei Fragen zu Veranstaltungen des Netzwerks direkt mit Dr. Kai Hirschmann (0261/6799925002, kaihirschmann@bundeswehr.org) in Verbindung zu setzen.

Ein Blick in den Zuschauerraum beim Eröffnungsvortrag von Oberst i.G. Reinhold Janke, Abteilungsleiter Zentrum Innere Führung

Veranstaltungsdokumentation (Februar 2020)

17. Bensberger Gespräche

Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Der Prozess der Vereinigung beider deutscher Staaten betraf Politik, Gesellschaft und auch die beiden bis dahin verfeindeten Streitkräfte der Nationalen Volksarmee (NVA) und Bundeswehr. Die 17. Bensberger Gespräche beleuchteten mit Vorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen die Transformationsprozesse seit der Wiedervereinigung mit besonderem Blick auf die Entwicklungen der Bundeswehr.

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Über die Datenbank können alle Bildungsanbieter eingesehen werden, die Mitglied des Netzwerks Politische Bildung Bundeswehr sind. Zudem werden ihre Bildungsangebote für den zivilen und militärischen Bereich erläutert.

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Bensberger Gespräche finden jährlich statt. Diese werden in Zusammenarbeit mit dem Bundesverteidigungsministerium organisiert. Sie bieten Bundeswehrangehörigen sowie Zivilist/innen und Multiplikator/innen der politischen Bildung die Möglichkeit sich über aktuelle sicherheitspolitische Fragestellungen zu informieren und auszutauschen.

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