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Lebensgeschichten digital nahbar machen

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Lebensgeschichten digital nahbar machen

Leonie Meyer

/ 3 Minuten zu lesen

Erinnerungskultur digital mittels einzelner Lebensgeschichten vermitteln? Wir stellen fünf Projekte vor, die sich genau das zur Aufgabe gemacht haben.

Die Erinnerungskultur bedient sich heutzutage digitaler Möglichkeiten. (© Fotos: WDR/Claus Langer, Keyvisual: WDR/Jan-Philipp Behr)

In Zeiten der Corona-Pandemie werden Museumsbesuche im Klassenverband immer seltener. Gleichzeitig bringt die Digitalisierung neue Potenziale für die Erinnerungskultur mit sich. Zahlreiche Projekte wählen aktuell einen digitalen Weg zur Vermittlung historischen Wissens. Wir stellen im Folgenden fünf Projekte vor, die sich dabei besonders auf die Nahbarmachung individueller Lebensgeschichten fokussiert haben.

Ester

(© Terraforming Externer Link: www.ester.rs) (© Terraforming Externer Link: www.ester.rs) (© Terraforming Externer Link: www.ester.rs) (© Terraforming Externer Link: www.ester.rs)

Ester

Externer Link: Ester ist ein englisch- und serbischsprachiges Graphic-Novel-Projekt der Organisation Externer Link: Terraforming, das sich dem Thema Holocaust in Serbien annähert. Die dargestellten Geschichten basieren auf historischen Ereignissen und Personen. Das Format der Graphic Novel kann dazu genutzt werden, junge Menschen an historische Quellen heranzuführen. Beispielsweise können die bildlich dargestellten Szenen im Unterricht gemeinsam analysiert werden. Englischsprachige Informationen für Lehrkräfte können Externer Link: hier abgerufen werden. Im Rahmen des Projekts entsteht auch ein Format zur Erstellung von Graphic Novels. Es soll an Orten der NS-Verfolgung für die (familien-)biografische und lokalhistorische Bildungsarbeit eingesetzt werden können. Das Projekt Ester wurde unter anderem von der Stiftung Erinnerung Verantwortung und Zukunft (EVZ) gefördert.

gestern ist jetzt

(© privat) (© privat) (© privat)

gestern ist jetzt

"Interner Link: gestern ist jetzt" ist ein Podcast der Journalistinnen Melanie Longerich und Brigitte Baetz, von dem seit September 2020 alle zwei bis vier Wochen eine Folge erscheint. Angestoßen von dem Schweigen ihrer Familien zur eigenen Rolle während des Zweiten Weltkriegs begannen sie damit, Menschen zu begleiten, die sich mit der Aufarbeitung von Familiengeschichten zur NS-Zeit beschäftigen. Dabei kommen neben Historikern, Psychologinnen und Mitarbeitenden aus Archiven auch Hörerinnen und Hörer des Podcasts zu Wort. Der Podcast wird von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert. Mehr Angebote der bpb zum Thema Familiengeschichte(n) finden Sie Interner Link: hier.

#StolenMemory

(© Arolsen Archives) (© Arolsen Archives) (© Arolsen Archives) (© Arolsen Archives/Goldener Westen)

#StolenMemory

Die Online-Ausstellung Externer Link: #StolenMemory des Externer Link: Arolsen Archivs, stellt "Effekten", also entwendete Besitztümer von NS-Häftlingen, digital aus. Die Gegenstände werden 3D-gescannt und können auf der Website unter dem Namen des Besitzers oder der Besitzerin in einer 360-Grad-Ansicht begutachtet werden. Ziel der Ausstellung ist es, die Angehörigen der NS-Opfer zu erreichen und ihnen die Gegenstände zurückzugeben. Gleichzeitig bietet die Website einen Einblick in das Leben der Besitzenden vor der Verhaftung und leistet Aufklärungsarbeit zu den Erfahrungen der Betroffenen.

Stolpersteine NRW

(© Fotos: WDR/Claus Langer, Keyvisual: WDR/Jan-Philipp Behr) (© WDR/Claus Langer) (© Fotos: WDR/Claus Langer, Keyvisual: WDR/Jan-Philipp Behr) (© Fotos: WDR/Claus Langer, Keyvisual: WDR/Jan-Philipp Behr)

Stolpersteine NRW – gegen das Vergessen

Das Angebot Externer Link: Stolpersteine NRW – gegen das Vergessen des Westdeutschen Rundfunks will in Ergänzung zum Interner Link: Stolpersteinprojekt von Gunter Demnig innovative Aufklärung leisten. Über eine App und die Website können Interessierte die rund 15.000 Stolpersteine in Nordrhein-Westfalen einzeln aufrufen und anhand von Texten, Audio- und Videomaterial mehr über die Personen erfahren, denen der jeweilige Stein gewidmet ist. Zum Einsatz im Unterrichtskontext gibt es auf der Website eine Externer Link: Auswahl an Lernmodulen.

14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs

(© SWR/ARTE/Das Erste/NDR/WDR) (© SWR/ARTE/Das Erste/NDR/WDR) (© SWR/ARTE/Das Erste/NDR/WDR) (© LOOKSfilm) (© LOOKSfilm)

14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs

Externer Link: 14 – Tagebücher des ersten Weltkriegs ist ein multimediales Projekt aus dem Jahr 2014, bei dem anhand von 14 Geschichten 14 reale Schicksale von Personen zur Zeit des Ersten Weltkriegs nacherzählt werden. Die multinationale Perspektive auf den Ersten Weltkrieg war seinerzeit ein erzählerisches Novum. Die dargestellten Personen lebten in unterschiedlichen Ländern, etwa in Australien, Russland und Österreich-Ungarn. Das Projekt wurde von verschiedenen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gemeinsam im Zuge des 100. Jahrestags des Kriegsausbruchs umgesetzt und besteht aus einer Fernsehserie, einem Webangebot sowie einer Hörbuchreihe. Auch wenn das Projekt einige Jahre zurückliegt, lassen sich die Inhalte auch heute gut in den Externer Link: Unterricht einbinden. Wer sich darüber hinaus für die Weimarer Zeit interessiert, für den kann auch das Nachfolgeprojekt Interner Link: Krieg der Träume mit seinen vielen verschiedenen Protagonistinnen und Protagonisten interessant sein. Auch hierzu bietet Planet Schule einen Externer Link: Wissenspool zur Serie mit Hintergrundinformationen an.

Weitere Inhalte

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Hintergrund zur Serie

Krieg der Träume 1918-1938

Für Millionen von Menschen in Europa beginnt 1918 eine Reise ins Ungewisse. Der Krieg hat die alte Ordnung der Monarchien und Imperien hinweggefegt. Nun muss die Landkarte neu gezeichnet, die Welt…

Podcast

gestern ist jetzt

Der Nationalsozialismus ist Geschichte - und doch wirkt er bis heute weiter – in der eigenen Familie. Brigitte Baetz und Melanie Longerich gehen mit ihrem Podcast "gestern ist jetzt" auf die Suche…

Themenseite

Familiengeschichte(n)

Wie haben meine Großeltern im Nationalsozialismus gelebt? Welche Erfahrungen haben meine Eltern als Kriegskinder gemacht? Welche Auswirkungen haben Traumata, die von Generation zu Generation…

Schriftenreihe
7,00 €

Eichmann im Kalten Krieg

7,00 €

Adolf Eichmann wurde 1961 in Jerusalem der Prozess gemacht – beobachtet von der Weltöffentlichkeit und speziell in beiden deutschen Staaten. Diese DVD versammelt damalige TV-Beiträge aus Ost und West.

Video Dauer
Interview

Beit Terezin: Ein Generationenprojekt

Der Holocaust ist für viele Menschen in Israel Teil der eigenen Familiengeschichte. In Beit Terezin ist ein Gedenkort entstanden, der generationenübergreifende Bildungsarbeit betreibt.

Leonie Meyer studierte in Bonn Politik, Soziologie und Psychologie. Seit Januar 2021 unterstützt sie die werkstatt.bpb als Redaktionsassistenz. Daneben brennt sie für die Themen politische Partizipation, Bewältigung der Klimakrise und soziale Gerechtigkeit.