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Der 8. Mai – ein deutscher Feiertag?

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 42 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Sieben Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gibt "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Drei Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Der Weg zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? 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Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? 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Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" 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Der 8. Mai – ein deutscher Feiertag?

Martin Sabrow

/ 8 Minuten zu lesen

Als überfällig bezeichnet es der Potsdamer Historiker Martin Sabrow, den 8. Mai als regelmäßigen Feiertag zu verankern – als „überdauernden Tag der befreienden Niederlage und des rettenden Zusammenbruchs“. In seinem Essay zeichnet Sabrow die in Deutschland so scheu geführte Debatte über dieses Datum und dessen Bedeutung nach, an dem vor 75 Jahren die Kapitulation der obersten deutschen Heeresleitung in Berlin erfolgte und der Weltkrieg in Europa zum Ende kam.

Eine Gedenk-Flamme während Feierlichkeiten zum Kriegsende am 8. Mai 1945 vor dem Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst. Das Gebäude ist der historische Ort der Kapitulation der deutschen Wehrmacht in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945. (© picture-alliance)

Soll der 8. Mai ein bundesweiter Feiertag werden, der unterstreicht, dass der 8. Mai 1945 „der Tag der Befreiung war, der Niederschlagung des NS-Regimes“? In diesem Sinne hat die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano im Januar 2020 mit einem offenen Brief an den Bundespräsidenten und die Bundeskanzlerin eine breite Debatte angestoßen und viel Zustimmung geerntet.

Tatsächlich begehen viele Länder Europas das Datum des Kriegsendes als Feiertag des Sieges über den deutschen Aggressor. Aber auch in die Erinnerungskultur der Verliererstaaten ist Bewegung gekommen: Der 8. Mai war zumindest in Berlin im Jahr 2020 ein staatlicher Feiertag, wenn zunächst auch nur einmalig; der Bundespräsident ordnete zum selben Datum einen Staatsakt an und betraute das Bundesinnenministerium mit seiner Durchführung.

Doch die darin zum Ausdruck kommende Gedenkbereitschaft geht vornehmlich auf die besondere Magie des Datums zurück, das in 2020 nicht nur ein Anniversarium, sondern ein Jubiläum bedeutet – am 8. Mai jährte sich das Ende des verheerendsten Krieges der Menschheitsgeschichte zum 75. Mal. Die leider nur zurückhaltend diskutierte Forderung, den 8. Mai dauerhaft zum nationalen Feiertag zu erheben, hingegen greift tiefer. Sie schließt an eine seit Gründung der beiden deutschen Staaten 1949 geführte Auseinandersetzung über den richtigen Umgang mit einem schwierigen Datum an; mehr noch: Sie wirft die Frage nach dem deutschen Selbstverständnis auf.

Unmittelbar vor der Unterschrift unter die bedingungslose Kapitulation am 8. Mai 1945 im damaligen Hauptquartier der sowjetischen Streitkräfte in Berlin-Karlshorst. Am Tisch in Bildmitte als Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, links daneben der Generalstabschef der Luftwaffe, Hans-Jürgen Stumpff, und rechts daneben als Oberbefehlshaber der Kriegsmarine des Deutschen Reiches, Admiral Hans-Georg von Friedeburg. (© picture-alliance)

Kein anderes Ereignis der deutschen Zeitgeschichte ist im Rückblick so anhaltend ambivalent betrachtet worden wie der Tag, an dem in Europa die Waffen des Zweiten Weltkrieges verstummten, der im Pazifik erst nach den Atombombenabwürfen von Hiroshima und Nagasaki sein Ende fand. Seine Vieldeutigkeit beginnt schon mit dem Datum. In den Niederlanden fällt der „Bevrijdingsdag“ auf den 5. Mai, der als gesetzlicher Feiertag an die Befreiung von der deutschen Besatzung erinnert.

Russland hingegen feiert den 9. Mai, weil die von den deutschen Befehlshabern des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe - Keitel, von Friedeburg und Stumpf – in der Pionierschule Berlin-Karlshorst unterzeichnete Kapitulation nach Moskauer Zeitrechnung erst in den frühen Stunden des 9. Mai erfolgte.

Was war der eigentlich entscheidende Tag?

Rechtswirksam wiederum war schon die vorherige Gesamtkapitulation, die Alfred Jodl gegenüber den Westmächten in der Nacht vom 6. auf den 7. Mai 1945 in Reims vereinbarte und die am 8. Mai um 23:01 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Kraft trat.

Generaloberst Jodl, Chef des Wehrmachtführungsstabes, unterzeichnet in Reims die Kapitulationsurkunde (Bild: Franklin D. Roosevelt Library)

Über dieser Datierungsunsicherheit wiederum schwebt die rechts- und geschichtswissenschaftlich jahrzehntelang viel erörterte Frage, ob diese Unterwerfung nur eine militärische oder zugleich auch eine staatsrechtliche Selbstaufgabe bedeutete, mit der das Deutsche Reich selbst als Rechtssubjekt erlosch; die „oberste Regierungsgewalt hinsichtlich Deutschlands“ übernahmen die vier Alliierten jedenfalls erst in einer eigenen Berliner Erklärung vom 5. Juni 1945.

So unsicher ein genaues Datum und der eigentliche Umfang der vereinbarten Regelung zur Einstellung der Kampfhandlungen waren, so unsicher blieb über vier Jahrzehnte ihr Platz im deutschen Gedächtnis. Die von der Geißel des deutschen Welteroberungskrieges befreiten Staaten feiern bis heute die jährliche Wiederkehr des alliierten Sieges als VE-Day (Victory in Europe Day); die beiden deutschen Staaten dagegen hatten sich mit einem Ereignis auseinanderzusetzen, das für die Deutschen Untergang und Auferstehung zugleich bedeutete. Bevor sich in Ost- und Westdeutschland kontrastierende Narrative über das Kriegsende herausbildeten, durchlebte die atomisierte deutsche Gesellschaft mehrheitlich eine „Stunde Null“, in der die Sorge um das Überleben in der Gegenwart jede nähere Auseinandersetzung mit der Vergangenheit wie mit der Zukunft verschluckte.

Französische Tageszeitungen aus dem Mai 1945 mit Schlagzeilen zur Kapitulation Deutschlands (© picture-alliance/akg)

Doch nicht nur Zukunftsverlust kennzeichnete die Erfahrung der totalen Niederlage, sondern ebenso eine schockartige Abkehr von der Vergangenheit, die von den einen willentlich in den Hintergrund gedrängt und von den anderen als ohne eigenes Zutun ausgelöscht empfunden werden konnte.

Zahllos sind die Zeugnisse, die in dieser Zeit das eigene Ich aus seinen historischen Bezügen gerissen wähnen und nicht nur gesellschaftlich, sondern auch zeitlich gleichsam atomisiert sahen. In der von ihm mitbegründeten Monatszeitschrift Die Wandlung brachte Dolf Sternberger im Sommer 1945 zum Ausdruck, wie eigentümlich unkenntlich ihm das Bild des Gewesenen geworden war: „Ich lebe im Augenblick, und weiß nicht, was mich eigentlich zusammenhält. Alle Dinge sind mir unbekannt – die Kraft, zu fassen und zu nennen, wie ausgesogen. Eine Burg steht lange in der blauen Ferne, mit den beiden großen Türmen, die ich ehedem gut kannte, als wir noch Ausflüge machten. Der Anblick zündet, ich bin voll Freude, etwas wiederzuerkennen, aber der Name fällt mir nicht ein, das Gedächtnis ist wie weggeschlagen.“

„Die Opfer der Deutschen befanden sich außerhalb ihrer Sinnwelt“

Die Mehrheit der geschlagenen Deutschen nahmen die Abschneidung von Zukunft und Vergangenheit und damit den Sturz in die Zeitlosigkeit aus der Perspektive des erlittenen, aber nicht des zugefügten Verlustes wahr – die Mitlebenden der „Stunde Null“ verstanden sich als deutsche Opfer; die Opfer der Deutschen befanden sich fast vollständig außerhalb ihrer Sinnwelt.

Das Brandenburger Tor im zerstörten Berlin nach der deutschen Kapitulation 1945. (© AP)

Diese Perspektive drängte sich umso mehr Besuchern aus dem Ausland auf. Zu Forschungen nach dem Verbleib jüdischen Kulturguts nach Deutschland gereist, beobachtete Hannah Arendt 1949/50 „die Deutschen, wie sie geschäftig durch die Ruinen ihrer tausendjährigen Geschichte stolpern und für die zerstörten Wahrzeichen ein Achselzucken übrig haben oder wie sie es einem verübeln, wenn man sie an die Schreckenstaten erinnert, welche die ganze übrige Welt nicht loslassen“.

Als Abwehr der Wirklichkeit durch fieberhafte Geschäftigkeit deutete die im amerikanischen Exil heimisch gewordene Intellektuelle Arendt diese Haltung, an der Besinnungsappelle ohnmächtig abprallten. Zwanzig Jahre später brachten Alexander und Margarete Mitscherlich diese Erinnerungsverweigerung auf die eingängige Formel einer „vaterlosen Gesellschaft“, die mit Derealisierung auf die traumatisch erfahrene Entwertung des eigenen Ich-Ideals nach dem Erwachen aus dem Rausch der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft reagiert habe.

Deutsche Infanteristen in den Ruinen von Stalingrad am 13. Oktober 1942. (© Bildarchiv preußischer Kulturbesitz)

Während in der DDR der 8. Mai als „Tag der Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus“ in die gesellschaftliche Erinnerung eingeschrieben und von 1950 bis 1966 und einmalig nochmals 1985 zum gesetzlichen Feiertag erklärt wurde, stand die westdeutsche Geschichtskultur dem historischen Jubiläum insgesamt und dem 8. Mai im Besonderen als Gedenktag lange Jahre fremd und distanziert gegenüber.

Die runden Jahrestage des 20. Juli als Gedenktag des Widerstands gegen den Nationalsozialismus und der Novemberrevolution von 1918 fanden zwar schon in den fünfziger Jahren immerhin öffentliche Würdigung. Arbeitsfreie Feiertage mit historischem Bezug aber bildeten allein der 1. Mai, den schon das NS-Regime zum „nationalen Feiertag des deutschen Volkes“ bestimmt hatte, und seit 1954 auch der 17. Juni als „Tag der deutschen Einheit“.

„Zur historischen Paradoxie trat die politische Rivalität“

In diesen Rang schaffte der 8. Mai es in der Bonner Republik zu keiner Zeit. Als der Parlamentarische Rat auf Konrad Adenauers Drängen das Grundgesetz noch am späten Abend des 8. Mai 1949 beschlossen wissen wollte, tat er dies nicht, um an den 8. Mai 1945 zu erinnern, sondern um das Böse durch das Gute auszulöschen. „Es ist wohl in Wahrheit“, beendete Adenauer die Sitzung, „für uns Deutsche der erste frohe Tag seit dem Jahre 1933. Wir wollen von da an rechnen und nicht erst von dem Zusammenbruch an, so schwer die Jahre des Zusammenbruchs auch waren.“

Vorher hatte Theodor Heuss seine Skepsis auch gegenüber einer bloß überformenden Bezugnahme auf den 8. Mai mit dem Zwiespalt begründet, in dem die Erinnerung an das Kriegsende gefangen blieb: „Ich weiß nicht, ob man das Symbol greifen soll, das in solchem Tag liegen kann. Im Grund genommen bleibt dieser 8. Mai 1945 die tragischste und fragwürdigste Paradoxie der Geschichte für jeden von uns. Warum denn? Weil wir erlöst und vernichtet in einem gewesen sind."

Blick auf die Ruinen von Hamburg am 4. Mai 1945. (© AP)

Zur historischen Paradoxie trat die politische Rivalität – die westdeutsche Vergangenheitsverschweigung korrespondierte mit der ostdeutschen Vergangenheitsbetonung, wie Regierungssprecher Karl-Günther von Hase zum zwanzigsten Jahrestag des Kriegsendes für die Bundesregierung zum Ausdruck brachte: „Ich möchte dazu sagen, daß der Westen seine Verpflichtungen für eine friedliche Zukunft erneuert hat, während der Osten die Vergangenheit gefeiert hat, weil er offenbar nicht in der Lage ist, die Gegenwart und Zukunft konstruktiv zu bewältigen.“

Der staatliche Schweigekonsens gegenüber dem ambivalenten Datum hielt über Jahrzehnte. Gedenkfeiern für die NS-Verfolgten fanden überwiegend in regionalem Rahmen statt, wenngleich am 5. Mai 1965 auf dem Gelände des Konzentrationslagers Dachau zum 20. Jahrestag seiner Befreiung eine erste größere Gedenkstätte eingeweiht wurde. Gesamtstaatlich trat der 8. Mai hingegen vor allem als Stichdatum in Erscheinung, zu dem die Verjährungsfrist für NS-Straftaten ablief – 1955 für Freiheitsberaubung sowie Körperverletzung mit Todesfolge und 1960 für Totschlagsdelikte.

Noch zum zwanzigsten Jahrestag 1965 betrachtete der nunmehrige Bundeskanzler Ludwig Erhard den 8. Mai lediglich als einen Tag, „so grau und trostlos wie so viele vor oder auch nach ihm“; und für die sozialdemokratische Opposition setzte auch Willy Brandt den zur selben Zeit in der DDR inszenierten Befreiungsfeiern ein entschiedenes Verzichtbekenntnis auf historische Antijubiläen entgegen: „Zwanzig Jahre sind genug – genug der Spaltung, genug der Resignation und genug des bloßen Zurückschauens.“

Wandel mit Richard von Weizsäcker

Es bedurfte der Herausbildung des Trauer- und Mahnjubiläums seit den 1960er Jahren, um den 8. Mai in den bundesdeutschen Gedenkkalender aufzunehmen. Greifbar wird dieser Wandel in Richard von Weizsäckers berühmt gewordener Gedenkrede im Deutschen Bundestag zum 40. Jahrestag des Kriegsendes 1985, die den 8. Mai vom Tag der Kapitulation mit präsidialer Autorität zum Tag der Befreiung umwertete und damit einen Gedanken aufnahm, den schon zehn Jahre zuvor der damalige Bundespräsident Scheel entwickelt hatte. Während Scheel aber den 8. Mai nicht als Tag zum Feiern, sondern als Augenblick der Selbstprüfung verstanden wissen wollte, setzte sich mit Weizsäckers immer wieder von Beifall unterbrochener Ansprache eine Sicht durch, die dem zwischenzeitlichen Generationswandel Rechnung trug und auch das Trauerjubiläum als Feiertag akzeptierte.

Bundespräsident von Weizsäcker spricht am 8. Mai 1985 vor dem Bundestag (© picture-alliance/dpa)

Interner Link: Weizsäckers Rede formulierte einen über 1989/90 und bis heute fortbestehenden gesellschaftlichen Grundkonsens, der die andauernde Auseinandersetzung mit dem nationalsozialistischen Zivilisationsbruch nicht als bedrückende Last, sondern als befreiende Aufgabe begreift und deswegen den 8. Mai als einen Trauer und Feier verbindenden Gedenktag betrachtet.

Die Akzentsetzung innerhalb dieses Rahmens verschiebt sich mit der weitgehend vollzogenen Ablösung von der Erfahrungsgeneration weiter. Von Jahr zu Jahr schwächer werden die Stimmen, die die Niederlage mit ihren katastrophalen Begleitumständen ins Gedächtnis rufen und an die Deutschen als Opfer der Kriegsfurie erinnern, die am Ende ihr eigenes Land in beispielloser Weise verheerte. Immer stärker dagegen artikuliert sich eine Sicht, die den Zusammenbruch als Aufbruch versteht und damit als Grundstein unserer demokratischen Wertordnung.

„Dauerhaft im gesellschaftlichen Gedächtnis verankern“

Der historischen Bedeutung des 8. Mai entspricht es, dieses Datum über 75 Jahre nach Kriegsende endlich als gesetzlichen Feiertag dauerhaft im gesellschaftlichen Gedächtnis zu verankern. Der Vorschlag, das im ritualisierten DDR-Gedenken abgeschliffene Wort „Befreiung“ als alleinige Bezeichnung zu nehmen, ist allerdings nicht besonders glücklich. Es rechnet in unhistorischer Weise die Besiegten umstandslos den Siegern zu und vernachlässigt die berühmte US-Direktive JCS 1067 vom 26. April 1945: „Deutschland wird nicht besetzt zum Zwecke seiner Befreiung, sondern als ein besiegter Feindstaat.“

Den 8. Mai allein als Tag der Befreiung zu feiern, überschreibt Ambivalenz durch Eindeutigkeit. Dies aber wird der dramatischen Differenz zwischen zeitgenössischer Erfahrung und nachzeitiger Betrachtung nicht gerecht, und es trägt der widersprüchlichen Vielschichtigkeit eines Datums keine Rechnung, das von den Mitlebenden als auswegloser Untergang ebenso erlebt werden konnte wie als ersehnte Rettung.

Das zerstörte Reichstagsgebäude in Berlin im Mai 1945. (© picture-alliance/akg)

Einen besseren Weg hat das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern gefunden. Dort wurde der 8. Mai bereits vor einer Reihe von Jahren zum „Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des Zweiten Weltkrieges“ erklärt. Die Bundesrepublik Deutschland würde der Entwicklung ihrer Erinnerungskultur angemessen Rechnung tragen, wenn sie den 8. Mai unter dieser Bezeichnung zum gesetzlichen Feiertag erheben und damit zum Ausdruck bringen würde, dass der 8. Mai 1945 ein die Zeiten überdauernder Tag der befreienden Niederlage und des rettenden Zusammenbruchs war.

Zitierweise: Martin Sabrow, "Der 8. Mai - ein deutscher Feiertag?", in: Deutschland Archiv, 23.4.2020, Link: www.bpb.de/308182

Ergänzend zum Thema:

Wolfgang Benz im DA vom 24.5.2019 - Interner Link: "Zwischen Amnesie und Erinnerungskultur"

Martin Sabrow im DA vom 1.5.2020 Interner Link: über Geschichtsvergessenheit in Zeiten der Coronakrise

Lenore Lobeck über die Entzauberung des Interner Link: Mythos von der Freien Republik Schwarzenberg 1945

bpb-Dossier - Externer Link: "Der Zweite Weltkrieg"

Aus dem DA vom 18.12.2015 - Interner Link: Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende

bpb-Interner Link: Themenseite zum 8. Mai 1945

Fussnoten

ist Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF). Externer Link: sekretariat@zzf-potsdam.de