Eindruck vom Hackathon, Entwicklung von Prototypen

Redaktion am 13.01.2016

Unsere 10 wichtigsten Beobachtungen zum Historytelling

Der Themenschwerpunkt Historytelling der Werkstatt geht zu Ende. Während der letzten Wochen haben wir uns intensiv mit den unterschiedlichen Facetten des Themas auseinandergesetzt: Was ist eigentlich Historytelling? Und wie unterscheidet es sich vom klassischen "Geschichtenerzählen"? Wo und wie lässt sich es in der Bildung einsetzen?

Fazit HistorytellingSchreibmaschine. Lizenz: cc by-sa/2.0/de (Tyler Nienhouse/ Flickr/ bearbeitet )

Diesen und anderen Fragen sind wir zusammen mit Experten und Expertinnen, Studierenden und Lehrenden nachgegangen. Physiker Peter Heering hat gezeigt, dass Storytelling nicht nur für die Geschichtswissenschaft eine Rolle spielt. Thomas Hellmuth erklärte uns, dass die Konstruktion von Erzählungen ein wichtiger Bestandteil der Identitätsarbeit ist und daher auch im Unterricht eine Bedeutung haben sollte. Von Bernd Körte-Braun und Dagi Knellessen erfuhren wir, was passiert, wenn diejenigen, die eine Geschichte zu erzählen haben, nicht mehr da sind, ihre Geschichten aber weiterhin gesellschaftliche Relevanz haben.

Ein vielfältiges thematisches Spektrum, das vor allem zwei Dinge zeigt: Historytelling ist von großer Bedeutung für historisches Lernen. Gleichzeitig muss Historytelling kompetent eingesetzt werden, um Inhalte nicht zu verwässern oder zu entkontextualisieren.


Hier unsere 10 wichtigsten Beobachtungen zu Historytelling:

  1. Storytelling erlebt zwar aktuell eine Renaissance, ist jedoch eine urmenschliche Kulturtechnik.
    "Storytelling ist so alt wie die Menschheit selbst": Interview mit Steffen Damm
  2. Erzählen schafft Struktur und Identität. Historytelling sollte daher auch im Unterricht eingesetzt werden, braucht aber adäquate Methoden.
    Vom Storytelling zum Historytelling: Gastbeitrag von Thomas Hellmuth
  3. Die Digitalisierung der Geschichten von Zeitzeugen hilft, auch nach ihnen ihre Geschichten zu erzählen und neue Erzählformen zu entdecken.
    Digitale Schatzkammern: Gastbeitrag von Bernd Körte-Braun
  4. Storytelling ist auch für Naturwissenschaften interessant.
    Kleines 3x3 des Storytellings
  5. Für seriöses Storyelling braucht man Standards.
    Zwischen Sensation und Seriosität: Interview mit Marlis Prinzing
  6. Es ist nicht nur wichtig, wie eine Geschichte erzählt wird, sondern auch, welche Geschichten erzählt werden.
    Die Meistererzählung aufbrechen: Interview mit Martin Lücke
  7. Geschichte lässt sich auch über Computerspiele erzählen und lernen.
    Computerspiele im Geschichtsunterricht: Interview mit Angela Schwarz
  8. Historytelling spielt bereits ganz konkret eine wichtige Rolle beim historischen Lernen.
    Digitalisierte Geschichte im Projekt "Europeana 1989": Projektsteckbrief
  9. Schüler und Schülerinnen bringen Wissen und eigene Perspektiven ein – das stellt Lehrende vor Herausforderungen.
    "Reflexive Mitspieler auf dem Feld der Erinnerung": Interview mit Wolfgang Meseth
  10. Digitales Historytelling ermöglicht eine partizipative und multiperspektivische Erinnerungskultur.
    Erinnerung im digitalen Austausch: Interview mit Steffi de Jong
Historytelling im digitalen und analogen Raum, in der Geschichte und in der Bildung allgemein wird auch in Zukunft ein wichtiges Thema bleiben. Wenn Sie noch weitere Ideen und Anregungen haben, kommen Sie gern auf uns zu! Schreiben Sie uns an redaktion@werkstatt.bpb.de.

Bei unserem nächsten Themenschwerpunkt dreht sich alles um "Digitale Inklusion". Mehr Informationen finden Sie hier.

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