Themen Mediathek Shop Lernen Veranstaltungen kurz&knapp Die bpb Meine Merkliste Geteilte Merkliste PDF oder EPUB erstellen Mehr Artikel im

Die Organisation der CDU | Parteien in Deutschland | bpb.de

Parteien in Deutschland Parteiensystem Entstehung und Entwicklung bis 1933 Parteiensystem seit 1945 Begriff und Typologien Vergleich von Parteiensystemen Europäischer Vergleich Parteien in der Demokratie Rolle und Funktionen Voraussetzungen, Rechte und Pflichten Finanzierung Europäisierung Kommunalpolitik Parteien im Bundestag CDU AfD SPD GRÜNE Die Linke CSU SSW Kleinparteien BIW Die PARTEI FDP Tierschutzpartei FAMILIE FREIE WÄHLER ÖDP Volt In der Vergangenheit prägende Parteien Zahlen und Fakten Entwicklung des Parteiensystems Mitgliederentwicklung Rekrutierungsfähigkeit Mitglieder nach Bundesländern Soziale Zusammensetzung Einnahmen und Ausgaben Staatliche Parteienfinanzierung Redaktion

Die Organisation der CDU

Frank Decker

/ 7 Minuten zu lesen

Über weite Teile ihrer Geschichte wurde die CDU von nur drei Vorsitzenden geprägt. Eine Vielzahl von Vereinigungen, Sonderorganisationen und Gruppen bündeln die Interessen der Mitglieder und Wähler.

Hendrik Wüst (l.) und Daniel Günther (r.) konnten im Frühjahr 2022 ihre Ämter als Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen bzw. Schleswig-Holstein verteidigen. Am größten ist der Einfluss der Landesparteien und Ministerpräsidenten in Oppositionszeiten. (© picture-alliance/dpa, Michael Kappeler)

Gründung als christliche Milieu- und Volkspartei

So wie das katholische Zentrum verstand sich die CDU von Anfang an als „Volkspartei“, die die Angehörigen unterschiedlicher sozialer und Berufsgruppen unter einem gemeinsamen christlichen Dach versammeln wollte. Mit der konfessionellen Öffnung wurde dieser Anspruch auf den nicht-katholischen Teil des Bürgertums ausgeweitet. Dabei kamen der CDU mehrere Umstände zugute: Erstens hatte sie durch ihre Regierungsmacht die Möglichkeit, die grundlegenden Weichenstellungen der neugegründeten Bundesrepublik vorzunehmen. Zweitens konnte sie auf ein noch weithin intaktes Vorfeld aus Vereinen und Verbänden des konservativ-katholischen Milieus zurückgreifen, das eine erfolgreiche Wähleransprache auch ohne ausgebaute Parteiorganisation garantierte. Und drittens profitierte sie von einer Auflösung der einstmals starren Milieugrenzen im christlich-konservativen Lager, dessen Zusammenwachsen nicht zuletzt durch den gemeinsam geteilten Antisozialismus erleichtert wurde (Walter / Werwarth / D'Antonio 2014: 21 ff.).

Als Milieupartei, die zugleich an den Hebeln der Regierung saß, finanzierte sich die CDU in hohem Maße aus Unternehmensspenden (Bösch 2001: 195 ff.). Um die vom Grundgesetz geforderte Offenlegungspflicht zu umgehen, gelang es ihr, die gesetzliche Regelung der Parteienfinanzierung bis zum Jahre 1967 zu verschleppen. Die unter Adenauer eingeführte Praxis, die Herkunft der steuerbegünstigten Spenden durch eigens dafür eingerichtete Fördergesellschaften zu verschleiern, wurde auch nach der Verbreiterung der staatlichen Finanzierungsquellen fortgeführt. Die Folgen dieser Praxis wurden mit der 1999 aufgedeckten Parteispendenaffäre sichtbar, die einen dunklen Schatten auf die Ära Helmut Kohls als Parteivorsitzender warf und die CDU kurzzeitig in eine tiefe Krise stürzte.

Mit dem Abschmelzen der christlichen Milieus begannen die natürlichen Machtressourcen der CDU ab den 1960er-Jahren allmählich zu versiegen. Nachdem sie die Bundestagswahlen 1969 und 1972 verloren hatte, reagierte die Partei auf diese gesellschaftlichen Veränderungen mit einer nachholenden Modernisierung ihrer Organisation. Dies schlug sich einerseits im Ausbau des Parteiapparats, andererseits in einem rasanten Anstieg der Mitgliederzahl nieder. Diese stieg von rund 300.000 Mitgliedern gegen Ende der Adenauer-Ära auf 730.000 Mitglieder nach Kohls Übernahme der Kanzlerschaft im Jahr 1982. Damit einher ging eine Öffnung und Demokratisierung der innerparteilichen Willensbildungsprozesse, die auch in der nachfolgenden Regierungszeit für ein gewisses Gegengewicht zu der ansonsten dominanten Führung der Partei aus dem Kanzleramt heraus sorgte.

Konstante Führung und föderale Prägung

Straffe Führung und einheitliches Handeln verbinden sich in der CDU mit einem stark föderativ geprägten und pluralistischen Aufbau der Organisation. Das erstgenannte lässt sich an der hohen Konstanz der Führungsspitze ablesen. In 59 von 76 Jahren ihrer Geschichte wurde die Partei von nur drei Vorsitzenden geführt - Adenauer, Kohl und Merkel. Parteivorsitz und Kanzleramt (bzw. in Oppositionszeiten: der Fraktionsvorsitz) lagen dabei gewöhnlich in einer Hand. 1967 wurde zur Entlastung des Vorsitzenden das Amt des Generalsekretärs eingerichtet. Als eigentliches Führungsgremium der Partei fungiert das 18-köpfige Präsidium, das alle zwei Wochen zusammentritt und die wichtigsten tagespolitischen Fragen und Grundsatzentscheidungen abstimmt. Ihm gehören qua Amt die obersten Funktionsträger in Regierung, Parlament, Partei und Fraktion sowie weitere sieben vom Parteitag gewählte Mitglieder an. Hinzu kommen als beratende Mitglieder die von der CDU gestellten Ministerpräsidenten (sofern sie nicht bereits gewählte Mitglieder sind) und der Bundesgeschäftsführer. Der Bundesvorstand umfasst darüber hinaus weitere 25 gewählte Mitglieder sowie die Vorsitzenden der Landesverbände und der Bundesvereinigungen. Er tagt seltener und dient in erster Linie dazu, die Beschlüsse des Präsidiums innerhalb der Partei abzusichern und zu legitimieren. Oberstes Organ ist der in der Regel jährlich zusammentretende Parteitag, der seit der Wiedervereinigung aus 1.001 Delegierten besteht. Ihm obliegen neben der Wahl der Führungsgremien auch die förmliche Beschlussfassung über das Parteiprogramm und die Satzung, deren Inhalte durch die Arbeit der ausführenden Organe allerdings weitgehend vorgegeben sind. Bis 2025 oblag den Parteitag auch die Bestätigung von Koalitionsentscheidungen und -vereinbarungen. Dies wurde durch Satzungsänderung in die Zuständigkeit des Bundesausschusses zurückverlegt, der als zweithöchstes Beschlussorgan im Bedarfsfalle zwischen den Parteitagen zusammentritt (Bösch 2025: 246).

Stärker als bei den anderen Parteien ist bei der CDU die föderale Prägung spürbar (Schmid 1990). Ihr sichtbarstes Zeichen ist der „Bund“ mit der Schwesterpartei CSU, die als organisatorisch selbständige Partei den nicht vorhandenen CDU-Landesverband in Bayern ersetzt. Gemessen an Personal und Finanzen verfügen die Landesverbände über deutlich größere Ressourcen als die Bundesebene. Auf die Bundesebene entfallen nur etwa gut 10 Prozent des hauptamtlichen Personals und 30 Prozent der Parteieinnahmen. Ein zentralistischer Durchgriff von oben ist in der CDU schon dadurch erschwert, dass die Kandidatenaufstellung zum Bundestag ganz in den Händen der 327 Kreis- und 17 Landesverbände liegt, zu denen sich als weitere Organisationseinheit in den großen Ländern 27 Bezirksverbände gesellen. Die Landesverbände zeichnen sich traditionell durch ein hohes Maß an Eigenständigkeit aus, das in unterschiedlichen programmatischen Profilen Niederschlag findet. Am größten ist der Einfluss der Landesparteien und Ministerpräsidenten in Oppositionszeiten. Befindet sich die CDU dagegen an der Regierung, tritt er - auch wegen der dann fast automatisch einsetzenden Rückschläge bei den Landtagswahlen - hinter der Macht des bzw. der des Parteivorsitzenden und des Bundeskanzlers bzw. der Bundeskanzlerin zurück.

Auf der horizontalen Ebene weist die CDU eine Vielzahl von Vereinigungen, Sonderorganisationen und weiteren Gruppen auf, die die unterschiedlichen Interessen der Mitglieder und Wähler bündeln. Nach Berufsstand, sonstigen Sozialmerkmalen (Alter, Geschlecht, Religions-/ethnische Zugehörigkeit, sexuelle Orientierung) oder Politikbereichen gegliedert, tragen diese Gruppierungen zugleich dazu bei, die ideologischen Strömungen innerhalb der Partei zu kanalisieren (Dümig / Trefs / Zohlnhöfer 2006). Richtungspolitisch motivierte Vereinigungen in der Partei oder ihrem Umfeld wie der „Berliner Kreis“ oder die „WerteUnion“, die versuchten ein konservatives Gegengewicht zur gesellschaftspolitischen Modernisierung der Partei zu bilden, spielen innerhalb der CDU nur eine begrenzte Rolle. Der linke Parteiflügel organisiert sich traditionell in der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), der marktliberale Flügel in der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT). Durch die Pluralisierung der ihnen vorgelagerten Verbändelandschaft haben beide Vereinigungen an Bedeutung eingebüßt. Eine größere Rolle spielt die Junge Union (JU), die allein aufgrund ihrer Größe mit gut 90.000 Mitgliedern ein wichtiges innerparteiliches Karrieresprungbrett darstellt. Indem sie die Mitglieder der CSU mit einschließen, bilden die meisten Vereinigungen zugleich ein Scharnier zur Schwesterpartei (Bösch 2025: 248).

Maßnahmen gegen Überalterung, niedrigen Frauenanteil und Mitgliederrückgang

Die ab 1983 rückläufige Mitgliederentwicklung wurde durch die Vereinigung mit der Ost-CDU kurzzeitig unterbrochen. Gegenüber dem Höchststand von 1990 (790.000) hat die CDU seither mehr als die Hälfte ihrer Mitglieder verloren. Mit 364.200 Mitgliedern lag sie Ende 2024 aber erstmals seit 2011 wieder vor der SPD.

Der Mitgliederschwund rührt daher, dass die natürlichen Abgänge die Neumitglieder übersteigen. Dies schlägt sich zum einen in einer Überalterung der Mitglieder nieder, von denen mehr als die Hälfte heute über 60 Jahre alt sind – das Durchschnittsalter aller Mitglieder liegt bei 61. Zum anderen entfernt es die Mitgliederstruktur von der soziologischen Zusammensetzung der CDU-Wählerschaft. So hat sich zum Beispiel der Anteil der Hochschulabsolventen und Gutverdienenden unter den Mitgliedern im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt seit 1990 stark erhöht.

Der Frauenanteil verharrt seit über 30 Jahren auf unverändert niedrigem Niveau (1991: 25,6 Prozent, 2024: 26,6 Prozent). Das 1996 gegen beträchtlichen Widerstand beschlossene „Quorum“, nach dem ein Drittel aller öffentlichen und Parteiämter mit Frauen zu besetzen sind, hat zwar bewirkt, dass dieser Wert inzwischen auch bei den Kreis-, Landes- und Bundesvorständen sowie Parteitagsdelegierten erreicht wird. In den eigentlichen Führungspositionen sind Frauen in der CDU aber nach wie vor unterrepräsentiert. Um dem zu begegnen, wurde auf dem Hannoveraner Parteitag 2022 eine verschärfte Quotenregelung beschlossen, die eine geschlechterparitätische Besetzung aller Vorstandsämter ab dem Jahre 2025 vorsieht. Auch hier konnte die Führung die Mehrheit aber nur durch das Zugeständnis sicherstellen, die Regelung zunächst bis 2029 zu befristen. Auffällig war dabei, dass sich der Widerstand gegen die Regelung geschlechterübergreifend vor allem unter jüngeren Delegierten fand.

Deutliche Veränderungen sind unter Merkels Vorsitz und Kanzlerschaft im innerparteilichen Willensbildungs- und Entscheidungsprozess eingetreten. Die Bedeutung der formalen Gremien und des Delegiertensystems wurde an zwei Fronten zurückgedrängt. Zum einen richtete man vermehrt sogenannte „Regionalkonferenzen“ ein, um die Parteibasis in den Kurs der Führung einzubinden (Resing 2013: 99 ff.). Diese stärkere Einbindung der Basis durch die Parteiführung korrespondierte mit Merkels Regierungsstil, der auf eine direkte Ansprache der Wähler mithilfe der Medien abzielte. Zum anderen wurde in den Landesverbänden öfter von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Personalentscheidungen (insbesondere über Spitzenkandidaturen) mittels Urwahl zu treffen. Im Dezember 2015 beschloss der Parteitag ein vom damaligen Generalsekretär Peter Tauber entwickeltes Konzept für eine Parteireform, das eine Stärkung der Mitgliederrechte in der Bundespartei vorsah. Auf der Bundesebene konnte die Führung ihren Steuerungs- und Kontrollanspruch gegenüber der Basis aber weiterhin durchsetzen. So hielt man bei den in kurzer Folge notwendig gewordenen Neuwahlen des Vorsitzenden und der Parteispitze 2018 und 2021 am Delegiertenprinzip fest, obwohl in beiden Fällen durch die Konkurrenz mehrerer Kandidaten eine wichtige Vorbedingung für eine Mitgliederbefragung erfüllt gewesen wäre. Erst im dritten Anlauf rang sich die CDU 2022 erstmals zu einer Urwahl ihres Vorsitzenden durch, deren Ergebnis dann auf dem anschließenden Parteitag förmlich bestätigt wurde.

Quellen / Literatur

  • Alexander, Robin (2021), Machtverfall. Merkels Ende und das Drama der deutschen Politik: Ein Report, München.

  • Bösch, Frank (2001), Die Adenauer-CDU. Gründung, Aufstieg und Krise einer Volkspartei 1945-1969, Stuttgart / München.

  • Bösch, Frank (2002), Macht und Machtverlust. Die Geschichte der CDU, Stuttgart / München.

  • Bösch, Frank (2025), Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU), in: Frank Decker / Viola Neu (Hg.), Handbuch der deutschen Parteien, 4. Aufl., Wiesbaden, S. 231-251.

  • Brechenmacher, Thomas (2020), Die CDU unter Angela Merkel (2000-2018), in: Norbert Lammert (Hg.), Christlich Demokratische Union. Beiträge und Positionen zur Geschichte der CDU, München, S. 81-135.

  • Buchstab, Günter (2022), Die CDU in der Ära Kohl, in: Norbert Lammert (Hg.), Handbuch zur Geschichte der CDU. Grundlagen, Entwicklungen, Positionen, Darmstadt, S. 165-191.

  • Decker, Frank (2008), Wo wir sind, ist die Mitte. Zum Standort der CDU im deutschen Parteiensystem, in: Neue Gesellschaft / Frankfurter Hefte 55 (1/2), S. 12-15.

  • Decker, Frank (2020), Aufbruch in unsichere Zeiten. Die CDU am Ende der Ära Merkel, Ifri Comité d’études des relations franco-allemandes, Notes du Cerfa 157, Paris.

  • Dilling, Matthias (2022), Kanzlerwahlverein No More? Failed Internal Coalition Building and the CDU/CSUs 2021 Campaign, in: German Politics & Society 40 (3), S. 88-109.

  • Dümig, Kathrin/Matthias Trefs/Reimut Zohlnhöfer (2006), Die Faktionen der CDU. Bändigung durch institutionalisierte Einbindung, in: Patrick Köllner / Matthias Basedau / Gero Erdmann (Hg.), Innerparteiliche Machtgruppen, Frankfurt a.M., S. 99-129.

  • Kleinmann, Hans-Otto (1993), Geschichte der CDU 1945-1982, Stuttgart.

  • Lau, Mariam (2009), Die letzte Volkspartei. Angela Merkel und die Modernisierung der CDU, München.

  • Oppelland, Torsten (2023), Die Niederlage der CDU: Folge einer ungelösten Führungskrise, in: Uwe Jun / Oskar Niedermayer (Hg.), Die Parteien nach der Bundestagswahl 2021, Wiesbaden, S. 101-129.

  • Resing, Volker (2013), Die Kanzlermaschine. Wie die CDU funktioniert, Freiburg i. Br.

  • Schmid, Josef (1990), Die CDU. Organisationsstrukturen, Politiken und Funktionsweisen einer Partei im Föderalismus, Opladen.

  • Schwarz, Hans-Peter, Hg. (2009), Die Fraktion als Machtfaktor. CDU/CSU im Deutschen Bundestag 1949 bis heute, München.

  • Walter, Franz / Christian Werwath / Oliver D'Antonio (2014), Die CDU. Entstehung und Verfall christdemokratischer Geschlossenheit, 2. Aufl., Baden-Baden.

  • Zolleis, Udo / Josef Schmid (2013), Die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU), in: Oskar Niedermayer (Hg.), Handbuch Parteienforschung, Wiesbaden, S. 415-437.

Fussnoten

Lizenz

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 4.0 - Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International" veröffentlicht. Autor/-in: Frank Decker für bpb.de

Sie dürfen den Text unter Nennung der Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 und des/der Autors/-in teilen.
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.
Sie wollen einen Inhalt von bpb.de nutzen?

Weitere Inhalte

Weitere Inhalte

Infografik

Mitgliederentwicklung

Nach Hochzeiten der Mitgliedergewinnung entwickelten sich die Mitgliederzahlen der Parteien unterschiedlich. Nach der Wiedervereinigung verloren viele Parteien mehr oder minder stark an Mitgliedern.

Infografik

Soziale Zusammensetzung

In allen Parteien sind Frauen, Jüngere und Personen mit niedriger Bildung unterrepräsentiert - im Gegensatz zu Personen mit höherer Bildung sowie Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst.

Infografik

Mitglieder nach Bundesländern

Im Westen haben alle Parteien außer der Linken weit mehr Parteimitglieder als im Osten. Daher unterscheidet sich zwischen den Bundesländern auch ihre Rekrutierungsfähigkeit beträchtlich.

Parteien in Deutschland

Rekrutierungsfähigkeit

Die Parteien beziehen sich bei der Mitgliederrekrutierung auf unterschiedliche Teile der Bevölkerung. Zwischen Parteien und Bundesländern unterscheidet sich die Rekrutierungsfähigkeit beträchtlich.

Infografik

Einnahmen und Ausgaben

Die acht Bundestagsparteien nahmen 2020 insgesamt fast 520 Mio. Euro ein. Die höchsten Einnahmen hatte die SPD. Das meiste Geld verwendeten die Parteien für Personalausgaben.

Parteien in Deutschland

Staatliche Parteienfinanzierung

Für das Jahr 2021 erhielten 20 Parteien Mittel aus der staatlichen Parteienfinanzierung. Von den insgesamt festgesetzten 200 Mio. Euro entfielen 192,7 Mio. Euro auf die acht Bundestagsparteien

Prof. Dr. Frank Decker lehrt und forscht am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Seine Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Parteien, westliche Regierungssysteme und Rechtspopulismus im internationalen Vergleich.