30 Jahre Deutsche Einheit Mehr erfahren
Der geborstene Bunker in Berlin Friedrichshain, Deutschland 1946.

8. Mai 1945

Am 8./9. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Entfesselt vom Deutschen Reich, hatte er binnen sechs Jahren weltweit rund 60 Millionen Menschenleben gefordert. Das europäische Judentum hatten die Deutschen nahezu ausgelöscht. Um das "richtige" Gedenken an diesen Tag wird bis heute gestritten. Auf dieser Seite finden Sie Angebote der bpb zum Thema.

Aktuell

Logo: histoCON:LINE – Die digitale histoCON 2020.

histoCON:LINE – Die digitale histoCON 2020

Die histoCON:LINE am 8. und 9. Mai 2020 näherte sich aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage, was der Zweite Weltkrieg heute noch für unsere gesellschaftliche Realität bedeutet. Unter dem Hashtag #histoVOICES teilten junge Menschen aus aller Welt ihre Perspektive auf den 8. Mai.

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Historischer Hintergrund

Hitler verlässt zum letzten Mal Berlin: Besuch im Hauptquartier des 101. Armeekorps an der Oderfront am 3. März 1945.

Dossier Zweiter Weltkrieg

Endphase und Kriegsende

Im Winter 1944/45 kam es zum letzten größeren, verzweifelten Versuch der Wehrmacht, den Vormarsch der Alliierten im Westen doch noch zu stoppen. Die "Ardennen-Offensive" scheiterte aber und verzögerte den Angriff der Westalliierten auf Deutschland nur um sechs Wochen.

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Das Foto zeigt die Titelseiten eines aufgefächerten Stapels verschiedener französischer Tageszeitungen.

Hintergrund aktuell (08.05.2020)

75 Jahre Befreiung vom Nationalsozialismus und Ende Zweiter Weltkrieg in Europa

Der 8. Mai erinnert als Gedenktag jährlich an die tiefe Zäsur von 1945, den Neuanfang und die doppelte Befreiung von Krieg und Nationalsozialismus. Doch das war nicht immer so.

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Adolf Hitler im offenen Wagen während einer Parade in Kraslice (Graslitz) nach dem Anschluss des Sudetenlandes im Oktober 1938.

Informationen zur politischen Bildung Nr. 316/2012

Der Weg in den Krieg

Konsequent verfolgte die NS-Politik das Ziel, durch militärische Aggression den Herrschaftsbereich des Deutschen Reiches in Europa auszuweiten.

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Karten zum Zweiten Weltkrieg

Erinnerungskultur in Deutschland

Blick auf den gesprengten Führerbunker im Garten der Neuen Reichskanzlei in Berlin, Deutschland 1949

Martin Sabrow

Die "Stunde Null" als Zeiterfahrung

Die "Stunde Null" von 1945 ist keine historische Urteilskategorie, sondern ein zeitgenössischer Vorstellungstopos. In ihm verschmelzen biografische Erfahrung und historische Zäsur in einer Intensität, wie sie kein anderer Umbruch des 20. Jahrhunderts aufwies.

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Teilnehmer an einer Kundgebung der NPD winken am 08.05.2015 am Deutsch-Russischen Museum in Berlin mit ihren Fahnen.

Martin Langebach

"8. Mai - Wir feiern nicht!"?

Seit der Rede von Richard von Weizsäcker 1985 nimmt die extreme Rechte verstärkt den 8. Mai zum Anlass von Protesten und für Agitation.

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Bundespräsident von Weizsäcker spricht am 8. Mai 1985 vor dem Bundestag

Aus dem Deutschland Archiv

Zwischen Amnesie und Erinnerungskultur - Die Deutschen und der 8. Mai 1945

Debattenbeitrag zur Rezeption des 8. Mai 1945 in beiden deutschen Staaten und zur bedeutenden Rede von Bundespräsident Richard von Weizsäcker zum Ende des Zweiten Weltkriegs.

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Bundespräsident Richard von Weizsäcker bei seiner vielbeachteten Rede im Bonner Bundestag am 8. Mai 1985 während der Feierstunde zum Ende des Zweiten Weltkrieges

Aus dem Deutschland Archiv

"Wir […] müssen die Vergangenheit annehmen" Weizsäckers Rede zum Kriegsende

Die Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker am 8. Mai 1985 hallt bis heute nach. Ihre gesamtdeutsche Wirkung bei der Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren war auch Thema der Trauerreden und Nachrufe, als Weizsäcker im Januar 2015 verstarb.

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Im Konzentrationslager Buchenwald in der Nähe von Weimar verhöhnte er als Propagandaspruch die Opfer des NS-Regimes: "Jedem das Seine" war dort in das Tor des Haupteingangs eingeschmiedet.

Annette Leo

Keine gemeinsame Erinnerung

Die "Mauer in den Köpfen" trennt auch die Erinnerungen an den Nationalsozialismus. Der ostdeutsche Staat sah sich als Erbe des kommunistischen Widerstands. Im Westen erschienen Stasi und Gestapo austauschbar. Seit der Wiedervereinigung stoßen beide Bilder aufeinander – und zwingen zum schmerzhaften Umdenken.

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Mädchen des Bundes deutscher Mädchen beim Fahnenappell um 1933

Fabian Scheuermann

Oma und die Nazis

Die Großmutter unseres Autors hat als Jugendliche begeistert beim "Bund Deutscher Mädel" mitgemacht. Bis heute beschäftigt sie die Frage, warum.

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Flyer zur Ausstellung "Im Gedenken der Kinder. Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit" im Medizinhistorischen Museum des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Interview

"Diese Vergangenheit betrifft uns alle"

Wie sollten wir an die nationalsozialistischen Verbrechen erinnern, 75 Jahre danach? Wir fragen die Historikerin Cornelia Siebeck nach ihrer Einschätzung

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Der Auschwitz-Überlebende Walter Fantl-Brumlik zeigt seine auf den Unterarm tätowierte Häftlingsnummer.

Katrin Weber-Klüver

Mit eigenen Augen

Wie die Erinnerung an den Holocaust wach halten, wenn bald kein Zeitzeuge mehr lebt? Neue Konzepte sehen vor, verstärkt Fakten sprechen zu lassen – aber auch Avatare.

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Internationale Perspektiven

Dieser Kuss zwischen einem US-amerikanischen Marine-Soldat und einer Krankenschwester am 14. August 1945 auf dem Times Square in New York wurde zum Symbol für das weltweite Ende des Krieges. Der "Life"-Fotograf Alfred Eisenstaedt fotografierte diesen Moment am „V-J Day“, und seine Aufnahme wurde weltberühmt. Dieses Bild zeigt die Szene aus einer anderen Perspektive und stammt von Victor Jorgensen, der im Auftrag der U.S. Navy auf dem Times Square unterwegs war.

Gabriele Metzler

1945 als globale Zäsur

In Europa ist das Jahr 1945 als tiefe Zäsur fest verankert. Aber auch weit entfernt wandelte sich die Welt grundlegend, in der unmittelbaren Bedeutung von den Europäern selbst nicht immer bemerkt und in ihrer Erinnerungskultur weitgehend ausgeblendet. 1945 bildete auch einen grundlegenden Wandel der internationalen Ordnung.

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Gedenken am "Grundstein des Friedens", Juni 2019, Itoman, Präfektur Okinawa

Takuma Melber

Das Leid der Eigenen. 1945 in der japanischen Erinnerungskultur

Die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg ist in Japan vielfach vom Gedenken an das letzte Kriegsjahr mit den Atombombenabwürfen und aus einer Opferperspektive heraus geprägt. Kritische Fragen mit Blick auf eigene Verbrechen bleiben weitestgehend ungestellt.

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Bundespräsident Joachim Gauck (l) und Polens Präsident Bronisław Komorowski am 01.09.2014 bei der Gedenkfeier zum 75. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs auf der Westerplatte in Danzig. In einer historischen Geste reichten sich schon am 22.09.1984 der französische Präsident Francois Mitterrand und Bundeskanzler Helmut Kohl über den Gräbern von Verdun die Hand.

Jörg Echternkamp

Der Krieg in europäischen "Erinnerungskulturen"

In den 1970er- und 1980er Jahren wichen die schablonenhaften Bilder des Krieges im Westen einer differenzierteren Betrachtungsweise. Es ging nicht länger nur um Helden und Opfer, sondern um die leidvollen Gewalterfahrungen der Menschen. Die nationalen, patriotischen Kriegsmythen sind grenzübergreifenden Erinnerungen gewichen.

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Der Kapitulationssaal im Deutsch-Russischen Museum Karlshorst, fotografiert am 08.04.2015 in Berlin.

Richard Overy

8. Mai 1945: Eine internationale Perspektive

Der 8. Mai 1945 markiert zwar das Kriegsende, doch wurde er nicht überall als befreiend wahrgenommen. In Osteuropa begann mit der "Befreiung" die Unterordnung unter sowjetische Herrschaft.

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2016 soll das neue 'Museum des Zweiten Weltkriegs' in Danzig eröffnet werden - und die polnische Bevölkerung auch jenseits politischer Großveranstaltungen mit der eigenen Vergangenheit in Berührung bringen.

Polen-Analysen Nr. 163

Analyse: Politisches Gedenken – Polen und der 8. Mai 1945

In Polen sieht man das Ende des Zweiten Weltkriegs mit gemischten Gefühlen, denn es symbolisiert nicht nur das Ende der Naziherrschaft, sondern auch die schrittweise Eingliederung des Landes in den sowjetischen Machtbereich. So war es nicht weiter verwunderlich, dass die diesjährigen Gedenkfeiern vor dem Hintergrund des aggressiven Vorgehens Russlands in der Ukraine einen ausgeprägt politischen Charakter hatten.

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Unterrichtsmaterial

Das zerstörte Nürnberg

8. Mai 1945 - erinnern heute

Bei diesem Projekt übernehmen Jugendliche die Rolle von Zeitgeschichtsforschern und erkunden vor Ort das Geschichtsbewusstsein ihrer Mitmenschen.

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Schwarz-Weiß-Foto: Eine Gruppe von Juden, darunter ein kleiner Junge, wird  von bewaffneten deutschen Soldaten am 19. April 1943 mit erhobenen Händen aus dem Warschauer Ghetto geführt. Das Bild gehörte zu einem Bericht von SS-General Stroop an seinen Kommandeur und wurde als Beweis in den Kriegsverbrecherprozessen in Nürnberg im Jahr 1945 eingeführt. Die französische Zeitung "Le Figaro" berichtete am 23. Mai 1998, dass Tsvi Nussbaum, ein in Palästina geborener und heute in New York lebender Mann, vermutlich der Junge mit den erhobenen Händen sei.

NS und Zweiter Weltkrieg

Hier finden Sie schülerorientierte Angebote und Methoden für die Thematisierung von Nationalsozialismus, Holocaust und Zweitem Weltkrieg im Unterricht.

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Geschichte(n) erzählen

Vernetztes Erinnern

Erzählungen spielen eine wichtige Rolle in der historisch-politischen Bildung. Wie die Digitalisierung das verändert, erkunden wir im Themenschwerpunkt Historytelling.

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Aus der Mediathek

 

Berlin 1945 – Tagebuch einer Großstadt (1/2)

1. Januar bis 23. April

Das Jahr 1945 chronologisch als multiperspektivisches Mosaik: In Berlin 1945 kommen Deutsche und Alliierte, einfache Bürger, Soldaten, Journalisten, Politiker, Zwangsarbeiter, Untergetauchte, Verbrecher und Helden zu Wort. Ein Chor aus vielen Stimmen bildet ein kollektives Tagebuch. Erzählt wird aus den Blickwinkeln der Zeitgenossen.

Kriegsende und Wiederaufbau

Das Foto wirbt für die 31 Bilmontagen, die der Berliner Fotograf und Designer Alexander Kupsch aus historischen Fotografien vom kriegszestörten Berlin und neuen Stadtansichten collagiert hat.

Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015 rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen und Schuttberge ins Berlin von heute übertagen.

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Ein amerikanischer Soldat bewacht deutsche Kriegsgefangene im Rheinwiesenlager bei Remagen

Kriegsfolgen

6 Millionen europäische Juden fielen dem Rassewahn der Nationalsozialisten zum Opfer, in weiten Teilen Europas war jüdisches Leben ausgelöscht. Mit insgesamt 60-70 Millionen Toten steht der Zweite Weltkrieg für die Tragödie des 20. Jahrhunderts. Eine bipolare Weltordnung entstand, das Gesicht Europas veränderte sich völlig.

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Blick auf die Anklagebank während der Nürnberger Prozesse

Informationen zur politischen Bildung Nr. 316/2012

Verdrängung und Erinnerung

Das Ende des Zweiten Weltkriegs hinterlässt Deutschland in Trümmern. Die Staatsgewalt übernehmen zunächst die Alliierten. Die Täter sollen bestraft werden, und den Opfern soll Gerechtigkeit und Genugtuung widerfahren. Doch die Folgejahrzehnte zeigen, welche Hürden dem im Wege stehen.

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Deutschland nach 1945
Foto: Deutsches Historisches Museum

Dossier: Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Deutschland nach 1945

Während Überleben den Alltag der Bevölkerung ausfüllte, bemühten sich die Alliierten um den Aufbau eines nichtfaschistischen Landes. Neue politische Instanzen wurden geschaffen, die Hauptschuldigen bestraft, die Gesellschaft entnazifiziert.

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Opfer der Zwangsumsiedlung: Die Habe der deutschen Einwohner eines Dorfes bei Oppeln in Schlesien ist auf zwei Anhänger verladen, um zum Bahnhof gebracht zu werden; auf dem Wagen kontrolliert ein polnischer Offizier die Gepäckstücke, ca. 1945.

Geschichte und Erinnerung

Kollektive Erinnerung im Wandel

Die Rede von "deutschen Opfern" war in Deutschland lange Zeit Tabu. Bis Mitte der 1990er: Mit einem Mal handelten zahllose Romane, Filme und Feuilletons von Bombenkrieg und Verteibung. Helga Hirsch fragt nach den Ursachen und Folgen und erzählt die Geschichte der Vertriebenen in Deutschland.

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Ein Modell der Berliner Museumsinsel.

Spezial

60 Jahre Kriegsende – Wiederaufbaupläne der Städte

Bereits während des Zweiten Weltkrieges wurde über den Wiederaufbau der deutschen Städte diskutiert. Welchen Leitbildern folgte der Städtebau in den zwei deutschen Nationen nach 1945? Vor welchen Aufgaben steht er heute? Ein Spezial über Geschichte und Zukunft der Städteplanung in Deutschland.

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Dossier

Der Zweite Weltkrieg

Vor 75 Jahren endete mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht der Zweite Weltkrieg in Europa. Als nationalsozialistischer, rasseideologischer Vernichtungskrieg hatte er Millionen Menschen das Leben gekostet.

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Die App "Erinnerungsorte für die Opfer des Nationalsozialismus" ermöglicht eine neue Form des Erinnerns. Sie finden mehr als 200 Erinnerungsorte mit Informationen über Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale und Initiativen.

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Erinnerungsorte
Datenbank

Erinnerungsorte

Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie hier:

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